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Italien Reiseführer - Von den Alpen bis nach Sizilien

Vorwort: Was dieser Italien Reiseführer Ihnen bietet und wie Sie ihn nutzen

Italien misst rund 301000 Quadratkilometer, zählt etwa 59 Millionen Einwohner und gliedert sich in 20 Regionen, von denen jede eigene Küche, eigene Dialekte und eigene Feste besitzt. Von den Alpen im Norden bis zur Südspitze Siziliens sind es rund 1200 Kilometer Luftlinie, und die Küstenlinie erreicht mit den Inseln rund 7600 Kilometer. Wer den besten Italien ReiseführerWerbung sucht, muss deshalb zuerst eine Frage beantworten: Wie viel dieses Landes lässt sich in einer Reise sinnvoll erleben? Die ehrliche Antwort lautet: höchstens 3 bis 4 Regionen pro Reise, wenn Sie nicht überwiegend im Zug sitzen wollen.

Dieser Reiseführer geht deshalb so vor: Er ordnet das Land zuerst geschichtlich und geografisch ein, klärt Planung, Anreise, Kosten, UnterkünfteWerbung, Sicherheit und Klima und beschreibt dann Städte, Landschaften, Küsten und Gebirge nach Regionen. Es folgen Geheimtipps, Kulinarik, Ausflüge, Strände, Wanderwege und Reiserouten für 3, 5, 7, 10 und 14 Tage mit echten Strecken, Fahrzeiten und Reservierungshinweisen. Als bester Reiseführer Italien will dieses Buch nicht möglichst viele Namen aufzählen, sondern Entscheidungen erleichtern: welche Stadt wie viel Zeit verdient, welche Eintrittskarte Sie Wochen vorher buchen müssen und welche Route Sie im Zug, im Auto oder zu Fuß am besten bewältigen.

Ein Hinweis vorab, der später bei der ersten Bahnfahrt an Bedeutung gewinnt: Italien ist kein Land der Pünktlichkeit, aber eines der Verlässlichkeit im Kleinen. Der Kaffee schmeckt fast überall, das Brot ist frisch, und das Essen beginnt selten vor 20 Uhr. Wer sich diesem Rhythmus anpasst, erlebt weniger Hektik und mehr vom Land.

Italien Geschichte: Von den Etruskern bis zur Republik

Etrusker, Griechen und die Gründung Roms

Vor der römischen Herrschaft prägten 2 Kulturen die Halbinsel. Die Etrusker siedelten seit dem 8. Jahrhundert vor Christus zwischen Arno und Tiber, der heutigen Toskana, Umbrien und Latium. Ihre Nekropolen bei Cerveteri und Tarquinia gehören zum UNESCO Welterbe und zeigen bemalte Grabkammern. Im Süden gründeten Griechen ab dem 8. Jahrhundert vor Christus Kolonien wie Neapel, Syrakus, Agrigent und Paestum und schufen damit Magna Graecia. Die Tempel von Paestum und das Tal der Tempel bei Agrigent zählen zu den am besten erhaltenen griechischen Bauten außerhalb Griechenlands. Rom selbst wurde der Überlieferung nach 753 vor Christus gegründet, den Beginn der Republik markiert das Jahr 509 vor Christus.

Das Römische Reich

Im 3. und 2. Jahrhundert vor Christus unterwarf Rom die gesamte Halbinsel und Karthago. Mit Augustus begann 27 vor Christus die Kaiserzeit, in der das Reich seine größte Ausdehnung von Britannien bis Mesopotamien erreichte. Das Colosseum wurde im Jahr 80 nach Christus eingeweiht, das Pantheon unter Kaiser Hadrian zwischen 118 und 128 fertiggestellt. Der Ausbruch des Vesuv im Jahr 79 begrub Pompeji und Herculaneum und konservierte dabei Straßen, Häuser und Wandmalereien in einem Zustand, den Sie heute besichtigen können. 476 endete das Weströmische Reich mit der Absetzung des Kaisers Romulus Augustulus.

Langobarden, Päpste und Stadtstaaten

Nach dem Zerfall Westroms fiel die Halbinsel an Ostgoten, Byzantiner und ab 568 an die Langobarden. Ravenna wurde zur Hauptstadt der Byzantiner, seine Mosaiken aus dem 5. und 6. Jahrhundert sind Welterbe. Im Jahr 800 krönte Papst Leo III. Karl den Großen in Rom zum Kaiser. Im Hochmittelalter entstanden freie Stadtstaaten: Venedig als Seerepublik, Genua, Pisa und Amalfi als Handelsmächte, Florenz, Siena und Mailand als Bankiers und Tuchhändler. Zwischen Kaisertreuen und Papsttreuen tobten jahrhundertelange Kämpfe, die sich in den Geschlechtertürmen von San Gimignano und Bologna spiegeln.

Renaissance und Fremdherrschaft

Im 15. Jahrhundert wurde Florenz unter der Bankiersfamilie der Medici zum Zentrum der Renaissance. Brunelleschi vollendete 1436 die Kuppel des Doms, Michelangelo schuf den David 1504, Leonardo da Vinci malte in Mailand das Letzte Abendmahl zwischen 1495 und 1498. Papst Julius II. beauftragte Michelangelo mit der Decke der Sixtinischen Kapelle, die zwischen 1508 und 1512 entstand. Politisch zerfiel das Land in Kleinstaaten, die im 16. bis 18. Jahrhundert von Spanien, Frankreich und Österreich beherrscht wurden. Napoleon eroberte 1796 die Poebene und schuf Tochterrepubliken, deren Verwaltung das Land bis heute prägt.

Risorgimento und Einigung

Im 19. Jahrhundert wuchs die Bewegung für einen gemeinsamen Staat. Der Freischärler Giuseppe Garibaldi eroberte 1860 mit rund 1000 Freiwilligen Sizilien und Neapel, der Graf Cavour lenkte die Diplomatie des Königreichs Piemont Sardinien. 1861 wurde das Königreich Italien ausgerufen, Vittorio Emanuele II. wurde der erste König. Venetien kam 1866 hinzu, Rom wurde 1870 erobert und 1871 Hauptstadt. Der Papst zog sich in den Vatikan zurück, was den Konflikt zwischen Kirche und Staat bis zu den Lateranverträgen von 1929 offen hielt.

20. Jahrhundert und Republik

Italien trat 1915 in den Ersten Weltkrieg ein. 1922 übernahm Benito Mussolini die Macht, das faschistische Regime dauerte bis 1943 und führte das Land in den Zweiten Weltkrieg. Am 2. Juni 1946 stimmte die Bevölkerung in einem Referendum für die Republik, die Verfassung trat 1948 in Kraft. Italien gehörte 1957 mit der Unterzeichnung der Römischen Verträge zu den Gründungsmitgliedern der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, und seit 2002 wird mit dem Euro bezahlt. Die Wirtschaft entwickelte sich nach 1950 zu einer der größten Europas, mit Industrie im Norden, Landwirtschaft und Tourismus im Süden.

Seerepubliken und Königreiche: Venedig, Genua, Neapel und Sizilien

Neben Rom prägten Seerepubliken und Königreiche die Geschichte. Venedig war von 697 bis 1797 eine Republik, geführt von einem Dogen, und beherrschte den Handel mit dem Orient, mit dem Arsenal als größter Werft des Mittelalters. Genua stritt mit Venedig um die Seeherrschaft und gab Christoph Kolumbus 1451 seinen Geburtsort. Neapel war unter Anjou, Aragonesen, Spaniern und den Bourbonen Hauptstadt eines Königreichs beider Sizilien, bis Garibaldi es 1860 auflöste. Sizilien wurde von Griechen, Karthagern, Römern, Arabern ab 827, Normannen ab 1061 und Staufern beherrscht, was die Mischung aus Kuppeln, Goldmosaiken und Barock in Palermo erklärt. Amalfi und Pisa waren im Mittelalter Seemächte, deren Bauten heute Ziele von Reisenden sind. Diese Vielfalt ist der Grund, warum Sie in Italien jede Stadt mit eigener Geschichte, Küche und Dialekt erleben.

Italien Geografie: Lage, Landschaft und Regionen im Überblick

Lage und Ausdehnung

Italien liegt im Süden Europas und reicht als Stiefel weit ins Mittelmeer. Im Norden grenzt es an Frankreich, die Schweiz, Österreich und Slowenien, im Inneren liegen die Staaten Vatikanstadt und San Marino. Die Ostküste bildet die Adria, die Westküste das Tyrrhenische Meer, im Süden schließen Ionisches Meer und die Straße von Messina an. Mit Sizilien, der größten Mittelmeerinsel, und Sardinien gehören 2 große Inseln zum Staat, dazu die Liparischen Inseln, die Pelagischen Inseln um Lampedusa und der Toskanische Archipel.

Alpen und Dolomiten

Der Alpenbogen bildet die Nordgrenze mit dem Mont Blanc, dessen Gipfel rund 4800 Meter erreicht, und dem Monte Rosa an der Grenze zur Schweiz. Die Dolomiten in Südtirol, Trentino und Venetien wurden 2009 UNESCO Welterbe. Ihre bleichen Kalkwände erreichen mit der Marmolada 3343 Meter. Große Seen begrenzen die Alpen im Süden: der Gardasee mit rund 370 Quadratkilometern als größter See des Landes, der Comer See mit über 400 Metern Tiefe als tiefster See Italiens, und der Lago Maggiore.

Poebene und Apennin

Der Po ist mit 652 Kilometern Italiens längster Fluss und durchzieht die fruchtbare Poebene von Turin bis zur Adria. Hier liegen Mailand, Verona, Bologna und Parma, hier wird Reis, Mais, Weizen angebaut, und hier befinden sich die wirtschaftlich stärksten Regionen. Der Apennin durchzieht die Halbinsel wie ein Rückgrat über rund 1200 Kilometer und erreicht im Gran Sasso 2912 Meter. Zwischen Apennin und Küste liegen die Hügel der Toskana, Umbriens und der Marken.

Vulkane und Küsten

Italien liegt an der Grenze der eurasischen und der afrikanischen Platte, weshalb Erdbeben und Vulkane das Land prägen. Der Vesuv bei Neapel ist 1281 Meter hoch, der Ätna auf Sizilien mit rund 3300 Metern der höchste aktive Vulkan Europas, und der Stromboli auf einer Liparischen Insel eruptiert in kurzen Abständen. Die Küsten reichen von den Felsen Liguriens und der Amalfiküste über die Sandstrände der Adria bis zu den Klippen Apuliens und den Buchten Sardiniens.

Die 20 Regionen im Überblick

Norditalien umfasst Aostatal, Piemont, Lombardei, Ligurien, Südtirol Trentino, Venetien, Friaul Julisch Venetien und Emilia Romagna. Mittelitalien besteht aus Toskana, Umbrien, Marken und Latium mit Rom. Der Süden reicht von Abruzzen und Molise über Kampanien, Apulien, Basilikata bis Kalabrien, dazu kommen Sizilien und Sardinien. Amtssprache ist Italienisch, in Südtirol gilt zusätzlich Deutsch, im Aostatal Französisch, in Teilen der Dolomiten Ladinisch, in Friaul Friulanisch und Slowenisch, auf Sardinien Sardisch.

Flüsse und Seen der Halbinsel

Neben dem Po prägen der Tiber mit rund 405 Kilometern, der durch Rom fließt, und der Arno mit 241 Kilometern, der Florenz und Pisa durchquert, die Landschaft. Die Etsch fließt durch Südtirol und Verona, die Brenta nach Venedig. Zu den 3 großen Alpenseen kommen der Iseosee, der Luganer See und der Orta See, in Mittelitalien der Trasimenische See und der Bolsenasee, der größte Kratersee Europas. Die Nationalparks sichern rund 5 Prozent der Landesfläche.

Klimazonen und Erdbebengebiete

Das Land liegt in 3 Klimazonen: Der Alpenraum hat Gebirgsklima mit kalten schneereichen Wintern, die Poebene kontinentales Klima mit heißen Sommern, Nebel im Winter und Gewittern, der Rest mediterranes Klima mit milden Wintern und trockenen Sommern. Erdbeben treten entlang des Apennins auf, besonders in Abruzzen, Umbrien, Kampanien, Kalabrien und Sizilien. Reisende bemerken davon nichts, Gebäude in Städten sind kontrolliert, Vulkane beobachtet das Institut INGV rund um die Uhr.

Italien Reisevorbereitung und Reiseplanung im Überblick

Die richtige Planung: Wie viele Orte pro Reise

Die Italien Reiseplanung beginnt mit den Entfernungen. Rom und Florenz liegen 280 Kilometer auseinander, Florenz und Venedig 260, Rom und Neapel 225, Mailand und Rom rund 570. Mit dem Schnellzug Frecciarossa dauert Rom nach Florenz rund 1,5 Stunden, Rom nach Neapel etwa 1 Stunde 10 Minuten, Florenz nach Venedig gut 2 Stunden, Rom nach Mailand rund 3 Stunden. Jeder Ortswechsel kostet also einen halben Tag mit GepäckWerbung, Ein und Auschecken. Bei 1 Woche empfehlen sich 2 bis 3 Standorte, bei 2 Wochen 4 bis 5. Planen Sie in Rom mindestens 3 Tage, in Florenz 2, in Venedig 2, in Neapel mit Pompeji 2 und für die Toskana im Auto weitere 3.

Einreise, Dokumente und Versicherung

Für Deutsche, Österreicher und Schweizer genügt ein Personalausweis oder Reisepass, Kinder brauchen ein eigenes Dokument. Italien gehört zum Schengenraum, Kontrollen finden an einzelnen Grenzübergängen statt. Die Europäische Krankenversicherungskarte deckt Notfälle in staatlichen Einrichtungen, eine Auslandsreisekrankenversicherung ergänzt den Rücktransport. Für Mietwagen brauchen Sie Führerschein und Kreditkarte, Fahrer aus Nicht EU Staaten benötigen zusätzlich einen internationalen Führerschein.

Tickets vorab buchen: Was Reservierung braucht

Manche Ziele sind ohne Vorbuchung kaum zu besuchen. Für das Colosseum mit Forum Romanum und Palatin, die Vatikanischen Museen mit Sixtinischer Kapelle, die Galleria Borghese in Rom, die Uffizien und die Accademia mit dem David in Florenz sowie das Letzte Abendmahl in Mailand sollten Sie Zeitfenster 2 bis 8 Wochen vorher reservieren, das Abendmahl oft bis 3 Monate. Die Galleria Borghese lässt nur eine begrenzte Zahl von Besuchern in festen Zeitfenstern von 2 Stunden ein. Den Petersdom können Sie ohne Ticket betreten, die Kuppel benötigt aber Karten.

Feste Termine und Schließtage

Museen sind häufig montags geschlossen, Kirchen zwischen 12 und 15 Uhr. Am 1. Sonntag im Monat bieten staatliche Museen kostenlosen Eintritt, dafür ist der Andrang groß. Zwischen 10. und 20. August, rund um Ferragosto am 15. August, schließen in Städten viele Restaurants und Geschäfte, während Küsten überfüllt sind.

Karten, Pässe und Apps

Städtische Karten wie der Roma Pass, die Firenze Card oder die Omnia Vatican Rome Card lohnen sich bei 3 oder mehr großen Eintritten. Rechnen Sie den Preis gegen die Einzelkarten durch. Für Bahnreisen sind die Apps von Trenitalia und Italo, für Busse und Metros die Karten der lokalen Betriebe nützlich, für Parkplätze Apps wie EasyPark.

Tickets Schritt für Schritt buchen

Buchen Sie Eintrittskarten ausschließlich auf den offiziellen Seiten der Museen und Parks oder über deren autorisierte Partner. Das Colosseum mit Forum Romanum und Palatin verkauft Karten mit festem Zeitfenster und Namen des Besuchers, die Kontrolle prüft den Ausweis, Weitergaben sind nicht möglich. Die Vatikanischen Museen bieten Zeitkarten mit Vorverkaufsgebühr von rund 5 Euro und Kombitickets mit Führung, der Petersdom ist kostenfrei, für die Kuppel kaufen Sie Karten vor Ort. Die Uffizien und die Accademia in Florenz nutzen ein System mit Zeitfenstern, Reservierungsgebühr von rund 4 Euro, und bei Firenze Card ist die Reservierung zusätzlich nötig. Das Letzte Abendmahl in Mailand geht oft 3 Monate vor Termin in den Verkauf, wer keine Karte bekommt, bucht Führungen mit Tickets. In Pompeji kaufen Sie die Karte online, in Venedig den Dogenpalast und Museen als Kombiticket für den Markusplatz. Drucken Sie die Bestätigungen oder speichern Sie diese offline, denn Funknetze an Eingängen sind oft überlastet.

Italien Anreise mit Flugzeug, Bahn und Auto

Italien Anreise per Flugzeug

Die wichtigsten internationalen Flughäfen sind Rom Fiumicino, Mailand Malpensa, Venedig Marco Polo, Neapel Capodichino, Bologna, Pisa, Florenz, Catania, Palermo und Bari. Direktflüge ab Deutschland, Österreich und der Schweiz dauern 1,5 bis 2,5 Stunden. Fluggesellschaften wie Lufthansa, ITA Airways, Eurowings, Ryanair, Easyjet und Wizz Air bedienen fast alle Ziele. Wählen Sie den Flughafen nach Ihrer Route: Wer die Klassiker Rom, Florenz und Venedig verbinden will, fliegt in eine Stadt hinein und aus einer anderen zurück, ein sogenannter Open Jaw Flug. Er spart einen Rückweg per Zug von 3 bis 4 Stunden. Für die Toskana bietet sich Pisa oder Florenz an, für die Amalfiküste Neapel, für Apulien Bari oder Brindisi, für Sizilien Catania im Osten oder Palermo im Westen.

Italien Anreise per Bahn

Aus dem deutschsprachigen Raum führen 3 Hauptstrecken nach Italien. Über den Brenner fährt der Zug von München nach Verona in gut 5 Stunden und weiter nach Bologna und Florenz. Über den Gotthard verbindet der Basistunnel mit 57 Kilometern Länge Zürich mit Mailand in rund 3 Stunden 15 Minuten. Über den Semmering und Villach erreichen Sie Udine und Venedig aus Wien in rund 7 bis 8 Stunden. Innerhalb Italiens fahren die Hochgeschwindigkeitszüge Frecciarossa von Trenitalia und Italo als private Konkurrenz auf der Achse Turin, Mailand, Bologna, Florenz, Rom, Neapel, Salerno. Frühbucherpreise beginnen bei rund 10 bis 30 Euro pro Strecke, Flexpreise liegen bei 60 bis 100 Euro.

Italien Anreise mit dem Auto

Von München nach Verona sind es über die Brennerautobahn A13 und A22 rund 430 Kilometer, nach Florenz rund 780, nach Rom rund 1050. Die Autostrada del Sole A1 verbindet Mailand mit Neapel auf rund 760 Kilometern. Für Österreich benötigen Sie eine Vignette, für die Schweiz ebenfalls, der Brenner und Tunnel wie der Gotthard verlangen zusätzlich Gebühren. Auf italienischen Autobahnen zahlen Sie Maut an Kabinen mit Bargeld, Karte oder Telepass, die Kosten betragen rund 8 Euro pro 100 Kilometer. Das Tempolimit liegt bei 130 Stundenkilometern auf Autobahnen, 110 auf Schnellstraßen, 90 außerorts und 50 innerorts.

Italien Anreise per Fähre und Bus

Fähren verbinden Genua, Livorno, Civitavecchia und Neapel mit Sardinien und Sizilien, aus Süditalien setzen Sie von Villa San Giovanni nach Messina über. Fernbusse von Flixbus fahren von deutschen Städten in 12 bis 20 Stunden zu großen italienischen Zielen und sind die günstigste Option.

Flughäfen im Detail: Billigflieger und Anbindungen

Billigfluggesellschaften nutzen oft Nebenflughäfen: Ryanair und Wizz Air fliegen Rom Ciampino, Mailand Bergamo Orio al Serio, Venedig Treviso, Bologna, Pisa und Neapel an. Von Ciampino fahren Busse in rund 40 Minuten nach Termini, von Bergamo Busse in 50 Minuten zum Bahnhof Mailand Centrale, von Treviso Busse in rund 40 Minuten nach Venedig Piazzale Roma. Rechnen Sie bei Nebenflughäfen die Kosten für den Transfer mit 6 bis 12 Euro und die Fahrzeit ein.

Italo und Trenitalia: Unterschiede

Trenitalia betreibt Frecciarossa, Frecciargento, Frecciabianca, Intercity und Regionalzüge und deckt das ganze Land ab. Italo fährt auf den Hauptachsen mit eigenen Zügen in mehreren Klassen. Die Preise unterscheiden sich je nach Buchungszeitpunkt, beide bieten Sparpreise. Für Kurzstrecken sind Regionalzüge mit einer Fahrt von rund 3 bis 10 Euro günstiger, ohne Reservierung, mit Stempelpflicht. In Süditalien und auf Sizilien sind Verbindungen langsamer, Busse ergänzen sie.

Vom Flughafen und Bahnhof ins Zentrum: Erste Orientierung nach der Ankunft

Ankunft in Rom

Der Flughafen Fiumicino liegt 30 Kilometer westlich der Stadt. Der Zug Leonardo Express fährt ohne Halt in rund 32 Minuten zum Hauptbahnhof Termini, der Regionalzug FL1 fährt in rund 45 Minuten zu Stationen wie Trastevere und Ostiense. Taxis bieten einen Festpreis zwischen dem Flughafen und der Innenstadt innerhalb der Aurelianischen Mauer an. Der Bahnhof Termini ist Knotenpunkt für Metrolinien A und B, Busse und Fernzüge. Achten Sie hier auf Ihr Gepäck, denn Taschendiebe arbeiten in Menschenmengen.

Ankunft in Mailand, Venedig und Neapel

Der Flughafen Malpensa liegt 50 Kilometer nordwestlich von Mailand und ist per Malpensa Express in rund 40 bis 50 Minuten mit den Bahnhöfen Cadorna und Centrale verbunden. In Venedig verkehren Busse vom Flughafen Marco Polo in rund 20 Minuten zum Piazzale Roma, Wassertaxis und Fähren brauchen 1 Stunde. In der Lagunenstadt existiert keine Straße für Autos, Sie gehen zu Fuß oder fahren mit dem Vaporetto. In Neapel bringt der Bus Alibus Sie vom Flughafen in rund 15 Minuten zum Hafen und Piazza Municipio.

Ankunft in Florenz, Pisa, Bologna, Bari und Sizilien

In Florenz fährt die Tram T2 vom Flughafen Peretola in rund 20 Minuten zum Bahnhof, vom Flughafen Pisa fährt der PisaMover in 5 Minuten zum Bahnhof Pisa Centrale und von dort der Zug in rund 1 Stunde nach Florenz. In Bologna verbindet der Bus Aerobus den Flughafen in 20 Minuten mit dem Hauptbahnhof. In Bari fährt ein Zug in rund 15 Minuten zum Bahnhof, in Palermo der Zug Trinacria Express in 50 Minuten zum Hauptbahnhof, in Catania der Bus Alibus in 20 Minuten ins Zentrum. Fragen Sie im HotelWerbung nach dem besten Weg, denn Sperrungen und Streiks verändern Fahrpläne.

Ankunft mit dem Zug und erste Schritte

In Italien erhalten Sie Fahrkarten an Automaten, Schaltern und in Apps. Für Regionalzüge gilt: Papierfahrscheine müssen vor Fahrtantritt an einem Entwerter am Bahnsteig gestempelt werden, sonst droht eine Strafe. Fahrkarten für Frecciarossa und Italo sind personalisiert und brauchen keinen Stempel. Kaufen Sie SIM Karten in Geschäften mit Ausweis, EU Roaming funktioniert ohne Zusatzkosten. In Bars zahlen Sie häufig zuerst an der Kasse und bringen den Bon zum Tresen.

Italien Budgetplanung, Spartipps und Kostenstruktur für jeden Reisestil

Italien Kosten im Überblick

Italien liegt beim Preisniveau im Mittelfeld Westeuropas, mit starken Unterschieden zwischen Norden und Süden, Städten und Dörfern. Ein Espresso am Tresen kostet 1,20 bis 1,60 Euro, am Tisch in einem Touristenlokal 3 bis 6 Euro. Eine Pizza schlägt mit 7 bis 12 Euro zu Buche, ein Teller Pasta mit 9 bis 16, ein Abendessen mit 3 Gängen und Wein in einer Trattoria mit 30 bis 50 Euro. Ein Glas Wein kostet 3 bis 6 Euro, eine Kugel Eis 2 bis 3,50. Eintritte großer Museen liegen bei 15 bis 30 Euro, ein Tagesticket für den Nahverkehr in Rom bei 7 Euro. Auf Autobahnen kommen Maut und teuren Sprit hinzu.

Italien budget Reise: Beispielrechnungen pro Tag

Für die Italien budget Reise mit HostelWerbung oder einfacher PensionWerbung, Selbstversorgung mit Supermarkt und Pizza al taglio, Regionalzügen und 1 bezahlten Museumsbesuch rechnen Sie mit 70 bis 100 Euro pro Person und Tag. Im Mittelklassebereich mit HotelWerbung, 2 Restaurantbesuchen und Schnellzug sind es 150 bis 250 Euro. Wer Luxus sucht, bewegt sich bei 400 Euro und mehr, HotelsWerbung in Venedig, Capri und Portofino berechnen im Sommer schnell 500 bis 1500 Euro pro Zimmer.

Italien günstig Reisen: Der Preis hängt am Kalender

Die Preise für Flüge und Hotels schwanken um bis zu 200 Prozent. Die Hochsaison umfasst Juli und August, die Osterwoche und Feiertagsbrücken wie 1. Mai und 2. Juni. In Venedig und Florenz sind auch September und Oktober voll. Italien günstiger Urlaub gelingt im November, Januar und Februar in Städten und im Mai und Juni am Meer, wenn die Sommerpreise noch nicht gelten. Die Skigebiete der Dolomiten kosten zum Jahreswechsel am meisten, im Januar deutlich weniger.

Italien Spartipps in der Praxis

Nutzen Sie das Mittagsmenü, das Trattorien zu Festpreisen anbieten, und frühstücken Sie im Stehen an der Bar. Trinken Sie Leitungswasser, die Wasserqualität ist überall hoch, in Rom sprudeln die Trinkbrunnen Nasoni rund um die Uhr kostenlos. Regionalzüge sind deutlich günstiger als Frecciarossa auf derselben Strecke, brauchen aber mehr Zeit. Der Sparpreis Super Economy für Frecce ist bis zu 4 Monate vorher buchbar und auf bestimmte Züge beschränkt. Viele Kirchen sind gratis, staatliche Museen bieten am 1. Sonntag im Monat freien Eintritt. Die Ortstaxe in Hotels, in Italien Tassa di Soggiorno, beträgt je nach Stadt und Kategorie 1 bis 8 Euro pro Person und Übernachtung.

Beispielrechnung für 7 Tage Rom, Florenz und Venedig zu zweit

Für 7 Tage in 3 Städten mit Hotels der Mittelklasse rechnen Sie für 2 Personen mit rund 1500 bis 2300 Euro Unterkunft, verteilt auf 3 Tage Rom, 2 Tage Florenz und 2 Tage Venedig. Züge kosten bei Frühbuchung 2 Strecken zu je 30 bis 60 Euro pro Person. Eintritte für Colosseum, Vatikan, Uffizien, Accademia und Dogenpalast summieren sich auf 100 bis 140 Euro pro Person. Verpflegung mit Frühstück in der Bar, Mittagessen mit Pizza al taglio oder Panino und Abendessen in Trattorien kostet 60 bis 90 Euro pro Tag für 2 Personen, also 420 bis 630 Euro. Nahverkehr und Vaporetto kommen auf 60 bis 100 Euro. Insgesamt liegen die Kosten ohne Flug bei etwa 2500 bis 3800 Euro für 2 Personen.

Italien Reiseplanung für Familien mit Kindern

Die besten Regionen für Kinder

Familien finden in Italien Strand, Natur, Geschichte und Freizeitparks auf engem Raum. Besonders geeignet sind die flachen Sandstrände der Adria zwischen Rimini und Riccione, die Küste der Toskana bei Marina di Grosseto und der Gardasee mit seinen Kieselstränden. Das Wasser der Adria ist im Sommer 25 Grad warm und sehr flach, das Tyrrhenische Meer fällt schneller ab.

Italien Ausflugsideen mit Kindern

In Rom erleben Kinder das Colosseum mit den Legionären, die Katakomben und das Wasserspiel an der Fontana dei Quattro Fiumi. In Pompeji führen Wege durch antike Straßen mit Wagenspuren, Läden und Backstuben. Der Freizeitpark Gardaland am Gardasee ist der größte Italiens und bietet Achterbahnen und Delfinarium, Cinecittà World bei Rom ist ein Filmpark, und im Park Pinocchio in Collodi bei Lucca steht die Geschichte des Holzjungen im Mittelpunkt. Auf dem schiefen Turm von Pisa dürfen Kinder erst ab 8 Jahren mit Begleitung. Ein Gondelausflug in Venedig und eine Glasbläservorführung auf Murano begeistern Kinder jeden Alters.

Praktische Italien Hinweise für Familien

Restaurants stellen problemlos einen Kinderstuhl und halbe Portionen bereit. Nehmen Sie SonnenschutzWerbung und Kopfbedeckung mit, denn im Juli erreicht die Sonneneinstrahlung in Rom, Neapel und Sizilien höchste Werte. Planen Sie zwischen 12 und 16 Uhr Pausen ein. Kinder unter 150 Zentimetern benötigen im Auto einen Sitz. In Zügen fahren Kinder unter 4 Jahren gratis, bis 14 Jahre mit Ermäßigung. In den Städten sind Kinderwagen auf Kopfsteinpflaster und in Venedig mit den Brücken mühsam, eine Trage ist praktischer.

Städte mit Kindern: Rom, Florenz, Venedig und Neapel

In Rom sind die Kapuzinergruft, der Mund der Wahrheit an der Kirche Santa Maria in Cosmedin und der Bioparco im Park der Villa Borghese Ziele für Kinder. Das Colosseum wirkt mit Audioguides, die Kinderführung anbieten, und die Vatikanischen Museen mit einer Schnitzeljagd. In Florenz besteigen Kinder ab 6 Jahren die Kuppel und den Campanile, das Museo Galileo zeigt Experimente, der Boboli Garten bietet Platz zum Rennen. In Venedig begeistern Bootsfahrten, Tauben auf dem Markusplatz und Masken, das Vaporetto ist selbst ein Erlebnis. In Neapel besuchen Familien die Unterwelt Napoli Sotterranea, Pompeji und die Pizza. Planen Sie in Städten höchstens 2 Programmpunkte pro Tag, mit Spielplatz, Eis und Ruhezeit am Nachmittag.

Italien Packliste: Was wirklich in den Koffer gehört

Kleidung nach Jahreszeit

Für Mai bis September reichen leichte Baumwollkleidung, eine Jacke für Abende und Regenschutz. Im Winter brauchen Sie in Norditalien warme Kleidung, in Rom und Neapel eine Wetterjacke. Für Kirchen, den Petersdom und den Vatikan gilt: Schultern und Knie bedeckt, sonst wird der Einlass verweigert. Ein leichter Schal im RucksackWerbung löst das Problem.

Schuhe, Tasche und Technik

Pflastersteine und Treppen fordern bequeme geschlossene SchuheWerbung, Sandalen mit dünnen Sohlen schmerzen nach 10 Kilometern. Eine Umhängetasche mit Reißverschluss, die vor dem Körper getragen wird, schützt vor Taschendieben. Italien nutzt Steckdosen vom Typ L und C, europäische Stecker mit 2 Stiften passen meist, Geräte mit dickeren Stiften benötigen einen Adapter. Eine Powerbank hilft bei langen Stadttagen mit Navigation.

Dokumente und Kleinigkeiten

Nehmen Sie Ausweis, Führerschein, Krankenversicherungskarte, Kreditkarte und Ausdrucke der Reservierungen mit. Eine wiederbefüllbare Flasche spart Geld an den Brunnen, Sonnencreme, Sonnenbrille und Hut sind für Sommerreisen Pflicht. Für Wanderungen und Berge kommen Wanderschuhe, Regenjacke, Stirnlampe und ein Erste Hilfe Set dazu.

Italien Unterkunft: Von einfach bis exklusiv mit Lageeinordnung

Italien günstige Hotels und einfache Unterkünfte

Wer Italien günstige Hotels sucht, findet die besten Preise in Vororten, kleinen Städten und außerhalb der Saison. Ein einfaches Doppelzimmer der Kategorie 2 Sterne kostet in Rom und Florenz 80 bis 130 Euro, in Neapel und Bologna 60 bis 100, in Venedig 100 bis 180 Euro. Hostels bieten Betten ab 25 bis 45 Euro pro Person, Pensionen und Bed and Breakfast bieten Zimmer ab 70 Euro. In Rom liegen günstige Hotels rund um Termini, in Florenz nahe dem Bahnhof Santa Maria Novella, in Venedig auf dem Festland in Mestre.

Agriturismo, Masseria und Ferienwohnung

Der Agriturismo ist ein Bauernhof mit Zimmern und Küche, verbreitet in Toskana, Umbrien, Sizilien, Sardinien und Südtirol. Ein Doppelzimmer mit Frühstück kostet meist 70 bis 140 Euro, ein Abendessen mit Produkten vom Hof 25 bis 40 Euro. In Apulien bieten Masserien, historische Gutshöfe, ähnliche Angebote, oft mit Pool und Olivenhain. Ferienwohnungen lohnen sich ab 4 Tagen und für Familien, und Sie kochen selbst mit Produkten vom Markt.

Italien beste Unterkunft für Mittelklassereisende

Die Italien beste Unterkunft für Reisende mit mittlerem Budget sind Hotels der Kategorie 3 bis 4 Sterne in gut erreichbarer Lage, mit Frühstück, kleiner Klimaanlage und Fahrstuhl. Sie kosten in Rom und Florenz 150 bis 280 Euro, in Venedig 200 bis 350 Euro pro Doppelzimmer. Achten Sie bei Hotels in historischen Palazzi auf die Zimmergröße, sie ist oft klein, und prüfen Sie, ob ein Lift vorhanden ist.

Exklusive Häuser und besondere Formen

Grandhotels am Comer See, an der Amalfiküste, auf Capri und in Venedig verlangen ab 500 Euro. Historische Burgen, Klöster und Villen werden zu Hotels, in Berghütten der Dolomiten, den Rifugi, schlafen Wanderer in Mehrbettzimmern mit Halbpension für rund 60 bis 90 Euro. Im Albergo diffuso, das in Bergdörfern Zimmer in leerstehenden Häusern verteilt, wohnen Sie mitten im Ort.

Hoteltypen und Buchungsregeln

Ein Albergo ist ein Hotel, eine Pensione ein kleines Haus mit Familienbetrieb, eine Locanda ein einfaches Gasthaus, ein Residence eine Ferienwohnanlage mit Küchen. Bed and Breakfast Zimmer werden von Privatleuten vermietet und haben oft ein Frühstück mit Cornetto und Cappuccino. Klimaanlage ist nicht überall Standard, prüfen Sie dies in den Sommermonaten. Beim Einchecken müssen Sie den Ausweis vorlegen, was italienisches Recht verlangt, Check in ist meist ab 14 oder 15 Uhr, Check out bis 10 oder 11 Uhr. Gepäck lassen Sie am Anreisetag oft vor der Zimmerübergabe im Hotel. Kleine Hotels in Altstädten haben keinen Lift und keine Rezeption rund um die Uhr, melden Sie Ihre Ankunftszeit an, damit jemand den Schlüssel übergibt. Die Stadtsteuer wird bei der Abreise in bar oder mit Karte fällig.

Camping und Ferienparks

Campingplätze gibt es an Küsten, Seen und in den Bergen, vor allem am Gardasee, an der Adria, in der Toskana und in Sardinien. Ein Stellplatz für 2 Personen mit Zelt oder Wohnmobil kostet im Sommer 30 bis 60 Euro pro Tag, Mobilheime und Bungalows für Familien 80 bis 200 Euro. Große Anlagen bieten Pools, Animation und Restaurants. Freistehen mit Wohnmobil ist fast überall verboten, Stellplätze der Aree di Sosta kosten 10 bis 25 Euro pro Tag.

Wo wohnen: Lage nach Reisetyp

Für Rom empfehlen sich Trastevere, Monti und die Gegend um die Piazza Navona, für Florenz die Altstadt oder das Viertel Santo Spirito, für Venedig Cannaregio und Dorsoduro. In Mailand wohnen Sie am besten im Zentrum oder in Brera, in Neapel im Chiaia Viertel oder am Hafen. Die Amalfiküste ist ein Hang mit Treppen: Für Wanderer ist Praiano oder Positano praktisch, für Ruhe suchende Scala und Ravello.

Italien Sicherheit und praktische Hinweise für einen reibungslosen Aufenthalt

Notruf, Gesundheit und Apotheke

Der Notruf 112 gilt in ganz Italien, daneben 113 für die Polizei, 115 für die Feuerwehr, 118 für den Rettungsdienst. In Apotheken mit grünem Kreuz erhalten Sie Beratung und rezeptfreie Mittel, Notdienste sind abends und sonntags geöffnet. Eine Guardia Medica versorgt Patienten außerhalb der Sprechzeiten. Leitungswasser ist trinkbar.

Notfall: Ausweis, Karte und Panne

Bei Verlust von Ausweis oder Reisepass melden Sie den Verlust der Polizei und wenden sich an die Botschaft oder das Konsulat Ihres Landes, die Notpässe ausstellen. Kreditkarten und Bankkarten sperren Sie unter der Sperr Notrufnummer 116 116 oder der Nummer Ihrer Bank. Bei Autopannen ruft der Automobilclub ACI unter 803 116 an, auf Autobahnen gibt es Notrufsäulen alle 2 Kilometer. Stellen Sie bei Unfällen das Warndreieck auf, ziehen Sie die Warnweste an und rufen Sie 112.

Taschendiebstahl und Betrug

Italien ist ein sicheres Reiseland, aber Taschendiebstahl kommt in Menschenmengen häufig vor. Hotspots sind die Metro in Rom, der Bus 64 zum Vatikan, Bahnhöfe in Mailand und Neapel und Märkte. Tragen Sie Wertsachen am Körper, nehmen Sie keine Fotos mit dem Handy an Absperrungen aus dem Rucksack heraus, und lehnen Sie angebotene Armbänder oder Rosen ab. Lassen Sie im Auto nichts sichtbar liegen, besonders in Neapel und an Stränden.

Erdbeben, Vulkane und Naturgefahren

Große Teile Italiens sind erdbebengefährdet. Aktive Vulkane wie Ätna und Stromboli werden ständig überwacht, Wanderungen zu den Kratern folgen Regeln der Behörden und dürfen oft nur mit Führern erfolgen. Am Meer beachten Sie Flaggen der Rettungsschwimmer, rot bedeutet Badeverbot. In den Bergen sind Gewitter im Sommer am Nachmittag häufig, beginnen Sie Touren früh.

Geld, Trinkgeld und Verhalten

Kartenzahlung ist in Städten Standard, Bargeld benötigen Sie auf Märkten und in kleinen Bars. Ein Coperto von 1 bis 4 Euro pro Person wird in vielen Restaurants berechnet, Trinkgeld ist nicht üblich, aber 1 bis 2 Euro für guten Service sind willkommen. Rauchen ist in Innenräumen verboten. Zum Betreten von Kirchen gehört angemessene Kleidung, und in Museen sind Stative untersagt.

Sicherheit im Straßenverkehr und beim Baden

Italienische Autofahrer fahren dicht, überholen zügig und hupen schnell, bleiben Sie ruhig und halten Sie Abstand. Roller fahren zwischen Autos und auf Gehwegen, Fußgänger überqueren Straßen mit erhobener Hand und Blickkontakt, denn Zebrastreifen geben nicht immer Vorrang. Beim Baden achten Sie auf Flaggen: Rot bedeutet Badeverbot, Gelb Vorsicht, Grün freie Fahrt. An Küsten mit Felsen tragen Sie Badeschuhe wegen Seeigeln, in Lagunen und an Flüssen sind Strömungen tückisch. Im Gebirge folgen Sie markierten Wegen, denn Wetter kann in Stunden umschlagen.

Gefährliche Plätze und Tageszeiten

Meiden Sie in Neapel, Rom und Mailand abends dunkle Nebenstraßen rund um Bahnhöfe, lassen Sie Wertsachen im Hotelsafe und führen Sie Kopien der Ausweise mit. Vor Taschendieben schützen Sie sich, indem Sie in vollen Bussen und Metros Rucksäcke vor dem Körper tragen. Falls etwas gestohlen wird, melden Sie den Diebstahl bei der Polizei, Carabinieri oder Polizia di Stato, und lassen Sie sich eine Bestätigung für die Versicherung ausstellen.

Italien Klima und die für Italien beste Reisezeit

Italien Klima nach Regionen

Das Klima ist im Süden mediterran mit heißen trockenen Sommern und milden Wintern, im Norden kontinental. In Rom liegen die mittleren Tageshöchstwerte im Januar bei 12 Grad, im Juli bei 31, in Neapel im Juli bei 30, in Palermo bei 31. In Mailand und der Poebene betragen sie im Januar 6 Grad mit häufigem Nebel und im Juli 30 Grad mit schwüler Luft und Gewittern. In den Alpen und Dolomiten fällt im Winter Schnee, das Skigebiet Cortina d'Ampezzo liegt auf rund 1200 Metern. Das Meer erreicht im August in der Adria 25 bis 26 Grad, im Tyrrhenischen Meer 25 und in Sizilien bis 27 Grad.

Winde und besondere Wetterlagen

Der Scirocco aus der Sahara bringt im Süden Hitze und Staub, der Mistral in Ligurien kalte Winde, die Bora in Triest Böen bis 150 Stundenkilometer. Im Frühjahr und Herbst gibt es in der Toskana, in Venedig und in Norditalien Regenperioden. Venedig erlebt von Oktober bis Januar Hochwasser, das Acqua Alta, das Stege auf Plätzen notwendig macht.

Die für Italien beste Reisezeit

Die für Italien beste Reisezeit ist für Städte der April, Mai, September und Oktober mit 18 bis 26 Grad und weniger Andrang als im Sommer. Für Strand und Baden empfehlen sich die 2. Junihälfte und der September, wenn das Meer warm ist und die Preise sinken. Wanderungen in den Dolomiten sind von Juni bis September möglich, die Höhenwege werden erst Anfang Juli schneefrei. Für Skifahren gilt Dezember bis März. Im Juli und August drücken Hitze von 35 bis 40 Grad in Rom, Florenz und im Süden auf Besichtigungen, Sie planen Museen für den Vormittag oder Nachmittag. Im Winter sind Städte ruhig, Museen leer und die Preise niedrig, aber viele Küstenorte und Bergdörfer schließen.

Temperaturen nach Monaten und Städten

In Rom liegen die Tageshöchstwerte im Januar bei 12 Grad, im April bei 19, im Juli bei 31 und im Oktober bei 22 Grad. In Mailand betragen sie im Januar 6, im April 17, im Juli 30 und im Oktober 17 Grad, der Herbst bringt Nebel. Neapel erreicht im Januar 13, im April 19, im Juli 30 und im Oktober 23 Grad, Palermo im Januar 15, im Juli 31 und im Oktober 24 Grad. In Bozen sind es im Januar 5 und im Juli 28 Grad, in den Bergen sinkt die Temperatur pro 100 Höhenmeter um rund 0,6 Grad. Die regenreichsten Monate sind Oktober bis Dezember im Süden und Mitte und Mai und Oktober im Norden. Im Juli und August regnet es in Süditalien kaum. Das Meer hat im Mai rund 18 Grad, im Juli 25 und im September 24 Grad.

Italien Reisezeit nach Reiseart

Wer Städte besucht, plant April, Mai, Oktober und den frühen November. Wer Strand sucht, wählt Mitte Juni und den September. Wer wandert, reist von Juni bis September in die Berge und im April und Mai an die Küste der Cinque Terre und Amalfis. Die Weinlese findet im September und Oktober statt, die Weißen Trüffel Ernte im Oktober und November, die Olivenernte im November. Skifahrer reisen von Dezember bis März, Kulturreisende im Winter für leere Museen. Der April bringt in der Toskana Blüten, im Mai blühen Mohn und Ginster, im Juni Lavendel und Sonnenblumen, im Herbst färben sich Weinberge.

Italien Sehenswürdigkeiten im Überblick und im Detail

Italien Sehenswürdigkeiten: Die Übersicht nach Regionen

Die wichtigsten Italien Sehenswürdigkeiten verteilen sich auf 7 Räume: Rom und Latium, die Toskana mit Florenz, Venetien mit Venedig und Verona, die Lombardei mit Mailand und den Seen, Kampanien mit Neapel und der Amalfiküste, Apulien mit Matera sowie Sizilien. Dazu kommen die Alpen und Dolomiten, Ligurien mit den Cinque Terre, Emilia Romagna und Umbrien. Italien zählt mit über 55 Stätten zu den Ländern mit den meisten UNESCO Welterbestätten. Die besten Italien Reiseziele sind jene, die Sie mit ausreichend Zeit besuchen, nicht die, die Sie im Vorbeifahren abhaken.

Rom: Colosseum, Forum Romanum und Palatin

Das Colosseum wurde im Jahr 80 eingeweiht und fasste rund 50000 Zuschauer. Es misst 188 mal 156 Meter, seine Fassade erreicht 48 Meter Höhe, und unter der Arena verbargen sich Gänge und Aufzüge für Tiere und Gladiatoren. Das Ticket schließt in der Regel Forum Romanum und Palatin ein, den Kernbereich des antiken Rom mit Tempeln, Triumphbögen und den Ruinen der Kaiserpaläste. Planen Sie für die 3 Stätten einen halben bis ganzen Tag ein, kaufen Sie Karten mit Zeitfenster im Voraus und meiden Sie die Mittagshitze im Sommer.

Rom: Pantheon, Piazza Navona und Trevi Brunnen

Das Pantheon, unter Kaiser Hadrian erbaut, ist das am besten erhaltene Bauwerk des antiken Rom. Seine Kuppel misst 43,3 Meter im Durchmesser und ist bis heute die größte unbewehrte Betonkuppel der Welt. Durch das Auge, das Oculus, in der Mitte mit 8,7 Metern Durchmesser fällt Sonne und bei Regen auch Wasser ein, das in Abflüssen im Boden versickert. Das Pantheon ist heute eine Kirche und ein Grabmal des Malers Raffael. Die Piazza Navona hat die Form eines antiken Stadions und zeigt Berninis Vierströmebrunnen. Der Trevi Brunnen, von Nicola Salvi 1762 vollendet, ist rund 26 Meter hoch. Wer eine Münze mit der rechten Hand über die linke Schulter wirft, kehrt der Legende nach nach Rom zurück. Besuchen Sie ihn früh am Morgen oder spät am Abend, sonst stehen Sie in Menschentrauben.

Vatikan: Petersdom und Vatikanische Museen

Vatikanstadt ist mit 0,44 Quadratkilometern der kleinste Staat der Welt. Der Petersdom, an der Stelle des Grabes des Apostels Petrus errichtet und 1626 geweiht, misst 187 Meter in der Länge und 136 Meter in der Höhe der Kuppel, die Michelangelo entwarf. Innen sehen Sie Michelangelos Pietà von 1499 und Berninis Baldachin. Die Kuppel besteigen Sie über 551 Stufen, wahlweise mit Aufzug bis zur Terrasse. Die Vatikanischen Museen mit über 70000 Objekten enden in der Sixtinischen Kapelle, in der Michelangelo zwischen 1508 und 1512 die Decke und von 1536 bis 1541 das Jüngste Gericht malte. Besuchen Sie sie früh am Morgen oder an den Freitagabenden mit Sonderöffnung im Sommer, und rechnen Sie mit 3 bis 4 Stunden. In der Kapelle herrschen Fotoverbot und Schweigegebot, das die Wachen mit dem Ruf silenzio durchsetzen.

Vatikan praktisch: Kleidung, Kontrollen und Papstaudienz

Am Eingang zum Petersdom und zu den Museen gelten Sicherheitskontrollen wie am Flughafen, große Taschen und Getränke bleiben draußen. Wer Schultern und Knie nicht bedeckt, wird nicht eingelassen. Der Papst hält meist mittwochs die Generalaudienz auf dem Petersplatz oder in der Audienzhalle, die Teilnahme ist kostenlos, Karten fordern Sie vorher bei der Präfektur des Päpstlichen Hauses an. Am Sonntag um 12 Uhr betet er den Angelus vom Fenster des Apostolischen Palastes. Briefmarken und Postkarten erhalten Sie in der Vatikanpost, sie ist eine beliebte Alternative zur italienischen Post.

Rom: Trastevere, Spanische Treppe und Villa Borghese

Die Spanische Treppe hat 135 Stufen und führt zur Kirche Trinità dei Monti, Sitzen auf den Stufen ist verboten. Trastevere ist ein Viertel mit Kopfsteinpflaster, Efeu und Trattorien am rechten Tiberufer. Die Villa Borghese ist ein Park von rund 80 Hektar mit dem Museum Galleria Borghese, in dem Berninis Apollo und Daphne und Caravaggios Gemälde hängen. Die Caracalla Thermen, um 216 eröffnet, boten Platz für 1600 Badende.

Florenz: Dom, Uffizien und Ponte Vecchio

Florenz liegt am Arno in der Toskana und war Zentrum der Renaissance. Der Dom Santa Maria del Fiore besitzt die größte gemauerte Kuppel der Welt, die Brunelleschi zwischen 1420 und 1436 ohne Gerüst baute. Sie steigen 463 Stufen hinauf, mit Blick auf Fresken des Jüngsten Gerichts und die Stadt. Der Campanile von Giotto ist 84 Meter hoch, das Baptisterium besitzt bronzene Türen, die Michelangelo Himmelspforte nannte. Die Uffizien zeigen Botticellis Geburt der Venus und Leonardos Verkündigung, die Galleria dell'Accademia den David von Michelangelo mit 5,17 Metern Höhe. Die Ponte Vecchio, 1345 erbaut, trägt Goldschmiedeläden, und der Vasari Korridor überspannte sie als Verbindungsgang der Medici. Der Palazzo Pitti mit den Boboli Gärten liegt am linken Ufer, der Piazzale Michelangelo bietet den besten Blick über die Stadt.

Toskana: Pisa, Siena, Lucca und San Gimignano

Der Schiefe Turm von Pisa ist 56 Meter hoch und neigt sich rund 4 Grad, er steht auf der Piazza dei Miracoli mit Dom und Baptisterium. Siena besitzt die muschelförmige Piazza del Campo, auf der am 2. Juli und 16. August das Pferderennen Palio stattfindet: 10 Reiter der Stadtviertel umrunden den Platz 3 Mal in rund 90 Sekunden. Der Dom von Siena zeigt schwarz weiße Marmorstreifen. Lucca ist von einer rund 4 Kilometer langen Renaissance Stadtmauer umgeben, auf der Sie spazieren und radeln. San Gimignano trägt 14 Geschlechtertürme, in Montepulciano und Montalcino werden Vino Nobile und Brunello erzeugt. Das Val d'Orcia mit Hügeln, Zypressenalleen und dem Städtchen Pienza wurde Welterbe.

Venedig: Markusplatz, Dogenpalast und Canal Grande

Venedig verteilt sich auf 118 Inseln, die durch rund 400 Brücken verbunden sind. Der Markusplatz ist der zentrale Platz mit der Markusbasilika, deren Mosaike rund 8000 Quadratmeter bedecken, dem Campanile mit 98,6 Metern und dem Dogenpalast, in dem der Regierungsrat der Republik tagte. Über die Seufzerbrücke gingen Gefangene in die Kerker. Der Canal Grande ist 3,8 Kilometer lang, gesäumt von rund 170 Palästen, und wird vom Vaporetto Linie 1 in rund 45 Minuten befahren. Die Rialtobrücke von 1591 ist die älteste der 4 Brücken über den Kanal. Auf dem Markt Rialto kaufen Sie früh am Morgen Fisch und Gemüse.

Venedig: Murano, Burano und Torcello

Murano ist die Insel der Glasbläser, das Glasmuseum zeigt Stücke aus 7 Jahrhunderten. Burano fällt durch farbig gestrichene Häuser und Spitzenklöppelei auf, Torcello ist eine Insel mit einer der ältesten Kirchen der Lagune aus dem 7. Jahrhundert und Mosaiken. Die Vaporetto Linien 12 und 13 fahren ab der Fondamente Nove. Rechnen Sie für die 3 Inseln einen ganzen Tag.

Verona, Padua und Ravenna

Verona ist durch die Arena aus dem 1. Jahrhundert bekannt, die rund 30000 Zuschauer fasst und im Sommer Opernfestspiele beherbergt, und durch den Balkon der Julia, eine touristische Erfindung des 20. Jahrhunderts. In Padua malte Giotto um 1305 die Scrovegni Kapelle mit einem Zyklus über das Leben von Maria und Christus, den Sie nur mit Zeitticket besichtigen. Ravenna verwahrt frühchristliche Mosaiken in San Vitale und im Mausoleum der Galla Placidia, die zum Welterbe zählen.

Mailand: Dom, Scala und Letztes Abendmahl

Der Mailänder Dom wurde ab 1386 gebaut und erst im 19. Jahrhundert vollendet, mit 135 Türmchen und über 3400 Statuen. Auf die Dachterrasse steigen Sie über Treppen oder mit Aufzug, mit Blick auf Alpen bei klarem Wetter. Die Scala, 1778 eröffnet, ist das berühmteste Opernhaus, die Galleria Vittorio Emanuele II von 1877 gilt als erste Einkaufspassage Europas. Das Letzte Abendmahl von Leonardo da Vinci hängt im Refektorium von Santa Maria delle Grazie, Besuche dauern 15 Minuten pro Gruppe und sind streng begrenzt. Das Castello Sforzesco und das Viertel Brera runden den Besuch ab, die Navigli sind Kanäle mit Lokalen.

Comer See, Gardasee und Lago Maggiore

Der Comer See in Form eines Y ist von Bergen umgeben, mit Orten wie Bellagio, Varenna und Menaggio, Villen wie Villa del Balbianello und Villa Carlotta. Fähren verbinden die Ufer. Am Gardasee liegen Sirmione mit einer Wasserburg und römischen Ruinen, Malcesine mit der Scaligerburg und Limone. Am Lago Maggiore erreichen Sie von Stresa die Borromäischen Inseln Isola Bella und Isola Madre mit Barockgärten.

Turin, Genua und Bologna

Turin besitzt das Museo Egizio, eines der bedeutendsten ägyptischen Museen außerhalb Kairos, und die Mole Antonelliana mit dem Kinomuseum. Genua hat eine der größten mittelalterlichen Altstädte Europas und die Palazzi dei Rolli, die 2006 Welterbe wurden. Bologna trägt den Beinamen die Rote wegen der Backsteinbauten, die Portiken der Altstadt erstrecken sich über rund 62 Kilometer. Die Universität wurde 1088 gegründet und gilt als älteste des Kontinents, die Zwillingstürme Asinelli und Garisenda sind Wahrzeichen.

Neapel: Altstadt, Archäologisches Museum und Pizza

Neapel ist mit rund 3 Millionen Einwohnern im Großraum die 3. größte Stadt des Landes. Die Altstadt, 1995 Welterbe, folgt dem griechischen Straßenraster mit der Straße Spaccanapoli. Das Archäologische Nationalmuseum zeigt Funde aus Pompeji und Herculaneum, die Cappella Sansevero den Marmorschleier des Cristo velato. Die Neapolitanische Pizza wurde 2017 als Kunst der Pizzabäcker in das UNESCO Verzeichnis aufgenommen. Die Pizza Margherita soll 1889 zu Ehren der Königin Margherita mit den Farben Rot, Weiß und Grün entstanden sein.

Pompeji, Herculaneum und Vesuv

Pompeji wurde beim Ausbruch des Vesuv 79 unter einer Ascheschicht von bis zu 6 Metern begraben. Ausgegraben sind rund 44 Hektar der Stadt mit Forum, Amphitheater, Thermen, Bordell und Villen wie dem Haus der Vettier. Die Besichtigung dauert 3 bis 4 Stunden, tragen Sie festes Schuhwerk und Kopfbedeckung. Herculaneum liegt 16 Kilometer entfernt, ist kleiner, besser erhalten und ruhiger, mit erhaltenen Holzbalken und Mosaiken. Auf den Vesuv fahren Sie mit dem Bus bis rund 1000 Meter, der Kraterrand liegt 20 bis 30 Minuten Gehzeit darüber.

Amalfiküste, Capri und Ischia

Die Amalfiküste zwischen Sorrent und Salerno ist rund 50 Kilometer lang und wurde 1997 Welterbe. Die Straße SS163 folgt der Küste mit Serpentinen, Positano stapelt Häuser am Hang, Amalfi besitzt einen Dom mit Kreuzgang, Ravello Gärten in 350 Metern Höhe. Capri erreichen Sie von Neapel oder Sorrent per Fähre in 30 bis 50 Minuten, sie hat die Blaue Grotte, den Sessellift zum Monte Solaro und die Villa Jovis des Kaisers Tiberius. Ischia ist bekannt für Thermalquellen, Procida für bunte Fischerhäuser.

Cinque Terre, Portofino und die Riviera

Die 5 Dörfer Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore kleben an Felsen an der ligurischen Küste und wurden 1997 Welterbe. Sie werden von einer Bahn verbunden und durch Wanderwege, Terrassen mit Weinreben und Zitronen prägen die Hänge. Portofino ist ein Hafendorf, Camogli, Santa Margherita Ligure und Sestri Levante sind ruhiger. Der Ort Rapallo bietet eine Seilbahn nach Montallegro.

Matera, Alberobello und Apulien

Matera in der Basilikata besitzt die Sassi, in Tuffstein gegrabene Höhlenwohnungen, die 1993 Welterbe wurden. Die Stadt war 2019 Kulturhauptstadt Europas. Alberobello in Apulien hat rund 1500 Trulli, kegelförmige Häuser aus Trockenmauerwerk, seit 1996 Welterbe. Lecce mit dem Barock aus gelbem Sandstein, Ostuni als weiße Stadt, Polignano a Mare an Klippen und Castel del Monte mit achteckigem Grundriss, erbaut von Kaiser Friedrich II., ergänzen die Region.

Sizilien: Palermo, Ätna und Tal der Tempel

Sizilien ist mit rund 25700 Quadratkilometern die größte Mittelmeerinsel. Palermo verbindet arabische, normannische und barocke Bauten, etwa die Cappella Palatina mit Goldmosaiken und den Dom von Monreale. Der Ätna erreicht rund 3300 Meter und lässt sich mit Bergbahn und Geländebus bis in die Gipfelregion erkunden. Taormina hat ein griechisches Theater mit Blick auf den Vulkan, Syrakus die Altstadt Ortygia und ein antikes Theater, Agrigent das Tal der Tempel mit dem Concordia Tempel aus dem 5. Jahrhundert vor Christus. Die Villa Romana del Casale bei Piazza Armerina zeigt römische Bodenmosaike.

Assisi, Perugia, Orvieto und Urbino

Assisi mit der Basilika San Francesco und Giottos Fresken wurde 2000 Welterbe. Perugia ist bekannt für Schokolade und Universität, Orvieto besitzt einen Dom mit Mosaikfassade auf einem Tuffhügel, Urbino einen Herzogspalast der Renaissance. Diese Orte bilden das grüne Herz Italiens zwischen Rom und Florenz.

Dolomiten, Südtirol und Aostatal

Die Dolomiten bieten Hochebenen wie die Seiser Alm, die größte Hochalm Europas mit rund 56 Quadratkilometern, die Drei Zinnen mit 2999 Metern, den Pragser Wildsee und den Ort Cortina d'Ampezzo. In Bozen zeigt das Archäologiemuseum den Ötzi, die Gletschermumie, die 1991 gefunden wurde. Das Aostatal bietet Mont Blanc, Matterhorn Seite und den Gran Paradiso Nationalpark, den ersten Nationalpark Italiens von 1922.

Italien Regionen im Detail: Was jede Region auszeichnet

Aostatal und Piemont

Das Aostatal ist mit rund 3260 Quadratkilometern die kleinste Region, umgeben von Mont Blanc, Matterhorn, Monte Rosa und Gran Paradiso. Aosta wurde 25 vor Christus als Augusta Praetoria gegründet und besitzt einen Augustusbogen und ein römisches Theater. Rund 100 Burgen säumen das Tal, darunter Fénis mit gezinnten Türmen und das Forte di Bard. Die Seilbahn Skyway Monte Bianco bei Courmayeur fährt bis auf 3466 Meter an der Punta Helbronner. Piemont besitzt in Turin ein barockes Zentrum mit Arkaden, das Ägyptische Museum, die Mole Antonelliana mit 167 Metern und die königliche Residenz Reggia di Venaria. Die Weinlandschaften der Langhe, des Roero und des Monferrato wurden 2014 Welterbe, mit Orten wie Barolo, La Morra, Alba und Asti. Slow Food entstand in Bra.

Lombardei jenseits von Mailand

Bergamo besitzt eine obere Altstadt mit venezianischen Mauern, die Piazza Vecchia und die Kapelle Colleoni. Mantua und Sabbioneta, Residenzen der Familie Gonzaga, wurden 2008 Welterbe, mit dem Palazzo Ducale und Mantegnas Fresken in der Camera degli Sposi. Cremona ist Stadt der Geigenbauer mit einem Geigenmuseum, Brescia besitzt römische Ruinen und ein Kloster mit Welterbestatus. Die Franciacorta liefert Schaumweine nach der Flaschengärung, das Veltlin Rotweine aus Terrassenlagen. Am Iseosee liegt die bewohnte Insel Monte Isola, eine der größten Seeinseln Europas.

Ligurien

Ligurien ist ein schmaler Streifen zwischen Meer und Bergen. Genua besitzt einen der größten Altstadtkerne Europas mit Gassen, den Palazzi dei Rolli als Welterbe und den größten Aquarienkomplex des Landes im alten Hafen. Die Riviera di Levante bietet Portofino, Camogli mit farbigen Häusern, Sestri Levante, Portovenere mit einer Kirche auf den Klippen und die Cinque Terre. Die Riviera di Ponente reicht von Savona bis Ventimiglia mit Sanremo, bekannt für Blumen und Festival, Imperia mit Olivenöl, und Dolceacqua mit einer mittelalterlichen Brücke, die Claude Monet malte. Das Klima ist mild und begünstigt Olivenhaine, Basilikum und Zitronen.

Südtirol und Trentino

Südtirol besitzt mit dem Etschtal das größte zusammenhängende Apfelanbaugebiet Europas. Bozen ist Hauptstadt, mit dem Ötzi Museum, Laubengassen und Weinbergen. Meran hat Kurpromenaden und die Gärten von Schloss Trauttmansdorff, Brixen einen Dom mit Kreuzgang. Der Reschensee im Vinschgau lässt einen Kirchturm aus dem Wasser ragen. Die Südtiroler Weinstraße verbindet Orte wie Kaltern und Tramin, den Ursprung des Gewürztraminers. Das Trentino hat Trient, wo zwischen 1545 und 1563 das Konzil tagte, Rovereto mit dem Museum MART und Riva am Gardasee. Die Speckproduktion, Knödelrezepte und Apfelstrudel prägen die Küche.

Friaul Julisch Venetien

Triest liegt am Adriatischen Meer mit der Piazza Unità d'Italia, die zur Hälfte am Wasser liegt und zu den größten Plätzen Europas am Meer zählt. Das Schloss Miramare wurde für Erzherzog Maximilian gebaut, die Cafés wie das Caffè San Marco sind Kaffeehäuser im Wiener Stil. Udine, Cividale del Friuli mit langobardischen Denkmälern, Aquileia mit römischen Mosaiken und Palmanova, eine sternförmige Festungsstadt, gehören zum Welterbe. Die Höhle Grotta Gigante im Karst bei Triest ist eine der größten Höhlenhallen der Welt für Besucher. Im Collio wachsen Weißweine, in San Daniele entsteht der Schinken.

Emilia Romagna

Emilia Romagna verbindet Kunst, Küche und Motoren. Bologna, Modena mit Dom, Turm und Ferrari Museum, Parma mit Baptisterium und Verdi Erinnerung, Ferrara als Renaissancestadt mit Radfahrern und Kastell, Ravenna mit Mosaiken und Rimini mit Augustusbogen, Tiberiusbrücke und Strandpromenade sind Ziele. In der Motor Valley liegen die Museen von Ferrari, Lamborghini, Ducati und Maserati. Die Küste ist eine lange Kette von Strandbädern mit Sonnenschirmen in Reihen. Comacchio ist eine Lagunenstadt mit Kanälen und Aalfang.

Marken

Die Marken liegen zwischen Apennin und Adria und werden wenig besucht. Urbino, Geburtsstadt Raffaels, besitzt einen Renaissancepalast der Montefeltro und wurde 1998 Welterbe. Ancona ist ein Hafen mit römischem Triumphbogen, südlich davon liegt die Riviera del Conero mit Weißkalkfelsen und der Bucht Portonovo. Loreto ist eine Wallfahrtsstätte mit dem Heiligen Haus, Macerata zeigt im Sferisterio, einer Arena unter freiem Himmel, im Sommer Opern, Ascoli Piceno hat eine Piazza del Popolo aus Travertin. Die Grotte di Frasassi gehören zu den größten Höhlen Europas, und der Nationalpark Monti Sibillini bietet Wanderungen im Apennin. Gradara besitzt eine Burg, in der die Liebesgeschichte von Paolo und Francesca spielt.

Umbrien

Umbrien ist die einzige Region der Halbinsel ohne Küste. Perugia liegt auf einem Hügel mit Rocca Paolina und Universität, Assisi besitzt die Basilika des Heiligen Franziskus, Spoleto den Ponte delle Torri und das Festival dei Due Mondi im Sommer. Orvieto erhebt sich auf einem Tuffplateau, Todi und Spello sind mittelalterliche Orte, Gubbio feiert am 15. Mai das Kerzenfest Festa dei Ceri. Die Cascata delle Marmore bei Terni ist mit 165 Metern einer der höchsten von Menschen gebauten Wasserfälle Europas und wird nach Zeitplan geöffnet. Der Trasimenische See ist der 4. größte See des Landes. Norcia ist berühmt für Schwarze Trüffel und Wurst, die Ebene von Castelluccio blüht im Juni und Juli.

Abruzzen und Molise

Die Abruzzen gelten als grünste Region Europas, ein Drittel der Fläche steht unter Schutz. Der Nationalpark Abruzzen, Latium und Molise mit Pescasseroli schützt Marsische Braunbären und Wölfe, der Gran Sasso besitzt Europas südlichsten Gletscher, das Calderone. Rocca Calascio ist eine Festung in 1460 Metern, Sulmona ist bekannt für Zuckermandeln, die Confetti. An der Costa dei Trabocchi stehen Fischfangstege aus Holz auf Stelzen. In Molise liegen die Adriastadt Termoli mit Kastell und die römische Ausgrabungsstätte Saepinum, die Region ist eine der am wenigsten besuchten Italiens.

Latium jenseits von Rom

Nördlich von Rom liegt Tuscia mit Viterbo, seinem Papstpalast und Thermen, Tarquinia und Cerveteri mit etruskischen Gräbern. Östlich liegt Subiaco mit dem Kloster, in dem Benedikt lebte, südlich Montecassino, ein Kloster, das 529 gegründet wurde. An der Küste bieten Sabaudia und der Nationalpark Circeo Dünen und Sümpfe, Sperlonga eine weiße Altstadt und eine Grotte mit Skulpturen des Kaisers Tiberius. Ponza ist eine Insel mit Buchten, die Sie von Anzio oder Formia per Fähre in rund 1,5 Stunden erreichen.

Kampanien jenseits von Neapel

Nordwestlich von Neapel liegen die Phlegräischen Felder mit der Solfatara bei Pozzuoli, einem dampfenden Krater, und dem Archäologischen Park Baia. Der Königspalast von Caserta besitzt 1200 Räume und einen Park mit Kaskaden, Paestum 3 griechische Tempel, und der Cilento Nationalpark, seit 1998 Welterbe, naturbelassene Küsten und Bergdörfer. Die Halbinsel von Sorrent verbindet Buchten mit Zitronengärten, Salerno besitzt einen Dom mit einem Atrium aus dem 11. Jahrhundert. Benevent hat einen römischen Triumphbogen des Kaisers Trajan.

Apulien im Detail

Apulien bildet den Absatz des Stiefels. Bari besitzt in der Altstadt Bari Vecchia die Basilika San Nicola, in deren Gassen Frauen vor den Haustüren Orecchiette formen. Trani hat eine weiße Kathedrale unmittelbar am Meer, Castel del Monte ein achteckiges Kastell Friedrichs II. Das Valle d'Itria mit Alberobello, Locorotondo, Cisternino und Martina Franca ist ein Land der Trulli und weißen Dörfer. Lecce ist die Barockstadt aus gelbem Kalkstein, Otranto liegt am östlichsten Punkt, Gallipoli auf einer Insel, Santa Maria di Leuca an der Südspitze. Im Gargano gibt es Buchten, die Foresta Umbra mit Buchen und die Wallfahrtsstätte Monte Sant'Angelo, seit 2011 Welterbe. Die Grotte di Castellana sind ein Höhlensystem mit bizarren Tropfsteinen.

Basilikata

Die Basilikata gehört zu den am dünnsten besiedelten Regionen Italiens und bietet Matera, die Stadt der Sassi, und die Küste bei Maratea mit einer 21 Meter hohen Erlöserstatue. Der Nationalpark Pollino ist der größte des Landes und beherbergt Bosnische Kiefern, die bis 1000 Jahre alt werden. Craco ist eine verlassene Geisterstadt auf einem Hügel, Metaponto besitzt Reste eines griechischen Tempels, und Castelmezzano und Pietrapertosa liegen in den Lukanischen Dolomiten, verbunden durch Seilrutschen.

Kalabrien

Kalabrien ist die Spitze des Stiefels mit langen Küsten. In Reggio Calabria zeigt das Nationalmuseum die Bronzen von Riace, 2 griechische Kriegerstatuen aus dem 5. Jahrhundert vor Christus, die 1972 im Meer gefunden wurden. Scilla ist ein Fischerort am Fuß einer Burg, Tropea liegt auf einem Felsen, Pizzo ist Heimat des Tartufo Eises, Gerace ein Bergdorf mit der größten Kirche der Region. Die Nationalparks Sila, Aspromonte und Pollino bieten Wälder und Seen, in Diamante schmücken Wandbilder die Häuser, und im September wird das Fest der scharfen Chili gefeiert.

Sizilien: Osten und Westen im Detail

Der Osten bietet Catania mit barockem Zentrum aus schwarzem Lavastein und dem Fischmarkt La Pescheria, den Ätna, Taormina, Syrakus mit dem Archäologischen Park und dem Ohr des Dionysios sowie Ortygia mit einem Dom, in dessen Mauern ein griechischer Tempel steckt. Noto, Modica und Ragusa bilden das barocke Val di Noto. Der Westen bietet Palermo mit dem Normannenpalast, der Kathedrale, dem Markt Ballarò, dem Teatro Massimo als größtem Opernhaus Italiens und den Kapuzinerkatakomben mit rund 8000 Mumien. Trapani besitzt Salinen und Meersalz, Erice ein Bergdorf, Segesta einen dorischen Tempel aus dem 5. Jahrhundert vor Christus, Selinunt eine der größten archäologischen Stätten Europas und Agrigent das Tal der Tempel. Das Naturreservat Zingaro war 1981 das erste Naturschutzgebiet der Insel.

Sardinien in Kürze

Sardinien ist mit rund 24000 Quadratkilometern nach Sizilien die 2. größte Mittelmeerinsel. Die Nuraghenkultur hinterließ über 7000 Türme aus Stein, die Küsten bieten Buchten wie La Pelosa und Cala Goloritzé, Cagliari ist Hauptstadt mit pisanischen Türmen. Das Landesinnere, die Barbagia, ist Heimat von Hirten und Masken, die Küche kennt Pane Carasau, Porceddu und Pecorino. Die Anreise erfolgt über Flughäfen in Olbia, Cagliari und Alghero oder mit Fähren ab Livorno, Genua und Civitavecchia.

Inseln: Elba, Liparische und Ägadische Inseln

Elba ist die größte Insel des Toskanischen Archipels, mit dem Monte Capanne von 1019 Metern und einer Seilbahn. Napoleon lebte 1814 und 1815 in Portoferraio im Exil. Giglio und Capraia sind ruhiger. Die Liparischen Inseln sind vulkanisch: Vulcano mit Schlammbädern und Schwefeldampf, Stromboli mit ständigen Ausbrüchen, Salina mit Kapern und Malvasia Wein, Lipari mit einem Archäologischen Museum, Panarea mit Luxus. Die Ägadischen Inseln Favignana, Levanzo und Marettimo liegen vor Trapani, Ustica und Pantelleria zeigen weitere Vulkane, Lampedusa liegt näher an Tunesien als an Sizilien. Die Tremitischen Inseln vor dem Gargano sind ein Ziel für Badegäste in der Adria.

Italien Städte im Detail: Viertel, Wege und Besuchszeiten

Rom: Die Viertel und ihre Besuchszeiten

Rom gliedert sich in Viertel mit eigenem Charakter. Das historische Zentrum um Pantheon, Piazza Navona und Campo de' Fiori lässt sich zu Fuß erkunden, mit Restaurants, Läden und Kirchen in dichter Folge. Monti, ein Viertel oberhalb des Forums, bietet Vintage Läden, Weinbars und ruhige Plätze. Trastevere am rechten Tiberufer ist am Abend belebt, morgens ruhig und zeigt die Basilika Santa Maria in Trastevere mit Mosaiken aus dem 12. Jahrhundert. Testaccio ist Arbeiterviertel mit Markthalle und Küche, der Aventin ein grünes Wohnviertel mit dem Rosengarten Roseto Comunale und dem Orangengarten mit Blick über die Stadt, Prati das Viertel nördlich des Vatikans mit Läden und Bars. Der Bezirk EUR im Süden zeigt Architektur der 1930er Jahre, das Viertel Pigneto ist Treffpunkt junger Römer. Die Metrolinien A und B kreuzen sich am Bahnhof Termini, Linie C fährt in Richtung Osten, viele Ziele im Zentrum erreichen Sie nur zu Fuß oder mit dem Bus.

Florenz: Viertel, Märkte und Handwerk

Das Zentrum von Florenz ist klein: Vom Bahnhof Santa Maria Novella zur Ponte Vecchio sind es 20 Minuten zu Fuß. Das Viertel um den Mercato Centrale und San Lorenzo bietet Lederläden, Straßenmarkt und Markthalle mit Ständen für Käse, Wurst, Pasta und Wein. Santa Croce besitzt die Basilika mit Gräbern von Michelangelo, Galilei und Machiavelli, Oltrarno das Handwerk mit Werkstätten für Gold, Papier und Möbel und Santo Spirito einen Platz mit Cafés, abends belebt. Das Viertel San Frediano ist ein Wohnviertel mit Trattorien. Das Museum Bargello zeigt Skulpturen von Donatello, die Medici Kapellen bergen Michelangelos Grabmäler, und die Basilika Santa Maria Novella hat eine Fassade aus grünem und weißem Marmor.

Venedig: Die 6 Sestieri

Venedig besteht aus 6 Stadtteilen, den Sestieri. San Marco ist das Zentrum mit Markusplatz und Dogenpalast, Castello liegt östlich mit dem Arsenal und der Biennale Gärten, Cannaregio im Norden mit dem Ghetto, dem Bahnhof und ruhigen Kanälen, San Polo mit dem Rialto Markt, Dorsoduro im Süden mit der Accademia, der Salute Kirche und der Sammlung Peggy Guggenheim, und Santa Croce mit dem Piazzale Roma. Die Gassen tragen Namen wie Calle, Campo und Fondamenta, die Hausnummern zählen im gesamten Sestiere durch, nicht straßenweise, weshalb Adressen schwer zu finden sind. Die besten Zeiten für Spaziergänge sind früh am Morgen und am Abend, wenn die Tagesgäste abgereist sind. Vaporetto Tickets sind zeitlich begrenzt und müssen an Haltestellen entwertet werden.

Mailand: Zentrum, Brera und Navigli

Mailand ist Italiens Wirtschaftshauptstadt und Modezentrum. Der Dom und die Galleria bilden das Zentrum, die Via Montenapoleone im Quadrilatero della Moda die Luxusstraße. Brera ist ein Künstlerviertel mit der Pinacoteca di Brera, Galerien und Bars. Die Navigli sind Kanäle, die Leonardo da Vinci mitplante, und im Umfeld liegen Lokale für Aperitivo. Das Viertel Isola und der Bosco Verticale zeigen moderne Architektur, das Viertel Porta Nuova Hochhäuser und Parks. Die U Bahn M1 bis M5 und Tram Linien erschließen die Stadt, eine Tageskarte kostet rund 7 Euro. Museen wie das Museo del Novecento neben dem Dom, das Museum der Wissenschaft und Technik Leonardo da Vinci und das Cimitero Monumentale sind unterschätzt.

Turin, Genua und Bologna in Kürze

Turin ist eine Stadt mit rechtwinkligem Straßennetz, Arkaden von rund 18 Kilometern und ruhiger Eleganz. Das Museo Egizio, die Piazza Castello, der Palazzo Reale und das Nationale Filmmuseum in der Mole sind Höhepunkte, der Kaffee im Caffè Al Bicerin mit Schokolade ist Tradition. Genua besitzt die Via Garibaldi mit Palästen, den alten Hafen mit Aquarium und den Bigo Aufzug, die Focaccia und die Gassen Caruggi, in denen die Sonne kaum den Boden erreicht. Bologna ist zwischen Portiken mit rund 62 Kilometern Länge das Zentrum der Küche, mit Piazza Maggiore, Fontana del Nettuno, den Türmen und dem Heiligtum San Luca, das Sie auf einem 3,8 Kilometer langen Portikenweg erreichen. Beide Städte sind weniger überlaufen als Rom, Florenz und Venedig.

Verona, Padua und Ferrara

Verona liegt an der Etsch mit Arena, Piazza delle Erbe, Piazza dei Signori, der Kirche San Zeno und dem Castelvecchio mit der Scaligerbrücke. Padua besitzt die Basilika des Heiligen Antonius, den botanischen Garten von 1545, den ältesten der Welt an seinem Platz, und die Universität, an der Galilei lehrte. Ferrara hat eine Stadtmauer von 9 Kilometern, die Sie mit dem Rad umrunden, das Castello Estense mit Wassergraben und den Palazzo dei Diamanti mit Fassade aus tausenden Diamantquadern. Alle 3 liegen an der Bahnstrecke zwischen Mailand, Venedig und Bologna und eignen sich als Zwischenstopp von 3 bis 5 Stunden.

Neapel: Viertel und Vorsichtsregeln

Neapel ist laut, dicht und lebendig. Das Centro Storico mit Spaccanapoli, Via dei Tribunali und Piazza del Gesù ist das Herz, das Viertel Chiaia mit Promenade, Läden und Villa Comunale bietet ruhigere Straßen, der Vomero mit Standseilbahn und Castel Sant'Elmo Aussicht. Das Viertel Sanità mit den Katakomben von San Gennaro und den Kirchen ist Ausgangspunkt für Führungen. Kaufen Sie Fahrkarten der Metro und Busse im Tabakladen, tragen Sie Taschen vor dem Körper und gehen Sie abends auf beleuchteten Straßen. Die Küche, die Kunst und die Herzlichkeit sind Gründe, dem Ruf zu trotzen.

Palermo, Bari und Lecce

Palermo verbindet arabische Kuppeln, normannische Mosaiken und barocke Kirchen, der Kern liegt zwischen Palazzo dei Normanni, Kathedrale und Quattro Canti. Märkte wie Ballarò, Capo und Vucciria sind Zentren des Straßenessens. Bari besitzt die Altstadt Bari Vecchia mit Basilika San Nicola und der Burg Castello Svevo, das moderne Zentrum mit Einkaufsstraße Via Sparano und die Promenade am Meer. Lecce zeigt das Barock in gelbem Stein mit der Basilika Santa Croce, dem römischen Amphitheater und dem Dom, als Ausgangspunkt für die Küsten von Salento.

Siena, Pisa und Lucca

Siena besitzt eine mittelalterliche Anlage mit 3 Hügeln und 17 Vierteln, den Contrade, die im Palio antreten. Der Dom wurde im 13. Jahrhundert weitgehend vollendet, die Pinakothek bewahrt Sieneser Malerei, und der Torre del Mangia misst 102 Meter. Pisa hat neben dem Schiefen Turm die Universität und die Piazza dei Cavalieri, Lucca die Stadtmauer, die Piazza dell'Anfiteatro in ovaler Form und den Geburtsort von Puccini. Alle 3 Städte lassen sich von Florenz aus in 1 Tag besuchen, eine Übernachtung lohnt sich in Siena und Lucca.

Rom im Detail: Kirchen, Museen und Aussichtspunkte

Rom besitzt über 900 Kirchen, doch 6 lohnen den Besuch besonders. Die Basilika Santa Maria Maggiore auf dem Esquilin bewahrt Mosaike aus dem 5. Jahrhundert, San Giovanni in Laterano ist die Kathedrale des Papstes als Bischof von Rom, San Paolo fuori le Mura besitzt Porträts aller Päpste in Mosaikform, San Pietro in Vincoli zeigt Michelangelos Moses, Santa Maria sopra Minerva einen Christus von Michelangelo, San Luigi dei Francesi 3 Gemälde von Caravaggio. Borrominis Kirchen San Carlo alle Quattro Fontane und Sant'Ivo alla Sapienza gelten als Höhepunkte des Barock. Unter den Museen bieten die Kapitolinischen Museen Skulpturen wie den Marc Aurel, das Nationalmuseum im Palazzo Massimo römische Fresken und Mosaike, das Museum MAXXI moderne Kunst in einem Bau von Zaha Hadid. Die Ara Pacis, ein Friedensaltar des Augustus, steht in einem gläsernen Pavillon am Tiber. Auf dem Gianicolo Hügel feuert täglich um 12 Uhr eine Kanone, mit Blick auf die Kuppeln der Stadt. Die Tiberinsel bietet Ruhe im Zentrum, das jüdische Viertel Ghetto Küche und Synagoge.

Florenz im Detail: Kirchen, Paläste und Gärten

Neben Dom und Uffizien besitzt Florenz zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Die Kirche Orsanmichele bewahrt Statuen von Donatello und Verrocchio in Nischen, die Basilika Santa Trinita Fresken von Ghirlandaio, die Brancacci Kapelle in Santa Maria del Carmine Fresken von Masaccio, die Mitte der Renaissancemalerei. Der Palazzo Strozzi und der Palazzo Medici Riccardi zeigen Paläste der Bankiersfamilien, das Museo Galileo Instrumente des Physikers. Das Museum des Doms, das Museo dell'Opera del Duomo, zeigt die Originale der Himmelspforte und Michelangelos Pietà. Für Gärten empfehlen sich Boboli, Bardini und der Rosengarten unterhalb des Piazzale Michelangelo. Das Viertel um die Kirche San Marco birgt das Kloster mit Fresken von Fra Angelico.

Venedig im Detail: Kirchen, Museen und Inseln

Die Basilika Santa Maria Gloriosa dei Frari besitzt Tizians Himmelfahrt Mariens und das Grabmal Canovas, die Kirche Santi Giovanni e Paolo Gräber von Dogen. Die Kirche San Giorgio Maggiore auf einer Insel gegenüber dem Markusplatz bietet vom Turm den besten Blick auf die Stadt. Die Sammlung Peggy Guggenheim im Palazzo Venier zeigt Kunst des 20. Jahrhunderts, der Palazzo Ca' Rezzonico das Leben des 18. Jahrhunderts, die Accademia venezianische Malerei. Der Lido ist ein Sandstrand mit Filmfestspielen im September, die Biennale findet in den Giardini und im Arsenal in geraden Jahren für Architektur und ungeraden für Kunst statt, jeweils von Frühjahr bis Herbst. Das Vaporetto fährt auch zur Insel San Michele, einem Friedhof.

Toskana im Detail: Chianti, Maremma und Nebenwege

Das Chianti liegt zwischen Florenz und Siena mit den Orten Greve, Panzano, Radda, Gaiole und Castellina, in denen Weingüter Verkostungen anbieten. Die Maremma im Süden ist eine ländliche Küstenlandschaft mit Cowboys, Butteri, Stränden und dem Naturpark Uccellina. Orte wie Massa Marittima, Sovana und Sorano zeigen etruskische Spuren, Cortona und Arezzo Kunst, Anghiari und das Casentino Klöster und Wälder. Das Gebiet der Marmorbrüche von Carrara in den Apuanischen Alpen liefert seit der Antike den weißen Marmor für Michelangelos David. Die Lunigiana im Norden ist ein Land der Burgen. Wer Zeit hat, besucht die Insel Giglio oder den Naturpark San Rossore bei Pisa.

Venetien im Detail: Palladio, Prosecco und die Dolomiten

Vicenza ist die Stadt des Baumeisters Andrea Palladio, dessen Villen und Paläste seit 1994 Welterbe sind, mit dem Teatro Olimpico von 1585. Bassano del Grappa besitzt eine überdachte Holzbrücke, Asolo einen Ort mit Burg, und die Prosecco Straße zwischen Conegliano und Valdobbiadene führt durch Weinberge, die seit 2019 Welterbe sind. In Treviso, Belluno und Cortina beginnt das Dolomitengebiet, der Gardasee gehört im Osten zu Venetien. Die Lagune besitzt Küstenstädte wie Caorle und Chioggia und den Nationalpark Po Delta.

UNESCO Welterbe in Italien: Wichtige Stätten im Überblick

Italien zählt über 55 Welterbestätten. Im Norden gehören die Dolomiten, der Gardasee Pfahlbauten, die Sacri Monti im Piemont, die Residenzen des Hauses Savoyen in Turin, die Weinlandschaften der Langhe, Mailand mit dem Abendmahl, Mantua und Sabbioneta, Verona, Vicenza und die Villen Palladios, Padua mit dem Botanischen Garten, Venedig mit Lagune, Ferrara, Ravenna, Modena, Bologna mit den Portiken, Genua mit den Rolli Palästen, Portovenere und die Cinque Terre dazu. In der Mitte stehen Florenz, Pisa, Siena, San Gimignano, das Val d'Orcia, Pienza, Urbino, Assisi, Rom mit dem Vatikan, Tivoli, die etruskischen Nekropolen und die Villa d'Este. Im Süden zählen Neapel, Pompeji, Herculaneum, Paestum und Cilento, die Amalfiküste, Alberobello, Castel del Monte, Matera und Monte Sant'Angelo, dazu kommen auf Sizilien Agrigent, die Villa Romana del Casale, Syrakus, das Val di Noto, Palermo und der Ätna, und auf Sardinien Su Nuraxi bei Barumini. Planen Sie pro Stätte einen halben bis ganzen Tag und kombinieren Sie mehrere in einer Region.

Italien Sightseeing Routen und klassische Besucherwege durch die Städte

Rom zu Fuß in 1 Tag: Von der Antike bis zum Trevi Brunnen

Beginnen Sie um 8 Uhr am Colosseum, dessen Zeitfenster Sie vorab gebucht haben, und gehen Sie durch das Forum Romanum auf den Palatin, von wo der Blick auf das Circo Massimo fällt. Nach 3 Stunden steigen Sie zum Kapitol mit der Piazza del Campidoglio, die Michelangelo entwarf, und laufen über die Via del Corso zur Piazza Venezia mit dem weißen Nationaldenkmal. Zu Mittag essen Sie in den Gassen um Campo de' Fiori, danach folgen Pantheon, Piazza Navona und am späten Nachmittag der Trevi Brunnen und die Spanische Treppe. Sie legen rund 12 Kilometer zurück, tragen bequeme Schuhe und planen mittags 1 Stunde Pause ein. Für den Vatikan benötigen Sie einen zweiten Tag mit früher Startzeit.

Florenz zu Fuß in 1 Tag

Starten Sie um 8 Uhr an der Piazza del Duomo. Der Dom und das Baptisterium sind vormittags leerer, die Kuppel besteigen Sie mit Zeitticket. Über die Via dei Calzaiuoli erreichen Sie die Piazza della Signoria mit dem Palazzo Vecchio und der Loggia dei Lanzi, dahinter beginnen die Uffizien, für die Sie 2 bis 3 Stunden brauchen. Nach dem Mittagessen am Mercato Centrale überqueren Sie die Ponte Vecchio, besichtigen den Palazzo Pitti oder die Boboli Gärten, gehen nach Santo Spirito und steigen zum Piazzale Michelangelo hinauf. Die Wegstrecke misst rund 8 Kilometer, der Aufstieg am Ende dauert 25 Minuten und lohnt am Abend.

Venedig zu Fuß in 1 Tag

Nehmen Sie um 7 Uhr das Vaporetto Linie 1 vom Bahnhof über den Canal Grande und steigen Sie an der Station San Marco aus. Zwischen 8 und 9 Uhr, vor dem Andrang der Tagesbesucher, besichtigen Sie den Markusplatz, die Basilika und den Dogenpalast. Danach gehen Sie über Rialto und den Markt nach Cannaregio, ein Viertel mit Kanälen, Cafés und dem ehemaligen Ghetto von 1516, dem ältesten Europas. Am Nachmittag bringt das Vaporetto Sie nach Dorsoduro zur Kirche Santa Maria della Salute und zur Accademia Brücke, den Sonnenuntergang erleben Sie an der Fondamenta delle Zattere. Verlaufen ist hier Teil des Konzepts, denn die Gassen enden oft an Kanälen.

Mailand zu Fuß in 1 Tag

Beginnen Sie am Dom und steigen Sie auf die Terrasse, dann gehen Sie durch die Galleria Vittorio Emanuele II zur Scala. Über die Via Manzoni erreichen Sie das Viertel Brera mit der Pinacoteca. Nach dem Mittagessen führt der Weg zum Castello Sforzesco und durch den Park Sempione zur Kirche Santa Maria delle Grazie, wo das Abendmahl mit gebuchtem Ticket wartet. Am Abend folgen Aperitivo an den Navigli, 2 Kanälen im Südwesten der Stadt.

Neapel zu Fuß in 1 Tag

Von der Piazza del Gesù führt die Gasse Spaccanapoli durch das Herz der Altstadt zur Cappella Sansevero und zur Via San Gregorio Armeno, der Straße der Krippenbauer. Danach besuchen Sie den Dom und das Archäologische Nationalmuseum. Zu Mittag essen Sie Pizza in einer der historischen Pizzerien nahe der Via dei Tribunali. Am Nachmittag geht es zum Castel Nuovo, zur Piazza del Plebiscito und über die Promenade Lungomare zum Castel dell'Ovo, wo Sie den Sonnenuntergang über der Bucht sehen.

Rom in 2 Tagen: Vatikan, Trastevere und Aventin

Wer 2 Tage für Rom hat, teilt die Stadt in Ost und West. Der 1. Tag beginnt mit dem Colosseum und dem Forum und führt zum Kapitol, zum Pantheon und zum Trevi Brunnen. Am 2. Tag beginnen Sie um 8 Uhr an den Vatikanischen Museen, laufen nach dem Petersdom über die Engelsbrücke, essen in Trastevere und steigen am späten Nachmittag auf den Gianicolo oder den Aventin. Die Orangengarten Terrasse auf dem Aventin öffnet bis zum Sonnenuntergang, das Schlüsselloch der Malteser liegt 300 Meter davon entfernt.

Bologna, Verona, Turin und Genua zu Fuß

In Bologna gehen Sie von der Piazza Maggiore durch die Via Rizzoli zu den 2 Türmen, dann durch das Marktviertel Quadrilatero mit Läden für Wurst, Käse und Pasta. Am Nachmittag laufen Sie unter Portiken zum Heiligtum San Luca. In Verona beginnen Sie an der Arena, gehen durch die Via Mazzini, sehen das Haus der Julia, laufen über die Piazza delle Erbe zur Scaligerbrücke und steigen zum Castel San Pietro. In Turin führt die Via Roma zum Palazzo Reale, das Ägyptische Museum füllt 3 Stunden, am Abend folgt der Aperitivo. In Genua wandern Sie von der Piazza De Ferrari durch die Gassen zum alten Hafen, dann durch die Via Garibaldi und nehmen eine Standseilbahn nach Righi.

Italien versteckte Orte und echte Geheimtipps abseits der Hauptwege

Rom: Schlüsselloch, Katakomben und die 3 Schichten von San Clemente

Auf dem Aventin liegt die Piazza dei Cavalieri di Malta. Durch das Schlüsselloch des grünen Portals blicken Sie auf einen Gartenweg, an dessen Ende die Kuppel des Petersdoms wie eingerahmt erscheint. Die Basilika San Clemente nahe dem Colosseum besteht aus 3 Ebenen: der Kirche des 12. Jahrhunderts, einer älteren Kirche aus dem 4. Jahrhundert darunter und einem römischen Haus mit einem Mithrasheiligtum, in dem Sie das Rauschen unterirdischer Wasser hören. Die Kapuzinergruft unter Santa Maria della Concezione an der Via Veneto ist mit den Knochen von rund 3700 Ordensbrüdern geschmückt. Auf der Via Appia Antica, der Königin der Straßen aus dem Jahr 312 vor Christus, laufen oder radeln Sie an Grabmälern und Katakomben vorbei. Das Viertel Coppedè im Norden der Stadt besitzt eine Häusergruppe aus den 1920er Jahren, die Jugendstil, Barock und Mittelalter mischt.

Toskana: Bagno Vignoni, Pitigliano und das Val d'Orcia

Bagno Vignoni besitzt statt eines Platzes ein Thermalbecken von rund 50 mal 30 Metern mitten im Ort, in dem Wasser mit 49 Grad dampft, baden dürfen Sie hier aber nicht. Wenige Kilometer weiter liegt das Freibad Parco dei Mulini. Pitigliano, die Stadt aus Tuffstein im Süden der Toskana, erhebt sich über Schluchten und beherbergt ein jüdisches Viertel, das Klein Jerusalem genannt wird. Im Val d'Orcia lohnen Montalcino, Pienza und die Kapelle Vitaleta mit Zypressen, die auf Fotos in jedem Bildband erscheint.

Umbrien und Latium: Civita di Bagnoregio, Tivoli und der Garten von Ninfa

Civita di Bagnoregio steht auf einem Tuffhügel, der durch Erosion stetig schrumpft, und ist nur über eine rund 300 Meter lange Fußgängerbrücke erreichbar. Zutritt kostet eine kleine Gebühr. In Tivoli, 30 Kilometer östlich von Rom, liegt die Villa d'Este mit über 500 Springbrunnen aus dem 16. Jahrhundert, wenige Kilometer davor die Villa Adriana des Kaisers Hadrian, beides Welterbe. Der Garten von Ninfa bei Latina ist ein Landschaftsgarten in den Ruinen einer mittelalterlichen Stadt und nur an einzelnen Tagen im Jahr geöffnet.

Venedig: Cannaregio, Giudecca und die Scuola Grande di San Rocco

Wer den Andrang um den Markusplatz meiden will, geht nach Cannaregio, Castello östlich des Arsenals und auf die Insel Giudecca. Die Scuola Grande di San Rocco birgt rund 60 Gemälde von Tintoretto und verdient einen Besuch von 1 Stunde. Die Buchhandlung Libreria Acqua Alta stapelt Bücher in Badewannen und Gondeln und bietet eine Treppe aus Büchern. Die Kirche San Zaccaria und die Fondamenta dei Mori zeigen ruhigere Ecken.

Süden: Ostuni, Otranto und Castelmezzano

Ostuni in Apulien wird die weiße Stadt genannt und liegt auf 3 Hügeln über der Adria. Otranto besitzt in der Kathedrale ein Bodenmosaik aus dem 12. Jahrhundert, das den Lebensbaum mit zahlreichen Figuren zeigt. Das Bergdorf Castelmezzano in der Basilikata liegt unter Felszacken der Lukanischen Dolomiten, eine Seilbahn, der Flug des Engels, führt mit bis zu 120 Stundenkilometern über das Tal.

Sizilien: Scala dei Turchi, Ragusa Ibla und Modica

Die Scala dei Turchi bei Realmonte ist eine weiße Kalksteinklippe in Stufenform, die aus dem Meer ragt. Ragusa Ibla und Modica gehören zur barocken Welt des Val di Noto, die 2002 Welterbe wurde. In Modica wird Schokolade nach aztekischer Art kalt gerührt, mit körniger Struktur und Zimt. Erice, ein mittelalterliches Bergdorf über Trapani, liegt in Wolken auf 750 Metern.

Echte Italien Geheimtipps mit konkreten Ortsbeschreibungen

Ein bester Italien Reiseführer zeigt, wie man Menschenmengen umgeht

Ein bester Italien Reiseführer nützt Ihnen wenig, wenn er nur Schlangen beschreibt. Die wirksamste Strategie gegen Andrang hat 3 Regeln: früh starten, Wochentag wählen, Zeitticket buchen. Die Vatikanischen Museen sind um 8 Uhr deutlich leerer, das Colosseum um 8.30 Uhr, und Venedigs Markusplatz gehört vor 9 Uhr den Fotografen. Dienstage bis Donnerstage sind ruhiger als Wochenenden, und ein Besuch in der Nebensaison verdoppelt das Erlebnis.

Rom: Testaccio, Ostiense und das Zentrum Montemartini

Das Arbeiterviertel Testaccio ist die Heimat der römischen Küche mit Innereien, Pasta cacio e pepe und einem großen Markt. Im nahen Ostiense zeigt das Museum Centrale Montemartini antike Skulpturen in einem stillgelegten Elektrizitätswerk zwischen Turbinen. Auf dem Monte Testaccio wächst ein Hügel aus rund 53 Millionen Scherben römischer Öltonnen. Die Pyramide des Cestius, ein Grabmal aus dem 1. Jahrhundert vor Christus, steht 36 Meter hoch nahe der Stadtmauer.

Florenz: Oltrarno, San Miniato und Giardino Bardini

Jenseits des Arno liegt Oltrarno, das Viertel der Handwerker, mit Werkstätten für Leder, Papier und Restaurierung. Die Basilika San Miniato al Monte aus dem 11. Jahrhundert steht auf einem Hügel oberhalb des Piazzale Michelangelo, ihre Fassade ist aus grün weißem Marmor, und Mönche singen am späten Nachmittag gregorianischen Choral. Der Giardino Bardini besitzt eine Terrasse mit Blick auf die Stadt und weniger Besucher als die Boboli Gärten.

Mailand und Norden: Chiesa di San Maurizio, Orta und Bergamo

Die Kirche San Maurizio al Monastero Maggiore in Mailand ist vollständig mit Fresken des 16. Jahrhunderts ausgemalt und wird die Sixtinische Kapelle Mailands genannt, der Eintritt ist frei. Der Orta See westlich des Lago Maggiore ist kleiner, ruhiger und besitzt die Insel San Giulio mit einer Basilika. Bergamo besteht aus einer oberen Altstadt mit venezianischen Mauern, die Sie mit einer Standseilbahn erreichen, und einer unteren Stadt.

Dolomiten: Lago di Braies, Val di Funes und Alpe di Siusi

Der Pragser Wildsee auf 1496 Metern ist im Juli und August ab dem späten Vormittag überfüllt, kommen Sie vor 8 Uhr. Das Villnößtal mit den Geislerspitzen und dem Kirchlein St. Magdalena bietet Aussicht ohne Massen, und die Seiser Alm ist nach 17 Uhr, wenn der Autoverkehr gesperrt ist, am schönsten. Für Wanderer sind die Hütten Rifugi mit Speck, Knödeln und Kaiserschmarrn eine Attraktion.

Küsten und Inseln abseits der Menge

Wer ruhige Küsten sucht, findet sie in Ligurien bei Noli und Varigotti, in der Toskana bei Punta Ala und auf der Insel Giglio, in Apulien bei Torre Guaceto, einem Naturschutzgebiet mit Dünen und Meeresschutzzone bei Brindisi, und in Kalabrien an der Ionischen Küste bei Soverato und Stilo. Im Cilento sind Palinuro und Marina di Camerota Ziele mit Grotten. Auf Sizilien lohnen die Ägadischen Inseln außerhalb des August, auf den Liparischen Inseln Salina und Filicudi. In Sardinien bleiben Sulcis und Costa Verde ruhig. Diese Orte erreichen Sie nur mit dem Auto und mit Vorausbuchung von Unterkünften.

Italien Insidertipps aus lokaler Perspektive und weniger bekannte Bereiche

Die Bar: Wie Italiener Kaffee trinken

Italiener trinken Kaffee im Stehen am Tresen, dort kostet der Espresso 1,20 bis 1,60 Euro, am Tisch bis zu 3 Mal mehr. In vielen Bars zahlen Sie zuerst an der Kasse, den Bon legen Sie dem Barista auf den Tresen und sagen, was Sie möchten. Ein Cappuccino gilt als Frühstücksgetränk und wird nach 11 Uhr selten bestellt, ein Latte ist Milch, wer Kaffee mit Milch möchte, sagt Caffè latte oder Macchiato. Ein Caffè corretto enthält einen Schuss Grappa.

Aperitivo, Mahlzeiten und Zeiten

Der Aperitivo beginnt zwischen 18 und 19 Uhr in Bars, in Mailand und Turin mit reichlich Buffet für den Preis eines Getränks von 10 bis 15 Euro. Das Mittagessen findet um 13 Uhr statt, das Abendessen um 20 bis 21 Uhr, im Süden bis 22. Restaurants öffnen am Abend selten vor 19 Uhr. Wer früher isst, findet Touristenlokale.

Regionalzug, Stempel und Streiks

Vor der Fahrt im Regionalzug stempeln Sie das Papierticket, sonst zahlen Sie eine Strafe von rund 50 Euro. In Italien gibt es angekündigte Streiks, die Scioperi, die Bahn und Nahverkehr für 24 Stunden lahmlegen, meist bekannt gegeben mit mehreren Tagen Vorlauf. Zeiten, in denen Mindestverbindungen fahren, sind oft morgens und abends garantiert.

Heilige, Feste und Rhythmus des Jahres

Jede Stadt hat einen Schutzheiligen mit einem freien Tag: In Rom am 29. Juni Peter und Paul, in Florenz am 24. Juni Johannes der Täufer, in Mailand am 7. Dezember Ambrosius, in Neapel am 19. September San Gennaro mit der Verflüssigung des Blutes, in Palermo am 15. Juli die heilige Rosalia. Karneval in Venedig dauert rund 2 Wochen im Februar, die Festa della Repubblica am 2. Juni ist Nationalfeiertag. Die Reiseführer Italien Empfehlung lautet, Ihre Reise mit einem Lokalfest zu koppeln, denn dann erleben Sie das Land jenseits der Sehenswürdigkeiten.

Sprache und kleine Gesten

Sagen Sie Buongiorno beim Betreten eines Ladens und Arrivederci beim Gehen, das gilt als Höflichkeit. Mit Per favore, Grazie und Prego kommen Sie überall zurecht. Italiener sprechen mit den Händen: Zusammengelegte Fingerspitzen heißen Was willst du. Die Mahlzeit endet mit einem Espresso, nicht mit einem Cappuccino.

Touristenfallen vermeiden und typische Fehlerquellen im Land

Italien Restaurants an den Sehenswürdigkeiten

Lokale direkt am Colosseum, am Markusplatz, am Trevi Brunnen und an der Piazza Navona bieten oft Menüs mit Fotos, mehrsprachige Karten und Kellner, die Passanten ansprechen. Preise für Wasser, Aperol Spritz und Pasta liegen dort 30 bis 100 Prozent höher als 3 Straßen weiter. Ein Espresso am Tisch am Markusplatz kann 6 bis 10 Euro kosten, wegen eines Aufschlags für Livemusik. Suchen Sie Lokale, in denen Einheimische essen, mit einer Karte in Italienisch und wenigen Gerichten.

Gondel, Wassertaxi und Fähren in Venedig

Die offiziellen Gondeltarife betragen 80 Euro für 30 Minuten am Tag und 120 Euro am Abend, pro Boot mit bis zu 6 Personen, Zusatzleistungen wie Gesang kosten extra. Wassertaxis kosten von Flughafen zur Stadt rund 110 bis 130 Euro pro Boot, das Vaporetto kostet dagegen einen Bruchteil. Kaufen Sie ein Mehrtagesticket für die Vaporetti, wenn Sie mehr als 3 Fahrten planen.

Straßenverkäufer und Pseudo Gladiatoren

Um Colosseum und Trevi Brunnen stehen Männer in Legionärskostümen, die nach dem Foto Geld verlangen. Verkäufer drücken Ihnen Rosen, Armbänder und Selfiesticks in die Hand, ein Nein und Weitergehen genügt. Ticketverkäufer auf dem Vorplatz bieten Führungen zu hohen Preisen an, kaufen Sie ausschließlich über offizielle Seiten und Kassen.

Taxi, Mietwagen und ZTL

Taxis in Rom und Mailand dürfen nur an Ständen oder per App und Telefon gerufen werden, fahren immer mit Taxameter, und Flughafenfahrten haben Festpreise. Zonen mit Fahrverbot in Altstädten, ZTL, sind mit Kameras überwacht, Strafen von 80 bis 120 Euro kommen Monate später mit Bearbeitungsgebühren vom Vermieter. Prüfen Sie bei Mietwagen die Versicherung, Kratzer und Tankregeln, denn ein Mietwagen ist in Neapel und Rom schadensanfälliger als anderswo.

Eis und Souvenirs

Ein hoher, grell gefärbter Eisberg in einer Vitrine gilt als Zeichen für Industrieware, gutes Gelato liegt in flachen Metallbehältern mit Deckeln und in natürlichen Farben, Pistazie ist grau grün und nicht knallgrün. Souvenirs aus Kunststoff in Gondelform stammen aus Fabriken in Asien, Murano Glas kaufen Sie bei Werkstätten mit Herkunftssiegel. Bei Lederwaren in Florenz achten Sie auf Kennzeichnungen wie Vera Pelle.

Weitere Fehler: Raststätten, Cinque Terre und Fähren

Auf Autobahnen bieten die Raststätten Autogrill Panini und Kaffee, aber kaum günstige Speisen, planen Sie Stopps in Orten. In den Cinque Terre sind Zugtickets am Automaten einfacher zu bekommen als am Schalter, und für viele Wanderabschnitte ist eine Karte nötig, die Cinque Terre Card, die Kontrolleure prüfen. An der Amalfiküste fahren Fähren und Busse in dichten Takten, Mietwagen sind zwischen Juni und September ein Stauproblem. Bei Gondeln in Venedig fragen Sie vor Fahrtbeginn nach Preis und Dauer, bei Bootstouren nach Ablegezeit und Rückkehrzeit.

Italien Spartipps für Restaurants, Strände, Mobilität und Aktivitäten

Essen zu vernünftigen Preisen

Das Mittagsmenü der Trattorien, das Menu del giorno oder Pranzo di lavoro, umfasst Pasta, Fleisch oder Fisch, Beilage, Wasser und Kaffee für 12 bis 18 Euro. Pizza al taglio, Pizza in rechteckigen Stücken nach Gewicht, kostet 2 bis 4 Euro pro Stück, ein Panino in der Bar 3 bis 6 Euro. Tavole calde, Selbstbedienungsrestaurants mit warmen Gerichten, und Rosticcerie mit Hähnchen, Supplì und Arancini bieten ein volles Mittagessen für 8 bis 12 Euro. Am Aperitivo in Mailand und Turin werden Buffets zum Getränkepreis gereicht, ein Getränk kostet 10 bis 15 Euro, und Sie werden satt. Meiden Sie Restaurants direkt an großen Plätzen und wählen Sie Lokale in Nebenstraßen mit italienischen Karten.

Bahn, Bus und Nahverkehr günstig nutzen

Regionalzüge Regionale und Regionale Veloce sind für Strecken bis 3 Stunden die günstigste Variante und kosten oft nur ein Drittel bis die Hälfte des Frecciarossa Preises. Frecce und Italo verlangen Reservierung und gelten nur für den gebuchten Zug, Sparpreise beginnen bei rund 10 Euro. Bei Fernbussen von Flixbus sind Strecken wie Rom nach Neapel ab rund 10 Euro zu haben. Für Städte gibt es Tagestickets, in Rom kostet ein 24 Stunden Ticket 7 Euro, ein 72 Stunden Ticket rund 18 Euro, während Einzelfahrten 1,50 Euro kosten. In Venedig ist das Vaporetto dagegen teuer, ein Einzelticket kostet rund 9,50 Euro, weshalb sich Tages und Mehrtageskarten schnell lohnen.

Museen, Karten und kostenlose Angebote

Viele Kirchen sind kostenlos, dazu gehören der Petersdom, das Pantheon in Rom und der Mailänder Dom nur teilweise. Am 1. Sonntag im Monat können Sie staatliche Museen und Ausgrabungsstätten wie das Colosseum, die Uffizien und Pompeji kostenlos besuchen, planen Sie dafür aber frühe Ankunft. Für Familien gibt es Ermäßigungen, EU Bürger unter 18 Jahren haben in staatlichen Museen freien Eintritt. Der Roma Pass und die Firenze Card lohnen sich nur, wenn Sie 3 bis 4 große Eintritte am Tag planen.

Strände, Aktivitäten und Ausrüstung

Fast alle Küsten haben freie Strände, die Spiagge libere. Strandbäder, Lidi, vermieten Liegen und Schirme für 15 bis 40 Euro pro Tag, an der Adria in Reihen, in Sardinien und Sizilien seltener. Bringen Sie eigenen Schirm, Handtuch und Wasser. Parken an Stränden kostet an der Amalfiküste bis 30 Euro pro Tag, in Apulien 5 bis 15 Euro. Boote mit Skipper an Capri und den Liparischen Inseln sind teuer, Linienschiffe der Reedereien bieten Rundfahrten zu einem Bruchteil des Preises.

Italien Unterkunft, Ferienhaus und Kalender

Kaufen Sie Unterkünfte mit Storno Möglichkeit, denn Preise sinken in den letzten Wochen vor Anreise selten. Ferienhäuser in Küstenregionen wechseln in der Hochsaison an Samstagen, in Städten sind die Preise am Wochenende höher. Die Stadtsteuer wird zusätzlich vor Ort in bar gezahlt, prüfen Sie dies vor der Buchung. Wer in Rom die Preise drücken möchte, wohnt in Bahnhofsnähe oder in Vierteln wie Testaccio und San Giovanni.

Italien kulinarische Geheimtipps und regionale Spezialitäten

Norden: Piemont, Lombardei und Aostatal

Piemont ist die Heimat der Weißen Trüffel aus Alba, die von Oktober bis Dezember gesucht und in Scheiben über Tajarin und Eier gehobelt wird. Zu den Gerichten zählen Vitello tonnato, kalte Kalbsscheiben mit Thunfischsauce, Agnolotti del plin, kleine gefüllte Teigtaschen, und die Sauce Bagna cauda aus Knoblauch, Sardellen und Öl für Gemüse. Aus dem Nebbiolo Traube kommen Barolo und Barbaresco, aus der Barbera Traube unkomplizierte Rotweine. In der Lombardei gehören Risotto alla milanese mit Safran, Ossobuco, geschmorte Kalbshaxe, und die Cotoletta alla milanese zur Tradition, im Veltlin Pizzoccheri aus Buchweizennudeln mit Käse und Kohl. Das Aostatal serviert Fonduta aus Fontina Käse und Polenta.

Nordosten: Venetien, Südtirol und Friaul

Venetien bietet Baccalà mantecato, aufgeschlagenen Stockfisch auf Polenta, Sarde in saor mit süßsauren Zwiebeln, Risi e bisi, einen Reis Erbsen Eintopf, und Leber nach venezianischer Art. Das Tiramisù wurde nach gängiger Überlieferung in Treviso erfunden. Der Prosecco kommt aus den Hügeln von Conegliano und Valdobbiadene, der Bellini wurde in Venedig in Harry's Bar erfunden, der Aperol Spritz stammt aus Padua. In Südtirol dominieren Speck, Knödel, Schlutzkrapfen, Strudel und Kaiserschmarrn, in Friaul Prosciutto di San Daniele, Frico aus Käse und Kartoffeln und die Weißweine Friulano und Ribolla Gialla.

Emilia Romagna: Hauptstadt der Feinschmecker

In Emilia Romagna entstehen viele geschützte Produkte. Der Parmigiano Reggiano reift mindestens 12 Monate, meist 24 und mehr, und kommt aus Parma, Reggio Emilia und Modena. Der Prosciutto di Parma reift mindestens 12 Monate, der Aceto Balsamico Tradizionale di Modena mindestens 12 Jahre. Die Tagliatelle al ragù aus Bologna werden nie mit Spaghetti serviert, die Mortadella stammt aus Bologna, Tortellini in Brodo gehören zum Festessen am 25. Dezember. An der Küste servieren Kioske die Piadina, ein Fladenbrot mit Rucola und Squacquerone Käse.

Toskana und Umbrien

Toskanische Küche ist einfach und kräftig. Die Bistecca alla fiorentina ist ein Rindersteak vom Chianina Rind von mindestens 3 Fingern Dicke, außen gegrillt und innen blutig, und wird nach Kilogramm abgerechnet. Ribollita ist ein Eintopf aus Brot, Bohnen und Schwarzkohl, Pappa al pomodoro ein Brotbrei mit Tomaten, Panzanella ein Brotsalat. Das Lampredotto, gekochter Kuhmagen im Brötchen, ist Florentiner Straßenessen. Der Chianti Classico trägt den schwarzen Hahn auf der Flasche, der Brunello di Montalcino reift mindestens 5 Jahre. Zum Dessert gibt es Cantucci mit Vin Santo. Umbrien bietet Schwarze Trüffel aus Norcia, Porchetta, Linsen von Castelluccio und den Sagrantino Wein aus Montefalco.

Latium und Rom

Die römische Küche kennt 4 klassische Pastagerichte. Cacio e pepe besteht aus Pecorino und Pfeffer, Gricia aus Guanciale, Pecorino und Pfeffer, Amatriciana aus Guanciale, Tomaten und Pecorino, Carbonara aus Guanciale, Ei und Pecorino, aber ohne Sahne. Dazu kommen Saltimbocca, Kalbsschnitzel mit Salbei und Schinken, Carciofi alla giudia, frittierte Artischocken aus dem jüdischen Viertel, und Supplì, frittierte Reisbällchen mit Mozzarella. Die Weine der Castelli Romani wie Frascati passen dazu.

Kampanien und Neapel

Die Neapolitanische Pizza hat einen weichen, hohen Rand, wird bei rund 450 Grad etwa 90 Sekunden im Holzofen gebacken und trägt Tomaten, Mozzarella di Bufala und Basilikum. Die Mozzarella di Bufala Campana DOP stammt aus der Gegend um Caserta und Paestum. Spaghetti alle vongole, Frittura di paranza, Pasta e patate con provola und Parmigiana di melanzane gehören zum Alltag. Süß sind Sfogliatella, ein Blätterteiggebäck mit Grieß und Ricotta, Babà in Rum und Pastiera zu Ostern. Der Limoncello kommt von der Amalfiküste und Sorrent, der Kaffee aus Neapel ist bitter, dunkel und stark.

Apulien, Basilikata und Kalabrien

Apulien bietet Orecchiette con cime di rapa, Öhrchennudeln mit Rübengrün, Burrata aus Andria, cremiger Mozzarella mit Sahnekern, Focaccia barese, Panzerotti und Frisella mit Tomaten. Die Rotweine Primitivo di Manduria und Negroamaro stammen aus Salento. Mehr als 50 Millionen Olivenbäume prägen das Land. In der Basilikata ist der Peperone crusco, ein getrockneter frittierter Paprika, ein Wahrzeichen, in Kalabrien würzt die scharfe Streichwurst 'Nduja Pasta und Brot, und die Zwiebeln von Tropea sind rot und süß.

Sizilien

Die sizilianische Küche ist von Arabern, Normannen und Spaniern geprägt. Arancini sind frittierte Reisbälle mit Ragù oder Schinken und Käse, Pasta alla Norma kombiniert Auberginen mit Ricotta salata, Pasta con le sarde Sardinen mit Wildfenchel, Rosinen und Pinienkernen. Die Caponata ist ein süßsaurer Gemüsetopf. Im Sommer isst man Granita mit Brioche zum Frühstück, dazu kommen Cannoli mit Ricotta und die Cassata. Die Weine Nero d'Avola, Marsala und Passito di Pantelleria haben Weltruf.

Ligurien, Marken und Abruzzen

Ligurien bietet Pesto aus Basilikum, Pinienkernen, Parmesan, Pecorino, Knoblauch und Olivenöl, meist mit Trofie Nudeln, die Focaccia di Recco mit Käsefüllung und die Farinata, ein Fladen aus Kichererbsenmehl. In den Marken werden Olive all'ascolana, gefüllte frittierte Oliven, und Vincisgrassi, eine Lasagne, gegessen. In den Abruzzen sind Arrosticini, Lammspieße vom Holzkohlegrill, und der Montepulciano d'Abruzzo Wein typisch.

Pasta: Formen, Saucen und ihre Herkunft

Italien kennt über 300 Pastaformen, und jede gehört zu einer Sauce. Lange Formen wie Spaghetti, Linguine und Bucatini passen zu Öl, Meeresfrüchten und Tomaten, breite Bänder wie Tagliatelle und Pappardelle zu Fleischragout, kurze Formen wie Penne, Rigatoni und Paccheri zu kräftigen Saucen mit Stücken. Aus Apulien kommen Orecchiette, aus Ligurien Trofie, aus der Toskana Pici, dicke handgerollte Stränge, aus Sardinien Malloreddus und Culurgiones, aus der Emilia Tortellini, Cappelletti und Tagliatelle, aus dem Süden Scialatielli, Strozzapreti und Cavatelli. Gnocchi alla romana werden aus Grieß gebacken, Passatelli aus Brot, Käse und Ei. Eine gute Pasta ist al dente, wird in Salzwasser gekocht und mit wenig Sauce vermengt, nicht in ihr ertränkt. Spaghetti Bolognese existieren in Bologna nicht, das Ragù wird zu Tagliatelle gereicht, und Sahne gehört weder in die Carbonara noch in die Amatriciana.

Pizza: Arten, Regeln und Preise

Die neapolitanische Pizza hat einen hohen weichen Rand und ein dünnes Zentrum, sie wird mit Messer und Gabel gegessen oder gefaltet als Pizza a portafoglio. Die römische Pizza ist dünn und knusprig, die Pizza al taglio wird in rechteckigen Blechen gebacken und nach Gewicht verkauft, die sizilianische Sfincione ist weich und dick mit Zwiebeln und Semmelbröseln. Klassiker sind Margherita mit Tomaten, Mozzarella und Basilikum, Marinara mit Tomaten, Knoblauch und Oregano, Diavola mit scharfer Salami und Quattro Stagioni. Pizza wird in Italien am Abend gegessen, mittags in Pizzerien selten, und Ananas oder Sahne auf Pizza gelten als Fauxpas. Eine Pizza kostet 5 bis 12 Euro, Getränke sind meist Bier oder Wasser.

Antipasti, Aperitivo und kleine Speisen

Antipasti beginnen ein Essen mit Aufschnitt, Käse, eingelegtem Gemüse, Bruschetta und Meeresfrüchten. Im Norden ist der Aperitivo eine Mahlzeit, in Venedig sind Cicchetti kleine belegte Brote und Frittiertes in Bacari, in Rom das Fritto, in Neapel die Frittatine, in Sizilien Arancine. Zum Aperitivo trinken Sie Aperol Spritz, Campari Soda, Negroni, Spritz mit Select oder Prosecco. Negroni entstand der Überlieferung nach in Florenz um 1919, Campari in Mailand.

Kaffee bestellen und verstehen

Ein Caffè ist ein Espresso, ein Doppio zwei davon, ein Lungo ist länger, ein Ristretto kürzer, ein Macchiato mit einem Schuss Milchschaum, ein Cappuccino mit Milchschaum und ein Latte macchiato ein Glas warmer Milch mit Espresso. Ein Marocchino in Turin enthält Kakao, ein Caffè shakerato ist im Sommer beliebt, der Espresso im Café Sant'Eustachio in Rom ist berühmt. Wasser wird dazu gereicht, der Kaffee wird meist in 3 Schlucken getrunken.

Eis: Gelato erkennen

Gute Gelaterien lagern Eis in flachen Metallbehältern mit Deckeln, mit natürlichen Farben und wenigen Sorten. Fragen Sie nach der Saison, im Sommer sind Melone, Pfirsich und Feige typisch, im Winter Kastanie und Schokolade. Ein Becher mit 2 Kugeln kostet 3 bis 5 Euro. In Sizilien wird Eis in einer Brioche gegessen, in Rom gibt es Gelato in Sorten wie Riso und Zabaione. Bitten Sie nicht um Sahne obendrauf, denn Panna gilt als Sahnetopping und wird nur auf Wunsch gegeben.

Italien Geheimtipps für Genießer

Wein: DOCG, DOC und IGT verstehen

Italien besitzt mehr als 70 DOCG und über 300 DOC Weine. DOCG bezeichnet die höchste Stufe mit garantierter Herkunft und Kontrolle, DOC die nächste, IGT regionale Landweine mit größerer Freiheit. Fragen Sie in Weingütern nach Verkostungen, die Degustazione, ein Besuch dauert 1 bis 2 Stunden und kostet 15 bis 40 Euro. Die Weinregionen Chianti bei Florenz, Montalcino südlich von Siena, Langhe im Piemont, Valpolicella bei Verona, Franciacorta bei Brescia, Prosecco Hügel bei Treviso und Etna am Vulkan sind besonders reizvoll. Wer Auto fährt, plant eine Person als Fahrer ein, die Promillegrenze beträgt 0,5.

Weinregionen und was Sie dort probieren

Jede Region hat einen typischen Wein. In Piemont sind es Barolo und Barbaresco aus Nebbiolo, Barbera und Moscato d'Asti, in der Lombardei Franciacorta, in Venetien Prosecco, Amarone und Soave, im Trentino und Südtirol Weißweine wie Pinot Grigio, Gewürztraminer und Lagrein, in Friaul Friulano und Ribolla Gialla. Die Toskana liefert Chianti Classico, Brunello di Montalcino, Vino Nobile di Montepulciano und Vernaccia di San Gimignano, Umbrien Sagrantino und Orvieto, die Marken Verdicchio, Latium Frascati, Kampanien Taurasi, Fiano und Greco di Tufo, Apulien Primitivo und Negroamaro, Sizilien Nero d'Avola, Etna Rosso und Grillo, Sardinien Cannonau und Vermentino. Ein Glas Hauswein kostet 3 bis 5 Euro, eine Flasche im Restaurant 15 bis 30 Euro, im Weingut direkt ab 8 Euro. Fragen Sie nach dem Vino sfuso, offenem Wein aus dem Fass, der in Toskana, Latium und Piemont in mitgebrachte Flaschen abgefüllt wird.

Olivenöl, Käse und Schinken

Extra vergine ist die höchste Güteklasse, Olivenöl aus Ligurien ist mild, aus der Toskana grün und pfeffrig, aus Apulien fruchtig und kräftig, aus Sizilien intensiv. Bei Käse lohnen Pecorino Toscano, Gorgonzola aus Novara, Asiago aus Venetien, Taleggio und Provolone. Prosciutto di San Daniele und Speck aus Südtirol, Culatello di Zibello, Bresaola aus dem Veltlin und Mortadella runden die Aufschnittkultur ab. Kaufen Sie diese Produkte in Salumerie und Feinkostgeschäften, wo Verkäufer schneiden und probieren lassen.

Käse und Wurst nach Regionen

Käse ist regional geprägt. Aus dem Norden kommen Parmigiano Reggiano, Grana Padano, Gorgonzola, Taleggio, Asiago, Fontina und Montasio, aus der Mitte Pecorino Toscano, Caciotta und Pecorino Romano, aus dem Süden Mozzarella di Bufala, Provolone, Caciocavallo, Ricotta und Burrata, aus Sizilien Ragusano und Piacentinu, aus Sardinien Pecorino Sardo und Fiore Sardo. Bei Wurst stehen im Norden Speck, Bresaola, Mortadella, Culatello und Cotechino, in der Mitte Finocchiona, Porchetta und Prosciutto di Norcia, im Süden Soppressata, Salsiccia und 'Nduja. Kaufen Sie in Salumerie kleine Mengen, lassen Sie schneiden und probieren, und lassen Sie Ihre Einkäufe vakuumieren, wenn Sie sie mit dem Flugzeug transportieren. Innerhalb der EU dürfen Sie Käse und Wurst für den privaten Gebrauch mitnehmen, bei der Einreise in die Schweiz gelten Mengenbegrenzungen.

Kaffee, Eis und Süßes

Der Espresso ist die Basis, ein Macchiato ergänzt etwas Milchschaum, der Caffè freddo in Apulien und Sizilien wird kalt und süß serviert. Gelato Artigianale sollte frisch und natürlich sein, in Sizilien essen Sie es in einer Brioche. Torrone aus Cremona, Panettone aus Mailand, Cantucci aus Prato und Pasticciotto aus Lecce sind Klassiker. Der Amaro nach dem Essen, etwa Averna aus Sizilien oder Montenegro aus Bologna, ist ein Verdauungsschnaps, ebenso Grappa aus Bassano.

Trüffel, Pilze und saisonale Feste

Die Trüffelsaison der Weißen Trüffel in Alba dauert von Oktober bis Dezember, mit der Trüffelmesse am Wochenende. Kastanien werden im Oktober in den Bergen geröstet, Olivenernte und neues Öl gibt es im November. Sagre, Dorffeste mit Festessen, finden zwischen Juni und Oktober fast überall statt und bieten Menüs für 15 bis 25 Euro.

Italien Geheimrestaurants abseits des Trubels

Trattoria und Osteria im Viertel

Eine Trattoria bietet Hausmannskost mit kurzer Karte in einem Familienbetrieb. Erkennen können Sie sie an einer Tafel mit Tagesgerichten, an Tischen mit Papiertischdecke, an italienischer Karte und an Einheimischen. Ein Menü mit Vorspeise, Pasta, Hauptgang und Wein kostet 25 bis 40 Euro. Die Osteria war ursprünglich eine Weinschenke und serviert heute einfache Gerichte, Wurst und Käse. In Rom sind Testaccio, San Lorenzo und Trastevere abseits der Hauptstraßen Adressen, in Florenz die Straßen von Oltrarno, in Venedig Cannaregio und Castello, in Bologna die Gassen östlich der Via Indipendenza.

Agriturismo: Küche vom Hof

Der Agriturismo muss einen Teil seiner Zutaten selbst herstellen, das Menü ist festgelegt und kostet 25 bis 40 Euro pro Person. Er ist in der Toskana, in Umbrien, Sizilien und Apulien besonders verbreitet. Reservieren Sie, denn er ist oft nur mit Anmeldung geöffnet und liegt abseits der Straße.

Pizzeria, Rosticceria und Straßenessen

Eine gute Pizzeria erkennen Sie am Holzofen und an einer kurzen Karte mit Margherita, Marinara und wenigen Sorten. In Neapel bestellen Sie eine ganze Pizza pro Person, sie kostet 5 bis 9 Euro. Straßenessen umfasst in Palermo Panelle, Kichererbsenfladen, und Pane con la milza, in Neapel Pizza a portafoglio und Cuoppo, gemischte Frittiertes in Papiertüte, in Florenz Lampredotto, in Rom Supplì. Für Sizilien gilt: Wer nicht in Palermo Straßenessen probiert, hat die Insel nicht gesehen.

Enoteca und Weinbar

Eine Enoteca schenkt Wein glasweise aus, dazu gibt es Wurst und Käse. Ein Glas kostet 3 bis 8 Euro, ein Teller Aufschnitt 10 bis 18 Euro. Fragen Sie nach regionalen Weinen, die Sie nirgendwo sonst finden, wie Nascetta, Verdicchio oder Grillo.

Was Einheimische essen gehen: Markt, Alimentari und Salumeria

Einheimische essen mittags häufig ein Panino aus der Salumeria, dem Feinkostladen, der Brötchen mit Aufschnitt, Käse und Gemüse belegt, für 4 bis 8 Euro. Ein Alimentari verkauft Lebensmittel und schneidet Schinken frisch, eine Rosticceria Grillhähnchen, Lasagne und Beilagen zum Mitnehmen, eine Pasticceria am Sonntagmorgen Gebäck für die Familie. Auf Märkten wie dem Mercato Centrale in Florenz, dem Mercato di Testaccio in Rom und dem Ballarò in Palermo bekommen Sie Straßenessen, frische Produkte und Gerichte an Ständen. Frühstück ist süß: Cornetto mit Creme oder Marmelade und Cappuccino, herzhaft gibt es kaum.

Essen gehen nach Städten: Was und wo

In Rom essen Sie Pasta cacio e pepe, Carbonara, Amatriciana und frittierte Artischocken in Trattorien von Testaccio, Trastevere und San Lorenzo, Pizza al taglio in Seitenstraßen. In Florenz gehören Bistecca, Ribollita und Lampredotto in die Gassen von Oltrarno und rund um die Märkte. In Venedig bestellen Sie Cicchetti und Baccalà in Bacari von Cannaregio, Fisch in Lokalen abseits des Rialto. In Neapel lohnen sich Pizza in der Altstadt, Fritti in kleinen Ständen und Meeresfrüchte in Chiaia. In Bologna serviert man Tortellini, Tagliatelle und Mortadella in Osterien rund um den Quadrilatero, in Palermo Straßenessen auf den Märkten, in Turin Aperitivo mit Buffet. In Mailand sind Risotto und Cotoletta in Trattorien der Viertel Brera und Navigli gut aufgehoben. Fragen Sie in Hotels nach Lokalen, in denen Mitarbeiter essen.

Essen gehen in Italien: Strukturierter Überblick der Gastronomie

Lokaltypen und Bedeutung

Ein Ristorante ist ein gehobenes Restaurant mit Weinkarte, eine Trattoria bodenständig und familiär, eine Osteria bietet Wein und einfache Speisen, eine Pizzeria Pizza und Pasta, eine Tavola calda warme Gerichte zum Mitnehmen, eine Enoteca Wein, eine Gelateria Eis, eine Pasticceria Gebäck und Törtchen, eine Bar Kaffee, Gebäck und Aperitif. Michelin Sterne besitzen in Italien weit über 300 Restaurants, die meisten in Lombardei, Toskana, Piemont und Kampanien.

Ablauf einer Mahlzeit

Ein vollständiges Essen umfasst Antipasto, Primo mit Pasta oder Reis, Secondo mit Fleisch oder Fisch, Contorno als Beilage und Dolce, danach Kaffee und Amaro. Keiner erwartet, dass Sie alle Gänge bestellen: Primo und Secondo oder Antipasto und Primo genügen. Wasser wird in Flaschen serviert, Wein als Karaffe im halben oder ganzen Liter. Die Rechnung müssen Sie verlangen, il conto per favore. Ein Coperto von 1 bis 4 Euro deckt Brot und Gedeck, Trinkgeld ist nicht Pflicht.

Zeiten, Preise und Reservierung

Restaurants öffnen von 12.30 bis 14.30 Uhr und von 19.30 bis 23 Uhr. Reservieren Sie am Wochenende und in Städten für den Abend, in kleinen Orten genügt ein Anruf am Mittag. Ruhetage sind häufig Sonntag und Montag. Kosten pro Person liegen in einer Trattoria bei 25 bis 40 Euro, in einem gehobenen Ristorante bei 60 bis 120 Euro, im Sterne Lokal bei 150 bis 300 Euro. Ein Mittagessen ist günstiger als ein Abendessen bei denselben Speisen.

Italien Ausflugsziele in der Umgebung der großen Städte

Italien Ausflüge ab Rom: Ostia Antica, Tivoli und die Castelli Romani

Ostia Antica ist die alte Hafenstadt Roms mit Thermen, einem Theater für 3000 Zuschauer, Mosaiken und Läden, die gut erhalten sind. Sie erreichen sie in rund 30 Minuten mit dem Vorortzug ab Bahnhof Porta San Paolo, für den Besuch benötigen Sie 2 bis 3 Stunden. Tivoli liegt 30 Kilometer östlich mit Villa Adriana und Villa d'Este, Busse fahren ab Ponte Mammolo in rund 50 Minuten. Die Castelli Romani in den Albaner Bergen, etwa Frascati, Castel Gandolfo und Nemi, bieten Weinschenken, Seen und die Sommerresidenz des Papstes. Orvieto ist in 1 Stunde 15 Minuten mit dem Zug erreichbar.

Italien Ausflüge ab Florenz: Siena, Pisa, Lucca und Chianti

Von Florenz fährt der Regionalzug nach Pisa in rund 1 Stunde und nach Lucca in etwa 1,5 Stunden. Siena erreichen Sie mit dem Bus in 1 Stunde 15 Minuten bis 1,5 Stunden. Im Chianti Gebiet zwischen Florenz und Siena führt die Straße SR222 Chiantigiana durch Greve, Panzano und Castellina, mit Weingütern und Hügeln. San Gimignano und Volterra liegen weiter westlich, das nahe Vinci zeigt das Geburtshaus von Leonardo da Vinci.

Italien Ausflüge ab Venedig: Padua, Verona, Treviso und Chioggia

Von Venedig Santa Lucia fährt der Zug nach Padua in 30 bis 45 Minuten, nach Verona in gut 1 Stunde 10 Minuten mit Schnellzug und nach Treviso in rund 35 Minuten. Treviso ist die Stadt des Prosecco und des Tiramisù mit Kanälen und Fischmarkt. Chioggia ist eine kleine Lagunenstadt, die als kleines Venedig gilt, Sie erreichen sie mit Bus und Boot in etwa 1 Stunde. Der Brenta Kanal verbindet Venedig mit Palladio Villen, die Sie mit Ausflugsbooten besuchen.

Italien Ausflüge ab Mailand: Comer See, Bergamo, Pavia und Cremona

Der Zug von Mailand nach Varenna am Comer See dauert rund 1 Stunde, von dort fahren Fähren nach Bellagio, Menaggio und Cadenabbia. Bergamo erreichen Sie in etwa 1 Stunde, die Certosa di Pavia mit dem Kartäuserkloster aus dem 15. Jahrhundert in 30 Minuten per Zug und Bus. Cremona ist die Stadt der Geigenbauer, in der Antonio Stradivari arbeitete. Die Stadt Como liegt nur 40 Minuten entfernt.

Italien Ausflüge ab Neapel: Pompeji, Herculaneum, Vesuv, Sorrent und Inseln

Die Vorortbahn Circumvesuviana fährt von Napoli Garibaldi nach Pompeji Scavi in rund 35 Minuten, nach Herculaneum in 15 Minuten und nach Sorrent in gut 1 Stunde. Fähren nach Capri brauchen 50 Minuten ab Molo Beverello, nach Ischia rund 1 Stunde, nach Procida 40 Minuten. Die Regionen um Paestum mit 3 griechischen Tempeln aus dem 6. und 5. Jahrhundert vor Christus erreichen Sie mit dem Zug in 1 bis 1,5 Stunden, den Königspalast von Caserta mit Park in 40 Minuten.

Italien Ausflüge ab Bologna, Palermo, Catania und Bari

Von Bologna erreichen Sie Modena in 30 Minuten, Parma in 1 Stunde und Ravenna in 1,5 Stunden. Ab Palermo fährt der Bus nach Monreale in 30 Minuten, der Zug nach Cefalù in 45 Minuten bis 1 Stunde. Ab Catania geht es zum Ätna und nach Taormina, die Zugfahrt an der Küste dauert etwa 45 Minuten. Ab Bari erreichen Sie Polignano a Mare in 30 Minuten, Alberobello in 1 Stunde 20 Minuten, Matera in 1 Stunde 30 Minuten mit dem Regionalzug oder Bus.

Italien Ausflüge ab Turin, Genua und Verona

Von Turin erreichen Sie das Schloss Venaria mit dem Bus in rund 30 Minuten und die Basilika von Superga mit der Zahnradbahn. Von Genua fährt der Zug nach Camogli in rund 30 Minuten und weiter nach Santa Margherita Ligure, ab dort fährt ein Boot nach Portofino und San Fruttuoso, einer Bucht mit Kloster, die nur zu Fuß oder mit dem Schiff erreichbar ist. Von Verona fährt der Bus in etwa 1 Stunde nach Sirmione und in rund 40 Minuten in die Weinregion Valpolicella mit Verkostungen von Amarone.

Italien Tagesausflüge mit realen Strecken und Routenbeschreibungen

Rom nach Neapel und Pompeji: Eine Tagestour

Wer früh startet, verbindet Pompeji und Neapel an 1 Tag. Der Frecciarossa fährt um 7 Uhr in rund 1 Stunde 10 Minuten nach Neapel Centrale, ein Regionalzug der Circumvesuviana bringt Sie nach Pompeji, wo Sie 3 bis 4 Stunden verbringen. Am Nachmittag essen Sie Pizza in Neapel und fahren am Abend zurück. Es ist ein langer Tag von 14 Stunden, doch machbar.

Florenz in die Toskana: Siena, San Gimignano und Chianti mit dem Auto

Von Florenz fahren Sie auf der SS2 und SR222 nach Siena, rund 80 Kilometer, mit Halt in Greve in Chianti und Castellina. In Siena besichtigen Sie Piazza del Campo, Dom und Torre del Mangia mit 400 Stufen. Am Nachmittag geht es auf der SR2 nach San Gimignano, 40 Kilometer, und zurück nach Florenz, weitere 60 Kilometer. Ein Mietwagen ist für diese Route nötig, Busse fahren seltener.

Val d'Orcia: Montepulciano, Pienza und Montalcino

Von Siena führt die Strecke über die SR2 nach San Quirico d'Orcia, dann nach Pienza, Montepulciano und Montalcino. Die Gesamtstrecke beträgt rund 130 Kilometer und braucht einen ganzen Tag. Halten Sie an den Aussichtspunkten mit Zypressenalleen, kosten Sie Pecorino in Pienza und Vino Nobile in Montepulciano.

Venedig nach Verona, Gardasee und zurück

Von Venedig Mestre fahren Sie in etwa 1 Stunde 15 Minuten nach Verona, besichtigen Arena, Piazza delle Erbe und Balkon der Julia in 3 Stunden und nehmen den Bus oder Zug nach Peschiera, dann das Schiff nach Sirmione. Die Rückfahrt führt am Abend nach Venedig. Diese Tagestour ist mit dem Zug möglich, aber lang.

Mailand zum Comer See: Como, Bellagio und Varenna

Fahren Sie mit dem Regionalzug von Mailand Cadorna nach Como, in rund 1 Stunde. Von der Uferpromenade nehmen Sie das Schiff nach Bellagio, rund 1,5 bis 2 Stunden, besuchen den Ort, setzen nach Varenna über und fahren mit dem Zug in 1 Stunde nach Mailand zurück. Ein Tagesticket für die Fähren kostet rund 25 bis 30 Euro.

Amalfiküste an 1 Tag mit dem Bus oder Boot

Von Sorrent fahren Busse der Gesellschaft SITA nach Positano, rund 1 Stunde, und weiter nach Amalfi, rund 50 Minuten. Alternativ verbinden Fähren Sorrent, Positano und Amalfi in rund 40 bis 80 Minuten. Die Straße hat 1 Fahrbahn mit Serpentinen und Verkehrschaos im Sommer, ein Mietwagen ist nicht ratsam. Am Nachmittag besuchen Sie Ravello per Bus ab Amalfi, 25 Minuten.

Bologna nach Ravenna und Turin in die Langhe

Von Bologna fahren Sie mit dem Regionalzug in rund 1,5 Stunden nach Ravenna und sehen in 4 Stunden die Mosaiken von San Vitale, Sant'Apollinare Nuovo, das Mausoleum der Galla Placidia und das Baptisterium der Arianer, ein Kombiticket lohnt. Von Turin führt die Straße in die Langhe nach Alba, rund 65 Kilometer, weiter nach Barolo und La Morra mit Weinproben. Die Fahrten sind mit Bus nur schwer möglich, ein Mietwagen oder eine geführte Tour ist sinnvoll.

Palermo nach Cefalù und Bari nach Matera

Von Palermo Centrale fährt der Zug nach Cefalù in rund 45 Minuten bis 1 Stunde, dort besichtigen Sie den normannischen Dom mit Mosaik, laufen durch die Altstadt und baden am Stadtstrand. Für den Rückweg planen Sie Abfahrten am späten Nachmittag ein. Von Bari fährt der Bus oder die Schmalspurbahn Ferrovie Appulo Lucane in rund 1,5 Stunden nach Matera, wo Sie die Sassi, die Felsenkirchen und die Kathedrale besuchen und den Sonnenuntergang von der Aussicht bei Belvedere Murgia Timone erleben.

Rom nach Orvieto und Civita di Bagnoregio

Von Rom Termini fährt der Zug nach Orvieto in 1 Stunde 15 Minuten. Sie besichtigen den Dom mit Mosaikfassade und den Brunnen des Heiligen Patrick, einen Schacht mit Doppelwendeltreppe von 1537. Danach fahren Sie mit dem Bus in 25 Minuten nach Bagnoregio und laufen über die Brücke nach Civita. Rückfahrt am späten Nachmittag.

Italien Reiseziele rund um das Urlaubsgebiet mit regionaler Erweiterung

Vatikan und San Marino

Vatikanstadt ist ein eigener Staat im Herzen Roms, den Sie zu Fuß betreten und für den Sie keine Grenzformalitäten benötigen. San Marino ist eine der ältesten Republiken der Welt und liegt auf dem Monte Titano bei Rimini, mit 3 Türmen und 61 Quadratkilometern. Sie erreichen die Stadt von Rimini mit dem Bus in rund 45 Minuten, sie ist ein Ausflugsziel mit Aussicht.

Schweiz, Slowenien und Frankreich

Von Como erreichen Sie Lugano in der Schweiz in rund 1 Stunde. Von Triest liegt die Grenze zu Slowenien nur 10 Kilometer entfernt, die Höhlen von Škocjan und die Hauptstadt Ljubljana sind in 1,5 Stunden erreichbar. Von Ventimiglia in Ligurien erreichen Sie die französische Riviera mit Menton in 15 Minuten, Nizza in rund 45 Minuten mit dem Zug.

Malta, Korsika und die Inseln

Von Pozzallo auf Sizilien fährt eine Schnellfähre nach Valletta auf Malta in etwa 1,5 bis 2 Stunden. Korsika erreichen Sie von Sardinien in 50 Minuten, von Livorno und Genua in mehreren Stunden. Die Liparischen Inseln mit Vulcano, Lipari, Salina und Stromboli sind von Milazzo oder Neapel per Tragflügelboot zu erreichen. Die Pelagischen Inseln mit Lampedusa liegen näher an Afrika als an Sizilien.

Kurze Etappen zwischen den Regionen

Zwischen den Hauptzielen liegen ruhige Orte: zwischen Rom und Florenz Orvieto und Arezzo, zwischen Florenz und Bologna die Landschaft Mugello, zwischen Bologna und Venedig Ferrara mit der Estensischen Burg und Padua, zwischen Neapel und Apulien das Bergland der Irpinia mit Trüffeln und Wein. Wer mit dem Auto reist, plant solche Übernachtungen ein und spart lange Fahrten.

Die Seen im Norden: Gardasee, Comer See und Lago Maggiore

Der Gardasee misst rund 370 Quadratkilometer und wird von Bergen im Norden und Hügeln im Süden gerahmt. Im Süden liegen Sirmione mit Scaligerburg und Grotten des Catull, Peschiera und Gardaland, am Ostufer Bardolino mit Wein und Malcesine mit Seilbahn auf den Monte Baldo, im Norden Riva del Garda und Torbole, ein Zentrum für Windsurfen und Segeln dank der Winde Peler am Morgen und Ora am Nachmittag. Fähren verbinden die Ufer, die Fahrt von Peschiera nach Riva dauert mit dem Schnellboot rund 2,5 Stunden. Der Comer See ist tiefer und enger, mit Bellagio auf der Landzunge, Varenna mit Gärten, Menaggio mit Strand und Como mit Seilbahn nach Brunate. Die Villa del Balbianello und die Villa Carlotta gehören zu den Höhepunkten, der Wanderweg Greenway del Lago verbindet Dörfer am Westufer. Am Lago Maggiore erreichen Sie von Stresa die Borromäischen Inseln in 10 bis 20 Minuten mit dem Boot, die Seilbahn auf den Mottarone in 1492 Metern Höhe und die Gärten der Villa Taranto in Verbania. Die Statue San Carlone bei Arona misst rund 35 Meter. Autos sind auf den engen Uferstraßen im Sommer langsam, nutzen Sie Fähren und Züge.

Skigebiete: Dolomiti Superski, Livigno und Cervinia

Italien besitzt bekannte Skigebiete in Alpen und Dolomiten. Der Verbund Dolomiti Superski umfasst 12 Skigebiete mit rund 1200 Pistenkilometern und 1 gemeinsamen Skipass, darunter Gröden, Alta Badia, Kronplatz, Cortina d'Ampezzo und das Fassatal. Die Sellaronda ist eine Skirundtour von rund 40 Kilometern um das Sella Massiv, die Sie in 4 bis 6 Stunden fahren, in beide Richtungen, und die 4 Pässe verbindet. Livigno liegt auf rund 1800 Metern und ist zollfreies Gebiet, Bormio und Sestriere bieten Pisten mit Geschichte, Cervinia am Matterhorn ist bis in den Sommer schneesicher und mit Zermatt verbunden. Ein Tagesskipass kostet 60 bis 85 Euro, die Saison dauert von Anfang Dezember bis Anfang April. Reservieren Sie Unterkünfte für die Wochen um den Jahreswechsel und Fasching früh, in den Wochen im Januar sind die Preise günstiger.

Thermen und Wellness

Italien ist reich an Thermalquellen. Die Terme di Saturnia in der südlichen Toskana besitzen ein Wasser von 37,5 Grad, das aus einer Quelle über kleine Kaskaden rinnt und in Naturbecken, den Cascate del Mulino, gratis nutzbar ist, während das Kurhotel Eintritt verlangt. Bagno Vignoni und San Casciano dei Bagni sind ebenfalls in der Toskana, Montecatini Terme wurde 2021 mit anderen Kurstädten Europas Welterbe. Abano Terme und Montegrotto bei Padua sind Kurorte mit Schlammpackungen, Ischia mit den Poseidon Gärten und Bormio und Meran in den Alpen mit Bädern. Eintritt in Thermenparks kostet 25 bis 60 Euro pro Tag, Handtuch und Badekappe sind manchmal Pflicht.

Radfahren, Vespa und Motor Valley

Italien ist Radland: Die Via Claudia Augusta führt von der Donau nach Venedig, Etschradwege verbinden Reschenpass und Verona, die Toskana ist Ziel von Rennradlern, das Eroica Rennen im Chianti mit Rädern von vor 1987 zieht Tausende an. Leihräder und E Bikes kosten 25 bis 50 Euro pro Tag. Vespa Touren in Rom und der Toskana werden mit Führer angeboten. In der Motor Valley zwischen Modena und Bologna besuchen Sie die Museen von Ferrari in Maranello und Modena, Lamborghini in Sant'Agata Bolognese und Ducati in Borgo Panigale.

Einkaufen: Saldi, Märkte und Outlets

Der Ausverkauf, Saldi, beginnt zu Jahresanfang und im Juli, die Regeln legen die Regionen fest, Preise sinken um 30 bis 70 Prozent. Outlets wie Serravalle bei Genua, Barberino bei Florenz, Fidenza Village bei Parma und Castel Romano bei Rom bieten Mode zu reduzierten Preisen. Märkte wie der Porta Portese in Rom am Sonntag, der Mercato di San Lorenzo in Florenz und der Rialto Markt in Venedig bieten Waren zu verhandelbaren Preisen. Lebensmittel wie Olivenöl, Pecorino, Nudeln, Balsamico und Wein kaufen Sie in Feinkostläden und bei Produzenten, prüfen Sie Herkunftssiegel wie DOP und IGP.

Italien schönste Strände und Buchten der Region mit Zugängen und Lage

Sardinien und Sizilien

Die schönsten Buchten Sardiniens liegen an Costa Smeralda, La Maddalena, Golf von Orosei und der Südwestküste, mit Stränden wie La Pelosa bei Stintino, Cala Goloritzé und Cala Luna. Sizilien bietet die Isola Bella bei Taormina, den Strand von San Vito lo Capo mit weißem Sand, die Scala dei Turchi und die Reserve Zingaro. Auf den Ägadischen Inseln ist die Cala Rossa auf Favignana ein Beispiel für türkises Wasser, auf Lampedusa der Kaninchenstrand Spiaggia dei Conigli.

Apulien und Kalabrien

Apulien besitzt die längste Küste des Festlands mit rund 800 Kilometern. Polignano a Mare hat die Bucht Lama Monachile zwischen Felsen, Torre dell'Orso den Strand mit den Faraglioni Felsen, Porto Selvaggio einen Naturpark mit Kiefernwäldern und Buchten, Baia dei Turchi bei Otranto weißen Sand. Am Gargano liegt Vieste mit Felsformationen. Kalabrien bietet Tropea mit weißem Sand und Felsen mit der Kirche Santa Maria dell'Isola, Capo Vaticano und Scilla.

Amalfiküste, Cilento und Inseln

An der Amalfiküste sind Strände klein und meist mit Eintritt, wie Fornillo in Positano oder Marina Grande. Der Fjord von Furore ist eine Bucht unter einer Brücke, die Bucht von Ieranto bei Nerano ist ein Naturschutzgebiet. Capri hat Marina Piccola mit Felsen. Im Cilento sind Palinuro und Marina di Camerota naturbelassen, an der Küste Latiums bieten Sperlonga und Gaeta Sandstrände. Ischia hat die Buchten Maronti und Sorgeto mit heißen Quellen.

Toskana, Ligurien und Elba

Die Toskanische Küste hat Cala Violina bei Follonica, einen Sandstrand im Naturpark, dessen Sand unter den Füßen singt, und die Buchten von Baratti und Punta Ala. Elba bietet Buchten wie Sansone und Fetovaia. In Ligurien liegen die Baia del Silenzio bei Sestri Levante, Paraggi bei Portofino und Bergeggi. Die Cinque Terre haben kleine Kiesstrände in Monterosso und Vernazza.

Adria und Norden

Die Adriaküste zwischen Rimini, Riccione, Cesenatico und Ravenna besteht aus breiten flachen Sandstränden mit Strandbädern, Bagni, für Familien ideal, mit Vergnügungsparks und Radwegen. Jesolo, Sottomarina und der Lido von Venedig sind die Strände der Lagune. Am Gardasee sind Sirmione mit dem Strand Jamaica und Torri del Benaco beliebt, am Comer See der Lido von Menaggio, jeweils mit Kies oder Wiese.

Strandbäder, Preise und Regeln an Adria und Riviera

An Adria und Riviera sind die Strände in Bagni unterteilt, mit Reihen von Liegen und Schirmen. Die 1. Reihe direkt am Wasser kostet in Rimini und Riccione 20 bis 35 Euro pro Tag, in Versilia und Ligurien 30 bis 60 Euro, in Capri und an der Costa Smeralda mehr. Halbe Tage und Wochenkarten senken den Preis. Die Betriebe bieten Duschen, Umkleiden, Bars und Rettungsschwimmer. Wer keinen Platz mieten möchte, nutzt Spiagge libere ohne Ausstattung, meist am Rand der Bagni. Hunde sind an vielen Stränden verboten, ausgewiesene Hundestrände sind Ausnahmen.

Wassersport: Tauchen, Segeln und Kajak

Zu den besten Tauchgebieten zählen der Meeresschutzpark Portofino, die Tremiti Inseln, Ustica, die Ägadischen Inseln, das Meeresschutzgebiet von Capo Carbonara und Tavolara in Sardinien und die Bucht von Neapel mit Unterwasserruinen bei Baia. Tauchschulen bieten Schnuppertauchen ab 60 bis 90 Euro und Kurse an. Segeltörns starten in Ligurien, Sizilien, Sardinien und in der Adria, Kajaktouren führen an die Felsküsten der Cinque Terre, Amalfis und Apuliens. Kitesurfen und Windsurfen finden Sie am Gardasee bei Torbole und in Sizilien bei Marsala und Trapani.

Regeln und Zugang zu Stränden

Die Strände bis zur Wasserlinie sind grundsätzlich öffentlich, auch vor Strandbädern haben Sie einen Streifen von wenigen Metern zum Durchgehen. Viele Buchten sind Naturschutzgebiete, in denen Betreten oder Ankern geregelt ist. Muscheln und Sand dürfen nicht mitgenommen werden, Bußgelder gehen bis 3000 Euro. Die Badesaison der Strandbäder dauert von Mai bis Ende September, Rettungsschwimmer sind meist ab 9 Uhr im Dienst.

Italien Pflanzenwelt, Vegetation und Landschaftsstruktur

Mittelmeer Vegetation: Macchia, Pinien und Zypressen

Die Italien Vegetation der Küsten und Hügel ist mediterran geprägt. Die Macchia bedeckt Küsten mit Myrte, Mastixstrauch, Zistrose und Erdbeerbaum, Pinien mit ihren Schirmkronen säumen die Küsten Latiums und der Toskana, und Zypressen betonen Alleen und Friedhöfe. Steineichen, Korkeichen und Kiefern bilden Wälder auf Sardinien und im Süden. Oleander und Agaven wachsen an der Riviera und in Sizilien.

Olivenhaine, Weinberge und Kulturland

Olivenbäume prägen Apulien, Toskana, Ligurien und Sizilien, einzelne Exemplare in Apulien sind mehrere Jahrhunderte alt. Weinberge bedecken Hügel von Piemont bis Sizilien, die Terrassen der Cinque Terre und die Hänge der Südtiroler Weinstraße. Zitronen der Amalfiküste, die groß und dickschalig sind, und Blutorangen vom Ätna, die Sorte Tarocco, sind besondere Kulturen. In der Poebene wächst Reis, Italien ist der größte Reiserzeuger Europas.

Landschaftsstruktur: Terrassen, Hügel, Ebenen und Gebirge

Italien ist zu rund 75 Prozent Hügel und Gebirge. Terrassenkulturen an der Amalfiküste, in den Cinque Terre, auf Pantelleria und im Aostatal wurden durch Handarbeit angelegt. Die Hügel der Toskana, Umbriens, der Marken und des Piemont zeigen Felder in Streifen, Weinberge und Zypressenalleen. Die Poebene ist flach und landwirtschaftlich, mit Reisfeldern, Mais und Weizen, und von Kanälen durchzogen. Der Apennin bildet ein Rückgrat mit Buchenwäldern und Hochebenen. Diese Gliederung erklärt die Vielfalt der Küche und der Landschaftsbilder von Region zu Region.

Berge: Buchen, Kastanien und Alpenflora

Der Apennin trägt Buchen und Kastanienwälder, in den Alpen und Dolomiten folgen Lärchen, Zirbelkiefern und Fichten. Im Oktober färben sich die Lärchen gelb. Alpenblumen wie Edelweiß, Enzian und Alpenrosen blühen im Juni und Juli, die Bergwiesen der Seiser Alm sind dann bunt. Bei Castelluccio in Umbrien blühen im Juni und Juli Mohn, Kornblumen und Linsen in Feldern, ein Naturschauspiel.

Vulkanlandschaften und Dünen

Auf den Hängen des Ätna wachsen Kastanien, Birken und Kiefern, darüber beginnen Lava und Aschefelder. Am Vesuv wachsen Ginster und Kiefern, auf den Liparischen Inseln Kapern, deren Knospen als Spezialität gelten. Küstendünen mit Wacholder gibt es bei Circeo, Sabaudia und in Sardinien. Sizilien besitzt Feigenkakteen und Salinen bei Trapani, in denen rosa Flamingos rasten.

Tiere und Schutzgebiete

Italien hat 25 Nationalparks. Der Gran Paradiso ist das Reich der Steinböcke, die Abruzzen der Marsischen Braunbären und Wölfe, die Dolomiten des Murmeltiers und der Gämse. Im Meer leben Delfine, Meeresschildkröten und Thunfisch, im Toskanischen Archipel bei Pelagos gibt es ein Walschutzgebiet. Wandern in Nationalparks unterliegt Regeln: Markierte Wege nicht verlassen, keine Pflanzen pflücken, keine Hunde ohne Leine.

Italien schönste Wanderwege und Wanderungen mit echten Streckenverläufen

Die Italien Wanderwege reichen von Küstenpfaden über Höhenwege in den Alpen bis zu Fernwanderwegen durch den Apennin. Die folgenden Touren enthalten echte Streckenverläufe, Gehzeiten, Höhenmeter und Hinweise zu Zugängen und Reservierungen.

Italien Wanderung in den Dolomiten: Tre Cime di Lavaredo

Die Rundwanderung um die Drei Zinnen beginnt an der Auronzo Hütte auf 2320 Metern und misst rund 10 Kilometer mit 400 Höhenmetern und 3 bis 4 Stunden Gehzeit. Der Weg führt zur Lavaredo Hütte, zur Locatelli Hütte und zurück, mit Blick auf die Nordwände. Die Zufahrt über eine Mautstraße kostet um 30 Euro pro Auto, im Juli und August ist der Parkplatz früh voll. Der Weg ist für Familien geeignet, festes Schuhwerk ist Pflicht.

Alta Via 1 und Höhenwege der Dolomiten

Die Alta Via 1 verläuft vom Pragser Wildsee bis nach Belluno über rund 120 Kilometer und 10 bis 12 Tage, zwischen Hütten wie Fanes, Lagazuoi und Nuvolau. Übernachten Sie in Rifugi mit Halbpension und reservieren Sie ab Frühjahr. Kürzere Touren bietet die Seiser Alm mit dem Schlern, die Gröden Wanderung zur Seceda mit Blick auf die Geislerspitzen und die Wanderung zum Lago di Sorapis.

Sentiero degli Dei an der Amalfiküste

Der Götterweg führt von Bomerano nach Nocelle über rund 8 Kilometer und 3 bis 4 Stunden und liegt rund 500 Meter über dem Meer. Er bietet Blicke auf Positano und Capri, Terrassen mit Zitronen und einfache Wegabschnitte, am Ende steigen Sie 1500 Stufen hinab nach Positano. Beginnen Sie früh und nehmen Sie Wasser mit, denn Einkehrmöglichkeiten sind selten.

Cinque Terre: Sentiero Azzurro und Höhenwege

Der Weg von Monterosso nach Vernazza dauert 1,5 bis 2 Stunden mit steilen Treppen, von Vernazza nach Corniglia rund 1,5 Stunden, von Corniglia nach Manarola 1 Stunde. Einige Wegabschnitte sind kostenpflichtig, mit der Cinque Terre Card, die auch Züge einschließt, bezahlen Sie 1 Mal. Der Höhenweg Sentiero Rosso bietet ruhigere Abschnitte, aber mehr Höhenmeter. Bei Regen können Wege gesperrt sein.

Via degli Dei, Via Francigena und Fernwanderwege

Die Via degli Dei verbindet Bologna und Florenz in 4 bis 5 Tagen über rund 130 Kilometer durch den Apennin. Die Via Francigena führt von Canterbury nach Rom, der italienische Abschnitt beginnt im Aostatal und führt durch Toskana und Latium, Teilstücke wie Siena nach San Quirico d'Orcia eignen sich für 2 bis 3 Tage. Der Sentiero Italia, ein Weg durch das ganze Land, misst rund 7000 Kilometer.

Vulkane: Ätna, Vesuv und Stromboli

Auf den Vesuv führt ein Weg von rund 800 Höhenmetern ab dem Parkplatz mit 30 Minuten Gehzeit, Sie müssen ein Ticket im Voraus buchen. Auf dem Ätna erreichen Sie mit Seilbahn und Geländebus rund 2900 Meter, darüber sind Gipfelkrater nur mit Führung erlaubt. Der Stromboli lässt sich am späten Nachmittag in 3 Stunden bis auf 400 Meter mit Führer ersteigen, um die Ausbrüche in der Dämmerung zu sehen.

Aostatal, Gran Paradiso und Monte Rosa

Im Aostatal verläuft die Alta Via 1 über rund 140 Kilometer in 10 bis 12 Tagen zwischen Courmayeur und Donnas, für Tagesgäste empfehlen sich die Rundtour um das Rifugio Elisabetta am Mont Blanc und die Wege zum Lago di Loie im Gran Paradiso Park, an dem Sie Steinböcke sehen. Der Tour du Mont Blanc führt in rund 170 Kilometern durch Italien, Frankreich und die Schweiz, meist in 7 bis 10 Tagen, mit Unterkünften in Hütten. Am Monte Rosa führen Wege von Alagna und Gressoney zu Hütten auf 2500 Metern.

Ätna, Gargano, Abruzzen und Elba

Der Ätna erlaubt Wanderungen auf Aschefeldern bis zu den Silvestri Kratern in 2 Stunden ab der Seilbahn. Im Gargano führt der Sentiero dei Faggi durch die Foresta Umbra, an der Küste verbinden Wege Buchten bei Vieste. Im Gran Sasso Massiv erreicht der Aufstieg zum Corno Grande 2912 Meter in 8 Stunden, mit Klettereinlagen. Auf Elba führt die Grande Traversata Elbana über rund 60 Kilometer von Cavo bis Pomonte, die Wanderung auf den Monte Capanne dauert 4 Stunden.

Hütten, Reservierung und Ausrüstung in den Bergen

Berghütten, Rifugi, bieten Betten in Mehrbettzimmern, Halbpension mit Suppe, Pasta und Fleisch und Frühstück. Reservieren Sie im Sommer mehrere Wochen im Voraus, vor allem für Alta Via 1, Tour du Mont Blanc und Hütten in den Dolomiten. Bargeld ist nötig, Dusche und Handyladen kosten Aufpreis, ein Hüttenschlafsack ist Pflicht. Rechnen Sie mit 55 bis 90 Euro pro Person mit Halbpension. Zur Ausrüstung gehören Wanderschuhe, Regenjacke, Mütze, Sonnenschutz, Wanderstöcke, Wasserflasche und Karte. Für Klettersteige brauchen Sie Gurt, Helm und Klettersteigset, das Sie in Bergsportgeschäften leihen.

Weitere Touren und Sicherheitsregeln

Der Gran Paradiso bietet Tagestouren wie zum Lago di Loie und zur Rifugio Vittorio Sella, der Monte Baldo am Gardasee eine Seilbahn ab Malcesine, die Abruzzen den Gran Sasso mit dem Plateau Campo Imperatore. Für alle Bergtouren gilt: Starten Sie früh, denn am Nachmittag ziehen im Sommer Gewitter auf, tragen Sie Wanderschuhe, führen Sie 2 bis 3 Liter Wasser mit und prüfen Sie den Wetterbericht. Der Bergrettungsnotruf lautet 112. Klettersteige, Vie ferrate, erfordern Helm, Gurt und Set und erfahrene Begleitung.

Italien Reiserouten für verschiedene Aufenthaltsdauern

Jede Italien Reiseroute steht und fällt mit den Wegen zwischen den Städten. Die Hochgeschwindigkeitszüge verbinden die großen Ziele in Zeiten, die den Ortswechsel zur Halbtagesetappe machen: Mailand nach Venedig in rund 2,5 bis 3 Stunden, Venedig nach Bologna in 1,5 Stunden, Bologna nach Florenz in 35 Minuten, Florenz nach Rom in rund 1,5 Stunden, Rom nach Neapel in gut 1 Stunde. Jede Italien Route in diesem Kapitel nutzt diese Achse und ist ohne Mietwagen machbar, lediglich für die Toskana, Apulien, Sizilien und die Dolomiten sind Auto oder Fahrer sinnvoll. Buchen Sie Zeitfenster für Colosseum, Vatikan, Uffizien, Accademia, Galleria Borghese und das Abendmahl, sobald Ihre Route feststeht.

Italien 3 Tage Reiseroute kompakt: Rom in 3 Tagen

Tag 1: Sie starten um 8.30 Uhr am Colosseum, gehen durch das Forum Romanum auf den Palatin und steigen zum Kapitol mit der Piazza del Campidoglio. Nach dem Mittagessen in den Gassen rund um den Campo de' Fiori spazieren Sie zum Pantheon und zur Piazza Navona. Den Abend verbringen Sie in Trastevere mit Pasta all'Amatriciana in einer Trattoria.

Tag 2: Um 8 Uhr beginnen Sie im Vatikan mit den Vatikanischen Museen und der Sixtinischen Kapelle, danach folgen der Petersdom und wahlweise die Kuppel mit 551 Stufen. Zu Mittag essen Sie im Viertel Prati, wo Lokale günstiger sind als am Petersplatz. Am Nachmittag gehen Sie über die Engelsbrücke am Kastell vorbei zum Trevi Brunnen und zur Spanischen Treppe, den Sonnenuntergang erleben Sie an der Terrasse der Kirche Trinità dei Monti.

Tag 3: Mit Reservierung besuchen Sie die Galleria Borghese und spazieren durch den Park zum Pincio, einer Terrasse mit Blick auf die Piazza del Popolo. Nach dem Mittagessen in Testaccio fahren Sie mit Bus 118 auf die Via Appia Antica zu den Katakomben oder mit dem Zug nach Ostia Antica, je nach Abflugzeit. Zum Flughafen nehmen Sie den Leonardo Express ab Termini.

Italien 5 Tage Reiseroute intensiv: Rom und Florenz

Tag 1: Colosseum, Forum Romanum und Palatin am Vormittag, Kapitol, Campo de' Fiori und Pantheon am Nachmittag, Abendessen in Trastevere.

Tag 2: Vatikanische Museen, Sixtinische Kapelle und Petersdom am Vormittag, Engelsburg, Piazza Navona, Trevi Brunnen und Spanische Treppe am Nachmittag.

Tag 3: Galleria Borghese mit Reservierung, Villa Borghese und Pincio, danach Testaccio zum Mittagessen und am Nachmittag die Via Appia Antica mit den Katakomben.

Tag 4: Um 8 Uhr fahren Sie mit dem Frecciarossa in rund 1,5 Stunden nach Florenz und gehen vom Bahnhof Santa Maria Novella zum Dom. Sie besteigen mit Zeitfenster die Kuppel, besichtigen das Baptisterium und essen in der Markthalle Mercato Centrale. Am Nachmittag folgen die Piazza della Signoria, die Ponte Vecchio und der Aufstieg zum Piazzale Michelangelo für den Sonnenuntergang.

Tag 5: Am Morgen besuchen Sie die Uffizien, danach die Accademia mit dem David. Nach dem Mittagessen in Santo Spirito bleibt Zeit für den Palazzo Pitti und die Boboli Gärten. Wer in Pisa abfliegt, fährt am Abend in rund 1 Stunde per Zug zum Flughafen Pisa.

Italien 7 Tage Reiseroute klassisch: Rom, Florenz und Venedig

Tag 1: Ankunft in Rom, Spaziergang zu Pantheon, Piazza Navona und Trevi Brunnen, Abendessen in Trastevere.

Tag 2: Colosseum, Forum Romanum und Palatin am Vormittag, Kapitol und Campo de' Fiori am Nachmittag.

Tag 3: Vatikanische Museen, Sixtinische Kapelle und Petersdom, am Nachmittag die Engelsburg und die Spanische Treppe.

Tag 4: Fahrt mit dem Frecciarossa in rund 1,5 Stunden nach Florenz. Am Nachmittag besichtigen Sie Dom, Baptisterium und Piazza della Signoria, am Abend gehen Sie zum Piazzale Michelangelo.

Tag 5: Uffizien am Morgen, Accademia am späten Vormittag, Nachmittag in Oltrarno mit Ponte Vecchio, Santo Spirito und Palazzo Pitti. Alternativ ersetzen Sie einen Halbtag durch einen Ausflug nach Siena oder Pisa.

Tag 6: Fahrt mit dem Frecciarossa in rund 2 Stunden nach Venedig Santa Lucia. Nach dem Ablegen des Gepäcks fahren Sie mit dem Vaporetto Linie 1 über den Canal Grande, besichtigen am Nachmittag Markusplatz und Basilika und essen abends Cicchetti in einem Bacaro in Cannaregio.

Tag 7: Früh am Dogenpalast, danach Rialtobrücke und Fischmarkt. Bei ausreichend Zeit fahren Sie mit dem Vaporetto in rund 45 Minuten nach Burano oder Murano. Zum Flughafen Marco Polo nehmen Sie den Bus ab Piazzale Roma, Fahrzeit 20 Minuten.

Italien 10 Tage Reiseroute mit erweiterten Ausflügen: Venedig bis Neapel

Tag 1: Ankunft in Venedig, Fahrt mit dem Vaporetto Linie 1 über den Canal Grande, Markusplatz und Basilika, Abendessen in Cannaregio.

Tag 2: Dogenpalast am Morgen, Rialtobrücke und Markt, Nachmittag mit dem Vaporetto nach Burano und Torcello.

Tag 3: Fahrt in 1,5 Stunden nach Bologna. Sie essen Tortellini in Brodo, steigen auf den Turm Asinelli mit 498 Stufen und gehen unter den Portiken zur Piazza Maggiore.

Tag 4: Fahrt in 35 Minuten weiter nach Florenz, Nachmittag am Dom, an der Piazza della Signoria und an der Ponte Vecchio.

Tag 5: Uffizien und Accademia am Vormittag, Nachmittag in Oltrarno, mit San Miniato und dem Sonnenuntergang am Piazzale Michelangelo.

Tag 6: Tagesausflug ins Chianti oder nach Siena und San Gimignano, mit dem Bus oder Mietwagen.

Tag 7: Fahrt nach Rom, am Nachmittag Pantheon, Piazza Navona und Trevi Brunnen.

Tag 8: Colosseum, Forum Romanum und Palatin am Vormittag, Vatikan am Nachmittag.

Tag 9: Galleria Borghese oder Via Appia Antica am Vormittag, danach Fahrt nach Neapel und Pizza in der Altstadt.

Tag 10: Mit der Circumvesuviana in 35 Minuten nach Pompeji, am Nachmittag zurück zum Flughafen Neapel. Wer stattdessen die Amalfiküste sehen möchte, verkürzt Florenz um 1 Tag.

Italien 14 Tage Reiseroute mit vollständiger Regionserkundung: Von den Alpen bis zum Golf von Neapel

Tag 1: Ankunft in Mailand, Dom mit Dachterrasse, Galleria Vittorio Emanuele II und Scala, Abendessen im Viertel Brera.

Tag 2: Letztes Abendmahl mit Reservierung, Castello Sforzesco, Aperitivo an den Navigli.

Tag 3: Fahrt mit dem Zug in rund 1 Stunde nach Varenna am Comer See, mit der Fähre nach Bellagio, Rückfahrt am Abend.

Tag 4: Fahrt nach Verona mit Zwischenstopp in Sirmione am Gardasee, Arena und Piazza delle Erbe, am Abend weiter nach Venedig.

Tag 5: Markusplatz, Basilika, Dogenpalast und Rialtobrücke, abends Cicchetti in Cannaregio.

Tag 6: Ausflug zu den Inseln der Lagune mit Murano, Burano und Torcello, Rückkehr über Dorsoduro.

Tag 7: Fahrt in rund 1,5 Stunden nach Bologna, Altstadt, Tagliatelle al ragù und Turm Asinelli.

Tag 8: Fahrt in 35 Minuten nach Florenz, Dom, Baptisterium, Piazza della Signoria und Piazzale Michelangelo.

Tag 9: Uffizien und Accademia, am Nachmittag Oltrarno und Palazzo Pitti.

Tag 10: Ausflug in die Toskana nach Siena, ins Chianti, nach San Gimignano oder Pisa.

Tag 11: Fahrt nach Rom, am Nachmittag Pantheon, Piazza Navona und Trevi Brunnen.

Tag 12: Colosseum, Forum Romanum und Palatin am Morgen, Vatikan am Nachmittag.

Tag 13: Fahrt mit dem Frecciarossa in 1 Stunde 10 Minuten nach Neapel, Altstadt und Pizza.

Tag 14: Pompeji am Morgen, danach per Bahn nach Sorrent oder mit der Fähre nach Capri, am Abend zum Flughafen Neapel.

Italien Auto Route 1: Toskana in 7 Tagen

Tag 1: Start in Florenz, Fahrt auf der Chiantigiana durch Greve, Panzano und Castellina, rund 80 Kilometer, Weinproben und Übernachtung in Siena.

Tag 2: Siena mit Piazza del Campo, Dom und Torre del Mangia.

Tag 3: Val d'Orcia: Von Siena fahren Sie nach Montalcino, rund 45 Kilometer, weiter nach Pienza, 25 Kilometer, und zum Thermalort Bagno Vignoni.

Tag 4: Montepulciano mit Vino Nobile, rund 13 Kilometer, dann nach Cortona, rund 50 Kilometer.

Tag 5: Arezzo, rund 30 Kilometer, danach über Anghiari nach San Gimignano.

Tag 6: Volterra und Pisa, rund 100 Kilometer.

Tag 7: Lucca und Weiterfahrt zum Flughafen Pisa oder zurück nach Florenz.

Italien Auto Route 2: Apulien und Basilikata in 7 Tagen

Tag 1: Landung in Bari, Altstadt Bari Vecchia, dann 35 Kilometer nach Polignano a Mare mit Klippen und Grotten.

Tag 2: Alberobello und Locorotondo im Valle d'Itria, rund 35 Kilometer weiter, dann Ostuni, rund 45 Kilometer.

Tag 3: Fahrt über 80 Kilometer nach Lecce, Barock und Pasticciotto zum Frühstück.

Tag 4: Über Otranto, rund 45 Kilometer, zur Küste nach Santa Maria di Leuca, 50 Kilometer weiter, und über Gallipoli zurück nach Lecce.

Tag 5: Küste bei Torre dell'Orso und Porto Selvaggio.

Tag 6: Fahrt in rund 2,5 Stunden nach Matera, Sassi und Übernachtung in einem Höhlenhotel.

Tag 7: Rückfahrt in rund 1 Stunde 20 Minuten nach Bari.

Italien Auto Route 3: Sizilien in 7 Tagen

Tag 1: Palermo mit Normannenpalast, Kathedrale, Kapuzinerkatakomben und Ballarò Markt.

Tag 2: Fahrt 70 Kilometer nach Cefalù, bei Zeit zum Tempel von Segesta.

Tag 3: Fahrt in rund 3 Stunden an der Nordküste nach Taormina, griechisches Theater.

Tag 4: Ätna, rund 1,5 Stunden bis zum Rifugio Sapienza auf 1900 Metern mit Seilbahn und Geländebus, Übernachtung in Catania.

Tag 5: Syrakus, rund 65 Kilometer, mit Ortygia und Archäologischem Park.

Tag 6: Über Noto und Modica nach Agrigent, rund 200 Kilometer, Tal der Tempel am Abend.

Tag 7: Über Trapani und Erice zurück nach Palermo, rund 280 Kilometer, ein langer Tag.

Italien Auto Route 4: Dolomiten und Südtirol in 7 Tagen

Tag 1: Landung in Verona oder Innsbruck, Fahrt nach Bozen mit dem Ötzi Museum.

Tag 2: Seilbahn auf den Ritten oder nach Kastelruth zur Seiser Alm, wo die Straße tagsüber für Autos gesperrt ist.

Tag 3: Fahrt 40 Kilometer nach St. Ulrich in Gröden, Wanderung zur Seceda.

Tag 4: Sellaronda per Auto, rund 60 Kilometer über Grödner Joch, Campolongo, Pordoi und Sellajoch.

Tag 5: Cortina d'Ampezzo, rund 50 Kilometer, und Lago di Sorapis.

Tag 6: Wanderung um die Drei Zinnen, Zufahrt über die Mautstraße ab Misurina.

Tag 7: Pragser Wildsee und über Brixen und das Kloster Neustift zurück nach Bozen oder Verona.

Italien Route zusammenstellen: Regeln für eigene Kombinationen

Wer Bausteine kombinieren möchte, sollte 3 Regeln beachten. Planen Sie pro Stadt mindestens 2 Tage, denn jede Ankunft und Abfahrt kostet einen halben. Vermeiden Sie mehr als 1 Ortswechsel alle 2 Tage. Legen Sie große Reservierungen auf Vormittage, denn die Nachmittage sind wegen Hitze und Menschen für Spaziergänge, Märkte und Essen besser geeignet. Wer die Regionen im Süden mit dem Auto erkunden will, plant 4 bis 5 Tage für Apulien und Basilikata mit Standorten in Lecce, Alberobello und Matera oder 6 bis 7 Tage für Sizilien mit Palermo, Cefalù, Taormina, Syrakus und Agrigent.

Praktische Italien Reisetipps: Parken, Verkehr, Preise, Verhalten und lokale Regeln

Mit dem Auto durch Italien: Regeln und Kosten

In Italien gilt Rechtsverkehr. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 50 Stundenkilometer innerorts, 90 außerorts, 110 auf Schnellstraßen und 130 auf Autobahnen, bei Regen 110 beziehungsweise 90. Die Fahrzeugbeleuchtung muss außerhalb geschlossener Ortschaften auch am Tag eingeschaltet sein, Warnweste und Warndreieck gehören ins Auto, und vom 15. November bis 15. April gilt auf vielen Strecken Winterreifen oder Schneekettenpflicht. Die Promillegrenze liegt bei 0,5, für Fahranfänger und unter 21 Jahren bei 0. Fahren Sie in Kreisverkehren mit Vorfahrt für die Fahrzeuge im Kreis, und blinken Sie beim Ausfahren. Auf der Autobahn zahlen Sie Maut, die sich nach Strecke richtet und für 100 Kilometer bei rund 8 Euro liegt. Kabinen mit Kartensymbol nehmen Karten, Telepass Spuren sind mit gelbem Schild gekennzeichnet und nur für Abonnenten. Ein Liter Benzin kostet meist mehr als in Deutschland, an Autobahnen noch mehr, an Tankstellen mit Bedienung, Servito, zahlen Sie 10 bis 20 Cent pro Liter Aufschlag gegenüber Selbstbedienung, Fai da te.

Italien Mietwagen: Buchung, Versicherung und Rückgabe

Mieten Sie Autos im Voraus über Vergleichsportale oder direkt bei großen Anbietern, Abholung an Flughäfen ist teurer als in der Stadt. Die Standardversicherung schließt hohe Selbstbeteiligungen von 1000 bis 2000 Euro ein, eine Vollkasko ohne Selbstbeteiligung kostet 15 bis 30 Euro pro Tag zusätzlich. Fotografieren Sie das Fahrzeug bei Übernahme von allen Seiten und prüfen Sie den Tankstand, die Regel Voll zu Voll ist am günstigsten. Ein Kleinwagen ist in Altstädten und auf Bergstraßen praktischer als ein Kombi. Für die Kaution benötigen Sie eine Kreditkarte, Debitkarten werden oft nicht akzeptiert. Geben Sie das Auto zu Bürozeiten zurück und lassen Sie sich die Rückgabe bestätigen.

Blaue Zonen, ZTL und Parken in Städten

In Städten gelten Parkmarkierungen: Weiße Linien bedeuten freies Parken, blaue Linien Parken mit Gebühr an Automaten oder per App, gelbe Linien sind für Anwohner und Behinderte reserviert. Innenstädte sind in Zonen mit Fahrverbot, Zona a Traffico Limitato, eingeteilt, die mit Kameras überwacht werden. Fahren Sie nie in eine ZTL ein, wenn das Schild rot leuchtet, denn Strafen von 80 bis 120 Euro folgen per Post. Buchen Sie Hotels mit Garage oder nutzen Sie Parkhäuser am Rand wie in Florenz an der Fortezza da Basso oder in Rom an Bahnhof Termini. Das Auto ist in Rom, Florenz, Venedig und Neapel im Zentrum eher Belastung als Vorteil, mieten Sie es erst zum Verlassen der Stadt.

Mit der Bahn: Tickets, Reservierung und Verspätungen

Trenitalia und Italo bieten Fernverkehr, Regionalzüge sind günstiger. Bei Frecciarossa und Italo zahlen Sie einen Preis für den gebuchten Zug, ein Tarif mit Sitzplatz ist in jedem Fall enthalten, Klassen reichen von Standard über Premium bis Executive. Für Regionalzüge gilt: Kaufen Sie das Ticket vorab am Automaten oder in der App und stempeln Sie es vor Fahrtantritt am Bahnsteig, App Tickets brauchen keinen Stempel. Fahrgäste dürfen Koffer mit in die Abteile nehmen, Gepäckablagen sind meist über den Sitzen und am Wagenende. Verspätungen ab 60 Minuten geben Anspruch auf Erstattung eines Teils des Preises, die Regeln stehen auf den Seiten der Betreiber. Bahnhöfe haben Gepäckaufbewahrung, in Rom Termini, Mailand Centrale und Florenz Santa Maria Novella, für rund 6 bis 12 Euro pro Gepäckstück und Tag.

Öffnungszeiten, Feiertage und Museumsregeln

Geschäfte öffnen von 9 bis 13 Uhr und von 16 bis 19.30 Uhr, in Städten und Touristenorten oft durchgehend. Museen sind häufig montags geschlossen, die Kassen schließen 30 bis 60 Minuten vor der Schließzeit. Kirchen sind zwischen 12 und 15.30 Uhr zu, Messen haben Vorrang vor Besichtigungen. Nationale Feiertage sind der 1. Januar, der 6. Januar, Ostersonntag und Ostermontag, der 25. April als Tag der Befreiung, der 1. Mai, der 2. Juni, der 15. August, der 1. November, der 8. Dezember, der 25. und 26. Dezember. Kontrollen an Museen umfassen Taschenprüfungen, große Rucksäcke müssen in die Garderobe.

Verhalten und Etikette

Grüßen Sie beim Betreten von Läden und Bars mit Buongiorno, ab dem Nachmittag mit Buonasera. Zum Besuch von Kirchen tragen Sie Kleidung, die Schultern und Knie bedeckt, für Strand und Badebekleidung gilt: nur am Strand. Das Essen auf den Stufen von Denkmälern und das Baden in Brunnen sind in Rom, Florenz und Venedig verboten, Strafen betragen 300 bis 500 Euro. Setzen Sie sich nicht auf Treppen bedeutender Bauwerke, vermeiden Sie laute Gespräche in Kirchen und Museen, und behandeln Sie Kellner mit Ruhe, denn Eile gilt als unhöflich. Beim Pasta Essen wird die Gabel gedreht, nicht mit Löffel, und Parmesan auf Fischgerichte gilt als Frevel.

Geld, Handy und Gesundheit

Kartenzahlung ist in Städten Standard, Bargeld nutzen Sie für Märkte, Bars und Trinkgelder. Geldautomaten heißen Bancomat, Automaten unabhängiger Betreiber verlangen Gebühren, wählen Sie Automaten von Banken. EU Roaming ermöglicht die Nutzung Ihres Handys ohne Zusatzkosten. In Apotheken erhalten Sie viele Medikamente ohne Rezept, in den Öffnungszeiten von 8.30 bis 13 und 16 bis 19.30 Uhr, außerhalb dieser Zeiten gibt es Notdienste. Öffentliche Toiletten sind selten und kostenpflichtig, Bars gestatten die Nutzung bei Bestellung eines Kaffees.

Streiks, Kalender und Planungssicherheit

Streiks im Verkehr, Scioperi, werden Tage vorher angekündigt und betreffen Züge, Busse und Flüge meist für 4 bis 24 Stunden, mit garantierten Zeitfenstern morgens und abends. Prüfen Sie vor Reisen die Seiten der Betreiber. Planen Sie bei Flügen und Fähren einen Puffer von 3 Stunden ein. Bei Museen und Sehenswürdigkeiten sind Schließtage nach Feiertagen wie dem 1. Mai und Ostermontag üblich.

Italien Insiderwissen und lokale Besonderheiten aus Alltagsperspektive

Familie, Kirche und Alltag

Die Familie ist Zentrum des Lebens, sonntags essen mehrere Generationen zusammen, in Restaurants sind Tische für 8 bis 12 Personen an Sonntagen um 13 Uhr üblich. Die Kirche prägt Feiertage, Prozessionen und Rhythmus des Jahres. Am Abend zwischen 18 und 20 Uhr spazieren Einwohner in der Passeggiata durch Zentrum und Promenade, zeigen sich in guter Kleidung und treffen Bekannte. Die Bella Figura, der Anspruch auf gepflegtes Auftreten, gilt auch für Touristen: In Städten trägt kaum jemand Sportkleidung außerhalb des Sports.

Regionalstolz und Dialekte

Italien wurde erst 1861 geeint, und Kirchturmdenken, Campanilismo, prägt das Land bis heute. Bewohner identifizieren sich zuerst mit ihrer Stadt, dann mit ihrer Region und zuletzt mit dem Staat. Dialekte wie Neapolitanisch, Sizilianisch, Venezianisch, Piemontesisch und Sardisch unterscheiden sich stark vom Hochitalienisch, das auf dem Toskanischen fußt. Südtiroler sprechen mehrheitlich Deutsch, im Aostatal wird Französisch gesprochen, und im Grödnertal Ladinisch. Ein italienischer Satz wie Non parlo italiano, ma provo öffnet Türen.

Fußball, Oper und Kunst

Fußball ist Nationalsport: Die Serie A wird in Stadien in Mailand, Turin, Rom, Neapel und Florenz von Fans mit Fahnen begleitet, Spiele im Stadion sind Gemeinschaftserlebnis. Die Oper ist Teil der Kultur, mit Häusern wie der Scala in Mailand, dem Teatro San Carlo in Neapel, dem Teatro La Fenice in Venedig und Sommerfestspielen in der Arena von Verona. Italienische Mode kommt aus Mailand, Handwerk aus Florenz, Glas aus Murano, Keramik aus Deruta und Caltagirone, Spitze aus Burano und Geigen aus Cremona.

Sonntag, Siesta und Alltag

Am Sonntag sind viele Geschäfte in Kleinstädten geschlossen, Märkte und Bars öffnen früh, Familien gehen zur Messe, essen gemeinsam und machen einen Spaziergang. Zwischen 13 und 16 Uhr ruhen Läden und Behörden in vielen Orten, im Süden länger. Banken öffnen von 8.30 bis 13.30 Uhr, Postämter bis 14 Uhr. Wer Geschäfte besuchen möchte, plant den Vormittag oder den späten Nachmittag. Große Kaufhäuser und Touristenläden in Städten haben durchgehend geöffnet.

Kunststile erkennen

Wer Bauwerke einordnen möchte, kann sich 5 Epochen merken. Romanik mit dicken Mauern, Rundbögen und kleinen Fenstern prägt Pisa, Modena und Parma vom 11. bis 12. Jahrhundert. Gotik mit Spitzbögen, hohen Fenstern und Fassaden aus Marmor findet sich in Siena, Orvieto und Mailand. Renaissance mit klaren Proportionen, Kuppeln und Säulen begann im 15. Jahrhundert in Florenz und reicht bis Rom und Venedig. Barock mit bewegten Formen, Marmor, Gold und Theater prägt Rom, Lecce, Neapel und das Val di Noto. Der Vittoriano in Rom von 1911 und der Bezirk EUR aus den 1930er Jahren zeigen Monumentalarchitektur des 20. Jahrhunderts.

Italien Feste im Jahreslauf

Im Januar folgen Dreikönigstag und Wintersport, im Februar der Karneval in Venedig und Viareggio, im März und April Karwoche und Ostern mit Prozessionen in Sizilien und Sardinien. Der 25. April und der 1. Mai sind Feiertage mit Ausflügen, im Mai folgt am 15. der Kerzenlauf Corsa dei Ceri in Gubbio. Im Juni finden das Calcio Storico in Florenz und viele Musikfestivals statt, am 2. Juli und 16. August das Palio in Siena, im August Ferragosto, im September die Filmfestspiele auf dem Lido von Venedig und das Fest des San Gennaro in Neapel. Im Oktober und November stehen Trüffel, Kastanien und Wein im Mittelpunkt, im Dezember folgen Adventsmärkte und die Krippenkunst in Neapel.

Wichtige Sätze und Speisekartenwörter

Mit wenigen Sätzen kommen Sie überall zurecht. Buongiorno heißt guten Tag, Buonasera guten Abend, Per favore bitte, Grazie danke, Prego bitte gern, Scusi Entschuldigung. Un tavolo per due, per favore bedeutet einen Tisch für 2 Personen, Il conto, per favore die Rechnung, Dov'è la stazione wo ist der Bahnhof, Quanto costa wie viel kostet es. Auf Speisekarten stehen Antipasti für Vorspeisen, Primi für Pasta, Reis und Suppen, Secondi für Fleisch und Fisch, Contorni für Beilagen und Dolci für Nachspeisen. Al forno bedeutet gebacken, alla griglia gegrillt, fritto frittiert, crudo roh, fresco frisch, surgelato tiefgekühlt. Das Wort Coperto bezeichnet das Gedeck, Servizio das Trinkgeld, das bereits berechnet sein kann.

Abschlusskapitel: Italien Reiseführer als vollständiges Reiseerlebnis

Welche Region passt zu Ihnen

Für Kunst und Kultur wählen Sie Rom, Florenz, Venedig, Mailand und Neapel. Für Landschaft, Wein und Küche eignen sich Toskana, Umbrien, Piemont und Südtirol. Für Strand und Meer bietet Italien Sardinien, Sizilien, Apulien, die Amalfiküste und die Adria. Für Wandern und Berge lohnen Dolomiten, Aostatal und Gran Paradiso, für Geschichte Pompeji, Paestum, Ravenna und Sizilien. Familien mit Kindern finden an der Adria, am Gardasee und in Rom die einfachsten Bedingungen, Paare in Venedig, Amalfi und der Toskana, Alleinreisende in Städten mit gutem Bahnnetz.

Zeit, Budget und Anreise

Für Städte eignen sich April, Mai, September und Oktober, für Strand Juni und September, für Wandern Juli und August in den Bergen, für Skifahren Januar und Februar. Das Budget reicht von 70 Euro pro Tag für sparsame Reisende über 150 bis 250 Euro für Mittelklasse bis zu über 400 Euro für Luxus. Planen Sie die Anreise mit offenem Rückflug in eine andere Stadt, buchen Sie Bahnfahrten mit Sparpreis und Reservierungen für die großen Sehenswürdigkeiten früh.

So nutzen Sie diesen Italien Reiseführer

Als bester Italien Reiseführer für Individualreisende versteht sich dieses Buch als Nachschlagewerk: Beginnen Sie mit Geografie und Reisezeit, wählen Sie 2 bis 4 Regionen, prüfen Sie Strände, Wanderwege und Ausflüge dort und übernehmen Sie eine der Reiserouten als Gerüst. Buchen Sie Zeitfenster für Colosseum, Vatikan, Uffizien, Accademia, Galleria Borghese und das Abendmahl früh, packen Sie leicht mit bequemen Schuhen und Sonnenschutz, planen Sie Mittagspausen ein und lassen Sie bei jeder Route mindestens 1 freien Tag als Puffer. Diese Italien Reiseführer Empfehlung soll Ihnen Entscheidungen erleichtern, ohne die Überraschungen wegzunehmen, die jede Reise in dieses Land prägen. Buon viaggio.


Unsere Empfehlung, für die nahezu gänzliche Vorbereitung Ihrer Italien Reise

Eine unvergessliche Italien Reise beginnt lange vor dem eigentlichen Abflug. Mit sorgfältig ➜ ausgewählten Reiseutensilien, hochwertiger Ausrüstung und ➜ stilvoller Urlaubskleidung sind Sie optimal vorbereitet. Ob funktionale Essentials wie ➜ sichere Badeschuhe(Tipp👍), praktische Packlisten oder ➜ inspirierende Reiseführer, jedes Detail ist darauf ausgelegt, Ihnen Sicherheit, Komfort und Vorfreude zu schenken. So startet Ihre Reise nicht hektisch, sondern organisiert, entspannt und voller Erwartung.

Für einen reibungslosen Aufenthalt

Sobald Sie ankommen, zählt nur noch eines: Ihre Erlebnisse. Dank ➜ bevorzugtem Eintritt und Tickets ohne Anstehen(Tipp👍) verbringen Sie Ihre Zeit nicht in Warteschlangen, sondern mitten im Geschehen. Alles ist darauf ausgerichtet, Ihnen einen entspannten und hochwertigen Reise-Aufenthalt zu ermöglichen, bei dem Sie sich voll und ganz auf die Eindrücke Ihrer Umgebung konzentrieren können.

Für unvergessliche Erlebnisse vor Ort

Erleben Sie Städte und Regionen nicht nur als Besucher, sondern als Entdecker. Sorgfältig ➜ zusammengestellte Ausflüge, ➜ abwechslungsreiche Tagestouren und authentische ➜ kulinarische Erlebnisse bringen Sie näher an Kultur, Menschen und Geschichten. Von ➜ weltbekannten Sehenswürdigkeiten bis zu ➜ versteckten City Highlights entsteht eine Reise, die nicht nur gesehen, sondern gefühlt wird, intensiv, echt und unvergesslich.

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Ihr Wohlbefinden steht im Mittelpunkt jeder Reiseentscheidung. ➜ Ausgewählte Unterkünfte und hochwertige Hotels(Tipp👍) bieten Ihnen Komfort, Ruhe und Verlässlichkeit nach erlebnisreichen Tagen. Ergänzt durch ➜ sichere, professionell organisierte Pauschalreisen(Tipp👍) können Sie sich entspannt zurücklehnen, während alle organisatorischen Details im Hintergrund perfekt abgestimmt sind.

Für ein ganzheitliches Reiseerlebnis

Am Ende entsteht mehr als nur ein Urlaub, es entsteht ein Gefühl von Freiheit, Leichtigkeit und Inspiration. Jede Komponente, von der Planung über den Aufenthalt bis hin zu den Erlebnissen vor Ort, ist darauf ausgerichtet, Ihnen echte Momente zu schenken, die bleiben. Reisen wird so zu einer hochwertigen Erfahrung, die nicht nur Orte verbindet, sondern Erinnerungen schafft.

 

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