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Toskana Reiseführer - Von Florenz über die Crete Senesi bis zur Maremma

Vorwort: Was dieser Toskana Reiseführer Ihnen bietet und wie Sie ihn nutzen

Die Toskana umfasst 22993 Quadratkilometer, zählt rund 3,7 Millionen Einwohner und gliedert sich in 10 Provinzen: Arezzo, Florenz, Grosseto, Livorno, Lucca, Massa Carrara, Pisa, Pistoia, Prato und Siena. Hauptstadt ist Florenz. Von den Marmorbrüchen der Apuanischen Alpen im Nordwesten bis zu den Thermalquellen von Saturnia im Süden liegen rund 250 Kilometer, und auf dieser Strecke wechseln Landschaft, Küche und Weinsorte fast von Tal zu Tal. Wer den besten Toskana ReiseführerWerbung sucht, sollte deshalb zuerst wissen, dass die Toskana keine einheitliche Hügellandschaft ist, sondern ein Mosaik aus Küstenebenen, Bergen, Vulkankegeln, Weinlandschaften und Städten, die im Mittelalter Rivalen waren und es kulturell bis heute geblieben sind.

Dieser Reiseführer ordnet die Region zuerst geschichtlich und geografisch ein und klärt danach Planung, Anreise, Kosten, UnterkünfteWerbung, Sicherheit und Klima. Es folgen Städte, Dörfer, Weinlandschaften, Küsten und Inseln, Geheimtipps, Kulinarik, Ausflüge, Strände, Wanderwege und Reiserouten für 3, 5, 7, 10 und 14 Tage, jeweils Tag für Tag mit Wegen, Zeiten und Reservierungshinweisen. Als bester Reiseführer Toskana will dieses Buch nicht möglichst viele Namen aufzählen, sondern Entscheidungen erleichtern: welche Stadt wie viel Zeit verdient, welche Straße Sie nehmen und wo Sie übernachten, damit Sie morgens nicht 2 Stunden im Auto verbringen.

Ein Hinweis vorab, der spätestens bei der ersten Hügelstraße Bedeutung gewinnt: Die Toskana ist auf der Karte klein und im Auto groß. Zwischen Florenz und Siena liegen 70 Kilometer und etwa 1 Stunde 15 Minuten, zwischen Siena und Montepulciano 65 Kilometer und 1 Stunde 15 Minuten, und die Landstraßen in den Hügeln erlauben selten mehr als 50 Stundenkilometer. Wer 3 Orte am Tag einplant, schafft 2, und wer 2 einplant, hat Zeit für ein langes Mittagessen. Das ist kein Zufall, sondern Teil des Konzepts.

Toskana Geschichte: Von den Etruskern bis zum Großherzogtum

Etrusker und die Zwölf Städte

Vor den Römern prägten die Etrusker die Region, die sie Etruria nannten und aus der später Toscana wurde. Zwischen dem 8. und 3. Jahrhundert vor Christus bauten sie befestigte Städte auf Hügeln wie Volterra, Cortona, Chiusi, Arezzo, Fiesole, Roselle, Vetulonia und Populonia, die einzige etruskische Stadt am Meer. Sie handelten mit Eisenerz von der Insel Elba, das in Populonia verhüttet wurde. Ihre Nekropolen mit Grabkammern und Sarkophagen sehen Sie in Populonia, Sovana und Chiusi, ihre Kunst in den Museen von Volterra und Cortona. Die Etrusker waren berühmt für Bronzearbeiten und Goldschmuck, ihre Sprache bleibt teilweise unentziffert.

Römer und Langobarden

Ab dem 3. Jahrhundert vor Christus unterwarfen die Römer die Region. Florentia, das heutige Florenz, gründete Caesar im Jahr 59 vor Christus als Kolonie für Veteranen, Pisa und Lucca wurden Handelsstädte. Im Jahr 56 vor Christus trafen sich in Lucca Caesar, Pompeius und Crassus und erneuerten ihr Bündnis. Nach dem Untergang Westroms beherrschten ab 568 die Langobarden Teile Italiens und machten Lucca zur Hauptstadt der Tuszien genannten Provinz. Auf der Via Francigena, dem Pilgerweg von Canterbury nach Rom, zogen Pilger durch die Region und förderten Gasthäuser, Klöster und Städte.

Kommunen, Kriege und Bankiers

Im 11. Jahrhundert regierte die Markgräfin Matilde von Canossa große Teile der Toskana. Nach ihrem Tod 1115 entstanden freie Kommunen. Pisa war eine Seerepublik mit Handelsflotte, deren Bauten auf der Piazza dei Miracoli entstanden, bis Genua sie 1284 in der Seeschlacht bei Meloria besiegte. Siena wuchs durch Bankgeschäfte und Tuchhandel und besiegte Florenz 1260 in der Schlacht von Montaperti, bevor die Pest von 1348 rund die Hälfte der Bevölkerung tötete. Florenz wurde reich durch Wolle und Seide und prägte ab 1252 den Goldflorin, die Leitwährung Europas. In den Städten prägten Türme, Zünfte und Adelsfamilien die Politik, Kämpfe zwischen Welfen und Ghibellinen dauerten Jahrzehnte. In dieser Zeit lebte der Dichter Dante Alighieri von 1265 bis 1321, den Florenz verbannte und der die Göttliche Komödie schrieb.

Medici und Renaissance

Ab 1434 beherrschte die Bankiersfamilie der Medici Florenz, zunächst indirekt unter Cosimo dem Älteren, später unter Lorenzo dem Prächtigen von 1469 bis 1492. In ihrem Umfeld wirkten Brunelleschi, Donatello, Botticelli, Leonardo da Vinci und Michelangelo. Die Kuppel des Doms wurde 1436 vollendet, die Uffizien ab 1560 gebaut. Der Bußprediger Savonarola herrschte 1494 bis 1498 kurz über die Stadt und wurde verbrannt. 1532 wurden die Medici Herzöge, 1569 erhob Papst Pius V. Cosimo I. zum Großherzog der Toskana. Siena verlor 1555 nach einer Belagerung seine Unabhängigkeit an Florenz und wurde Teil des Großherzogtums.

Habsburg, Einigung und 20. Jahrhundert

Als die Medici 1737 ausstarben, fiel das Großherzogtum an das Haus Habsburg Lothringen, das die Toskana mit Reformen, Straßenbau und Trockenlegung der Maremma modernisierte. Napoleon besetzte die Region von 1801 bis 1814. 1859 wurde die Herrschaft beendet, 1860 schloss sich die Toskana dem Königreich Italien an, Florenz war von 1865 bis 1871 Hauptstadt Italiens. Im Zweiten Weltkrieg verlief 1944 die Gotenlinie durch die Region, deutsche Truppen sprengten alle Brücken von Florenz außer der Ponte Vecchio. Am 4. November 1966 überschwemmte der Arno Florenz und beschädigte Kunstwerke, Freiwillige aus aller Welt halfen bei der Rettung. Heute lebt die Toskana von Tourismus, Landwirtschaft, Wein, Textilien und Kunsthandwerk.

Geschichte des Weins in der Toskana

Weinbau prägt die Toskana seit den Etruskern, die Reben kultivierten und Wein handelten. Im Mittelalter besaßen Klöster und Adelsfamilien Weingüter, Florenz exportierte Wein nach Europa. 1716 legte Großherzog Cosimo III. die Grenzen der Weinregionen Chianti, Carmignano, Pomino und Valdarno di Sopra fest, ein früher Herkunftsschutz. Baron Bettino Ricasoli entwickelte 1872 auf Schloss Brolio das Rezept des Chianti aus Sangiovese, Canaiolo, Malvasia und Trebbiano. Nach dem Ende der Mezzadria in den 1960er Jahren modernisierten Winzer ihre Betriebe. 1968 kam der Sassicaia aus Bolgheri, ein Wein aus Cabernet, der als Super Tuscan Weltruhm erlangte. 1980 erhielt der Brunello di Montalcino als erster Wein Italiens die Stufe DOCG. Heute besitzt die Toskana über 40 Herkunftsbezeichnungen.

Toskana im 19. und 20. Jahrhundert: Bahnen, Kunst und Wandel

Im 19. Jahrhundert entstanden Bahnlinien, die Florenz mit Livorno, Pisa und Siena verbanden, und der Tourismus der Grand Tour, auf der Engländer und Deutsche die Toskana bereisten. Dichter wie Byron, Shelley und Browning lebten in Florenz und Pisa. Maler der Macchiaioli malten Landschaften in Flecken aus Farbe. Nach 1945 wanderten viele Landarbeiter in die Städte, Höfe verfielen, bis Ausländer in den 1970er Jahren Bauernhäuser kauften und die Landschaft wiederbelebten. Die Provinz um Siena wurde als Chiantishire von Briten verspottet, weil dort viele Engländer lebten.

Die Medici im Detail: Bankiers, Herzöge, Königinnen

Die Medici stiegen im 14. Jahrhundert als Bankiers auf und finanzierten Päpste und Könige. Cosimo der Ältere lenkte Florenz ab 1434 ohne Amt, sein Enkel Lorenzo der Prächtige förderte Botticelli, Leonardo und Michelangelo. 1478 versuchten die Pazzi, die Familie im Dom zu stürzen, Lorenzos Bruder Giuliano wurde während der Messe erstochen, Lorenzo überlebte. Medici Päpste wie Leo X. und Clemens VII. prägten die Kirche, 2 Frauen, Katharina und Maria, wurden Königinnen von Frankreich. Cosimo I. baute ab 1560 die Uffizien und den Vasari Korridor und schuf den Staat der Toskana. Die letzte Medici, Anna Maria Luisa, vermachte 1743 alle Kunstwerke der Stadt Florenz unter der Bedingung, dass sie nie das Land verlassen, und legte damit den Grundstein der Museen.

Republiken Siena, Lucca und Pisa

Neben Florenz waren Siena, Lucca und Pisa selbstständig. Siena besiegte Florenz 1260 bei Montaperti, baute Palazzo Pubblico und Dom und verlor 1555 nach 18 Monaten Belagerung durch spanische und florentinische Truppen seine Freiheit, viele Bewohner flohen nach Montalcino. Lucca blieb als Republik bis 1799 unabhängig und bewahrte seine Stadtmauer, weil es sich mit Verhandlungen und Geld gegen Angriffe schützte. Pisa verlor nach der Niederlage bei Meloria 1284 die Seemacht, sein Hafen versandete, und wurde 1406 von Florenz erobert. Livorno wurde als Freihafen der Medici Zufluchtsort für Händler und Verfolgte.

Toskana Geografie: Lage, Landschaft und Provinzen im Überblick

Lage und Ausdehnung

Die Toskana liegt in Mittelitalien zwischen Ligurien im Nordwesten, der Emilia Romagna im Nordosten, Umbrien und den Marken im Osten und Latium im Süden. Im Westen begrenzt das Tyrrhenische Meer die Region mit rund 600 Kilometern Küste. Die Fläche misst 22993 Quadratkilometer, davon sind rund 2/3 Hügel, 1/4 Berge und nur 8 Prozent Ebene.

Berge, Hügel und Vulkane

Im Norden erheben sich die Apenninen mit dem Monte Prado auf 2054 Metern als höchstem Punkt, im Nordwesten die Apuanischen Alpen mit Marmorgipfeln bis 1946 Metern. Der Monte Amiata im Süden ist ein erloschener Vulkan mit 1738 Metern, im Winter mit Schnee und Skibetrieb. Zwischen diesen Bergen liegen die Hügel des Chianti, der Crete Senesi mit kahlen Lehmkuppen, des Val d'Orcia und der Maremma. Weite Ebenen liegen um Pisa, Lucca und Grosseto.

Die 10 Provinzen im Überblick

Florenz ist mit rund 1 Million Einwohnern die größte Provinz, mit Dom, Uffizien, Chianti Norden und Mugello. Pisa hat rund 420000 Einwohner mit Schiefem Turm, Küste und Volterra. Lucca mit rund 390000 bietet Stadtmauer, Garfagnana und Versilia. Livorno mit rund 330000 umfasst Hafen, Etruskische Küste und Elba. Arezzo mit rund 340000 besitzt Piero della Francesca, Cortona und Casentino. Siena mit rund 260000 bietet Palio, Chianti Süden, Val d'Orcia und Crete Senesi. Grosseto mit rund 220000 umfasst die Maremma, Argentario und Giglio. Pistoia mit rund 290000 hat Kurorte und Berge. Prato mit rund 260000 ist Textilstadt. Massa Carrara mit rund 190000 besitzt Marmor und Lunigiana. Jede Provinz trägt das Kfz Kennzeichen der Hauptstadt, FI, PI, LU, LI, AR, SI, GR, PT, PO und MS.

Flüsse, Seen und Küste

Der Arno ist mit 241 Kilometern der wichtigste Fluss, er entspringt am Monte Falterona und mündet bei Pisa ins Meer. Weitere Flüsse sind Serchio, Ombrone und Cecina. Die Küste gliedert sich in die Versilia mit Sandstränden, die Etruskische Küste bei Livorno und Cecina, die Maremma mit Pinienwäldern und Buchten und den Monte Argentario mit Halbinselcharakter. Die Toskanischen Inseln vor der Küste sind Elba, Giglio, Capraia, Gorgona, Pianosa, Montecristo und Giannutri und bilden einen Nationalpark.

Landschaftsräume der Toskana

Zu den bekanntesten Landschaftsräumen gehören das Chianti zwischen Florenz und Siena, die Crete Senesi südlich von Siena, das Val d'Orcia mit Pienza und Montalcino, die Val di Chiana bei Arezzo, das Casentino und Mugello im Apennin, die Garfagnana und Lunigiana im Norden, die Versilia an der Küste und die Maremma im Süden. Jeder Raum bietet eigene Weine, eigenes Essen und eigene Architektur, von Steinhäusern der Berge bis zu Landgütern mit Zypressen.

Verwaltung und Sprache

Die Toskana ist eine Region mit Hauptstadt Florenz, deren Dialekt die Grundlage des modernen Italienisch bildet. Die Aussprache ist charakteristisch, das k wird als h ausgesprochen, sodass aus Coca Cola Hoha Hola wird. Amtssprache ist Italienisch, Deutsch wird in HotelsWerbung und Restaurants der Touristenorte verstanden, außerhalb weniger.

Geologie: Tuff, Marmor, Erz und Erdwärme

Die Geologie prägt Landschaft und Küche. Die Apuanischen Alpen bestehen aus Marmor, das Chianti aus Galestro und Alberese, die Crete Senesi aus Ton, das Val d'Orcia aus Vulkangestein und Tuff, der Monte Amiata aus Trachyt. Elba und die Küste um Massa Marittima enthalten Erze wie Eisen, Kupfer und Zinn, die Etrusker und Römer abbauten. In Larderello bei Pomarance nutzt seit 1904 das älteste Erdwärmekraftwerk der Welt Dampf aus dem Boden. Die Thermalquellen von Saturnia und Bagni San Filippo haben dieselbe Ursache: heißes Wasser aus der Tiefe.

Toskana Reisevorbereitung und Reiseplanung im Überblick

Wie viel Toskana passt in eine Reise

Die Toskana Reiseplanung beginnt mit den Entfernungen. Florenz nach Pisa sind 85 Kilometer, Florenz nach Siena 70, Siena nach Montepulciano 65, Florenz nach Lucca 75, Siena nach Grosseto 75. Für die Städte Florenz, Pisa, Lucca und Siena reichen 5 bis 6 Tage, für die Landschaften des Chianti, des Val d'Orcia und der Maremma weitere 4 bis 5 Tage. Wer die Küste und Elba ergänzen möchte, plant 2 Wochen. Wählen Sie höchstens 3 Standorte, und bleiben Sie mindestens 3 ÜbernachtungenWerbung an einem Ort, damit sich GepäckWerbung ein und auspacken lohnt.

Toskana Städtereise oder Landreise

Für Städte eignen sich Zug und Bus, Florenz, Pisa, Lucca, Siena und Arezzo sind auf Schienen verbunden. Für Dörfer, Weingüter und Landschaften brauchen Sie ein Auto, denn Busse fahren dorthin selten und sonntags kaum. Eine Kombination aus 3 Tagen Florenz ohne Auto und 4 Tagen Landschaft mit Mietwagen hat sich bewährt, und Sie holen das Auto beim Verlassen von Florenz ab.

Dokumente, Versicherung und Zahlungsmittel

Für Deutsche, Österreicher und Schweizer genügt ein Personalausweis oder Reisepass. Die Europäische Krankenversicherungskarte deckt Notfälle in staatlichen Einrichtungen, eine Auslandsreisekrankenversicherung ergänzt den Rücktransport. Für Mietwagen benötigen Sie Führerschein und Kreditkarte. Kartenzahlung ist in Städten Standard, in Dörfern, auf Märkten und bei kleinen Weingütern benötigen Sie Bargeld.

Tickets und Reservierungen

Buchen Sie Zeitfenster für die Uffizien und die Accademia in Florenz 2 bis 6 Wochen vorher, ebenso die Kuppel des Doms mit dem Brunelleschi Ticket, die Kapellen der Medici und die Brancacci Kapelle. In Pisa reservieren Sie den Aufstieg auf den Schiefen Turm, der in festen Zeitfenstern von 30 Minuten stattfindet. In Siena lohnt die Buchung des Doms mit Piccolomini Bibliothek und des Torre del Mangia. Weingüter verlangen für Verkostungen Termine, reservieren Sie diese mindestens 1 Tag vorher, für Brunello Güter 1 Woche.

Karten, Pässe und Apps

Die Firenze Card gilt 72 Stunden und schließt Eintritte zu rund 70 Museen ein, sie lohnt sich bei 3 großen Museen pro Tag. Für Züge nutzen Sie die Apps von Trenitalia und Italo, für Parkplätze EasyPark, für Wetter und Karten Offline Karten. In Siena, Lucca und Pisa gibt es Kombitickets für mehrere Bauwerke.

Feste Termine und Schließtage

Museen sind häufig montags geschlossen, Kirchen mittags. Am 1. Sonntag im Monat ist der Eintritt in staatliche Museen gratis, in Florenz mit langen Schlangen. Zwischen 10. und 20. August, um Ferragosto, sind viele Restaurants in Städten geschlossen. In der Erntezeit im September und Oktober sind Weingüter beschäftigt, HotelsWerbung sind voll.

Kalender: Wann was buchen

Buchen Sie Flüge und UnterkünfteWerbung für Ostern und Frühjahr 3 bis 6 Monate vorher, für Sommer und Herbst 2 bis 4 Monate. Agriturismi und Landhäuser mit Pool sind für Juli und August oft 6 Monate vorher ausgebucht. Tickets für Uffizien und Accademia werden in Zeitfenstern verkauft, reservieren Sie in der Hochsaison 4 bis 8 Wochen vorher. Für Weinverkostungen in Brunello Gütern buchen Sie 1 Woche vorher, für Restaurants in Siena am Palio Termin frühzeitig. Zugtickets für Frecce kaufen Sie so früh wie möglich.

Toskana Mietwagen, Fahrer und Führungen

Ein Mietwagen ist für Landschaften unverzichtbar, Buchung im Voraus spart Geld. Wer Wein verkosten möchte, bucht einen Fahrer oder eine geführte Tour, die ab 80 Euro pro Person kostet. Führungen in Florenz, Siena und Pisa bieten Erklärungen, die Zeitfenster für Museen sind oft eingeschlossen. Radtouren mit E Bikes führen durch Chianti und Val d'Orcia.

Toskana nach Interessen planen

Wer die Toskana nach Interessen plant, gewichtet die Ziele anders. Kunstfreunde verbringen 4 bis 5 Tage in Florenz, je 1 Tag in Pisa, Lucca und Siena und ergänzen Arezzo mit Piero della Francesca. Weinliebhaber wählen Chianti Classico, Montalcino, Montepulciano und Bolgheri mit ÜbernachtungenWerbung in Agriturismi und planen Fahrer ein. Naturfreunde besuchen Casentino, Garfagnana, Monte Amiata, Maremma und Elba mit Wanderungen. Familien wählen Agriturismi mit Pool, Strandtage in der Maremma und kurze Besichtigungen in Pisa, Siena und San Gimignano. Wellnessreisende kombinieren Saturnia, Bagno Vignoni und Montecatini mit Weinorten. Paare wählen Pienza, Montepulciano, Cortona und Bolgheri mit ruhigen Landhäusern.

Empfohlene Aufenthaltsdauer pro Ziel

Florenz braucht 3 bis 4 Tage, Siena 2, Pisa und Lucca je 1 bis 2, Arezzo und Cortona je 1, San Gimignano und Volterra zusammen 1 bis 2, das Chianti 2, das Val d'Orcia mit Pienza und Montalcino 2 bis 3, die Maremma mit Pitigliano und Saturnia 2 bis 3, die Küste mit Elba 3 bis 4 Tage. Diese Zahlen ergeben über 20 Tage, wählen Sie deshalb nach Interesse und lassen Sie Orte aus, statt zu hetzen.

Toskana Anreise mit Flugzeug, Bahn und Auto

Toskana Anreise per Flugzeug

Die Toskana hat 2 eigene Flughäfen. Pisa Galileo Galilei liegt 4 Kilometer vom Zentrum und ist der größte, mit Direktflügen von Ryanair, Easyjet, Eurowings, Lufthansa und weiteren Gesellschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die Flugzeit beträgt rund 1,5 Stunden. Florenz Peretola liegt 5 Kilometer nordwestlich des Zentrums, ist klein und hat kurze Wege, bedient aber weniger Ziele. Für Reisende in den Süden der Toskana bieten sich Rom Fiumicino, Bologna oder Perugia an, für Elba fliegen Sie nach Pisa und fahren mit dem Zug und der Fähre. Fliegen Sie in Pisa hinein und aus Florenz oder Rom zurück, wenn Sie eine Rundreise planen, ein Open Jaw Flug spart einen Rückweg.

Toskana Anreise per Bahn

Aus dem deutschsprachigen Raum reisen Sie über den Brenner nach Verona und Bologna und weiter nach Florenz, die Fahrzeit ab München beträgt rund 7 bis 8 Stunden. Über den Gotthard erreichen Sie Mailand in 3 Stunden 15 Minuten und Florenz von dort mit dem Frecciarossa in rund 1 Stunde 45 Minuten. Der Hauptbahnhof Florenz Santa Maria Novella ist Drehscheibe der Region. Von hier fahren Regionalzüge nach Pisa in rund 1 Stunde, nach Lucca in etwa 1 Stunde 20 Minuten, nach Arezzo in 45 bis 60 Minuten und nach Siena in rund 1 Stunde 30 Minuten. Der Bus nach Siena braucht 1 Stunde 15 Minuten und ist oft schneller.

Toskana Anreise mit dem Auto

Von München erreichen Sie Florenz über die Brennerautobahn und die A1 auf rund 780 Kilometern in 8 bis 9 Stunden. Die Autostrada A1 verläuft zwischen Bologna und Florenz durch den Apennin und bindet die Region an. Die A11 verbindet Florenz mit Pisa und Lucca, die A12 die Küste von Genua bis Rosignano, die Schnellstraße Florenz Siena ist kostenlos, die Aurelia SS1 führt an der Küste entlang. Die Maut auf der A1 beträgt rund 8 Euro pro 100 Kilometer. Für Österreich benötigen Sie eine Vignette, für die Schweiz ebenfalls.

Anreise per Schiff

Zwischen Piombino und Elba pendeln Fähren in 30 bis 60 Minuten, zwischen Livorno und Sardinien, Korsika sowie Porto Santo Stefano und Giglio bestehen Verbindungen. Für Elba buchen Sie in der Hochsaison die Überfahrt für Fahrzeuge früh.

Fähre und Zug nach Elba: Ablauf und Kosten

Von Florenz erreichen Sie Piombino Marittima mit Regionalzug in rund 3 Stunden, häufig mit Umstieg in Pisa oder Campiglia. Die Fähre nach Portoferraio fährt in der Hauptsaison bis zu 20 Mal am Tag, die Überfahrt kostet für Fußgänger 12 bis 20 Euro, für Auto mit 2 Personen 80 bis 180 Euro. Buchen Sie Autofähren im Juli und August 1 bis 2 Monate vorher. Auf der Insel fahren Busse zwischen den Orten, Mietwagen und Roller bieten Freiheit.

Vom Flughafen und Bahnhof ins Zentrum: Erste Orientierung nach der Ankunft

Ankunft in Pisa

Der Flughafen Pisa ist mit dem Bahnhof Pisa Centrale durch den PisaMover verbunden, eine Bahn, die in 5 Minuten fährt und 5 Euro kostet. Von Pisa Centrale fahren Züge nach Florenz in rund 1 Stunde und nach Lucca in etwa 30 Minuten. Der Bus LAM Rosso fährt zur Piazza dei Miracoli und zum Bahnhof. Mietwagen finden Sie am Terminal.

Ankunft in Florenz

Vom Flughafen Peretola fährt die Tram T2 in rund 20 Minuten zum Bahnhof Santa Maria Novella, der Bus Volainbus in etwa 25 Minuten, Taxis bieten einen Festpreis von rund 25 Euro. Der Bahnhof liegt 10 Minuten zu Fuß vom Dom. Achten Sie im Bahnhof auf Taschendiebe. Die Altstadt ist überwiegend Fußgängerzone und ZTL, Mietwagen holen Sie am Stadtrand ab.

Erste Schritte vor Ort

Kaufen Sie SIM Karten in Geschäften mit Ausweis oder nutzen Sie EU Roaming. Laden Sie Offline Karten der Region herunter, denn in den Hügeln bricht der Empfang ab. Tanken Sie zum Verlassen der Stadt voll, denn Tankstellen in den Hügeln schließen mittags und sonntags. Trinkwasser ist überall trinkbar, viele Dörfer haben Brunnen.

Bahnhöfe und Busse: Orientierung in Florenz, Pisa und Siena

Der Bahnhof Florenz Santa Maria Novella liegt 10 Minuten vom Dom, Frecce halten auch in Rifredi und Campo di Marte. Pisa Centrale liegt 1,5 Kilometer südlich der Piazza dei Miracoli, Sie gehen 25 Minuten oder nehmen den Bus. Der Bahnhof von Siena liegt außerhalb der Altstadt, Rolltreppen und Busse führen hinauf, zu Fuß brauchen Sie 25 Minuten. Der Busbahnhof von Siena liegt an der Piazza Gramsci, Busse fahren nach Florenz, San Gimignano, Volterra und Montalcino. In Lucca liegt der Bahnhof südlich der Mauer, Sie gehen 10 Minuten durch die Porta San Pietro in die Altstadt.

Toskana Budgetplanung, Spartipps und Kostenstruktur für jeden Reisestil

Toskana Kosten im Überblick

Die Toskana ist teurer als der Süden Italiens, besonders in Florenz, San Gimignano und in der Hochsaison. Ein Espresso am Tresen kostet 1,20 bis 1,50 Euro, ein Cappuccino 1,50 bis 2 Euro, eine Pizza 7 bis 12 Euro, ein Teller Pasta in einer Trattoria 10 bis 16 Euro, ein Abendessen mit 3 Gängen und Wein 30 bis 55 Euro. Eine Verkostung im Weingut kostet 15 bis 50 Euro, ein Museumseintritt 10 bis 30 Euro, Parken in Städten 1,50 bis 3 Euro pro Stunde.

Toskana budget Reise: Beispielrechnungen pro Tag

Für die Toskana budget Reise mit Hostel oder Agriturismo im Mehrbettzimmer, Selbstversorgung mit Supermarkt und Regionalzügen rechnen Sie mit 70 bis 100 Euro pro Person und Tag. In der Mittelklasse mit Hotel, Mietwagen, 2 Restaurantbesuchen und Eintritten sind es 150 bis 250 Euro. Wer Luxus sucht, bewegt sich ab 400 Euro, Villen und Weingüter berechnen im Sommer 500 bis 1500 Euro pro Zimmer.

Toskana günstig Reisen: Der Preis hängt am Kalender

Die Preise für Unterkünfte und Mietwagen schwanken um 100 bis 200 Prozent. Hochsaison sind Ostern, Mai, Juni, September und Oktober, in denen Hotels ausgebucht sind. Toskana günstiger Urlaub gelingt im März, im November und im Januar, wenn Hotels 30 bis 50 Prozent weniger kosten, Museen leer sind und Sie in Weingütern Termine bekommen. Der Juli und der August sind heiß, Städte sind leer, und Agriturismi sind am Meer und in den Hügeln voll.

Toskana Spartipps in der Praxis

Nutzen Sie das Mittagsmenü, das Trattorien zu Festpreisen anbieten. Kaufen Sie Wein direkt beim Erzeuger, ab 8 Euro pro Flasche, und Öl, Pecorino und Salami im Alimentari. Regionalzüge sind deutlich günstiger als Frecciarossa. Viele Weingüter bieten Verkostungen mit Snacks statt teurer Restaurantmenüs. Die Stadtsteuer in Hotels, Tassa di Soggiorno, beträgt 2 bis 7 Euro pro Person und Übernachtung. Wer ein Auto mietet, wählt einen Kleinwagen, denn Gassen und Parkplätze sind eng.

Beispielrechnung für 7 Tage Toskana zu zweit

Für 7 Tage mit Hotel und Agriturismo der Mittelklasse rechnen Sie für 2 Personen mit 6 Übernachtungen zu 130 bis 260 Euro, also 780 bis 1560 Euro. Ein Kleinwagen kostet im Frühjahr für 5 Tage 150 bis 300 Euro, dazu kommen rund 80 Euro Benzin und 30 Euro Parken. Eintritte in Uffizien, Accademia, Dom, Torre del Mangia und Schiefen Turm summieren sich auf 100 bis 140 Euro pro Person. Verpflegung mit Frühstück, einfachem Mittagessen und Abendessen in Trattorien kostet 70 bis 100 Euro pro Tag für 2 Personen, also 490 bis 700 Euro. Weinproben kosten 60 bis 150 Euro. Insgesamt liegen die Kosten ohne Flug bei etwa 2000 bis 3400 Euro für 2 Personen.

Toskana Reiseplanung für Familien mit Kindern

Toskana Ausflugsideen mit Kindern

Die Toskana ist familienfreundlich. Der Schiefe Turm von Pisa ist ein Erlebnis ab 8 Jahren, die Stadtmauer von Lucca lässt sich mit dem Rad umrunden, der Park Pinocchio in Collodi zeigt die Geschichte des Holzjungen. In Florenz besteigen Kinder ab 6 Jahren den Campanile und die Kuppel, im Palazzo Vecchio gibt es Kinderführungen mit Kostümen. In Siena begeistern die Piazza del Campo und der Turm, in San Gimignano die Türme, in Monteriggioni die begehbare Stadtmauer. Die Etruskischen Gräber in Sovana, Tierparks und Bauernhöfe mit Tieren ergänzen das Angebot. Am Meer bieten die Strände der Maremma, der Versilia und Elbas flachen Sand.

Praktische Hinweise für Familien

Agriturismi mit Pool, Tieren und Spielplatz sind ideal, Kinder helfen bei der Olivenernte oder beim Pizzabacken. Restaurants stellen Kinderstühle und halbe Portionen bereit. Planen Sie in den Hügeln kurze Fahrten von höchstens 1,5 Stunden, denn kurvige Straßen machen Kindern zu schaffen. Nehmen Sie SonnenschutzWerbung, Kappe und Wasser mit, im Juli und August erreichen die Temperaturen 35 Grad. In Zügen fahren Kinder unter 4 Jahren gratis, bis 14 Jahre mit Ermäßigung. Kinderwagen sind auf Kopfsteinpflaster in Bergstädten mühsam, eine Trage ist praktischer.

Toskana Packliste: Was wirklich in den Koffer gehört

Kleidung und Schuhe

Für Kirchen und Dome gilt: Schultern und Knie bedeckt. Für Mai bis September reichen leichte Baumwollkleidung, eine Jacke für Abende und Regenschutz, im Frühjahr und Herbst kommen Pullover und RegenjackeWerbung dazu, im Winter warme Kleidung und Mütze. Bequeme geschlossene SchuheWerbung mit fester Sohle sind unerlässlich, denn Kopfsteinpflaster und Hügel fordern die Füße. Für Wanderungen brauchen Sie Wanderschuhe.

Ausrüstung und Technik

Nehmen Sie Sonnenhut, Sonnenbrille und Sonnencreme mit Schutzfaktor 30 bis 50, eine wiederbefüllbare Wasserflasche, eine Umhängetasche mit Reißverschluss und Powerbank mit. Italien nutzt Steckdosen Typ L und C, europäische Stecker passen meist. Ein Weinöffner gehört in den Koffer für Picknicks, ebenso ein kleiner Rucksack für Tagesausflüge, Badesachen für Pools und Thermen und ein Erste Hilfe Set.

Toskana Unterkunft: Von einfach bis exklusiv mit Lageeinordnung

Toskana günstige Hotels und einfache Unterkünfte

Wer Toskana günstige Hotels sucht, findet die besten Preise in Vororten, Kleinstädten und außerhalb der Saison. Ein einfaches Doppelzimmer der Kategorie 2 bis 3 Sterne kostet in Florenz 90 bis 160 Euro, in Pisa und Lucca 80 bis 140 Euro, in Siena 90 bis 150 Euro, in Dörfern 60 bis 100 Euro. Hostels bieten Betten ab 25 bis 45 Euro. Bed and Breakfast Zimmer sind familiär und liegen oft in Altstädten, prüfen Sie Lift und Klimaanlage.

Agriturismo, Landhaus und Ferienwohnung

Der Agriturismo ist ein Bauernhof mit Zimmern und Küche, mit Pool, Weingarten und Olivenhain. Ein Doppelzimmer mit Frühstück kostet 80 bis 180 Euro, ein Abendessen mit Produkten vom Hof 25 bis 45 Euro. Ferienwohnungen und Landhäuser mit Pool lohnen sich ab 1 Woche und für Familien, die Preise liegen im Juli bei 1200 bis 3500 Euro pro Woche für 4 bis 6 Personen. Viele Häuser vermieten von Samstag bis Samstag.

Toskana beste Unterkunft für Mittelklassereisende

Die Toskana beste Unterkunft für Reisende mit mittlerem Budget sind Hotels der Kategorie 3 bis 4 Sterne in Altstädten oder Landgüter mit wenigen Zimmern. Sie kosten 130 bis 260 Euro pro Doppelzimmer. Achten Sie auf Parkplätze, denn Altstädte sind ZTL, und auf Klimaanlage im Sommer.

Exklusive Häuser: Villen, Burgen und Resorts

Restaurierte Villen der Medici, Burgen wie in Chianti und Weinresorts in Montalcino verlangen ab 350 Euro. Grandhotels in Florenz am Arno kosten im Frühjahr 400 bis 1200 Euro. Thermenresorts in Saturnia und Montecatini verbinden Wellness und Luxus.

Agriturismo auswählen: Kriterien und Fragen

Ein Agriturismo sollte eigene Produkte anbieten: Wein, Öl, Gemüse, Fleisch. Fragen Sie nach Pool, Klimaanlage, Küche, Abendessen, Entfernung zum Ort, Straßenzustand und Mindestaufenthalt, denn viele verlangen im Sommer 3 bis 7 Übernachtungen. Lesen Sie Bewertungen zu Ruhe und Lage, denn Hügelstraßen sind kurvig und Zimmer in Steinhäusern haben kleine Fenster. Prüfen Sie, ob der Weg asphaltiert ist, und ob Sie Kinder mitbringen dürfen. Die besten Agriturismi haben 4 bis 12 Zimmer und familiäre Betreuer.

Toskana Camping und Ferienparks

Campingplätze liegen an der Küste, in der Maremma, auf Elba und in den Hügeln des Chianti. Ein Stellplatz für 2 Personen mit Zelt oder Wohnmobil kostet im Sommer 30 bis 60 Euro pro Tag, Bungalows für Familien 80 bis 200 Euro. Große Anlagen bieten Pools, Animation und Restaurants. Freistehen mit Wohnmobil ist fast überall verboten, Stellplätze der Aree di Sosta kosten 10 bis 25 Euro.

Klöster, Burgen und besondere Unterkünfte

Klöster bieten einfache Zimmer für 50 bis 100 Euro, in Camaldoli, Vallombrosa, La Verna und Sant'Antimo, mit Ruhe und Küche der Mönche. Burgen und Villen wie Castello di Gargonza, Castello di Spaltenna oder Villa Cafaggiolo vermieten Zimmer und Apartments. Türme und Bauernhäuser im Fels, Casali, bieten Ferienwohnungen mit Aussicht. In Städten gibt es Palazzi mit Wohnungen im Herzen der Altstadt. Ein Aufenthalt in einem Kloster erfordert Ruhe und Rücksicht auf Gebetszeiten.

Wo wohnen: Lage nach Reisetyp

Für Kunst wohnen Sie in Florenz, Siena oder Lucca, mit Zug und Bus für Ausflüge. Für Landschaft wählen Sie einen Agriturismo im Chianti, im Val d'Orcia oder in der Maremma, mit Auto. Für Strand bieten sich Versilia, die Maremma und Elba an. Für Ruhe eignen sich die Garfagnana, das Casentino und der Monte Amiata. Ein Standort in der Mitte, zum Beispiel bei Siena, erreicht in 1,5 Stunden alle Hauptziele.

Toskana Sicherheit und praktische Hinweise für einen reibungslosen Aufenthalt

Notruf, Gesundheit und Apotheke

Der Notruf 112 gilt in Italien, daneben 113 für die Polizei, 115 für die Feuerwehr, 118 für den Rettungsdienst. Apotheken sind mit einem grünen Kreuz markiert, Notdienste sind abends und sonntags geöffnet. In den Hügeln sind Krankenhäuser weiter entfernt, in Städten gibt es Notaufnahmen.

Taschendiebstahl und Autos

Die Toskana ist sicher, aber in Florenz, Pisa und an Bahnhöfen kommen Taschendiebstähle vor. Tragen Sie Wertsachen am Körper. Lassen Sie im Auto nichts sichtbar liegen, besonders an Wanderparkplätzen und an Stränden. Mietwagen werden häufig aufgebrochen, wenn Gepäck sichtbar ist.

Straßen, ZTL und Fahren in den Hügeln

Auf Landstraßen gelten 90 Stundenkilometer, in Dörfern 50, die Straßen sind kurvig, schmal und oft ohne Randstreifen. Fahren Sie nie in eine ZTL ein, wenn das Schild rot leuchtet, denn Strafen von 80 bis 120 Euro folgen per Post, in Florenz, Siena, Lucca, Pisa und Arezzo überwachen Kameras die Zonen. Nutzen Sie Parkplätze am Rand der Altstädte. Weiße Schotterstraßen, die Strade bianche, sind mit Kleinwagen befahrbar, bei Regen rutschig, Mietverträge schließen sie oft aus.

Feuer, Hitze und Natur

In Sommermonaten besteht Waldbrandgefahr, Feuer im Freien sind verboten. Bei Hitze über 35 Grad meiden Sie Wanderungen zwischen 12 und 16 Uhr. In den Wäldern leben Wildschweine, Zecken kommen vor, tragen Sie lange Hosen bei Wanderungen im Gras. Vipern sind selten, aber vorhanden, achten Sie beim Gehen auf Schuhe und Boden.

Notfall: Verlust, Panne und Konsulat

Bei Verlust von Ausweis oder Reisepass melden Sie den Verlust der Polizei und wenden sich an die Botschaft in Rom oder das Konsulat in Florenz, die Notpässe ausstellen. Kreditkarten und Bankkarten sperren Sie unter der Nummer 116 116 oder der Nummer Ihrer Bank. Bei Autopannen ruft der Automobilclub ACI unter 803 116 an. Stellen Sie bei Unfällen das Warndreieck auf, ziehen Sie die Warnweste an und rufen Sie 112.

Geld, Trinkgeld und Verhalten

Ein Coperto von 1 bis 4 Euro pro Person wird in vielen Restaurants berechnet, Trinkgeld ist nicht üblich, 1 bis 2 Euro für guten Service sind willkommen. Baden in Brunnen und Sitzen auf Denkmalstufen sind verboten. In Weingütern gilt: Wer probiert, kauft am Ende meist eine Flasche, und wer fährt, trinkt wenig, denn die Promillegrenze beträgt 0,5.

Wandern, Wildtiere und Zecken

Bei Wanderungen im Wald sind Zecken häufig, tragen Sie lange Hosen und prüfen Sie Ihren Körper nach der Tour. Wildschweine meiden Menschen, bei Begegnungen bleiben Sie ruhig und weichen Sie aus. In den Hügeln der Maremma und im Apennin leben Wölfe, die Menschen meiden. Weidehunde der Schäfer können Wanderer verjagen, halten Sie Abstand. Nehmen Sie ausreichend Wasser mit, denn Quellen sind selten.

Toskana Klima und die für Toskana beste Reisezeit

Toskana Klima im Jahresverlauf

Das Toskana Klima ist mediterran mit heißen trockenen Sommern und milden feuchten Wintern, im Landesinneren kontinental getönt. In Florenz liegen die Tageshöchstwerte im Januar bei 9 Grad, im April bei 19, im Juli bei 32 und im Oktober bei 21 Grad. Im Sommer erreichen Florenz und die Täler des Arno über 35 Grad. An der Küste ist es 3 bis 4 Grad kühler, auf dem Monte Amiata und in den Apuanen liegt im Winter Schnee. Der Jahresniederschlag beträgt 700 bis 900 Millimeter, am regenreichsten sind Oktober und November. Das Meer erreicht im August 25 bis 26 Grad.

Winde, Nebel und Gewitter

Die Tramontana ist ein kalter Wind aus Norden im Winter, der Libeccio bringt im Herbst Wind und Regen von Südwesten, der Scirocco im Sommer feuchte Hitze. Im Arnotal und in den Tälern entstehen im Winter dichte Nebel, die Fahren erschweren. Im Sommer entladen sich am späten Nachmittag Gewitter über den Bergen, mit Hagel und Starkregen. Wanderer starten früh, Autofahrer meiden Schotterstraßen bei Regen.

Die für Toskana beste Reisezeit

Die für Toskana beste Reisezeit sind April, Mai, Juni, September und Oktober mit 18 bis 28 Grad. Im April und Mai grünen die Hügel und blühen Mohn, Ginster und Glyzinien. Im Juni leuchten Getreidefelder gelb und im Juli Sonnenblumen. Im September und Oktober ist Weinlese, im Oktober und November Olivenernte und Trüffelsaison mit der Weißen Trüffelmesse in San Miniato im November. Der Winter ist ruhig, Museen sind leer, Preise niedrig, doch viele Agriturismi schließen. Im Sommer ist es heiß, planen Sie Besichtigungen für Morgen und Abend.

Monate im Überblick: Wetter, Natur und Ereignisse

Im Januar sind Museen leer, im Februar feiert Viareggio Karneval, im März blühen Mandel und Kirsche. Im April grünen die Hügel, Ostern füllt die Städte, im Mai blühen Mohn und Ginster und die Straßen sind mild. Im Juni leuchten Getreidefelder gelb, es beginnen Feste wie Calcio Storico und Luminara, im Juli blühen Sonnenblumen, der Palio findet am 2. Juli statt. Im August ist es heiß, der 2. Palio folgt am 16. August. Im September beginnt die Weinlese, im Oktober die Olivenernte und die Herbstfarben, im November die Trüffelmesse und Olio nuovo, im Dezember prägen Adventsmärkte und Krippen die Städte. Die Preise sind im Januar, Februar und November am niedrigsten.

Toskana Sehenswürdigkeiten im Überblick und im Detail

Toskana Sehenswürdigkeiten: Die Übersicht nach Räumen

Die wichtigsten Toskana Sehenswürdigkeiten verteilen sich auf 8 Räume: Florenz mit Umgebung, Pisa und Lucca an der Küstenebene, Siena mit den Crete Senesi, das Chianti, das Val d'Orcia mit Montalcino und Pienza, Arezzo und Cortona im Osten, die Maremma mit Tuffstädten im Süden sowie die Küste mit Elba. 6 Stätten stehen auf der UNESCO Liste: das historische Zentrum von Florenz seit 1982, die Piazza dei Miracoli in Pisa seit 1987, San Gimignano seit 1990, Siena seit 1995, Pienza seit 1996 und das Val d'Orcia seit 2004, dazu kommen seit 2013 die Villen und Gärten der Medici. Die besten Toskana Reiseziele sind jene, die Sie mit Zeit besuchen, nicht die, die Sie im Vorbeifahren abhaken.

Florenz: Dom Santa Maria del Fiore

Der Dom wurde ab 1296 gebaut und 1436 mit der Kuppel von Filippo Brunelleschi geweiht, die ohne Holzgerüst gemauert wurde und mit 45,5 Metern Durchmesser bis heute die größte gemauerte Kuppel der Welt ist. Sie besteigen die Kuppel über 463 Stufen mit Blick auf Fresken des Jüngsten Gerichts und die Stadt, das Ticket schließt Baptisterium, Campanile und Dommuseum ein. Der Campanile von Giotto ist 84 Meter hoch und hat 414 Stufen. Das Baptisterium besitzt Bronzetüren von Lorenzo Ghiberti, deren Ostportal Michelangelo Himmelspforte nannte, und ein Mosaikgewölbe aus dem 13. Jahrhundert. Das Museo dell'Opera del Duomo bewahrt die Originale, darunter Michelangelos Pietà.

Florenz: Uffizien und Palazzo Vecchio

Die Uffizien wurden ab 1560 von Giorgio Vasari als Verwaltungsbau für Cosimo I. erbaut und sind heute eines der bedeutendsten Kunstmuseen der Welt. Zu sehen sind Botticellis Geburt der Venus und Primavera, Leonardos Verkündigung, Michelangelos Tondo Doni, Raffaels Madonna mit dem Stieglitz und Caravaggios Medusa. Planen Sie 3 bis 4 Stunden. Der Palazzo Vecchio auf der Piazza della Signoria, seit 1299 Rathaus, besitzt den Saal der Fünfhundert mit Fresken von Vasari und einen Turm mit 95 Metern Höhe. Auf dem Platz stehen eine Kopie des David, der Neptunbrunnen und die Loggia dei Lanzi mit Skulpturen von Cellini und Giambologna.

Florenz: Accademia, Bargello und Medici Kapellen

Die Galleria dell'Accademia zeigt den David von Michelangelo, 5,17 Meter hoch, 1504 vollendet, dazu unvollendete Sklaven. Das Museo del Bargello, ein Palast des 13. Jahrhunderts, zeigt Skulpturen von Donatello, darunter den David aus Bronze, und Michelangelo. Die Medici Kapellen bei der Basilika San Lorenzo bergen die Neue Sakristei mit Grabmälern von Michelangelo. Die Basilika San Lorenzo selbst wurde von Brunelleschi entworfen, die Biblioteca Laurenziana von Michelangelo.

Florenz: Santa Croce, Santa Maria Novella und San Marco

Die Basilika Santa Croce ist die Grabkirche der Berühmten mit den Gräbern von Michelangelo, Galilei, Machiavelli und Rossini. Santa Maria Novella am Bahnhof besitzt eine Fassade aus grünem und weißem Marmor von Alberti und das Fresko der Dreifaltigkeit von Masaccio. Im Kloster San Marco malte Fra Angelico Fresken in den Zellen der Mönche, in denen später Savonarola lebte. Die Kirche Orsanmichele zeigt Statuen von Donatello und Verrocchio, die Brancacci Kapelle Fresken von Masaccio.

Florenz: Ponte Vecchio, Pitti und Boboli

Die Ponte Vecchio, 1345 nach einer Überschwemmung neu errichtet, trägt seit dem 16. Jahrhundert Goldschmiedeläden und war als einzige Brücke 1944 nicht gesprengt worden. Der Palazzo Pitti am linken Ufer ist ein Palast mit Galerien, der Kunstsammlung der Medici und Kostümmuseum, dahinter erstrecken sich die Boboli Gärten mit Grotten, Brunnen und Blick auf die Stadt. Der Piazzale Michelangelo oberhalb bietet den bekanntesten Panoramablick, die Kirche San Miniato al Monte aus dem 11. Jahrhundert daneben ist ruhiger und schöner.

Pisa: Piazza dei Miracoli

Die Piazza dei Miracoli, seit 1987 Welterbe, vereint 4 Bauwerke auf einer Rasenfläche: den Dom mit Marmorfassade aus dem 11. Jahrhundert, das Baptisterium, das größte Italiens mit 54,86 Metern Höhe, den Campanile, den Schiefen Turm, und den Camposanto. Der Schiefe Turm ist 56 Meter hoch und neigt sich rund 4 Grad, er wurde ab 1173 gebaut und begann sich schon während der Bauzeit zu neigen, weil der Untergrund aus Lehm nachgab. Sie besteigen ihn über 251 Stufen in Gruppen von 30 Minuten. Der Camposanto ist ein Friedhof mit Kreuzgang und Fresken, das Dommuseum bewahrt Kunstwerke.

Pisa: Innenstadt, Universität und Ufer

Pisa besitzt neben dem Dom Plätze wie die Piazza dei Cavalieri mit der Scuola Normale Superiore, in der Stadt, in der Galileo Galilei geboren wurde und studierte. Die Borgo Stretto ist eine Straße mit Arkaden, die Uferpromenade am Arno, die Lungarni, zeigt Paläste und die Kirche Santa Maria della Spina, eine gotische Kapelle direkt am Fluss. Am 16. Juni findet das Fest Luminara statt, bei dem Kerzen die Ufer schmücken, und am 17. Juni die Regatta des Heiligen Ranieri.

Lucca: Stadtmauer und Altstadt

Lucca ist von einer 4,2 Kilometer langen Stadtmauer aus dem 16. und 17. Jahrhundert umgeben, auf der ein Weg mit Bäumen zum Spazieren und Radfahren einlädt. Die Piazza dell'Anfiteatro ist ein ovaler Platz, der dem römischen Amphitheater folgt. Die Torre Guinigi trägt auf 45 Metern Eichen und bietet einen Blick über die Dächer, die Basilika San Michele in Foro besitzt eine Fassade mit Arkaden und Säulen, der Dom San Martino das Volto Santo, ein Holzkruzifix aus dem 13. Jahrhundert. Lucca ist Geburtsort des Komponisten Giacomo Puccini, im Sommer finden Konzerte statt.

Siena: Piazza del Campo und Torre del Mangia

Siena ist eine mittelalterliche Stadt auf 3 Hügeln. Die Piazza del Campo hat die Form einer Muschel mit 9 Segmenten und fällt sanft zum Palazzo Pubblico ab. Der Torre del Mangia misst 102 Meter und wird über 400 Stufen bestiegen. Im Palazzo Pubblico zeigt Ambrogio Lorenzetti in der Sala dei Nove die Allegorie der guten und schlechten Regierung von 1338, ein Meisterwerk der Sieneser Malerei. 2 Mal im Jahr, am 2. Juli und am 16. August, findet auf dem Platz das Pferderennen Palio statt: 10 Reiter der Stadtviertel, der Contraden, umrunden den Platz 3 Mal in rund 90 Sekunden.

Siena: Dom, Baptisterium und Santa Maria della Scala

Der Dom von Siena ist aus weißem, grünem und schwarzem Marmor gebaut, mit einem Fußboden aus eingelegtem Marmor, der nur zeitweise aufgedeckt ist, und der Libreria Piccolomini, deren Fresken von Pinturicchio farbig wie am ersten Tag sind. Das Baptisterium liegt unter dem Chor, das Museum Santa Maria della Scala im ehemaligen Pilgerspital besitzt Fresken und Archäologie. Die Pinacoteca Nazionale zeigt Sieneser Malerei. Siena besitzt 17 Contraden mit eigenen Wappen, Tieren und Fahnen, die Sie in den Straßen erkennen.

San Gimignano, Volterra und Monteriggioni

San Gimignano, seit 1990 Welterbe, besitzt 14 Geschlechtertürme, von ursprünglich rund 70, und die Piazza della Cisterna mit Brunnen. Der Turm Torre Grossa ist mit 54 Metern der höchste. Volterra ist eine etruskische Stadt auf einem Hügel, mit Alabasterwerkstätten, dem Museo Guarnacci mit etruskischen Urnen und dem römischen Theater. Monteriggioni ist ein Dorf mit einer vollständig erhaltenen Stadtmauer von 570 Metern und 14 Türmen, die Dante in der Göttlichen Komödie erwähnt.

Arezzo, Cortona und Montepulciano

Arezzo besitzt in der Kirche San Francesco den Freskenzyklus Die Legende vom Wahren Kreuz von Piero della Francesca, die Piazza Grande für den Antiquitätenmarkt am 1. Sonntag im Monat und die Giostra del Saracino, ein Ritterturnier im Juni und September. Cortona liegt auf einem Hügel mit Blick auf den Trasimenischen See, mit etruskischem Museum und Gassen. Montepulciano ist die Stadt des Vino Nobile mit Renaissancepalästen und der Kirche San Biagio.

Val d'Orcia: Pienza, Montalcino und Bagno Vignoni

Das Val d'Orcia, seit 2004 Welterbe, ist die Landschaft mit Zypressenalleen, Hügeln und Gehöften. Pienza wurde ab 1459 von Papst Pius II. zur Idealstadt der Renaissance umgebaut, mit Dom, Palazzo Piccolomini und dem Pecorino Käse. Montalcino ist die Heimat des Brunello mit Burg und Weinbars, die nahe Abtei Sant'Antimo aus dem 12. Jahrhundert ist romanisch, und Mönche singen dort gregorianischen Choral. Bagno Vignoni besitzt statt eines Platzes ein Thermalbecken mitten im Ort. San Quirico d'Orcia hat Gärten und eine Kirche.

Crete Senesi: Abtei Monte Oliveto Maggiore und San Galgano

Die Crete Senesi südöstlich von Siena bestehen aus kahlen grauen Lehmhügeln, die im Frühjahr grün leuchten. Die Abtei Monte Oliveto Maggiore besitzt einen Kreuzgang mit Fresken von Signorelli und Sodoma. Die Abtei San Galgano ist eine gotische Ruine ohne Dach, in der Säulen unter freiem Himmel stehen, auf dem Hügel daneben steckt ein Schwert im Stein, das der Legende nach der heilige Galgano hineinstieß.

Chianti: Greve, Panzano, Radda und Castellina

Das Chianti liegt zwischen Florenz und Siena und ist Weinregion mit Burgen und Dörfern. Greve besitzt einen dreieckigen Marktplatz mit Arkaden, Panzano Aussichten auf das Conca d'Oro, Radda, Gaiole und Castellina sind die Zentren des Chianti Classico. Das Castello di Brolio der Familie Ricasoli erlebte 1872 die Definition des Chianti Rezepts, das Castello di Verrazzano liegt bei Greve. Auf der Chiantigiana, der SR222, fahren Sie 70 Kilometer von Florenz nach Siena in Serpentinen.

Maremma und Tuffstädte: Pitigliano, Sorano und Sovana

Die Maremma im Süden ist eine ländliche Landschaft mit Wäldern, Sümpfen und Stränden. Pitigliano ist eine Stadt aus Tuffstein auf einem Felsen mit einem jüdischen Viertel, das Klein Jerusalem genannt wird. Sorano besitzt eine Festung, Sovana eine etruskische Nekropole mit Vie Cave, tiefen Hohlwegen im Tuff, die Etrusker anlegten. Bei Saturnia sprudelt Thermalwasser von 37,5 Grad in Naturbecken, den Cascate del Mulino, kostenlos und ganzjährig zugänglich. Der Naturpark Uccellina schützt Küste, Wald und Salzwiesen.

Küste und Inseln: Livorno, Elba und Argentario

Livorno ist eine Hafenstadt mit Kanälen, der Festung Fortezza Vecchia, dem Denkmal der Vier Mohren und der Terrazza Mascagni am Meer. Elba, 224 Quadratkilometer groß, besitzt Portoferraio mit Napoleons Villa, den Monte Capanne mit 1019 Metern und Buchten wie Fetovaia und Sansone. Der Monte Argentario ist eine Halbinsel mit Porto Santo Stefano und Porto Ercole, wo Caravaggio 1610 starb. Giglio liegt vor der Küste mit ruhigen Stränden und Weinbergen. Populonia besitzt einen Archäologiepark mit etruskischen Gräbern und Blick auf Elba.

Nordtoskana: Marmor, Garfagnana und Versilia

Bei Carrara liegen die Marmorbrüche der Apuanischen Alpen, aus denen seit der Antike der weiße Marmor für Michelangelos David stammt, im Ortsteil Colonnata reift in Marmorwannen der Lardo. In der Garfagnana bietet Barga eine Altstadt und Borgo a Mozzano die Teufelsbrücke, die Ponte del Diavolo. Die Versilia hat Sandstrände in Forte dei Marmi und Viareggio, letztere Stadt ist für Karneval und Jugendstilpromenade bekannt. Montecatini Terme bietet Kurbäder und eine Standseilbahn nach Montecatini Alto.

Medici Villen und Gärten

Die Medici ließen Villen und Gärten bauen, die 2013 Welterbe wurden: Poggio a Caiano mit Villa und Park, Cafaggiolo im Mugello, Villa La Petraia und Villa di Castello bei Florenz mit Renaissancegärten sowie die Boboli Gärten. Die Villen liegen 10 bis 25 Kilometer von Florenz und sind mit Zug und Bus zu erreichen.

Florenz im Detail: Uffizien Rundgang

Die Uffizien umfassen 3 Etagen mit rund 100 Sälen. Im 2. Stock beginnt der Rundgang mit Gemälden von Cimabue und Giotto, deren Maestà Bilder die Wende von der byzantinischen zur realistischen Malerei zeigen. Die Säle 10 bis 14 sind Botticelli gewidmet, mit Primavera und Geburt der Venus, gemalt zwischen 1480 und 1485 für die Familie Medici. Im Saal von Leonardo hängen die Verkündigung und die unvollendete Anbetung der Könige, in den Sälen von Michelangelo der Tondo Doni, die Heilige Familie in leuchtenden Farben. Raffael ist mit der Madonna mit dem Stieglitz vertreten, Tizian mit der Venus von Urbino, Caravaggio mit Medusa und Bacchus. Aus den Fenstern am Korridor blicken Sie auf den Arno und die Ponte Vecchio. Planen Sie 3 bis 4 Stunden, nehmen Sie die Audioguide Option, und beginnen Sie um 8.15 Uhr, wenn der Andrang gering ist.

Florenz im Detail: Palazzo Vecchio und Vasari Korridor

Der Palazzo Vecchio wurde ab 1299 als Rathaus gebaut und war Sitz der Medici Herzöge. Im Inneren liegt der Saal der Fünfhundert, 54 Meter lang, mit Fresken von Giorgio Vasari, die Siege von Florenz über Pisa und Siena zeigen. Im Studiolo von Francesco I. verbergen Wandschränke Schätze, im Museum für Kinder gibt es Führungen mit Kostümen. Auf dem Turm Arnolfo, 95 Meter hoch, haben Sie einen Panoramablick. Der Vasari Korridor verband seit 1565 Palazzo Vecchio und Palazzo Pitti über die Ponte Vecchio, ein Gang von rund 750 Metern Länge, der Herzögen ermöglichte, ungesehen über den Fluss zu gehen.

Florenz im Detail: Baptisterium, Campanile und Kuppel

Das Baptisterium San Giovanni ist ein achteckiger Bau des 11. Jahrhunderts aus weißem und grünem Marmor, in dem Florentiner bis 1800 getauft wurden, darunter Dante. Das Mosaikgewölbe entstand ab 1225. Die Ostportale von Ghiberti zeigen 10 Felder aus dem Alten Testament in Bronzerelief. Der Campanile steht 84 Meter hoch, sein Bau begann 1334 unter Giotto. Die Kuppel besteht aus 2 Schalen, die Sie zwischen den Schalen über 463 Stufen besteigen, mit Nahblick auf die Fresken von Vasari und Zuccari. Die Bautechnik mit Fischgrätenmuster ohne Gerüst gilt als Wunder der Renaissance.

Florenz im Detail: Oltrarno, Santo Spirito und Brancacci Kapelle

Oltrarno bedeutet jenseits des Arno und ist das Viertel der Handwerker. Die Basilika Santo Spirito von Brunelleschi besitzt einen klar gegliederten Innenraum, der Platz davor ist am Abend ein Treffpunkt. In Santa Maria del Carmine liegt die Brancacci Kapelle mit den Fresken von Masaccio und Masolino, die Leonardo, Michelangelo und Raffael studierten. Das Museo La Specola zeigt Wachsmodelle der Anatomie. Werkstätten fertigen Möbel, Gold, Papier und Leder, viele erlauben den Besuch.

Florenz im Detail: Märkte, Brücken und Ufer

Der Mercato Centrale in San Lorenzo, 1874 erbaut, bietet im Erdgeschoss Fleisch, Käse und Gemüse, im ersten Stock Stände zum Essen. Der Mercato Nuovo, die Loggia del Porcellino, besitzt einen Bronzeeber, dessen Nase Touristen reiben, damit sie nach Florenz zurückkehren. Der Flohmarkt Ciompi findet täglich statt. Der Arno wird von Brücken überspannt, die Ponte Santa Trinita von 1569 wurde nach der Sprengung 1944 neu aufgebaut, die Ponte alle Grazie und die Ponte Vecchio bieten Blicke. Am Ufer liegen die Lungarni mit Cafés und Kanuclubs.

Florenz im Detail: Fiesole, San Miniato und Aussichten

Fiesole liegt auf einem Hügel 8 Kilometer nördlich mit römischem Theater aus dem 1. Jahrhundert vor Christus, Thermen, einem etruskischen Museum und einer Kathedrale. Die Kirche San Miniato al Monte aus dem 11. Jahrhundert besitzt eine Fassade aus weißem und grünem Marmor, Mosaiken und einen Friedhof mit Aussicht. Weitere Aussichtspunkte sind der Turm des Palazzo Vecchio, der Campanile und der Garten Bardini. Am Abend sitzen Florentiner auf den Stufen des Piazzale Michelangelo mit Wein.

Pisa im Detail: Bauwerke und Geschichte

Die Piazza dei Miracoli entstand ab 1063, als Pisa auf dem Höhepunkt seiner Seemacht stand. Der Dom ist ein romanischer Bau mit Fassaden aus Marmor mit 4 Reihen von Säulen und Bronzetüren, der Campanile begann sich schon 1178 nach Süden zu neigen. Galileo Galilei soll die Fallgesetze angeblich vom Turm untersucht haben, eine Legende. Im 20. Jahrhundert wurde der Turm gesichert, 2001 ist die Neigung um rund 40 Zentimeter reduziert worden und blieb stabil. Das Baptisterium hat eine Akustik, bei der Wärter mit Gesang Echo vorführen. Der Camposanto wurde im Zweiten Weltkrieg beschädigt, die Fresken wurden restauriert.

Lucca im Detail: Mauer, Türme und Puccini

Die Mauer von Lucca wurde zwischen 1504 und 1650 gebaut und nie im Krieg getestet, seit 1800 dient sie als Promenade mit Bäumen. Sie besitzt 11 Bastionen und 6 Tore. Die Torre Guinigi ist ein Backsteinturm mit Eichenbäumen auf der Spitze, die Torre delle Ore trägt eine Uhr von 1471. Das Puccini Geburtshaus zeigt Erinnerungen, der Komponist lebte 1858 bis 1924. Die Straße Via Fillungo mit Läden, Cafés und dem Caffè Di Simo aus dem Jahr 1846 ist Spazierweg. Der Dom San Martino besitzt das Grabmal der Ilaria del Carretto von Jacopo della Quercia.

Siena im Detail: Contraden, Palio und Pinakothek

Siena ist in 17 Contraden geteilt, die Vereine mit eigenen Brunnen, Kirchen, Museen und Wappen mit Tieren wie Adler, Schnecke, Giraffe, Panther und Drache haben. Am Palio nehmen jeweils 10 Contraden teil, das Los entscheidet. Vor dem Rennen segnet ein Priester Pferd und Reiter, der Sieger erhält den Palio, ein Banner, und feiert wochenlang. Die Pinacoteca Nazionale im Palazzo Buonsignori zeigt Werke von Duccio, Simone Martini und Lorenzetti, die die Sieneser Schule prägten. Die Libreria Piccolomini im Dom bewahrt Chorbücher mit Miniaturen und Fresken Pinturicchios.

San Gimignano im Detail: Türme und Weine

San Gimignano besitzt 14 Türme in einem Ort mit 7800 Einwohnern. Im Mittelalter bauten Familien Türme aus Prestige, im 13. Jahrhundert standen rund 70. Der Ort war Station der Via Francigena, Pilger übernachteten. Die Kollegiatskirche besitzt Fresken mit Szenen des Alten und Neuen Testaments, die Torre Grossa bietet den Blick über die Landschaft. Die Vernaccia wächst an den Hängen, die Gelateria auf der Piazza della Cisterna gewann Weltmeisterschaften im Eis. Besuchen Sie den Ort früh oder spät.

Volterra im Detail: Etrusker, Alabaster und Twilight

Volterra war das etruskische Velathri und besitzt die Porta all'Arco aus dem 4. Jahrhundert vor Christus, das römische Theater aus dem 1. Jahrhundert vor Christus und das Museo Guarnacci mit über 600 Urnen und der Ombra della Sera, einer langgestreckten Bronzefigur. Alabaster wird seit den Etruskern in Werkstätten verarbeitet. Die Festung Medicea dient als Gefängnis. Der Ort ist auch Schauplatz eines Vampirfilms, der Fans anzieht.

Arezzo und Cortona im Detail

In der Kirche San Francesco malte Piero della Francesca 1452 bis 1466 den Zyklus der Legende vom Wahren Kreuz, dessen Fresken wegen der Perspektive und der ruhigen Figuren als Höhepunkt der Frührenaissance gelten. Reservieren Sie den Besuch, die Gruppen sind auf 25 Personen beschränkt. Die Piazza Grande fällt zur Kirche Santa Maria della Pieve ab, in der Passage am Ufer steht das Geburtshaus von Petrarca. Arezzo ist Kulisse des Films Das Leben ist schön von 1997. Cortona besitzt das Museum der Etruskischen Akademie mit einem Bronzeleuchter aus dem 4. Jahrhundert vor Christus, die Kirche Santa Maria delle Grazie al Calcinaio und Fresken von Fra Angelico im Diözesanmuseum.

Prato, Pistoia und Montecatini Terme

Prato besitzt den Dom mit Fresken von Filippo Lippi und dem Gürtel der Maria, der 5 Mal im Jahr gezeigt wird, und das Textilmuseum. Pistoia hat einen Marktplatz mit Blick auf den Dom und das Baptisterium und ein Ospedale del Ceppo mit einem Fries von Terrakotta. Montecatini Terme ist ein Kurort mit Jugendstil Bädern, die 2021 mit anderen europäischen Kurstädten Welterbe wurden. Eine Standseilbahn von 1898 führt nach Montecatini Alto.

Dörfer der Toskana: Die schönsten Orte

Zu den schönsten Dörfern zählen Anghiari im Tiber Tal, Barga in der Garfagnana, Casole d'Elsa, Certaldo Alto, Cetona, Fosdinovo mit Burg, Lucignano mit ovalen Straßen, Montefollonico, Monticchiello, Pitigliano, Poppi, San Quirico d'Orcia, Sorano, Suvereto und Vinci. Viele liegen abseits der Hauptrouten und werden mit dem Auto besucht, oft lohnt ein Halt zum Mittagessen mit lokalem Wein. Planen Sie pro Dorf 1 bis 2 Stunden.

Thermen der Toskana

Die Toskana hat viele Thermalquellen: Saturnia mit 37,5 Grad, Bagni San Filippo mit weißem Kalk und warmem Bach, Bagno Vignoni mit einem Becken im Ortskern, Rapolano Terme mit Schwefelwasser, San Casciano dei Bagni mit etruskischen Bädern, Chianciano Terme, Montecatini Terme und Bagni di Lucca. Eintritt in Thermenparks kostet 15 bis 50 Euro, freie Becken wie Cascate del Mulino sind kostenlos. Nehmen Sie Badeschuhe und ein Handtuch mit, und meiden Sie die Mittagszeit im Sommer.

Kunstgeschichte der Toskana in Kürze

Wer die Region lesen möchte, sollte die Epochen kennen. Etruskische Gräber und Bronzen prägen Museen von Volterra und Cortona. Die Romanik mit Rundbögen und Marmorstreifen zeigt sich in Pisa und Lucca. Die Gotik mit Spitzbögen und Backstein prägt Siena, Florenz und San Gimignano. Die Renaissance begann in Florenz mit Brunelleschi, Donatello und Masaccio, führte zu Botticelli, Leonardo und Michelangelo und wurde in Pienza und Urbino zur Stadtplanung. Der Manierismus mit Vasari und Cellini schloss die Epoche ab. Im 19. Jahrhundert prägten die Macchiaioli, Maler der Landschaft. Im 20. Jahrhundert entstanden Bauten wie der Bahnhof Santa Maria Novella von 1934.

Florenz: Museen im Überblick mit Zeitbedarf

Florenz besitzt über 70 Museen. Die Uffizien benötigen 3 bis 4 Stunden, die Accademia 1 Stunde, das Bargello 1,5 Stunden, der Palazzo Pitti mit Galleria Palatina, Kostümgalerie und Boboli Gärten 4 bis 5 Stunden. In der Galleria Palatina hängen Raffaels Madonna della Seggiola und Bilder von Tizian in der Hängung der Medici. Das Museo Galileo zeigt Instrumente des Physikers, darunter sein Fernrohr, das Museo di San Marco die Zellen mit Fresken von Fra Angelico in 1 Stunde, das Museo Novecento Kunst des 20. Jahrhunderts, das Opificio delle Pietre Dure Mosaike aus Halbedelsteinen. Das Museo Stibbert besitzt eine Sammlung von Rüstungen und Waffen aus vielen Ländern, das Museo Horne ein Haus der Renaissance. Planen Sie pro Tag höchstens 2 große Museen.

Florenz: Kirchen, die Sie kennen sollten

Neben dem Dom lohnen 8 Kirchen. Santa Croce besitzt Gräber und Fresken von Giotto, Santa Maria Novella das Fresko der Dreifaltigkeit von Masaccio, San Lorenzo die Medici Kapellen und Brunelleschis Sakristei, San Marco Fra Angelico, Santo Spirito Brunelleschis klaren Raum, Santa Maria del Carmine die Brancacci Kapelle, Orsanmichele Statuen der Zünfte, und San Miniato al Monte Mosaiken und Ausblick. Die Basilika Santissima Annunziata zeigt ein wundertätiges Bild der Verkündigung. Viele Kirchen verlangen Eintritt von 5 bis 9 Euro, Santa Croce und Santa Maria Novella liegen darüber.

Livorno, Viareggio, Grosseto und Massa Marittima im Detail

Livorno wurde im 16. Jahrhundert als Freihafen der Medici gegründet und zog Händler aller Religionen an. Die Stadt besitzt Kanäle im Viertel Venezia Nuova, den Mercato Centrale, das Denkmal der Vier Mohren und die Fortezza Nuova. Viareggio ist ein Badeort mit Jugendstilbauten der 1920er Jahre, der Karneval im Februar und März mit riesigen Papiermaché Wagen zieht über 100000 Besucher an. Grosseto besitzt eine hexagonale Stadtmauer der Medici aus dem 16. Jahrhundert, die begehbar ist, und ein archäologisches Museum der Maremma. Massa Marittima besitzt einen romanischen Dom auf einem schrägen Platz, ein Bergbaumuseum und einen Brunnen mit einem Fresko der Fruchtbarkeit aus dem 13. Jahrhundert.

Val d'Orcia im Detail: Pienza, Montalcino, Monticchiello und San Quirico

In Pienza zeigt der Palazzo Piccolomini einen Innenhof, einen Garten mit Blick auf das Tal und Wohnräume des Papstes Pius II., die Führung dauert 30 Minuten. Die Gassen Via dell'Amore und Via del Bacio führen an der Stadtmauer entlang. Montalcino besitzt die Rocca aus dem 14. Jahrhundert, in deren Hof Sie Wein probieren, und einen Brunnen mit einem Rezept der Stadt. Die Abtei Sant'Antimo aus dem 12. Jahrhundert hat einen Chor mit Alabasterfenstern, Mönche singen dort gregorianischen Choral. Monticchiello ist ein ummauertes Dorf, in dem die Einwohner seit den 1960er Jahren jedes Jahr ein Theaterstück über ihr Leben aufführen. San Quirico d'Orcia besitzt die Horti Leonini, einen Garten der Renaissance mit Buchsbaumhecken, die Zypressenkreise liegen 2 Kilometer außerhalb.

Lucca im Detail: Museen, Gärten und Feste

Das Museo Nazionale di Villa Guinigi zeigt Kunst der Lucchesia vom Mittelalter bis zur Renaissance, der Palazzo Pfanner einen Barockgarten mit Statuen und Wasserbecken aus dem 18. Jahrhundert. Die Kirche San Frediano besitzt ein Mosaik an der Fassade und einen romanischen Taufbrunnen, die Kirche San Paolino Malerei des 16. Jahrhunderts. Im Sommer findet das Lucca Summer Festival mit Konzerten auf der Piazza Napoleone statt, im Oktober und November die Comicmesse Lucca Comics and Games mit über 200000 Besuchern. Die Region Lucchesia ist für Olivenöl bekannt, das mild und fruchtig ist.

Pisa und Siena: Umgebung im Detail

Bei Pisa liegen die Certosa di Calci, ein Kartäuserkloster aus dem 14. Jahrhundert mit Naturkundemuseum, und der Naturpark Migliarino San Rossore mit Küstenwald, Wildtieren und Wegen für Radfahrer. In der Nähe von Siena liegen Murlo mit einem etruskischen Museum, Chiusdino mit der Abtei San Galgano, die Terme di Rapolano und die Burg Belcaro. Die Wege sind kurvig, planen Sie jeweils einen halben Tag ein.

Süd Toskana im Detail: Pitigliano, Sorano, Sovana und Saturnia

Pitigliano liegt auf einem Tuffsporn, umgeben von Schluchten, mit dem Aquädukt der Medici und der Synagoge von 1598, die Zeugnisse der jüdischen Gemeinde zeigt, die seit dem 16. Jahrhundert hier lebte. Der Dom und der Palazzo Orsini stehen im Ortskern, Höhlenkeller, in denen Wein reift, kann man mit Führung besuchen. Sorano hat eine Festung und einen Felsenweg, Sovana einen Dom des 12. Jahrhunderts und die etruskischen Gräber Tomba Ildebranda mit Säulenfassade. Die Vie Cave sind 3 bis 20 Meter tiefe Gassen im Fels, deren Zweck bis heute diskutiert wird. Saturnia liegt 30 Kilometer entfernt, mit den Cascate del Mulino, kostenlosem Wasser, das mit 37,5 Grad aus einer Quelle rinnt.

Nordtoskana im Detail: Garfagnana, Barga und Grotta del Vento

Die Garfagnana im Tal des Serchio bietet Kastanienwälder, Burgen wie Verrucole und Bergdörfer. Barga besitzt einen Dom mit Blick auf die Apuanen, im Sommer ein Opernfestival und eine schottische Gemeinde, weil viele Bargaser nach Schottland auswanderten. Die Grotta del Vento bei Fornovolasco ist eine Tropfsteinhöhle mit Führungen von 1 bis 3 Stunden. Die Orte Castelnuovo di Garfagnana und Castiglione erreichen Sie mit dem Auto, der Zug Lucca Aulla verbindet das Tal.

Chiusi, Cetona und Chianciano

Chiusi war eine der mächtigsten etruskischen Städte, König Porsenna soll hier residiert haben. Das Museo Nazionale Etrusco zeigt Urnen und Bronzen, Führungen führen in unterirdische Gänge und Zisternen. Cetona ist ein ruhiges Dorf mit einer Burg und dem Berg Monte Cetona, Chianciano Terme ein Kurort mit Thermalquellen.

Siena im Detail: Palio Ablauf Tag für Tag

Der Palio findet am 2. Juli und am 16. August statt und wird 4 Tage lang vorbereitet. 3 Tage vor dem Rennen werden 10 Pferde den Contraden per Los zugeteilt, danach finden 6 Probeläufe auf dem Platz statt, der mit Erde bedeckt wird. Am Renntag segnet ein Priester das Pferd in der Kirche der Contrada, am Nachmittag zieht ein historischer Umzug in Kostümen über den Platz. Das Rennen dauert rund 90 Sekunden, das Pferd zählt, auch ohne Reiter. Der Sieger erhält das Banner Palio und feiert mit einem Festessen. Stehplätze im Inneren des Platzes sind gratis, aber ab 11 Uhr belegt, Tribünen kosten 200 bis 500 Euro. Viele Wirte schließen am Renntag oder verlangen Aufpreise.

Siena Dom: Kunstwerke und Böden

Der Dom besitzt einen Boden aus 56 Feldern mit Marmoreinlagen, die zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert entstanden und nur zeitweise aufgedeckt werden. Die Kanzel von Nicola Pisano von 1268 zeigt Szenen aus dem Leben Jesu, die Kapelle des Täufers Johannes eine Statue von Donatello, die Cappella Chigi Werke von Bernini, die Piccolomini Bibliothek Fresken von Pinturicchio von 1502. Das Museo dell'Opera bewahrt die Maestà von Duccio von 1311 und bietet vom Facciatone Aussichten. Kaufen Sie das Kombiticket Opa Si Pass.

Eintritte und Öffnungszeiten der wichtigsten Stätten

Die Kuppel des Doms in Florenz öffnet ab 8.15 Uhr, die Uffizien dienstags bis sonntags von 8.15 bis 18.30 Uhr, die Accademia mit ähnlichen Zeiten, alle montags geschlossen. Der Schiefe Turm in Pisa öffnet zwischen 9 und 20 Uhr im Sommer, mit Zeitfenster, Eintritte für Turm und Bauwerke kosten je 10 bis 20 Euro. Der Torre del Mangia in Siena ist täglich offen, der Eintritt kostet 10 bis 15 Euro, der Dom mit Kombiticket rund 15 Euro. Die Stadtmauer von Lucca ist frei, Türme kosten 4 bis 5 Euro. Öffnungszeiten ändern sich saisonal, prüfen Sie diese vor dem Besuch.

Lucca und Umgebung: Ausflüge

Von Lucca erreichen Sie mit dem Zug Barga und die Garfagnana in 1 Stunde, Bagni di Lucca mit Bus in 40 Minuten, Collodi mit Bus in 30 Minuten und die Villen der Lucchesia mit dem Rad in 30 Minuten. Der Zug nach Viareggio fährt in 30 Minuten, ans Meer, der nach Pisa in 30 Minuten. Die Ponte del Diavolo liegt an der Straße nach Barga und ist mit dem Auto in 25 Minuten erreichbar.

Toskana Sightseeing Routen und klassische Besucherwege durch die Städte

Florenz zu Fuß in 1 Tag

Beginnen Sie um 8 Uhr an der Piazza del Duomo. Besteigen Sie mit Zeitfenster die Kuppel, besichtigen Sie das Baptisterium und gehen Sie über die Via dei Calzaiuoli zur Piazza della Signoria mit Palazzo Vecchio und Loggia dei Lanzi. Danach folgen die Uffizien in 3 Stunden, zum Mittagessen nehmen Sie den Mercato Centrale. Am Nachmittag überqueren Sie die Ponte Vecchio, besuchen den Palazzo Pitti oder die Boboli Gärten, gehen nach Santo Spirito und steigen zum Piazzale Michelangelo hinauf, wo Sie den Sonnenuntergang erleben. Die Strecke beträgt rund 8 Kilometer.

Florenz in 2 Tagen: Kunst und Handwerk

Am 1. Tag besuchen Sie Dom, Baptisterium, Campanile und Dommuseum am Vormittag, Uffizien am Nachmittag und Abendessen in Santa Croce. Am 2. Tag folgen die Accademia mit dem David, die Medici Kapellen, San Lorenzo und der Mercato Centrale, am Nachmittag Oltrarno mit Werkstätten, Santo Spirito, Brancacci Kapelle und San Miniato al Monte. Vom Bahnhof Santa Maria Novella liegen alle Ziele in 10 bis 25 Minuten Fußweg.

Pisa in einem halben Tag

Vom Bahnhof Pisa Centrale gehen Sie in 25 Minuten über die Via Crispi und den Ponte di Mezzo zur Piazza dei Miracoli, oder Sie nehmen den Bus. Sie besteigen den Schiefen Turm mit Zeitfenster, besichtigen Dom und Baptisterium und den Camposanto. Auf dem Rückweg gehen Sie durch die Borgo Stretto zur Piazza dei Cavalieri und zur Kirche Santa Maria della Spina am Arno. Planen Sie 4 bis 5 Stunden.

Lucca in 1 Tag

Von der Porta San Pietro gehen Sie in die Altstadt, besichtigen die Piazza dell'Anfiteatro, den Dom San Martino mit dem Volto Santo und die Kirche San Michele. Nach dem Mittagessen steigen Sie auf die Torre Guinigi oder die Torre delle Ore und mieten Räder für eine Runde von 4,2 Kilometern auf der Stadtmauer. Am späten Nachmittag besuchen Sie den Botanischen Garten und die Via Fillungo mit Läden.

Siena in 1 Tag

Sie beginnen an der Piazza del Campo, besteigen den Torre del Mangia und besichtigen den Palazzo Pubblico mit dem Museo Civico. Danach folgen der Dom mit Libreria Piccolomini und Baptisterium, nach dem Mittagessen die Pinacoteca oder Santa Maria della Scala. Am Nachmittag gehen Sie durch die Contraden, sehen Brunnen, Wappen und Fahnen und kaufen Panforte und Ricciarelli, Süßigkeiten der Stadt. Die Strecke misst rund 5 Kilometer.

San Gimignano, Volterra und Monteriggioni

San Gimignano besichtigen Sie am frühen Morgen oder am späten Nachmittag, wenn Reisebusse fehlen. Sie steigen auf die Torre Grossa, besuchen die Kollegiatskirche mit Fresken und die Piazza della Cisterna. Volterra erreichen Sie in 30 Minuten mit dem Auto, dort besuchen Sie das Museo Guarnacci, das römische Theater und die Alabasterwerkstätten. In Monteriggioni umrunden Sie die Stadtmauer in 20 Minuten.

Florenz nach Themen: Renaissance, Medici, Handwerk und Küche

Wer Florenz nach Themen erlebt, kombiniert die Stätten neu. Die Renaissance Route führt von Brunelleschis Kuppel über die Kirche Santo Spirito und die Brancacci Kapelle zu den Uffizien und der Accademia. Die Medici Route umfasst den Palazzo Medici Riccardi mit Benozzo Gozzolis Fresken der Heiligen Drei Könige, die Medici Kapellen bei San Lorenzo, den Palazzo Pitti, die Boboli Gärten und den Palazzo Vecchio. Die Handwerksroute führt durch Oltrarno mit Werkstätten für Gold, Papier, Leder und Möbel. Die Kulinarikroute verbindet Mercato Centrale, Buchette del vino, Lampredotto Stände, Bäckereien für Schiacciata und Weinbars.

Lucca mit dem Rad: Mauerrunde und Umgebung

Leihräder gibt es an den Toren der Stadtmauer, sie kosten 4 bis 6 Euro pro Stunde oder 15 Euro pro Tag. Die Mauerrunde misst 4,2 Kilometer, ist flach und mit Bäumen bestanden, Sie brauchen 30 bis 45 Minuten. Für längere Touren fahren Sie zu den Villen von Marlia, 8 Kilometer nördlich, oder nach Pieve di Compito im Hügelland. Die Radwege sind einfach, der Verkehr ist ruhig.

Siena: Spaziergang durch die Contraden

Von der Piazza del Campo gehen Sie in die Via di Città, dann zur Contrada dell'Onda mit dem Brunnen einer Welle, weiter zur Contrada della Torre mit dem Turm mit Elefant und zur Contrada del Drago. Achten Sie auf Fahnen in den Farben, Wappen an Hauswänden und Brunnen, an denen Kinder mit Halstüchern spielen. Im Juni und im Juli sind die Straßen mit Fahnen geschmückt, am Vorabend des Palio finden Essen in den Straßen statt.

Via Francigena mit dem Auto: Etappenorte

Wer die Via Francigena mit dem Auto verfolgt, besucht Etappenorte: Lucca, Altopascio mit dem Hospitalturm, San Miniato, Gambassi Terme, San Gimignano, Monteriggioni, Siena, Ponte d'Arbia, Buonconvento, San Quirico d'Orcia, Bagno Vignoni und Radicofani. Viele Orte besitzen Pilgerherbergen, Kirchen mit Romanik und Wegzeichen mit einem Pilgersymbol.

Pisa in 2 Tagen: Piazza, Universität und Ufer

Am 1. Tag besuchen Sie die Piazza dei Miracoli mit Schiefem Turm, Dom, Baptisterium und Camposanto am Vormittag, das Dommuseum am Mittag und das Nationalmuseum San Matteo mit Malerei des Mittelalters am Nachmittag. Am 2. Tag folgen die Piazza dei Cavalieri, die Borgo Stretto, die Ufer mit Santa Maria della Spina, der Botanische Garten von 1544, der älteste universitäre botanische Garten der Welt, und die Piazza delle Vettovaglie mit Markt. Am Abend essen Sie Cecina und Baccalà in einer Trattoria im Viertel Santa Maria.

Arezzo in einem halben Tag

Vom Bahnhof gehen Sie über die Via Guido Monaco zur Piazza Grande, die mit Loggien und Palästen zum Dom abfällt. Sie besichtigen mit Reservierung die Kirche San Francesco mit Fresken von Piero della Francesca in 30 Minuten, dann die Pieve di Santa Maria mit romanischer Fassade und die Casa Vasari. Am Nachmittag besuchen Sie das Archäologische Museum im Kloster mit römischer Keramik und das Amphitheater. Am 1. Sonntag im Monat findet der Antiquitätenmarkt statt.

Pienza und Montepulciano in einem Tag

Von Siena führt die Straße nach Pienza, 55 Kilometer, ein Ort mit der Idealstadt des Papstes Pius II. Sie besichtigen Dom, Palazzo Piccolomini mit Garten und kaufen Pecorino auf dem Corso. Am Nachmittag fahren Sie 13 Kilometer nach Montepulciano, gehen durch die Via di Gracciano nel Corso, besuchen die Piazza Grande mit Palazzo Comunale und Turm, und verkosten Vino Nobile in einem Keller unter dem Palazzo.

Siena in 2 Tagen: Stadt und Umgebung

Am 1. Tag besuchen Sie Piazza del Campo, Palazzo Pubblico, Torre del Mangia, Dom mit Libreria Piccolomini und Baptisterium, am Nachmittag Pinacoteca und Contraden. Am 2. Tag fahren Sie in die Crete Senesi zur Abtei Monte Oliveto Maggiore, 35 Kilometer, und zurück über Asciano, oder nach Monteriggioni und Colle di Val d'Elsa. Am Abend essen Sie Pici in einer Trattoria in der Contrada dell'Oca.

Toskana bei Regen: Museen, Thermen und Weingüter

Regen in der Toskana ist im Frühjahr und Herbst häufig. Dann bieten sich Museen in Florenz, Siena und Pisa an, Thermen in Saturnia, Bagno Vignoni oder Montecatini, Weingüter mit Verkostung in Kellern, Ölmühlen und Kochkurse. Kirchen sind trocken, Fresken wirken bei bedecktem Himmel besonders. Planen Sie Landschaftstouren auf Tage mit Sonne und behalten Sie den Wetterbericht im Blick.

Tagesplan auf dem Land: So sieht ein Tag aus

Ein Tag im Chianti verläuft so: Frühstück um 8.30 Uhr im Agriturismo, Abfahrt um 9.30 Uhr, Besuch eines Dorfes von 10 bis 12 Uhr, Weinprobe um 12 Uhr, Mittagessen im Weingut oder in einer Trattoria um 13 Uhr bis 15 Uhr, Pause am Pool, Ausflug zum Aussichtspunkt am späten Nachmittag, Abendessen um 20 Uhr. Wer diese Zeiten einhält, vermeidet Hitze und Hektik.

Toskana versteckte Orte und echte Geheimtipps abseits der Hauptwege

Bagno a Ripoli, Fiesole und die Hügel über Florenz

Wenige Kilometer nördlich von Florenz liegt Fiesole, die etruskische Vorgängerin der Stadt, mit römischem Theater, Thermen und Aussicht auf das Arnotal. Der Bus 7 fährt vom Zentrum in 25 Minuten. Rund um Florenz liegen Gärten wie die Villa Medici in Fiesole und die Villa Gamberaia in Settignano mit Terrassen und Wasserbecken, die weniger überlaufen sind als Boboli.

Certosa del Galluzzo und Klöster

Die Certosa di Firenze im Ema Tal besitzt einen Kreuzgang mit Terrakotta Medaillons und wird von Mönchen bewohnt. Die Klöster von Vallombrosa, Camaldoli und La Verna im Apennin liegen im Wald, mit Übernachtungsmöglichkeit in Gästehäusern, mit Franziskus Gedenkstätte und schweigsamer Atmosphäre.

Vinci, Certaldo und Poppi

In Vinci, dem Geburtsort Leonardo da Vincis, zeigt das Museum Modelle seiner Maschinen, das Geburtshaus im Ortsteil Anchiano liegt zu Fuß erreichbar in den Olivenhainen. Certaldo Alto ist ein Backsteinstädtchen, in dem der Dichter Boccaccio starb. Poppi im Casentino besitzt ein Schloss mit Bibliothek und gehört zu den schönsten Dörfern Italiens.

Lucchesia: Villen, Bagni di Lucca und Ponte del Diavolo

Um Lucca liegen Villen mit Gärten wie Villa Reale in Marlia und Villa Torrigiani, die Sie im Sommer besichtigen. Bagni di Lucca ist ein Kurort mit Thermen im Tal des Lima, in dem im 19. Jahrhundert Dichter und Adel weilten. Die Ponte del Diavolo bei Borgo a Mozzano ist eine Brücke aus dem 14. Jahrhundert mit asymmetrischem Bogen.

Maremma: Vie Cave, Saturnia und Massa Marittima

Bei Sovana, Sorano und Pitigliano verbinden Vie Cave, Hohlwege im Tuff mit Wänden bis 20 Meter Höhe, etruskische Orte. Die Cascate del Mulino bei Saturnia sind frei zugänglich und im Winter angenehmer als im Sommer. Massa Marittima, eine Bergbaustadt, besitzt einen Dom auf einer Treppe und ein Museum für Bergbau. Der Hügel von Roselle zeigt etruskische und römische Mauern.

Orte für Ruhe: Casentino, Garfagnana und Monte Amiata

Das Casentino im Osten ist ein Land von Wäldern, Burgen und Klöstern, die Garfagnana im Nordwesten von Bergen und Kastanien, der Monte Amiata im Süden von Buchenwäldern und Thermen. Alle 3 Gebiete sind wenig besucht und mit dem Auto erreichbar.

Echte Toskana Geheimtipps mit konkreten Ortsbeschreibungen

Wenn ein bester Toskana Reiseführer Menschenmengen umgeht

Ein bester Toskana Reiseführer nützt Ihnen wenig, wenn er nur überlaufene Orte nennt. Die wirksamste Strategie gegen Andrang: früh starten, Wochentage wählen, Nebensaison nutzen. San Gimignano, Pisa und Siena sind zwischen 11 und 17 Uhr voll, am frühen Morgen und am Abend gehören sie den Einwohnern. Florenz ist am Dienstag und Mittwoch ruhiger als am Wochenende.

Castello di Brolio, Radda und Volpaia

Volpaia ist ein Dorf im Chianti, das aus einer Burg besteht, mit Kellern, Kunstwerkstätten und Blick auf die Hügel. Radda besitzt eine mittelalterliche Ortsanlage, Brolio eine Burg mit Gärten der Familie Ricasoli, die das Chianti erfand. Das Panorama der Straße von Radda nach Volpaia gilt als schönste Strecke des Chianti, ohne Reisebusse.

Crete Senesi: Asciano, Rapolano und Monte Oliveto

Asciano ist das Zentrum der Crete Senesi mit Museen und Kirchen. Rapolano Terme besitzt Thermen mit Schwefelwasser. Die Straße SP438 führt durch Lehmhügel, kahl und grau, im Frühjahr grün, die Abtei Monte Oliveto Maggiore erreichen Sie in 20 Minuten. Bei San Quirico d'Orcia zeigen sich die bekannten Zypressenkreise am Gehöft Belvedere und an der Kapelle Vitaleta.

Val d'Orcia abseits: Castiglione d'Orcia, Rocca d'Orcia und Radicofani

Castiglione d'Orcia ist ein ruhiges Dorf mit Festung, Rocca d'Orcia ein Burgort mit Aussicht, Radicofani eine Festung auf einem Berg mit Blick auf 3 Regionen. Die Straße vom Monte Amiata ins Val d'Orcia ist ein Höhepunkt für Fahrer.

Monte Amiata: Abbadia San Salvatore und Buchenwälder

Der Monte Amiata ist ein erloschener Vulkan mit Buchenwäldern, Kastanien und Kurorten. Abbadia San Salvatore besitzt eine Abtei aus dem 8. Jahrhundert und ein mittelalterliches Viertel. Im Winter fahren Sie Ski, im Sommer wandern Sie auf dem Rundweg Anello della Montagna Amiatina. Aus dem Berg quellen die Wasser für die Thermen von Bagni San Filippo mit weißen Kalkformationen und warmem Bach.

Chiusi, Sarteano und der Trasimenische See

Chiusi besitzt ein etruskisches Museum und Gänge unter der Stadt, Sarteano eine Burg und ein Thermalbad. Der Trasimenische See in Umbrien ist rund 30 Kilometer von Cortona entfernt, mit Inseln und Fischerdörfern.

Insel Giglio, Capraia und Pianosa

Giglio ist ein Inselparadies mit Weinbergen, Buchten und einem Burgdorf. Capraia ist vulkanisch, mit Wanderwegen und wenigen Touristen. Pianosa ist bis auf geführte Tagestouren gesperrt und besitzt römische Ruinen und einen Sandstrand.

Sansepolcro, Anghiari und das Tibertal

Sansepolcro ist die Geburtsstadt Piero della Francescas, dessen Auferstehung im Museo Civico hängt, ein Fresko, das Aldous Huxley das beste Gemälde der Welt nannte. Anghiari ist ein ummauertes Dorf mit Kopfsteingassen, in dem 1440 eine Schlacht stattfand, die Leonardo für den Palazzo Vecchio malen wollte. Das Tal des Tiber ist ruhig, mit Kleinstädten, Wäldern und dem Ort Caprese Michelangelo, dem Geburtsort des Künstlers.

Mugello: Scarperia, Vicchio und Barberino

Das Mugello nördlich von Florenz ist die Heimat der Medici und Ziel für Ruhe. Scarperia ist für Messer und den Rennkurs Mugello bekannt, Vicchio Geburtsort von Giotto und Fra Angelico, Barberino di Mugello ein Ort mit Outlet Center. Die Burg Cafaggiolo der Medici liegt im Tal, die Klosteranlage Monte Senario auf einem Hügel. Die Küche bietet Kastanien und Tortelli mugellani.

Lunigiana und Fosdinovo

Die Lunigiana im Nordwesten hat mehr als 150 Burgen und Steinbauten, Pontremoli besitzt eine Altstadt am Fluss, Fosdinovo eine Burg, in der Dante zeitweise Gast war. Die Statuen Stelen der Lunigiana, jungsteinzeitliche Figuren aus Stein, zeigt das Museum in Pontremoli. Die Region ist ruhig und günstig, die Küche bietet Testaroli, eine Nudelspezialität.

Suvereto, Campiglia und Casale Marittimo

In der Etruskischen Küste liegen Dörfer wie Suvereto mit Weinbergen, Campiglia Marittima mit Burg und Casale Marittimo mit Weingütern. Sie sind ruhig, mit Trattorien, Ölmühlen und Blicken zum Meer. Die Weine der Region, Val di Cornia und Montescudaio, sind günstiger als Bolgheri.

Bolgheri, Maremma und Weingüter abseits

Bolgheri erreichen Sie über die Zypressenallee Viale dei Cipressi, 5 Kilometer lang, die zum Dorf führt, in dem der Dichter Carducci aufwuchs. Das Dorf ist klein, mit Enoteche und Restaurants, die Weingüter Sassicaia, Ornellaia und Masseto liegen in der Umgebung, für Besuche brauchen Sie Reservierungen. Im Süden der Maremma erzeugt die Region Scansano den Morellino, dessen Preise niedriger sind, mit Verkostungen für 10 bis 25 Euro. In Montecucco am Monte Amiata wachsen Sangiovese und Vermentino auf Vulkanboden.

Orte für Ruhe: 10 Dörfer abseits der Routen

Abseits der Hauptstraßen liegen Dörfer, die wenige besuchen: Montefioralle bei Greve mit Steinhäusern, Volpaia im Chianti, Anghiari im Tibertal, Poppi im Casentino, Sorano in der Maremma, Suvereto an der Etruskischen Küste, Barga in der Garfagnana, Certaldo Alto mit Burg, Casole d'Elsa mit Aussicht und Monticchiello mit Mauer. Sie erreichen alle mit dem Auto, parken am Rand und gehen zu Fuß durch die Gassen. Planen Sie pro Dorf 1 bis 2 Stunden und essen Sie in einer Trattoria mit lokaler Karte.

Toskana Insidertipps aus lokaler Perspektive und weniger bekannte Bereiche

Wie Toskaner Kaffee trinken

Toskaner trinken Kaffee im Stehen am Tresen, dort kostet der Espresso 1,20 bis 1,50 Euro, am Tisch bis zu 3 Mal mehr. In vielen Bars zahlen Sie zuerst an der Kasse und legen den Bon auf den Tresen. Ein Cappuccino gilt als Frühstücksgetränk und wird nach 11 Uhr selten bestellt.

Aperitivo, Mahlzeiten und Zeiten

Der Aperitivo beginnt zwischen 18 und 19 Uhr, in Florenz mit Buffets. Das Mittagessen findet um 13 Uhr statt, das Abendessen um 20 bis 21 Uhr. Wer früher isst, findet Touristenlokale. Zwischen 13 und 16 Uhr schließen Läden, Kirchen und Museen in vielen Orten.

Toskana Feste im Jahr

Am 24. Juni feiert Florenz den Stadtpatron Johannes den Täufer mit Calcio Storico, einem historischen Ballspiel in Kostümen, und Feuerwerk. Siena feiert am 2. Juli und am 16. August den Palio, Arezzo im Juni und September die Giostra del Saracino, Viareggio im Februar den Karneval, Pisa am 16. Juni die Luminara und am 17. Juni die Regatta. Im Herbst folgen Weinfeste im Chianti, im Oktober und November Kastanienfeste im Casentino und die Trüffelmesse in San Miniato. Die Reiseführer Toskana Empfehlung lautet, Ihre Reise mit einem Lokalfest zu koppeln.

Sagre: Dorffeste mit Festessen

Zwischen Juni und Oktober finden in fast jedem Dorf Sagre statt, Feste zu Ehren eines Produkts, wie Wildschwein, Pilze, Kastanien, Kirschen oder Wein. Sie bezahlen für ein Menü mit Pasta, Fleisch, Wein und Dessert häufig nur 15 bis 25 Euro. Aushänge finden Sie an Bars und Gemeindehäusern.

Nahverkehr und Streiks

Busse in Florenz und Siena fahren unregelmäßig, planen Sie Puffer ein. Tickets kaufen Sie in Tabakläden oder per App, Papiertickets stempeln Sie im Bus. Streiks im Nahverkehr werden Tage vorher angekündigt und betreffen Züge und Busse für 4 bis 24 Stunden, mit garantierten Zeiten morgens und abends.

Touristenfallen vermeiden und typische Fehlerquellen im Land

Toskana Restaurants an den Sehenswürdigkeiten

Lokale direkt am Dom, an der Piazza della Signoria, an der Piazza del Campo und an der Ponte Vecchio bieten Menüs mit Fotos, mehrsprachige Karten und Kellner, die Passanten ansprechen. Preise für Wasser, Wein und Pasta liegen dort 30 bis 100 Prozent höher als 3 Straßen weiter. Ein Espresso am Tisch am Dom kann 5 bis 8 Euro kosten. Suchen Sie Lokale mit italienischer Karte, wenigen Gerichten und Einheimischen.

Bistecca alla fiorentina: Preis und Gewicht

Eine Bistecca alla fiorentina wird nach Gewicht abgerechnet, ein Steak wiegt 800 Gramm bis 1,5 Kilogramm und kostet 45 bis 70 Euro pro Kilogramm. Fragen Sie nach dem Preis pro Kilo und dem Gewicht, bevor Sie bestellen, und teilen Sie sich ein Steak zu zweit. Ein Steak ohne Knochen und durchgebraten ist ein Zeichen für ein Touristenlokal.

Weinproben und Einkäufe

In Weinbars in Chianti und Montalcino kann eine Verkostung mit Snacks 40 bis 60 Euro kosten, in kleinen Weingütern 15 bis 25 Euro. Kaufen Sie Wein im Weingut, nicht in Souvenirläden an Touristenstraßen, prüfen Sie die Herkunftszeichen DOCG und den schwarzen Hahn beim Chianti Classico.

Mietwagen, ZTL und Parken

Zonen mit Fahrverbot in Florenz, Siena, Lucca, Pisa und Arezzo werden mit Kameras überwacht, Strafen von 80 bis 120 Euro kommen Monate später vom Vermieter. Parken Sie an Rändern und laufen Sie. Kleinwagen sind besser, da Gassen eng sind, und Vollkasko ohne Selbstbeteiligung ist ratsam. Prüfen Sie bei der Übernahme jeden Kratzer.

Souvenirs, Leder und Märkte

Lederwaren in Florenz erkennen Sie an Kennzeichnungen wie Vera Pelle, auf dem Markt San Lorenzo sind viele Waren Fabrikware. Handwerk aus Oltrarno, Papier aus Florenz, Alabaster aus Volterra, Keramik aus Montelupo und Kristall aus Colle di Val d'Elsa sind echte Andenken. Handeln ist nur auf Märkten üblich.

Toskanische Wörter für Bar und Restaurant

Einige Wörter helfen im Alltag. Un caffè ist ein Espresso, un caffè macchiato mit Milchschaum, un cappuccino mit Milchschaum, un'acqua frizzante mit Kohlensäure, un'acqua naturale ohne. Ein Vinsanto ist ein Süßwein, ein Chianti ein Rotwein, ein Bicchiere ein Glas, ein Quartino ein Viertelliter, eine Caraffa eine Karaffe. Il conto per favore verlangt die Rechnung, Il coperto ist das Gedeck, La pappa ein Brei. Wer Bistecca sagt, meint das Steak, wer Tagliata sagt, aufgeschnittenes Steak mit Rucola, wer Fettunta sagt, geröstetes Brot mit Öl.

Sonntag, Siesta und Tageszeiten

Am Sonntag sind Dörfer ruhig, Kirchenglocken läuten, Familien essen gemeinsam, viele Läden und Restaurants schließen zum Abendessen. Mittags zwischen 13 und 16 Uhr ruhen Läden und Behörden. Wer Landschaft fotografiert, plant den frühen Morgen und den späten Nachmittag, wenn die Hügel warme Farben zeigen und Nebel in den Tälern liegt.

Museumskarten und Kombitickets: Was sich lohnt

Die Firenze Card kostet 72 Stunden lang rund 85 Euro und schließt Uffizien, Accademia, Palazzo Pitti, Bargello und Kuppel des Doms ein, dazu Nahverkehr. Sie lohnt sich nur bei 3 großen Museen pro Tag. In Siena bietet das Ticket Opa Si Pass den Zugang zu Dom, Libreria Piccolomini, Baptisterium und Museo dell'Opera, in Pisa das Kombiticket Bauwerke der Piazza, in Lucca Kombitickets für Türme. Rechnen Sie den Preis gegen die Einzelkarten.

Fototermine, Drohnen und Regeln

In Museen und Kirchen ist Fotografieren ohne Blitz meist erlaubt, Stative und Selfiesticks sind untersagt. Drohnen brauchen Genehmigungen und sind über Städten verboten. In Weingütern fragen Sie vor dem Fotografieren, Privatgrundstücke dürfen Sie nicht betreten. Zypressenalleen wie Podere Belvedere sind privat, halten Sie an markierten Aussichtspunkten.

Kleine Regeln des Alltags

Brot kommt automatisch, dazu Olivenöl: Dippen Sie es, denn es ist frisch gepresst und schmeckt gut. Wein wird mit Wasser serviert, beides bestellen Sie zusammen. Ein Kaffee nach dem Essen ist Standard, ein Cappuccino gilt als Frühstück. Tabacchi verkaufen Zigaretten, Briefmarken, Fahrscheine und Bustickets. Toiletten finden Sie in Bars, Restaurants und Museen. An Sonn und Feiertagen sind Läden zu, Tankstellen mit Automaten öffnen dennoch. Kirchenglocken läuten zur vollen Stunde, das gilt als Uhr des Dorfes.

Verkehrsstrafen, Radar und Feiertagsverbote

Auf Autobahnen messen Tutor Systeme die Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen 2 Punkten, Strafen für Überschreitungen beginnen bei rund 40 Euro und steigen bei über 40 Stundenkilometern schnell auf 200 bis 500 Euro. Auf Landstraßen kontrollieren mobile Radargeräte. An Feiertagen gelten Fahrverbote für Lastwagen, sodass Autobahnen nicht leerer, aber ruhiger werden. Telefonieren am Steuer ohne Freisprecheinrichtung wird bestraft.

Toskana Spartipps für Restaurants, Strände, Mobilität und Aktivitäten

In der Toskana essen gehen zu vernünftigen Preisen

Das Mittagsmenü der Trattorien, das Menu del giorno, umfasst Pasta, Fleisch, Beilage, Wasser und Kaffee für 12 bis 18 Euro. Schiacciata, ein flaches Brot mit Olivenöl und Salz, belegt mit Schinken, Käse oder Gemüse, kostet in Bäckereien 3 bis 6 Euro und macht satt. Ein Panino mit Lampredotto oder Porchetta an Ständen in Florenz kostet 4 bis 6 Euro. Frühstücken Sie an der Bar im Stehen für 2,50 bis 3 Euro. Meiden Sie Lokale an großen Plätzen und wählen Sie Lokale in Nebenstraßen mit italienischer Karte.

Wein, Öl und Lebensmittel günstig kaufen

Kaufen Sie Wein direkt im Weingut, ab 8 Euro pro Flasche für Chianti, ab 20 Euro für Chianti Classico Riserva, ab 40 Euro für Brunello. Im Frantoio, der Ölmühle, kostet nativ extra Olivenöl 12 bis 20 Euro pro Liter. Pecorino, Salami und Brot kaufen Sie im Alimentari und auf Märkten. Viele Weingüter erlauben den Kauf eines Kartons mit 6 Flaschen mit Rabatt.

Mobilität und Unterkunft

Regionalzüge sind für Strecken bis 2 Stunden die günstigste Variante. Frecce zwischen Florenz und Rom sind für Sparpreise ab 10 Euro buchbar. Ein Mietwagen kostet im Frühjahr für 1 Woche 250 bis 450 Euro, im Sommer 400 bis 800 Euro, dazu Benzin, das in Italien mehr kostet als in Deutschland. Mieten Sie erst beim Verlassen von Florenz. Agriturismi mit Küche sparen Restaurantkosten, die Mahlzeiten mit Halbpension liegen bei 25 bis 40 Euro.

Toskana Museen, Eintritte und Aktivitäten

Am 1. Sonntag im Monat sind staatliche Museen gratis, in Florenz mit langen Schlangen. Der Eintritt in Kirchen ist in Dörfern meist frei, in großen Domen kosten Kombitickets 5 bis 25 Euro. Viele Landschaften sind kostenlos: die Stadtmauer von Lucca, die Piazza del Campo, der Piazzale Michelangelo, die Cascate del Mulino bei Saturnia und die Strade bianche. Spazieren, Wandern und Radfahren kosten nichts, Leihräder 15 bis 30 Euro pro Tag.

Kostenlos in der Toskana: Was nichts kostet

Kostenlos sind viele Kirchen in Dörfern, die Piazza del Campo, die Piazza dei Miracoli als Platz, die Stadtmauer von Lucca, der Piazzale Michelangelo, die Strade bianche, die Cascate del Mulino bei Saturnia, viele Strände und Aussichtspunkte wie Radicofani und Montalcino. Straßenfeste, Märkte und Dorfsagre sind gratis, Wanderwege und Radwege ebenfalls. Am 1. Sonntag im Monat sind staatliche Museen frei.

Toskana kulinarische Geheimtipps und regionale Spezialitäten

Brot, Öl und Antipasti

Das toskanische Brot, Pane sciocco, wird ohne Salz gebacken, weil im Mittelalter Salz teuer war, und ist eine neutrale Grundlage für kräftige Aufstriche und Suppen. Als Vorspeise gibt es Crostini neri mit Hühnerleber, Fettunta, geröstetes Brot mit Knoblauch und frischem Öl, und Aufschnitt, Affettati, mit Finocchiona, einer Salami mit Fenchelsamen, Prosciutto Toscano DOP und Salami aus dem Fleisch der Cinta Senese, einer Schweinerasse mit weißem Gürtel. Dazu kommen Pecorino und Honig. Der Olio Toscano IGP ist grün, pfeffrig und scharf im Abgang, im November wird der frische Olio nuovo verkostet.

Suppen und Eintöpfe: Cucina povera

Die toskanische Küche entstand aus Resten. Die Ribollita, eine Suppe aus Brot, weißen Bohnen, Schwarzkohl und Gemüse, wird am Tag nach dem Kochen aufgewärmt, daher der Name, nochmals gekocht. Pappa al pomodoro ist ein Brei aus Brot, Tomaten und Basilikum, Panzanella ein Brotsalat mit Tomaten und Zwiebeln, Acquacotta eine Suppe der Maremma mit Ei, Zuppa di farro ein Eintopf aus Dinkel aus der Garfagnana. Die Fagioli all'uccelletto sind Bohnen mit Salbei und Tomaten.

Pasta: Pici, Pappardelle und Tortelli

Die Pici sind dicke, handgerollte Nudeln aus Siena und Montalcino, die mit Knoblauch und Tomaten, Pici all'aglione, oder mit Käse und Pfeffer serviert werden. Pappardelle al cinghiale sind breite Bandnudeln mit Wildschweinragout, typisch für die Maremma und das Chianti. Tortelli mugellani sind Teigtaschen aus dem Mugello mit Kartoffelfüllung, Tordelli lucchesi Teigtaschen aus Lucca mit Fleischfüllung und Ragù. In der Küste finden Sie Spaghetti allo scoglio mit Meeresfrüchten.

Fleisch: Bistecca, Peposo und Lampredotto

Die Bistecca alla fiorentina ist ein Steak vom Chianina Rind aus dem Val di Chiana, mindestens 3 Finger dick, auf Holzkohle gegrillt, außen knusprig und innen blutig, nach Kilogramm abgerechnet. Peposo ist ein Rindergulasch mit Rotwein und viel Pfeffer aus Impruneta, Trippa alla fiorentina Kutteln in Tomatensauce, Arista al forno ein Schweinebraten mit Rosmarin. Das Lampredotto, der 4. Magen des Rindes, wird in einem Brötchen an Ständen verkauft und ist Florentiner Straßenessen. Cinghiale in umido, geschmortes Wildschwein, Kaninchen und Tauben ergänzen die Karte.

Fisch und Küche der Küste

An der Küste dominiert Fisch. In Livorno ist das Cacciucco ein Eintopf aus mindestens 5 Sorten Fisch, Tintenfisch und Krustentieren mit Tomaten und Brot, ein Gericht mit 5 C im Namen, weil er 5 Fischarten enthalten soll. Baccalà alla livornese ist Stockfisch mit Tomaten, Triglie rosse gebratene Rotbarben. Auf Elba gehören Seehecht, Sardellen und Tintenfisch zum Alltag, in Orbetello der Aal aus der Lagune und die Bottarga.

Käse: Pecorino und Raveggiolo

Der Pecorino Toscano DOP ist ein Schafskäse, jung weich und mild, gereift hart und würzig. Der Pecorino di Pienza gilt als bester, er wird in Kellern gereift, mit Nüssen und Kastanienblättern oder in Wein. Marzolino ist ein Frühjahrskäse aus dem Chianti, Raveggiolo ein Frischkäse aus Kuh oder Schaf. Kaufen Sie Käse in Käsereien, Caseifici, und probieren Sie mit Honig oder Birnenmarmelade.

Süßes: Cantucci, Panforte und Vin Santo

Die Cantucci, Mandelgebäck aus Prato, taucht man in Vin Santo, einen Süßwein aus getrockneten Trauben. Panforte und Ricciarelli sind Spezialitäten aus Siena, Panforte ein dichter Kuchen mit Nüssen und kandierten Früchten, Ricciarelli Marzipangebäck. Castagnaccio ist ein Kastanienkuchen, Cavallucci Gebäck mit Gewürzen, Buccellato ein Anisbrot aus Lucca, Zuccotto ein gefülltes Halbgefrorenes aus Florenz. Im Karneval backen Bäckereien Cenci und Schiacciata alla fiorentina.

Toskanische Küche nach Provinzen

Jede Provinz hat eigene Gerichte. Florenz bietet Bistecca, Lampredotto, Trippa, Ribollita und Zuccotto. Siena Pici, Panforte, Ricciarelli und Cinta Senese, Arezzo Fleisch vom Chianina Rind, Bohnen und Salami, Lucca Tordelli, Buccellato und Farro Suppe, Pisa Cecina und Baccalà, Livorno Cacciucco und Torta di ceci, Massa Carrara Testaroli und Lardo, Pistoia Kastanien und Fagioli, Prato Cantucci und Mortadella di Prato, ein Aufschnitt mit Alchermes Likör, und Grosseto Acquacotta, Wildschwein und Fisch der Lagune. Diese Vielfalt entstand, weil die Städte im Mittelalter Rivalen waren und Handel, Klima und Böden verschieden sind.

Frühstück, Bars und kleine Speisen

Ein toskanisches Frühstück ist süß: Cappuccino und Cornetto, Bomboloni, Krapfen, oder Schiacciata alla fiorentina im Karneval, für 2,50 bis 3,50 Euro. Am Vormittag essen Toskaner ein Panino mit Porchetta, Lardo oder Finocchiona. Nachmittags gibt es Gelato oder Schiacciata mit Trauben zur Lesezeit. Herzhafte Frühstücke wie Rührei sind selten.

Küche in Prosa: So entstehen Klassiker

Die Ribollita beginnt mit einem Soffritto aus Zwiebeln, Karotten und Sellerie, dazu kommen weiße Bohnen, Schwarzkohl, Wirsing und Tomaten. Nach 1 bis 2 Stunden Kochzeit schichtet man altbackenes Brot ein und lässt die Suppe einen Tag ruhen, am nächsten Tag wird sie mit Öl aufgewärmt. Für Pici mischt man Mehl, Wasser und Salz ohne Ei, rollt daumendicke Stränge von Hand und kocht sie 5 bis 7 Minuten. Die Bistecca alla fiorentina wird nicht gewürzt und nur 1 Mal gewendet, sie grillt 4 bis 5 Minuten pro Seite auf Holzkohle, ruht 5 Minuten, wird erst dann mit Salz, Pfeffer und Öl gewürzt und rosa serviert. Pappa al pomodoro wird mit reifen Tomaten, Knoblauch, Basilikum und altem Brot gekocht, bis sie eine dicke Creme bildet.

Toskanische Süßspeisen und Backwaren im Detail

Cantucci, harte Mandelkekse aus Prato, werden 2 Mal gebacken und in Vin Santo getaucht. Panforte aus Siena enthält Mandeln, Haselnüsse, Orangeat, Gewürze und Honig, Ricciarelli sind Marzipankekse mit Mandelmasse und Zuckerguss. Cavallucci sind Gebäck mit Walnüssen und Koriander, Buccellato aus Lucca ein Anisbrot mit Rosinen, Castagnaccio ein Kuchen aus Kastanienmehl mit Pinienkernen und Rosmarin. Zuccotto ist eine Kuppel aus Biskuit, gefüllt mit Creme und Schokolade, Schiacciata alla fiorentina ein Karnevalskuchen mit Orange und Puderzucker. Zu Ostern backen Bäcker die Schiacciata di Pasqua, im Herbst die Schiacciata all'uva mit Trauben.

Alkoholfreie und regionale Getränke

Neben Wein trinken Toskaner Mineralwasser wie Panna aus Scarperia, Chinotto, eine bittere Zitrusbrause, und Limonade. Kleine Brauereien in Florenz, Siena und der Maremma brauen Craft Bier, oft mit Kastanien oder Honig. Grappa und Amaro kommen aus Brennereien in der Region.

Toskana Geheimtipps für Genießer

Chianti Classico: Der schwarze Hahn

Der Chianti Classico DOCG stammt aus dem Gebiet zwischen Florenz und Siena und trägt den schwarzen Hahn, Gallo Nero, auf der Flasche. Er besteht zu mindestens 80 Prozent aus Sangiovese. Die Stufen sind Annata, Riserva mit 24 Monaten Reife und Gran Selezione mit 30 Monaten. Besuchen Sie Weingüter mit Verkostung in Greve, Panzano, Radda, Gaiole und Castellina, planen Sie 1 bis 2 Stunden pro Gut und fahren Sie nicht selbst, wenn Sie mehrere Güter besuchen.

Brunello di Montalcino und Vino Nobile

Der Brunello di Montalcino DOCG besteht zu 100 Prozent aus Sangiovese Grosso, reift mindestens 5 Jahre, davon 2 in Holzfässern, und gehört zu den teuersten Weinen Italiens. Der Rosso di Montalcino ist die jüngere Variante. Der Vino Nobile di Montepulciano DOCG kommt aus Montepulciano mit Kellern unter der Stadt. Beide Weine passen zu Wild, Steak und Pecorino.

Vernaccia, Morellino und Bolgheri

Die Vernaccia di San Gimignano DOCG ist ein frischer Weißwein, der als erster Wein Italiens 1966 eine DOC erhielt. Morellino di Scansano DOCG ist ein Rotwein der Maremma, Bolgheri an der Küste die Heimat der Super Tuscans wie Sassicaia und Ornellaia, mit Rebsorten aus Bordeaux. Die Straße nach Bolgheri ist eine Zypressenallee von 5 Kilometern, die Carducci besang. Weitere Weine sind Carmignano, Vin Santo, Aleatico von Elba und Ansonica von Giglio.

Trüffel, Pilze und Kastanien

Die Weiße Trüffel wächst im Herbst bei San Miniato und in den Crete Senesi, die Trüffelmesse in San Miniato findet im November statt. Trüffel kosten 3 bis 6 Euro pro Gramm, Sommertrüffel deutlich weniger. Steinpilze wachsen im Herbst in Wäldern des Apennin, Kastanien in der Garfagnana, im Casentino und am Monte Amiata. Aus Kastanienmehl entstehen Castagnaccio und Polenta dolce.

Öl, Frantoio und Ernte

Die Olivenernte findet im Oktober und November statt. Besuchen Sie Ölmühlen, Frantoi, für Führungen und Verkostungen, oft mit Brot und Öl. Das Öl aus dem Chianti Classico DOP ist würzig, das aus dem Val di Nievole und Lucca milder. Kaufen Sie Öl in dunklen Flaschen und lagern Sie es kühl.

Enoteche, Buchette del vino und Vinaini

In Florenz gibt es über 250 Buchette del vino, kleine Fenster in Palastmauern, aus denen im 17. Jahrhundert Weinbauern ihren Wein verkauften, einige sind wieder geöffnet. Vinaini sind kleine Weinschenken mit Panini, in denen Sie Wein glasweise und belegte Brote erhalten. Enoteche bieten Verkostungen und Weinberatung.

Chianti Classico im Detail: Gebiete und Gemeinden

Das Chianti Classico Gebiet umfasst 9 Gemeinden, darunter Greve, Radda, Gaiole, Castellina, Barberino Tavarnelle, Castelnuovo Berardenga und San Casciano. Die Höhenlagen zwischen 250 und 600 Metern und die Böden aus Galestro und Alberese prägen den Wein: Galestro ist ein bröseliger Ton Schiefer, Alberese ein kalkhaltiges Gestein. Seit 2014 gilt die Stufe Gran Selezione für die besten Lagen. Der Zusammenschluss der Winzer besteht seit 1924, das Symbol Gallo Nero führt eine Legende zurück: Florenz und Siena sollten ihre Grenze mit einem Wettlauf bestimmen, den 2 Hähne bei Sonnenaufgang starteten, und der schwarze Hahn krähte früher, sodass Florenz mehr Land gewann. Zu den bekannten Gütern zählen Castello di Brolio, Castello di Ama, Fontodi und Isole e Olena.

Montalcino und Montepulciano: Weinorte im Detail

Montalcino besitzt 4 Zonen, Nord, Süd, Ost und West, mit verschiedenen Böden und Höhenlagen, der Wein aus dem Norden ist elegant, aus dem Süden kräftig. Der Brunello entstand im 19. Jahrhundert durch Ferruccio Biondi Santi, der Sangiovese Grosso reinsortig ausbaute. Die Enoteca La Fortezza im Kastell erlaubt Verkostungen der Weine vieler Erzeuger. Montepulciano besitzt Keller unter den Palästen der Altstadt, der Vino Nobile wird seit dem 14. Jahrhundert erwähnt. Der Rotwein Rosso di Montepulciano ist jünger und günstiger.

Verkostung im Weingut: Ablauf, Kosten und Etikette

Eine Verkostung, Degustazione, beginnt mit einer Führung durch Weinberge und Keller und endet im Verkostungsraum mit 3 bis 5 Weinen, Öl und Snacks. Sie dauert 1 bis 2 Stunden und kostet 15 bis 50 Euro, bei kleinen Gütern gilt der Betrag oft beim Kauf als Rabatt. Halten Sie das Glas am Stiel, riechen Sie, nehmen Sie kleine Schlucke und spucken Sie aus, wenn Sie fahren. Fragen Sie nach Rebsorten, Ausbau und Reife, denn Winzer erzählen gern. Reservieren Sie Termine, viele Güter öffnen nur mit Anmeldung. Wer mehrere Güter besucht, bucht einen Fahrer oder eine geführte Tour ab 80 Euro.

Agriturismo Erlebnisse: Kochkurse, Ernte und Bauernhof

Viele Agriturismi bieten Erlebnisse an: Kochkurse mit Pasta, Pici und Tiramisù für 60 bis 120 Euro, Ölernte im Oktober und November, Weinlese im September, Trüffelsuche mit Hund im Herbst für 50 bis 100 Euro, Reitausflüge in der Maremma für 40 bis 70 Euro, Yoga und Radtouren. Für Familien gibt es Tiere, Pools und Spielplätze. Fragen Sie bei der Buchung nach Programmen, die oft nur in bestimmten Monaten stattfinden.

Trüffelsuche, Honig, Salumi und Safran

Die Trüffelsuche mit Hund findet im Herbst in den Wäldern um San Miniato und in den Crete Senesi statt, Führungen kosten 60 bis 120 Euro und enden oft mit einem Essen. Honig aus Akazien, Kastanien und Wildblumen gibt es bei Imkern in der Garfagnana und Maremma, Safran aus San Gimignano ist ein teures Gewürz, das im Oktober von Hand gepflückt wird. Salumerie verkaufen Finocchiona, Soppressata, Salame di cinghiale, Prosciutto Toscano und Lardo di Colonnata. Kaufen Sie vakuumiert, wenn Sie fliegen. Käsereien im Val d'Orcia zeigen Herstellung und Reifung, Frantoi Öl und Presse.

Vin Santo, Grappa und Digestivo

Der Vin Santo wird aus getrockneten Trauben hergestellt, die auf Matten oder Schnüren im Dachboden trocknen, und reift 3 bis 8 Jahre in kleinen Fässern. Er passt zu Cantucci, Käse und Nachspeisen. Der Vin Santo del Chianti und der Occhio di Pernice sind Klassiker. Als Digestif dienen Grappa, Amaro und Nocino, ein Likör aus grünen Nüssen. Ein Glas Vin Santo kostet 5 bis 10 Euro.

Olivenöl verstehen: Sorten, Kriterien und Kauf

Toskanisches Öl entsteht aus Sorten wie Frantoio, Leccino, Moraiolo und Pendolino, gepresst innerhalb von 24 Stunden nach der Ernte. Gutes Öl duftet nach frisch geschnittenem Gras und Artischocke, schmeckt fruchtig, leicht bitter und scharf im Hals, ein Husten ist ein Zeichen für Polyphenole. Extra vergine bedeutet, dass die Säure unter 0,8 Prozent liegt und der Geschmack fehlerfrei ist. Achten Sie auf die Erntejahr Angabe, denn Öl altert und sollte innerhalb von 18 Monaten verbraucht werden. Ein Liter guten Öls kostet 12 bis 25 Euro direkt beim Erzeuger, ein Kanister mit 5 Litern 60 bis 90 Euro. Lagern Sie Öl kühl und dunkel.

Was Sie wo essen: Kategorien im Überblick

Für Steak eignen sich Trattorien in Florenz, im Chianti und Val di Chiana. Für Pasta wählen Sie Siena mit Pici, das Mugello mit Tortelli und die Maremma mit Wildschweinragout. Für Suppen und Cucina povera gehen Sie in Hosterien in den Hügeln. Für Fisch besuchen Sie Livorno, Viareggio, Elba und Argentario. Für Pizza wählen Sie Pizzerien in Städten, für Streetfood die Stände in Florenz. Für Süßes lohnen Konditoreien in Siena, Lucca und Prato. Für Wein eignen sich Enoteche in Greve, Montalcino, Montepulciano und San Gimignano.

Weinproben sparen: Tipps

Fragen Sie nach Verkostungen ohne Führung, sie kosten 10 bis 20 Euro. Nutzen Sie Weinbars in Ortskernen mit Weinen mehrerer Güter für 5 bis 8 Euro pro Glas, statt Gut für Gut zu fahren. Kaufen Sie Wein direkt und lassen Sie die Verkostungsgebühr anrechnen. Wer 2 Güter pro Tag besucht, spart Zeit und Geld.

Toskana Geheimrestaurants abseits des Trubels

Trattoria, Osteria und Hosteria

Eine Trattoria bietet Hausmannskost mit kurzer Karte im Familienbetrieb. Erkennen können Sie sie an einer Tafel mit Tagesgerichten, an Tischen mit Papiertischdecke und italienischer Karte. Ein Menü mit Vorspeise, Pasta, Hauptgang und Wein kostet 25 bis 45 Euro. Die Osteria und Hosteria sind einfacher und servieren Wein, Wurst, Suppen und Braten. In Florenz sind die Straßen im Oltrarno und Santa Croce gute Lagen, in Siena die Gassen abseits der Piazza del Campo.

Agriturismo und Landgasthöfe

Der Agriturismo muss einen Teil seiner Zutaten selbst herstellen, das Menü ist festgelegt und kostet 25 bis 45 Euro pro Person. Er ist in den Hügeln und in der Maremma verbreitet, reservieren Sie, denn er ist oft nur mit Anmeldung geöffnet. Fragen Sie nach Hausbrot, Öl, Salami und Wein vom Hof.

Pizzeria, Rosticceria und Straßenessen

Pizza in der Toskana ist dünn, knusprig und mit wenigen Belägen. Straßenessen umfasst in Florenz Lampredotto, Schiacciata, Panini mit Porchetta, in Pisa die Cecina, einen Kichererbsenfladen, in Livorno die Torta di ceci im Brot, in Lucca Frittelle, in Siena Panini mit Salami. Ein Panino kostet 4 bis 7 Euro.

Fischlokale der Küste

In Livorno, Viareggio, Castiglioncello, Porto Santo Stefano und auf Elba bieten Lokale den Fang des Tages. Ein Cacciucco kostet 18 bis 28 Euro, Spaghetti allo scoglio 14 bis 20 Euro. Fragen Sie nach dem Fang und vereinbaren Sie den Preis vorab.

Osteria, Trattoria und Enoteca: Wie bestellen Sie

In einer Osteria oder Trattoria setzen Sie sich, bekommen die Karte und Brot, bestellen Wasser und Wein und wählen Gerichte. Ein Menü ist kein Zwang: Sie können nur Pasta oder nur Fleisch bestellen. Fragen Sie nach Tagesgerichten, die an der Tafel stehen. In einer Enoteca bestellen Sie Wein glasweise am Tresen oder Tisch, dazu gibt es Teller mit Wurst und Käse, der Preis für ein Glas liegt bei 4 bis 10 Euro. In einer Pizzeria bestellen Sie eine Pizza pro Person, in einer Rosticceria Gerichte zum Mitnehmen nach Gewicht.

Essen gehen in der Toskana: Strukturierter Überblick der Gastronomie

Lokaltypen und Bedeutung

Ein Ristorante ist ein gehobenes Restaurant mit Weinkarte, eine Trattoria bodenständig und familiär, eine Osteria oder Hosteria bietet Wein und einfache Speisen, eine Pizzeria Pizza und Pasta, eine Enoteca Wein, eine Gelateria Eis, eine Pasticceria Gebäck, eine Bar Kaffee und Aperitif, ein Agriturismo Küche vom Hof. Michelin Sterne besitzen in der Toskana Restaurants in Florenz, Siena, Chianti und an der Küste mit Preisen ab 120 Euro.

Ablauf einer Mahlzeit

Ein Essen besteht aus Antipasto, Primo, Secondo, Contorno, Dolce, danach Kaffee, Vin Santo mit Cantucci und Amaro. Sie müssen nicht alle Gänge bestellen: Primo und Secondo genügen. Wasser wird in Flaschen serviert, Wein als Karaffe im halben oder ganzen Liter. Die Rechnung müssen Sie verlangen, il conto per favore. Ein Coperto von 1 bis 4 Euro deckt Brot und Gedeck, das ungesalzene Brot passt zu Wurst und Käse.

Zeiten, Preise und Reservierung

Restaurants öffnen von 12.30 bis 14.30 Uhr und von 19.30 bis 22.30 Uhr. Reservieren Sie am Wochenende und in Städten, in Dörfern genügt ein Anruf. Ruhetage sind häufig Sonntagabend und Montag. Kosten pro Person liegen in einer Trattoria bei 25 bis 45 Euro, in einem gehobenen Ristorante bei 60 bis 120 Euro. Mittagessen ist günstiger als Abendessen.

Speisekarte lesen: Aufbau und Preise

Eine toskanische Speisekarte gliedert sich in Antipasti für 8 bis 14 Euro, Primi mit Pasta oder Suppe für 10 bis 16 Euro, Secondi mit Fleisch für 14 bis 28 Euro, Contorni für 5 bis 8 Euro und Dolci für 5 bis 8 Euro. Die Bistecca steht mit einem Preis pro Kilo. Wasser kostet 2 bis 4 Euro, Wein im Glas 4 bis 8 Euro. Das Coperto von 1 bis 4 Euro steht am Ende der Karte. Vermerke wie surgelato bedeuten tiefgekühlt, fresco frisch, del giorno vom Tag.

Toskana Ausflugsziele in der Umgebung von Florenz und Siena

Toskana Ausflüge ab Florenz: Fiesole, Pisa, Lucca und Pistoia

Von Florenz erreichen Sie Fiesole mit dem Bus 7 in 25 Minuten, Prato in 20 bis 30 Minuten, Pistoia in rund 40 Minuten, Pisa in etwa 1 Stunde und Lucca in rund 1 Stunde 20 Minuten mit dem Regionalzug. Prato ist die Stadt der Textilien mit Dom, in dem der Gürtel der Maria verehrt wird, und dem Museum für Gegenwartskunst. Pistoia war 2017 Kulturhauptstadt Italiens und besitzt einen Dom, ein Baptisterium und das Ospedale del Ceppo mit einem Fries von Terrakotta Figuren. Montecatini Terme erreichen Sie in etwa 50 Minuten, Collodi mit dem Pinocchio Park in rund 1,5 Stunden.

Toskana Ausflüge ab Siena: Chianti, Val d'Orcia und Crete Senesi

Ab Siena erreichen Sie Monteriggioni in 20 Minuten, San Gimignano mit Bus in rund 1 Stunde 15 Minuten, Volterra in etwa 1 Stunde 15 Minuten, Montalcino in rund 1 Stunde, Pienza in 1 Stunde 15 Minuten und Montepulciano in etwa 1 Stunde 30 Minuten. Busse der Gesellschaft Tiemme verbinden die Städte, in Dörfern fahren sie selten. Mit dem Auto erreichen Sie die Crete Senesi in 20 bis 30 Minuten.

Toskana Ausflüge ab Arezzo und Cortona

Von Florenz fährt der Zug nach Arezzo in 45 bis 60 Minuten. Arezzo besitzt Piero della Francescas Fresken, eine Piazza Grande mit Arkaden und Antiquitätenmärkte, Cortona liegt auf einem Hügel, den Sie vom Bahnhof Camucia mit Bus in 20 Minuten erreichen. Von Arezzo lohnt der Besuch des Casentino mit Poppi und dem Kloster Camaldoli.

Toskana Ausflüge mit dem Zug: Cinque Terre, Bologna und Rom

Von Florenz erreichen Sie Bologna in 35 Minuten, Rom in 1,5 Stunden, Venedig in 2 Stunden, Mailand in 1 Stunde 45 Minuten. Die Cinque Terre erreichen Sie von Pisa mit dem Zug nach La Spezia in rund 1 Stunde und weiter mit Regionalzug in 10 bis 30 Minuten zu den Dörfern. Als Tagesausflug ab Florenz dauern Hin und Rückfahrt rund 6 Stunden, eine Übernachtung lohnt sich.

Elba im Detail: Orte, Strände und Geschichte

Elba ist die größte Insel des Toskanischen Archipels mit 224 Quadratkilometern und rund 32000 Einwohnern. Portoferraio ist Hauptort mit Festungen der Medici, Napoleons Residenz Villa dei Mulini und einer Sommerresidenz, Villa San Martino. Napoleon lebte hier von Mai 1814 bis Februar 1815. Der Monte Capanne ist mit 1019 Metern der höchste Berg, mit Granitfelsen und Seilbahn ab Marciana. Im Osten liegen Rio Marina mit Eisenerzminen, die Sie mit Führung besuchen, und Porto Azzurro. Die Insel ist reich an Erzen, weshalb Etrusker und Römer hier schürften. Die Fähre von Piombino nach Portoferraio fährt 1 Stunde, Preise für Auto und 2 Personen liegen im Sommer bei 100 bis 180 Euro.

Giglio, Capraia und Argentario im Detail

Giglio ist eine Granitinsel mit dem Burgdorf Giglio Castello, Weinbergen und Buchten, erreichbar von Porto Santo Stefano in rund 1 Stunde. Capraia ist vulkanisch, mit rund 400 Einwohnern, wenigen Autos und Wanderwegen zu Türmen. Der Monte Argentario ist eine Halbinsel, die mit dem Festland durch Landzungen, Tomboli, und die Lagune von Orbetello verbunden ist. Porto Ercole besitzt Festungen der Spanier, Porto Santo Stefano einen Hafen mit Fischrestaurants, die Strada Panoramica eine Panoramastraße mit Aussicht auf Inseln.

Maremma im Detail: Butteri, Reiten und Naturpark

Der Naturpark Maremma besteht aus dem Uccellina Gebirge, Küste und Marschland, mit Wegen von 5 bis 13 Kilometern. Die Butteri, Cowboys der Maremma, betreuen Rinder mit langen Hörnern und Pferde, in Reitställen können Sie Ausritte für 40 bis 70 Euro buchen. Im Park liegen die Ruinen des Klosters San Rabano aus dem 11. Jahrhundert, Türme an der Küste und die Wehrtürme Torre di Collelungo. Die Maremma wurde im 19. Jahrhundert trockengelegt, davor war sie von Malaria geplagt und gefürchtet.

Carrara und die Marmorbrüche

Die Marmorbrüche von Carrara sind mit Führung und Geländewagen erreichbar, Sie fahren in Tunnel und sehen weiße Berge, die aussehen wie Schnee. Marmor wird seit der Römerzeit abgebaut, Michelangelo wählte hier die Blöcke für den David. Im Museum in Carrara erfahren Sie über Technik und Arbeitsbedingungen. Colonnata ist Dorf des Lardo, der in Marmorwannen mit Gewürzen reift.

Ausflüge ab Pisa und Livorno

Ab Pisa erreichen Sie Lucca in 30 Minuten, La Spezia in 1 Stunde, Livorno in 15 Minuten, Viareggio in 20 Minuten und Florenz in 1 Stunde. Livorno liegt am Meer und bietet Kanäle, Markthalle und Cacciucco. Viareggio hat Strand und Jugendstil, die Cinque Terre und Portovenere liegen 1,5 Stunden entfernt, die Marmorbrüche von Carrara 1 Stunde.

Ausflüge ab Florenz: Mugello, Poggio a Caiano und Certosa

Von Florenz erreichen Sie Poggio a Caiano mit der Medici Villa in 30 Minuten mit dem Bus, die Certosa del Galluzzo in 20 Minuten mit dem Bus, das Mugello mit Scarperia und Vicchio in rund 45 Minuten mit dem Auto und Vallombrosa in 1 Stunde im Auto. Für Kinder eignet sich das Museum La Specola, für Radfahrer der Radweg entlang des Arno nach Pontassieve.

Toskana Tagesausflüge mit realen Strecken und Routenbeschreibungen

Chianti mit dem Auto: Florenz nach Siena

Verlassen Sie Florenz auf der SR222 Chiantigiana über Grassina und Strada in Chianti nach Greve, rund 30 Kilometer. Greve besitzt einen Marktplatz mit Arkaden und Weingüter, Sie besuchen ein Gut mit Verkostung. Weiter führt die Straße über Panzano, rund 10 Kilometer, mit Ausblick auf das Conca d'Oro, nach Castellina in Chianti, weitere 25 Kilometer. Am Nachmittag erreichen Sie Siena, rund 20 Kilometer, oder fahren über Radda und Volpaia in Serpentinen. Die Gesamtstrecke beträgt 80 Kilometer, planen Sie den ganzen Tag.

Siena und San Gimignano mit dem Bus

Von Florenz fährt der Schnellbus nach Siena in 1 Stunde 15 Minuten. Am Vormittag besichtigen Sie Piazza del Campo und Dom, am Nachmittag fahren Sie mit dem Bus in rund 1 Stunde nach San Gimignano oder mit dem Auto. Rückfahrt am Abend, ein langer Tag von 12 Stunden, besser 2 Tage.

Pisa und Lucca an 1 Tag

Fahren Sie um 8 Uhr mit dem Zug in 1 Stunde nach Pisa, besichtigen Sie die Piazza dei Miracoli und steigen Sie auf den Schiefen Turm. Am Mittag essen Sie in Pisa, fahren mit dem Zug in 30 Minuten nach Lucca, mieten Räder und umrunden die Stadtmauer. Rückfahrt am Abend in 1 Stunde 20 Minuten. Der Tag ist mit Zeitfenster machbar.

Val d'Orcia an 1 Tag

Von Siena führt die SR2 Cassia nach San Quirico d'Orcia, rund 45 Kilometer, dann nach Bagno Vignoni, Pienza, 15 Kilometer, und Montepulciano, 13 Kilometer. Alternativ starten Sie mit Montalcino, Sant'Antimo und Abbadia. Die Gesamtstrecke beträgt rund 130 Kilometer und braucht einen ganzen Tag. Halten Sie an den Aussichtspunkten mit Zypressen und kosten Sie Pecorino und Wein.

Volterra, San Gimignano und Monteriggioni

Fahren Sie von Siena über die SS2 nach Monteriggioni, rund 15 Kilometer, dann nach Colle di Val d'Elsa, San Gimignano, 25 Kilometer, und Volterra, 30 Kilometer. In Volterra besuchen Sie das Etruskische Museum und das Theater. Rückfahrt nach Siena in rund 1 Stunde 15 Minuten, insgesamt rund 200 Kilometer.

Arezzo und Cortona mit Zug und Bus

Nehmen Sie um 8 Uhr den Zug ab Florenz nach Arezzo, 45 Minuten. Sie besichtigen San Francesco mit Piero della Francesca und die Altstadt. Am Nachmittag fahren Sie mit dem Zug nach Camucia, 25 Minuten, und mit dem Bus nach Cortona, 20 Minuten, mit Blick auf das Val di Chiana. Rückfahrt am Abend.

Elba: Fähre und Inselrundfahrt

Von Florenz fährt der Zug nach Piombino Marittima in rund 3 Stunden, dann die Fähre nach Portoferraio in 1 Stunde. Auf Elba mieten Sie ein Auto oder Roller, besuchen die Villa Napoleons in Portoferraio, fahren nach Marciana Marina und Fetovaia. Der Tag ist lang, eine Übernachtung ist ratsam.

Cinque Terre als Tagesausflug ab Pisa und Florenz

Von Pisa Centrale fährt der Zug nach La Spezia in rund 1 Stunde, dort steigen Sie in den Regionalzug nach Riomaggiore, 10 Minuten. Sie besuchen Riomaggiore, Manarola, Corniglia, Vernazza und Monterosso, jeweils 5 bis 15 Minuten Zugfahrt entfernt. Auf dem Sentiero Azzurro wandern Sie zwischen Vernazza und Monterosso in 1,5 Stunden, zwischen Corniglia und Vernazza in 1,5 Stunden. Kaufen Sie die Cinque Terre Card, die Wege und Züge einschließt. Als Tagesausflug ab Florenz brauchen Sie Hin und Rückfahrt rund 6 Stunden, planen Sie eine Übernachtung.

Bologna und Trasimeno in einem Tag

Von Florenz erreichen Sie Bologna in 35 Minuten mit dem Frecciarossa. Sie besteigen den Turm Asinelli mit 498 Stufen, gehen unter Portiken zur Piazza Maggiore, essen Tortellini und Tagliatelle al ragù und besuchen die Kirche San Petronio. Rückfahrt am Abend. Der Trasimenische See in Umbrien liegt 30 Kilometer von Cortona, mit Fischerdörfern, einer Fähre zur Isola Maggiore und Stränden mit flachem Wasser.

Toskana Reiseziele rund um das Urlaubsgebiet mit regionaler Erweiterung

Ligurien: Cinque Terre und La Spezia

Die Cinque Terre in Ligurien erreichen Sie von der Toskana über La Spezia. Sie besuchen Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore, wandern auf dem Sentiero Azzurro und kaufen eine Cinque Terre Card, die Wanderwege und Züge einschließt. Portovenere ist ein Ort mit Klippenkirche, nahe La Spezia.

Umbrien: Perugia, Assisi, Orvieto und Trasimeno

Von Arezzo und Siena erreichen Sie Umbrien in 1 bis 2 Stunden. Perugia liegt auf einem Hügel, Assisi besitzt die Basilika des Heiligen Franziskus mit Fresken von Giotto, Orvieto einen Dom mit Mosaikfassade, der Trasimenische See Inseln und Fischerorte. Wer eine Woche mehr Zeit hat, verbindet Toskana und Umbrien.

Emilia Romagna, Rom und Venedig

Von Florenz erreichen Sie Bologna in 35 Minuten, mit Türmen, Portiken und Küche, und Ravenna mit Mosaiken in 2 Stunden. Rom liegt 1,5 Stunden entfernt, Venedig 2 Stunden. Eine Reise durch Bologna, Florenz und Rom verbindet 3 Regionen auf einer Bahnlinie.

Inseln: Korsika, Sardinien und Elba

Von Livorno und Piombino fahren Fähren nach Korsika und Sardinien in 4 bis 10 Stunden. Elba erreichen Sie ab Piombino in 1 Stunde, Giglio von Porto Santo Stefano in 1 Stunde. Für diese Ziele buchen Sie in der Hochsaison Fähren früh.

Toskana schönste Strände und Buchten der Region mit Zugängen und Lage

Versilia: Viareggio, Forte dei Marmi und Marina di Pietrasanta

Die Versilia ist ein langer Sandstrand mit Strandbädern, Bagni, in Reihen, Pinienwald und Blick auf die Apuanischen Alpen. Viareggio besitzt eine Jugendstilpromenade und Karneval, Forte dei Marmi ist ein eleganter Badeort mit Boutiquen, wo Liegen 30 bis 60 Euro kosten. Freie Strände, Spiagge libere, sind selten. Die Strände sind flach und für Kinder geeignet.

Etruskische Küste: Castiglioncello, Baratti und San Vincenzo

Die Küste südlich von Livorno bietet Felsbuchten bei Castiglioncello, Sandstrände bei Cecina und den Golf von Baratti mit Sand, Pinien und Blick auf Elba und den Archäologiepark von Populonia. Die Strände sind weniger überfüllt als in der Versilia. Parken kostet 5 bis 10 Euro pro Tag.

Maremma: Cala Violina, Punta Ala und Castiglione della Pescaia

Die Cala Violina im Naturreservat Bandite di Scarlino ist ein Sandstrand, dessen Sand unter den Füßen singt, Sie erreichen ihn zu Fuß vom Parkplatz in rund 15 Minuten durch Macchia. Punta Ala hat Strände mit Pinien und einen Hafen, Castiglione della Pescaia einen Ort mit Burg über dem Hafen. Marina di Alberese im Naturpark Uccellina ist ein langer Naturstrand mit Dünen und Treibholz, der Zugang führt über eine Straße mit Bus, eine Reservierung ist im Sommer nötig.

Argentario und Orbetello

Der Monte Argentario ist eine Halbinsel mit Buchten wie Cala Grande, Cala Piccola und Cala Moresca. Die Feniglia ist ein 6 Kilometer langer Sandstreifen mit Pinienwald zwischen Lagune und Meer, ein Naturreservat, in dem Damwild lebt. Orbetello ist eine Stadt auf einer Lagune, Porto Santo Stefano ein Hafen mit Fähren nach Giglio.

Elba und Giglio

Elba bietet Sandstrände wie Fetovaia, Procchio, Lacona und Biodola, Kiesbuchten wie Sansone und Capo Sant'Andrea mit türkisem Wasser und Granitfelsen und Buchten im Süden wie Cavoli. Die Strände liegen 10 bis 30 Minuten von Portoferraio. Giglio hat Campese mit Sand und Cala Cannelle mit Felsen. Für Schnorchler sind Elba und Giglio ideal.

Strände nach Interesse: Familie, Ruhe, Schnorcheln

Familien mit Kleinkindern wählen Strände mit flachem Sand wie in der Versilia, Marina di Alberese oder Follonica. Ruhe finden Sie an der Feniglia, bei Cala Violina und an der Küste von Castagneto Carducci. Für Schnorcheln eignen sich Elba, Giglio und Argentario mit klarem Wasser. Für Windsurfen und Kiten sind Orbetello und Punta Ala beliebt. Parken Sie früh, denn Parkplätze an Naturstränden sind begrenzt.

Weitere Strände: Rosignano, Livorno und Tirrenia

Bei Rosignano Solvay liegen die Spiagge Bianche, weiße Strände mit türkisem Wasser, die von Kalkabfällen der Chemiefabrik stammen und wie Karibik aussehen. Die Strände sind frei zugänglich, im Sommer sehr voll. Livorno besitzt Felsstrände in Antignano und Ardenza sowie die Terrazza Mascagni, Tirrenia zwischen Pisa und Livorno lange Sandstrände mit Bagni und Kiefernwäldern. Die Strände sind mit Zug und Bus ab Pisa erreichbar.

Regeln und Zugang zu Stränden

Die Strände bis zur Wasserlinie sind öffentlich, auch vor Strandbädern haben Sie einen Streifen zum Durchgehen. Strandbäder bieten Duschen, Umkleiden, Bars und Rettungsschwimmer, die Liegen kosten 15 bis 60 Euro pro Tag. Muscheln und Sand dürfen nicht mitgenommen werden, Bußgelder gehen bis 3000 Euro. Hunde sind an vielen Stränden verboten. Die Badesaison der Strandbäder dauert von Mai bis Ende September.

Toskana Pflanzenwelt, Vegetation und Landschaftsstruktur der Region

Toskana Vegetation: Zypressen, Pinien und Steineichen

Die Toskana Vegetation prägen Zypressen, die als Alleen zu Gehöften führen und Windschutz für Felder bilden. Pinien mit Schirmkronen säumen die Küste, Steineichen und Flaumeichen bilden Wälder in den Hügeln, Korkeichen in der Maremma. Die Macchia bedeckt Küstenhügel mit Erdbeerbaum, Zistrose, Myrte und Mastix, im Mai blüht der Ginster gelb. Kastanien wachsen in den Bergen bis 1000 Metern, Buchen im Apennin.

Olivenhaine und Weinberge

Olivenbäume prägen die Hügel von Lucca bis in die Maremma und werden mehrere Jahrhunderte alt. Die Ernte findet im Oktober und November statt. Weinreben bedecken rund 60000 Hektar, im Chianti, Montalcino, Montepulciano und Bolgheri. Im Herbst färben sich die Blätter rot und gelb. Getreidefelder leuchten im Juni goldgelb, Sonnenblumen blühen im Juli, im Frühjahr blüht Mohn in den Feldern.

Blühkalender: Wann was blüht

Im Februar und März blühen Mandeln und Kirschbäume, im April Glyzinien, Rosen und Obstbäume, im Mai Ginster, Mohn, Iris und Holunder. Im Juni blühen Lavendel, Linden und Getreide wird gelb, im Juli leuchten Sonnenblumen, im August Oleander und Kapern. Im September reifen Trauben, im Oktober färben sich Weinblätter, Kastanien fallen. Der Mai und der Juni sind die besten Monate für Blüten und Landschaft, der Oktober für Farben.

Wälder und Schutzgebiete

Der Nationalpark Foreste Casentinesi im Apennin schützt Buchenwälder, die zum UNESCO Welterbe der Buchenurwälder gehören. Der Nationalpark Toskanischer Archipel schützt Inseln und Meer und gilt als eines der größten Meeresschutzgebiete Europas. Weitere Schutzgebiete sind der Regionalpark der Apuanischen Alpen, der Naturpark Migliarino San Rossore bei Pisa und der Naturpark Maremma. Wandern in Nationalparks unterliegt Regeln: markierte Wege nicht verlassen, keine Pflanzen pflücken.

Nutzpflanzen und Kulturen: Farro, Kastanien, Safran und Tabak

Neben Wein und Öl bauen Landwirte Farro in der Garfagnana an, ein Dinkel mit dem Siegel IGP, Kastanien in den Bergen, Safran in San Gimignano, Bohnen in Sorana, Zwiebeln in Certaldo, Artischocken im Küstenland und Mais für Polenta. Im Val di Chiana weiden Chianina Rinder. In der Ebene von Pisa wachsen Gemüse und Blumen, in Pescia werden Blumen gezüchtet. Diese Produkte finden Sie auf Märkten und in Agriturismi.

Tiere der Toskana

Wildschweine leben in fast allen Wäldern und sind Grundlage der Küche, Rehe und Damwild in den Hügeln, Stachelschweine in der Maremma, Wölfe im Apennin. In der Maremma weiden Maremmana Rinder mit langen Hörnern, betreut von Butteri, den Cowboys der Maremma, und Schafherden mit Maremma Hirtenhunden. In der Lagune von Orbetello leben Flamingos und Reiher. Vor der Küste sind Delfine und Wale im Schutzgebiet Pelagos zu sehen.

Landschaftsstruktur: Terrassen, Hügel und Ebenen

Die Landschaft ist Kulturlandschaft. Terrassen mit Trockenmauern stützen Olivenhaine und Weinberge, Zypressen und Pinien markieren Gehöfte, Weiße Schotterstraßen verbinden Dörfer. Die Crete Senesi zeigen Lehmerosion, das Val d'Orcia Tuff, die Maremma Sumpfebenen, die im 19. Jahrhundert trockengelegt wurden. Diese Struktur erklärt die Vielfalt der Küche und der Landschaftsbilder von Region zu Region.

Toskana schönste Wanderwege und Wanderungen mit echten Streckenverläufen

Die Toskana Wanderwege reichen von Pilgerwegen auf historischen Straßen über Höhenwege im Apennin bis zu Küstenpfaden auf Elba. Die folgenden Touren enthalten Streckenlängen, Gehzeiten und Zugänge.

Toskana Wanderung auf der Via Francigena

Die Via Francigena verläuft in der Toskana über rund 380 Kilometer von der Cisa Pass bis Radicofani. Beliebte Etappen sind Gambassi Terme nach San Gimignano, rund 14 Kilometer, San Gimignano nach Monteriggioni, rund 30 Kilometer, Monteriggioni nach Siena, rund 20 Kilometer, und San Quirico nach Radicofani. Die Wege führen über Hügel, Feldwege und Straßen, markiert mit einem Pilgerzeichen.

Chianti: Radda, Volpaia und Castellina

Ein Rundweg von Radda über Volpaia und zurück misst rund 10 Kilometer und dauert 3 Stunden, mit Weinbergen, Olivenhainen und Blick auf das Tal. Von Greve führt ein Weg nach Montefioralle, einem mittelalterlichen Dorf, in 45 Minuten. Nehmen Sie Wasser, Kappe und feste Schuhe mit.

Val d'Orcia: San Quirico, Bagno Vignoni und Pienza

Von San Quirico d'Orcia nach Bagno Vignoni führt ein Weg von rund 8 Kilometern in 2,5 Stunden durch Getreidefelder und Zypressen. Von Pienza nach Monticchiello geht ein Rundweg von rund 6 Kilometern mit Blick auf die Hügel. Von Montalcino zur Abtei Sant'Antimo führt ein Weg von rund 10 Kilometern durch Olivenhaine.

Monte Amiata: Anello della Montagna

Der Anello della Montagna Amiatina ist ein Rundweg von rund 30 Kilometern in 2 Tagen um den Berg, mit Buchenwäldern und Aussichten. Der Aufstieg auf den Gipfel dauert von Prato della Contessa rund 1,5 Stunden. Im Winter fahren Sie Ski.

Casentino und Foreste Casentinesi

Von Camaldoli führen Wege zum Kloster La Verna, dem Berg des heiligen Franziskus, über den Sentiero Francescano. Der Weg zum Monte Falco, 1658 Meter, dauert von Camaldoli rund 3 Stunden. Der Sasso Fratino ist ein Urwald, der nur für Forscher zugänglich ist.

Garfagnana und Apuanische Alpen

Die Schlucht Orrido di Botri ist ein Naturreservat mit Wasserfall und Höhle, Zugang nur mit Führung. Der Aufstieg zur Pania della Croce, 1858 Meter, dauert 6 Stunden. Der Monte Procinto ist ein Felsen mit Klettersteig.

Elba und Argentario: Küstenpfade

Die Grande Traversata Elbana ist ein Weg von rund 60 Kilometern von Cavo nach Pomonte. Der Aufstieg auf den Monte Capanne dauert 4 Stunden ab Poggio, alternativ nehmen Sie die Seilbahn ab Marciana. Auf dem Argentario führt ein Weg von Porto Santo Stefano zur Cala Moresca in 1,5 Stunden.

Toskana Radfahren: Strade bianche und Lucca

Die Strade bianche südlich von Siena sind Schotterstraßen, auf denen jedes Jahr das Rennen Eroica mit Rädern aus der Zeit vor 1987 stattfindet. Sie fahren mit Gravelbikes oder E Bikes von Siena nach Monteriggioni, rund 30 Kilometer. Die Stadtmauer von Lucca misst 4,2 Kilometer, Leihräder kosten 4 bis 6 Euro pro Stunde.

Sentiero degli Etruschi und Populonia

Im Archäologiepark Baratti Populonia führen Wege von 2 bis 6 Kilometern durch Gräber, Hütten und Steinbrüche der Etrusker, mit Blick auf Meer und Elba. Der Sentiero degli Etruschi verbindet Gräber und Gebäude über rund 4 Kilometer, Führungen dauern 2 Stunden. Der Golf von Baratti bietet danach Baden im Meer.

Via degli Dei und Höhenwege im Apennin

Die Via degli Dei führt von Bologna nach Florenz in 4 bis 5 Tagen über rund 130 Kilometer, der toskanische Abschnitt beginnt am Passo della Futa und endet in Fiesole. Höhenwege im Apennin bieten Wälder und Weiden mit Blick auf beide Seiten, mit Hütten für Übernachtungen.

Rundweg Monteriggioni, Abbadia und Strade bianche

Von Monteriggioni führt ein Weg von rund 9 Kilometern durch Weinberge und Wald nach Abbadia a Isola, einer Abtei aus dem 11. Jahrhundert, und zurück. Der Weg ist Teil der Via Francigena und für Familien geeignet, das Wetter sollten Sie prüfen.

Toskana Wandern mit Kindern und E Bike Routen

Familien wählen kurze Wege: den Rundweg um Monteriggioni mit Mauer, den Weg von San Quirico nach Bagno Vignoni, die Wege im Naturpark Maremma für 5 Kilometer und die Mauer von Lucca mit Rädern. E Bikes eignen sich für die Hügel des Chianti und Val d'Orcia, Verleihe in Greve, Radda, Pienza und Montalcino berechnen 40 bis 70 Euro pro Tag. Achten Sie auf Höhenmeter, Wasser und Sonnenschutz.

Toskana Radrouten: Lucca Pisa, Chianti Runde und Via Francigena

Der Radweg von Lucca nach Pisa misst rund 25 Kilometer, ist flach und führt am Fluss Serchio und durch den Naturpark San Rossore. Im Chianti fahren Sie Runden ab Greve über Panzano, Radda und Gaiole von rund 60 Kilometern mit 1000 Höhenmetern, in 5 bis 6 Stunden, mit E Bikes leichter. Die Via Francigena eignet sich für Radfahrer, mit Streckenabschnitten auf Schotter und Straße. Für Rennradler gilt: In den Hügeln sind die Steigungen steil und der Verkehr am Wochenende dicht. Fahren Sie mit Helm und nehmen Sie ausreichend Wasser mit.

Küstenwege: Argentario, Punta Ala und Populonia

Auf dem Monte Argentario führt der Weg von Porto Santo Stefano zur Cala Moresca in 1,5 Stunden, vorbei an Macchia, Türmen und Buchten. Bei Punta Ala verläuft ein Küstenweg zum Leuchtturm in 1 Stunde. Von Baratti nach Populonia führt ein Pfad von rund 2 Kilometern zum Hügel mit Gräbern und Burg. Auf allen Wegen ist Sonnenschutz nötig, Bäume fehlen.

Regeln und Sicherheit

Für Wanderungen gilt: Im Sommer starten Sie vor 8 Uhr, nehmen 2 bis 3 Liter Wasser mit, tragen Kopfbedeckung und feste Schuhe. Wetter wechselt in den Bergen schnell, Gewitter sind am Nachmittag häufig. Wildschweine und Zecken kommen vor. Der Notruf ist 112.

Toskana Reiserouten für verschiedene Aufenthaltsdauern

Jede Toskana Reiseroute steht und fällt mit den Wegen zwischen den Orten. Städte erreichen Sie mit dem Zug, Dörfer und Weingüter nur mit dem Auto. Die folgenden Vorschläge nennen Fahrzeiten, Besichtigungszeiten und Reservierungshinweise. Jede Toskana Route in diesem Kapitel ist so gebaut, dass Sie morgens nie mehr als 1,5 Stunden bis zum ersten Ziel fahren und mittags Zeit für ein langes Essen bleibt. Buchen Sie Zeitfenster für Uffizien, Accademia, Dom Kuppel und Schiefen Turm, sobald Ihre Route feststeht.

Toskana 3 Tage Reiseroute kompakt: Florenz und Siena

Tag 1: Sie starten um 8 Uhr an der Piazza del Duomo, besteigen mit Zeitfenster die Kuppel und besichtigen Baptisterium und Dommuseum. Über die Via dei Calzaiuoli gehen Sie zur Piazza della Signoria mit Palazzo Vecchio, essen in der Markthalle Mercato Centrale und überqueren am Nachmittag die Ponte Vecchio. Der Sonnenuntergang gehört dem Piazzale Michelangelo.

Tag 2: Am Vormittag besuchen Sie die Uffizien, am späten Vormittag die Accademia mit dem David. Nach dem Mittagessen in Santo Spirito besichtigen Sie Palazzo Pitti und Boboli Gärten oder die Medici Kapellen. Am Abend genießen Sie einen Aperitivo in Oltrarno.

Tag 3: Sie fahren um 8 Uhr mit dem Bus in 1 Stunde 15 Minuten nach Siena. Sie besteigen den Torre del Mangia, besichtigen den Palazzo Pubblico mit den Fresken von Lorenzetti und den Dom mit Piccolomini Bibliothek. Am Nachmittag kehren Sie nach Florenz zurück oder fahren zum Flughafen.

Toskana 5 Tage Reiseroute intensiv: Florenz, Pisa, Lucca und Siena

Tag 1: Florenz mit Dom, Kuppel, Baptisterium, Piazza della Signoria und Ponte Vecchio, Sonnenuntergang am Piazzale Michelangelo.

Tag 2: Uffizien und Accademia am Vormittag, San Lorenzo mit Medici Kapellen, Santa Croce und Oltrarno am Nachmittag.

Tag 3: Mit dem Zug in 1 Stunde nach Pisa, Schiefer Turm mit Zeitfenster, Dom, Baptisterium und Camposanto. Am Nachmittag Zug in 30 Minuten nach Lucca, Radtour auf der Stadtmauer, Abendessen in der Altstadt, Übernachtung in Lucca.

Tag 4: Lucca am Vormittag mit Torre Guinigi, Dom und Piazza dell'Anfiteatro, dann Fahrt nach Siena, rund 2 Stunden mit Zug oder Bus über Florenz oder mit dem Auto in 1,5 Stunden, Piazza del Campo am Abend.

Tag 5: Siena mit Torre del Mangia, Palazzo Pubblico und Dom, am Nachmittag Rückfahrt nach Florenz oder Weiterfahrt nach Pisa zum Flughafen.

Toskana 7 Tage Reiseroute klassisch: Florenz, Chianti, Siena und Val d'Orcia

Tag 1: Ankunft in Florenz, Piazza del Duomo, Piazza della Signoria, Ponte Vecchio, Abendessen in Oltrarno.

Tag 2: Uffizien, Accademia und Palazzo Pitti, Sonnenuntergang am Piazzale Michelangelo. Am späten Nachmittag holen Sie den Mietwagen ab.

Tag 3: Fahrt auf der Chiantigiana über Greve, Panzano und Castellina nach Siena, rund 80 Kilometer, mit Weinprobe und Mittagessen im Weingut. Übernachtung in Siena.

Tag 4: Siena mit Torre del Mangia, Palazzo Pubblico, Dom und Contraden, am Nachmittag Monteriggioni, 15 Kilometer.

Tag 5: Val d'Orcia: Crete Senesi mit Monte Oliveto Maggiore, Pienza, Bagno Vignoni und Montepulciano, rund 130 Kilometer, Übernachtung in Pienza oder Montepulciano.

Tag 6: Montalcino mit Weinverkostung, Abtei Sant'Antimo, dann Fahrt nach San Gimignano, rund 100 Kilometer, Abendessen im Ort.

Tag 7: Volterra am Vormittag mit Museo Guarnacci, Fahrt in rund 1,5 Stunden nach Pisa, Schiefer Turm am Nachmittag, Abflug in Pisa.

Toskana 10 Tage Reiseroute mit erweiterten Ausflügen: Von Florenz bis zur Maremma

Tag 1: Ankunft in Florenz, Dom, Baptisterium, Piazza della Signoria, Ponte Vecchio.

Tag 2: Uffizien, Accademia, Santa Croce, Oltrarno.

Tag 3: Ausflug nach Fiesole oder mit dem Zug nach Prato und Pistoia, am Nachmittag Mietwagen abholen.

Tag 4: Chiantigiana nach Siena mit Weinproben in Greve, Panzano und Castellina, rund 80 Kilometer.

Tag 5: Siena mit Campo, Turm, Dom und Pinacoteca, am Nachmittag Monteriggioni und San Gimignano.

Tag 6: Crete Senesi, Abtei Monte Oliveto Maggiore, San Quirico d'Orcia, Bagno Vignoni und Pienza.

Tag 7: Montalcino, Sant'Antimo, Montepulciano, Weinprobe mit Vino Nobile.

Tag 8: Fahrt nach Pitigliano, rund 1,5 Stunden, mit Vie Cave in Sovana und Nekropole, Thermalbad in Saturnia am Nachmittag.

Tag 9: Küste bei Grosseto: Naturpark Uccellina mit Wanderung, Cala Violina oder Castiglione della Pescaia zum Baden.

Tag 10: Fahrt nach Populonia und Baratti mit Archäologiepark, weiter nach Pisa, rund 1,5 Stunden, Schiefer Turm und Abflug.

Toskana 14 Tage Reiseroute mit vollständiger Regionserkundung: Von Lucca bis Elba

Tag 1: Ankunft in Pisa, Piazza dei Miracoli mit Schiefem Turm, Abendessen in Pisa.

Tag 2: Lucca mit Stadtmauer, Torre Guinigi, Dom und Piazza dell'Anfiteatro, Radtour.

Tag 3: Garfagnana mit Barga und Ponte del Diavolo oder Ausflug nach Carrara mit Marmorbrüchen und Colonnata.

Tag 4: Fahrt nach Florenz, rund 1,5 Stunden, Dom, Baptisterium und Piazza della Signoria.

Tag 5: Uffizien, Accademia, Medici Kapellen und Oltrarno.

Tag 6: Ausflug nach Vinci, Certaldo oder Fiesole, Abend in Florenz.

Tag 7: Chiantigiana nach Siena mit Weinproben in Greve, Panzano und Castellina.

Tag 8: Siena mit Torre del Mangia, Palazzo Pubblico, Dom, Monteriggioni am Abend.

Tag 9: San Gimignano und Volterra, Etruskische Museen und Alabaster.

Tag 10: Crete Senesi, Monte Oliveto Maggiore, Pienza, Bagno Vignoni, Montalcino.

Tag 11: Montepulciano, Cortona und Arezzo mit Piero della Francesca.

Tag 12: Pitigliano, Sovana und Saturnia, Thermalbad.

Tag 13: Maremma mit Naturpark Uccellina und Cala Violina, Fahrt nach Piombino, Fähre nach Elba.

Tag 14: Elba mit Portoferraio, Villa Napoleons und Fetovaia, Rückfahrt mit der Fähre und Abflug in Pisa am nächsten Tag oder späten Abend.

Toskana 5 Tage Reiseroute mit Auto: Wein und Landschaft

Tag 1: Ankunft in Florenz, Mietwagen abholen, Fahrt auf der Chiantigiana nach Greve, rund 30 Kilometer, Weinprobe und Übernachtung im Chianti.

Tag 2: Panzano, Radda, Volpaia und Gaiole, Besuch von 2 Weingütern und Wanderung von Radda nach Volpaia, 10 Kilometer.

Tag 3: Fahrt nach Siena, rund 30 Kilometer, Piazza del Campo, Dom und Torre del Mangia, am Abend Aperitivo im Campo.

Tag 4: Crete Senesi und Val d'Orcia mit Monte Oliveto Maggiore, Pienza, Bagno Vignoni und Montalcino, rund 120 Kilometer.

Tag 5: Sant'Antimo, Montepulciano mit Vino Nobile, Rückfahrt nach Florenz, rund 110 Kilometer, oder Fahrt zum Flughafen Pisa.

Toskana 7 Tage Reiseroute ohne Auto: Städte und Küste

Tag 1: Florenz mit Dom, Baptisterium, Piazza della Signoria und Ponte Vecchio.

Tag 2: Uffizien, Accademia, Oltrarno und Piazzale Michelangelo.

Tag 3: Ausflug nach Fiesole mit Bus 7, am Nachmittag Santa Croce und Mercato Centrale.

Tag 4: Zug nach Pisa, Piazza dei Miracoli, Übernachtung in Pisa.

Tag 5: Zug nach Lucca, Stadtmauer, Altstadt, Radtour.

Tag 6: Zug nach Livorno oder Viareggio, Strand oder Fisch, Rückfahrt nach Pisa.

Tag 7: Zug oder Bus nach Siena über Florenz, Piazza del Campo und Dom, Rückreise.

Toskana 10 Tage Reiseroute Variante: Toskana und Umbrien

Tag 1: Ankunft in Florenz, Dom, Baptisterium und Ponte Vecchio.

Tag 2: Uffizien, Accademia und Oltrarno.

Tag 3: Fahrt nach Siena, Piazza del Campo, Dom und Torre del Mangia.

Tag 4: Val d'Orcia mit Pienza, Bagno Vignoni und Montalcino.

Tag 5: Montepulciano und Weinprobe, Fahrt zum Trasimenischen See, rund 1 Stunde.

Tag 6: Cortona am Vormittag, Fahrt nach Assisi, rund 1 Stunde 15 Minuten, Basilika und Altstadt.

Tag 7: Perugia mit Rocca Paolina und Altstadt, am Nachmittag Spello.

Tag 8: Orvieto mit Dom und unterirdischen Gängen, rund 1,5 Stunden.

Tag 9: Fahrt zurück in die Toskana, Pitigliano und Saturnia, Thermalbad.

Tag 10: Maremma oder Rückfahrt nach Florenz, Abflug.

Praktische Toskana Reisetipps: Parken, Verkehr, Preise, Verhalten und lokale Regeln

Mit dem Auto durch die Toskana: Regeln und Kosten

In Italien gilt Rechtsverkehr. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 50 Stundenkilometer innerorts, 90 außerorts, 110 auf Schnellstraßen und 130 auf Autobahnen. Die Fahrzeugbeleuchtung muss außerhalb geschlossener Ortschaften auch am Tag eingeschaltet sein. Warnweste und Warndreieck gehören ins Auto. Die Promillegrenze liegt bei 0,5, für Fahranfänger bei 0. Die Maut auf Autobahnen beträgt rund 8 Euro pro 100 Kilometer. Benzin kostet mehr als in Deutschland, an Tankstellen mit Bedienung 10 bis 20 Cent pro Liter Aufschlag. Landstraßen sind kurvig, planen Sie 45 bis 50 Kilometer pro Stunde.

ZTL, Parken und Blaue Zonen

In Altstädten gelten Zonen mit Fahrverbot, ZTL, mit Kameras. Fahren Sie nie in eine ZTL ein, wenn das Schild rot leuchtet, denn Strafen von 80 bis 120 Euro folgen per Post. Weiße Parklinien sind frei, blaue kostenpflichtig, gelbe reserviert. Parken Sie an Parkplätzen am Rand von Florenz, Siena, Lucca, Pisa und Arezzo und laufen Sie. In Siena sind Parkplätze am Fortezza und am Bahnhof günstig, in Florenz am Stadtrand nahe Tram Haltestellen, in San Gimignano an den Parkplätzen vor der Mauer.

Öffnungszeiten und Feiertage

Geschäfte öffnen von 9 bis 13 Uhr und 16 bis 19.30 Uhr, in Touristenorten durchgehend. Museen sind häufig montags geschlossen. Kirchen sind zwischen 12 und 15.30 Uhr zu. Feiertage sind der 1. Januar, 6. Januar, Ostersonntag und Ostermontag, der 25. April, der 1. Mai, der 2. Juni, der 15. August, der 1. November, der 8. Dezember, der 25. und 26. Dezember, in Florenz der 24. Juni. In der Erntezeit im September und Oktober sind Weingüter beschäftigt.

Verhalten in Weingütern, Agriturismi und Kirchen

Melden Sie Verkostungen vorher an. Wer probiert, kauft am Ende meist eine Flasche, und wer fährt, trinkt wenig oder nutzt einen Fahrer. In Agriturismi gelten Ruhezeiten von 14 bis 16 Uhr und ab 23 Uhr, Pools sind für Gäste. In Kirchen bedecken Sie Schultern und Knie, nehmen Kopfbedeckungen ab und sprechen leise.

Geld, Handy und Gesundheit

Kartenzahlung ist in Städten Standard, Bargeld nutzen Sie für Märkte, kleine Weingüter und Bars. EU Roaming ermöglicht die Nutzung Ihres Handys ohne Zusatzkosten, in Hügeln bricht der Empfang ab. Apotheken mit grünem Kreuz beraten fachkundig. Leitungswasser ist trinkbar.

Einkaufen und Versand: Wein, Öl und Souvenirs

Wein und Öl kaufen Sie im Weingut. Viele Betriebe versenden Kartons mit 6 oder 12 Flaschen in die EU, Kosten 30 bis 60 Euro. Im Flugzeug dürfen Flüssigkeiten über 100 Milliliter nicht ins Handgepäck, verpacken Sie Flaschen im Koffer in Kleidung. Einfuhr innerhalb der EU ist für den privaten Gebrauch erlaubt, in die Schweiz gelten Mengenbegrenzungen. Kaufen Sie Leder, Papier und Keramik bei Handwerkern, Alabaster in Volterra, Stroh und Gebäck in Siena.

Fahren im Winter und bei Regen

Von November bis März sind Straßen in den Bergen glatt, Schneeketten oder Winterreifen sind auf vielen Strecken vom 15. November bis 15. April vorgeschrieben. Nebel im Arnotal und Regen erschweren die Sicht. Schotterstraßen sind bei Regen rutschig, planen Sie mehr Zeit ein und prüfen Sie das Wetter.

Trinkgeld, Preise und kleine Beträge

Trinkgeld ist nicht üblich, im Restaurant runden Sie auf oder lassen 1 bis 2 Euro pro Person. Toiletten in Bahnhöfen kosten 1 Euro, Audioguides in Museen 5 bis 8 Euro, Schließfächer 5 bis 12 Euro, Kerzen in Kirchen 1 bis 2 Euro. Parken kostet in Städten 1,50 bis 3 Euro pro Stunde, in Parkhäusern 15 bis 30 Euro pro Tag. Ein Glas Wein kostet im Lokal 4 bis 8 Euro, eine Flasche Wasser 2 bis 4 Euro.

Steckdosen, Wasser und Handy

Italien nutzt Steckdosen vom Typ L und C, europäische Stecker mit 2 Stiften passen meist. Leitungswasser ist trinkbar und schmeckt gut, Dörfer haben Brunnen. In den Hügeln bricht der Mobilfunk ab, laden Sie Offline Karten und Fahrpläne herunter. WLAN gibt es in Hotels und Agriturismi meist gratis.

Rücksicht auf Land, Natur und Nachbarn

In Agriturismi gelten Ruhezeiten, Pools sind für Gäste, Rauchen ist in Zimmern verboten. Auf dem Land lassen Sie Weidezäune geschlossen, betreten keine Weinberge und Olivenhaine ohne Erlaubnis und pflücken keine Trauben. Müll trennen Sie in Papier, Glas, Plastik und Rest, Behälter stehen an Straßen. Feuer im Freien sind im Sommer verboten. Wer Wein kauft, lädt Kisten mit Hilfe des Winzers und sichert sie im Kofferraum.

Toskana Insiderwissen und lokale Besonderheiten aus Alltagsperspektive

Campanilismo: Der Streit der Städte

Toskaner identifizieren sich mit ihrer Stadt, nicht mit der Region. Kirchturmdenken, Campanilismo, prägt die Rivalität zwischen Florenz und Siena, Pisa und Livorno, Pisa und Lucca. Ein altes Sprichwort sagt, besser einen Toten im Haus als einen Pisaner vor der Tür. Jede Stadt sieht sich als schönste, jede hat eigenen Wein, eigenes Brot und eigene Feste. Wer diese Rivalität kennt, versteht Späße von Einheimischen.

Sprache und Humor

Das Toskanische ist die Grundlage des modernen Italienisch, das Dante mit der Göttlichen Komödie prägte. Charakteristisch ist die Gorgia toscana, bei der k, t und p zwischen Vokalen gehaucht werden, sodass aus Coca Cola Hoha Hola wird. Toskaner sind bekannt für trockenen, derben Humor, für Sprüche und Neckereien, die Fremde nicht kränken sollen.

Mezzadria, Agriturismo und Landleben

Bis in die 1960er Jahre bewirtschafteten Pächter, die Mezzadri, Höfe für Grundbesitzer und teilten Ernten zur Hälfte. Das Wort Mezzadria kommt von mezzo, halb. Nach dem Ende des Systems verließen viele Familien das Land, Höfe verfielen, bis ein Gesetz 1985 den Agriturismo förderte. Heute sind viele Bauernhöfe Gästehäuser, die Landschaft mit Zypressenalleen und Steinhäusern blieb erhalten.

Handwerk und Mode

Florenz ist Zentrum des Handwerks: Leder in Santa Croce, Papier mit Marmoriertechnik, Goldschmiedekunst an der Ponte Vecchio, Restaurierung in Oltrarno. Volterra ist bekannt für Alabaster, Montelupo für Keramik, Colle di Val d'Elsa für Kristall, Carrara für Marmor, Lucca für Stoffe. Modehäuser wie Gucci, Pucci und Ferragamo haben ihre Wurzeln in Florenz, die Messe Pitti Uomo findet jedes Jahr statt.

Palio, Calcio und Feste

Der Palio in Siena, das Calcio Storico in Florenz und die Giostra in Arezzo sind Volksfeste mit jahrhundertelanger Tradition, mit Kostümen, Umzügen und Wettkämpfen der Stadtviertel. Für Reisende bedeutet das: Zu diesen Terminen sind Unterkünfte teuer und ausgebucht, planen Sie früh.

Kultur: Puccini, Opern und Musik

Lucca ist Geburtsort Puccinis, Torre del Lago am See Massaciuccoli Schauplatz des Puccini Festivals im Sommer. Florenz besitzt das Teatro del Maggio Musicale, Siena die Accademia Chigiana, Pisa das Fest Luminara. In Kirchen und Palästen finden Konzerte statt.

Die Toskana in Zahlen und Symbolen

Die Region besitzt rund 15000 Kilometer Landstraßen, über 100 Burgen, mehr als 300 Museen und 6 UNESCO Stätten. Das Wappen von Florenz ist die Lilie, das Symbol von Siena die Wölfin mit Romulus und Remus, das Wahrzeichen von Pisa der Turm und der Adler, das von Lucca die Freiheit, Libertas. Der Marzocco, ein Löwe, steht für Florenz. Die Farbe von Florenz ist violett, wie das Trikot des Fußballvereins ACF Fiorentina. Wer diese Symbole erkennt, liest Städte wie Bücher.

Toskanische Redewendungen und Humor

Toskaner sagen Icché für Was, Bimbo für Kind, Babbo für Vater, Mamma mia für Ausruf, Bischero für Trottel. Sprüche lauten Meglio un morto in casa che un pisano all'uscio und Chi non beve in compagnia o è un ladro o è una spia. Humor in der Toskana ist derb, trocken und herzlich, wer lachen kann, wird schnell aufgenommen.

Feste im Kalender: Monat für Monat

Im Januar feiern Städte den Dreikönigstag mit Umzügen, im Februar den Karneval in Viareggio und Foiano della Chiana. Im März und April prägen Ostern und Prozessionen die Orte, am 25. April und 1. Mai sind Feiertage. Von April bis Juni findet in Florenz das Musikfest Maggio Musicale statt. Im Juni folgen das Calcio Storico und die Luminara in Pisa, im Juli der Palio in Siena, im August der 2. Palio und Festivals. Im September werden Winzerfeste gefeiert, am 13. September die Luminara di Santa Croce in Lucca. Im Oktober und November stehen Kastanien, Olivenöl und Trüffel im Mittelpunkt, im Dezember Adventsmärkte und Krippen.

Abschlusskapitel: Toskana Reiseführer als vollständiges Reiseerlebnis

Welche Region passt zu Ihnen

Für Kunst und Kultur wählen Sie Florenz, Siena, Pisa, Lucca und Arezzo. Für Landschaft, Wein und Küche eignen sich Chianti, Val d'Orcia, Montalcino, Montepulciano und die Maremma. Für Strand und Meer bieten die Versilia, die Maremma und Elba Möglichkeiten. Für Wandern und Ruhe lohnen Casentino, Garfagnana und Monte Amiata. Familien mit Kindern finden in Agriturismi mit Pool und Tieren einfache Bedingungen, Paare in Dörfern wie Pienza und Montepulciano.

Zeit, Budget und Anreise

Für Städte und Landschaften eignen sich April bis Juni und September bis Oktober, für Strand Juni und September, für Wintertage Museen und Thermen. Das Budget reicht von 70 Euro pro Tag für sparsame Reisende über 150 bis 250 Euro für die Mittelklasse bis zu über 400 Euro für Luxus. Planen Sie die Anreise mit einem Flug nach Pisa und dem Rückflug ab Florenz oder Rom, buchen Sie Zeitfenster für die Uffizien und den Schiefen Turm früh.

So nutzen Sie diesen Toskana Reiseführer

Als bester Toskana Reiseführer für Individualreisende versteht sich dieses Buch als Nachschlagewerk: Beginnen Sie mit Geografie und Reisezeit, wählen Sie 2 bis 3 Standorte, prüfen Sie Weingüter, Wanderwege und Ausflüge dort und übernehmen Sie eine der Reiserouten als Gerüst. Packen Sie leicht mit bequemen Schuhen und Sonnenschutz, planen Sie Mittagspausen ein und lassen Sie bei jeder Route mindestens 1 freien Tag als Puffer. Diese Toskana Reiseführer Empfehlung soll Ihnen Entscheidungen erleichtern, ohne die Überraschungen wegzunehmen, die jede Reise in diese Region prägen. Buon viaggio.


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Toskana Reiseführer: Die besten Buchungsquellen

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  • GetYourGuide Eine der führenden Plattformen für Touren, Aktivitäten und Erlebnisse weltweit. Von Stadtführungen über Tickets für Sehenswürdigkeiten bis hin zu einzigartigen Ausflügen bietet GetYourGuide eine große Auswahl mit einfachen Buchungs- und Stornierungsmöglichkeiten.
  • Amazon Der weltweit größte Online-Marktplatz mit einer enormen Auswahl an Produkten aus nahezu jeder Kategorie. Dank schneller Lieferung, wettbewerbsfähiger Preise und zahlreicher Kundenbewertungen ist Amazon für viele die erste Anlaufstelle beim Online-Shopping.
  • Expedia Erlebnisse bequem in einer Buchung kombinieren. Eine umfassende Reiseplattform für Hotels, Flüge, Mietwagen und Pauschalreisen. Expedia bietet häufig attraktive Kombinationsangebote und Rabatte, wodurch sich insbesondere bei der Buchung kompletter Reisen Geld sparen lässt.



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