weiß1

ENTDECKE FLORENZ

Wo der Florenz Reiseführer seine Schätze flüstert! ENTDECKE FLORENZ Tipps voller kleiner Wunder! Mit bester Florenz Reiseführer Empfehlung.

© 2026 Reisemoment.com Alle Rechte vorbehalten. Diese Webseite und deren Inhalte sind urheberrechtlich geschützt. Kein Teil dieser Webseite darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors in irgendeiner Form reproduziert, vervielfältigt oder verbreitet werden, mit Ausnahme kurzer Zitate (ein bis zwei Sätze pro Webseite) im Rahmen von Rezensionen. Die Nutzung dieser Webseite für Text- und Data-Mining im Sinne des § 44b UrhG bleibt explizit vorbehalten. Dieser Artikel kann Werbung enthalten: Reisemoment.com kann Provisionen erhalten. Etwaige Deals und Preise bleiben gleich! Etwaige Angebote bleiben Angebote!

Lassen Sie sich von unseren Reiseberichten inspirieren. Entdecken Sie faszinierende Florenz Reiseziele, erleben Sie unvergessliche Momente und schaffen Sie Erinnerungen, die bleiben. Entdecken Sie die Welt in ihrer ganzen Vielfalt

weiß1


Hilfreiche Florenz Reiseführer online Informationen für die Planung Ihres Florenz Urlaubs! Unsere eigens verfassten Florenz Reiseführer basieren auf eigener Recherche, Erfahrungen und Empfehlungen.

Gut gewappnet für Ihre nächste Florenz Reise mit unserer online Florenz Reiseführer Empfehlung sowie hilfreichen vorab Reiseinformationen.

Unsere sorgfältig kuratierten Reiseinformationen zu Florenz richten sich an alle, die ihren Urlaub, eine Florenz Rundreise oder ein Backpacker Abenteuer planen. Statt trockener Fakten, endloser Listen oder bloßer Geodaten erwartet Sie in unserem Florenz Reiseführer eine Sammlung inspirierender, unterhaltsam geschriebener Florenz Reiseberichte mit wertvollen Tipps aus erster Hand. Unser Ziel ist es, Ihnen Florenz mit ausgewählten Reiseerfahrungen und fundierten Informationen näherzubringen, damit Sie Ihre Florenz Reise optimal planen und unvergessliche Eindrücke sammeln können. Freuen Sie sich auf inspirierende Empfehlungen, spannende Sehenswürdigkeiten und faszinierende Einblicke in die kulturellen und landschaftlichen Highlights dieser einzigartigen Destination. Lassen Sie den Alltag hinter sich und entdecken Sie Florenz Reiseziele mit Reisemoment.com

 

Dieser Florenz Reiseführer bietet Ihnen einen kompakten Überblick über die schönsten Highlights der Destination. Ob beeindruckende Natur, geschichtsträchtige Sehenswürdigkeiten oder kulturelle Besonderheiten. Florenz begeistert mit seiner einzigartigen Vielfalt. Unser Florenz Reiseführer unterstützt Sie bei der Planung Ihres Urlaubs und hilft Ihnen dabei, die schönsten Seiten und besondere Florenz Reiseziele zu entdecken.

 

Wir sind ein Qualitätsmedium für Reisen und bieten, qualitativ hochwertige sowie detaillierte Reiseinformationen zum "Reinlesen", mittels sehr umfassenden sowie tief gegliederten Sammlungen wertvoller Tipps und professionellen Informationen über Ihr Florenz Reiseziel!

 

ReiseMoment.com - "DER MOMENT IN DEM DIE REISE BEGINNT"

 

© 2026 REISEMOMENT.COM - DIESER REISEFÜHRER WURDE KURATIERT, SORGFÄLTIG AUSGEWÄHLT, GEFILTERT UND VON UNS SINNVOLL ZUSAMMENGESTELLT! DIESER REISEFÜHRER WURDE TEILS MIT UNTERSTÜTZUNG VON KI, VON UNS SELBST UND TEXTBROKER AUTOREN ERSTELLT. FÜR DIE RICHTIGKEIT, VOLLSTÄNDIGKEIT UND AKTUALITÄT DER INHALTE KÖNNEN WIR JEDOCH KEINE GEWÄHR ÜBERNHEMEN!

 

 

REISEMOMENT.COM VOLLWERTIGER FLORENZ REISEFÜHRER FÜR IHR FERNWEH

REISEZIEL REISEFÜHRER

Florenz Reiseführer - Von der Domkuppel Brunelleschis bis in die Weinberge des Chianti

Vorwort: Was dieser Florenz Reiseführer Ihnen bietet und wie Sie ihn nutzen

Florenz ist klein. Die Altstadt innerhalb der alten Mauern misst rund 5 Quadratkilometer, vom Bahnhof Santa Maria Novella bis zum Piazzale Michelangelo sind es zu Fuß 40 Minuten, und trotzdem besitzt die Stadt mehr erstrangige Kunstwerke pro Straßenzug als jeder andere Ort in Europa. Genau das ist das Problem: Wer ohne Plan anreist, steht am ersten Vormittag 2 Stunden vor dem Dom in der Schlange, verpasst den vorab gebuchten Zeitslot in den Uffizien und isst mittags ein überteuertes Sandwich für 14 Euro. Dieser Text verhindert das.

Wer nach dem besten Florenz ReiseführerWerbung sucht, sollte prüfen, ob er konkrete Zahlen nennt: Öffnungszeiten, Eintrittspreise, Stufenzahlen, Fahrzeiten, Buslinien. Ein bester Florenz Reiseführer verzichtet auf Schwärmerei und sagt, ob sich der Aufstieg auf die Domkuppel mit 463 Stufen lohnt (er lohnt sich, wenn Sie um 8:15 Uhr starten) und ob die Schlange vor der Galleria dell'Accademia die Wartezeit wert ist (nicht ohne Reservierung). Dieser Florenz Reiseführer folgt dieser Logik: erst Geschichte und Lage, dann Organisation, UnterkunftWerbung und Kosten, dann Sehenswürdigkeiten, Kulinarik, Ausflüge in die Toskana und Reiserouten für 3, 5, 7, 10 und 14 Tage.

Die Kapitel sind so gebaut, dass Sie sie einzeln lesen können. Wer nur 2 Tage hat, springt zu den Sightseeing Routen und zur 3 Tage Reiseroute. Wer ein Wochenende plant, liest die Abschnitte zu Reservierungen und Touristenfallen. Wer eine Woche bleibt, findet in den Ausflugskapiteln Strecken nach Fiesole, Pisa, Siena, Lucca und ins Chianti mit Abfahrtsorten, Dauer und Kosten. Angaben zu Preisen und Öffnungszeiten sind Richtwerte: Museen ändern Zeiten und Tarife regelmäßig, prüfen Sie zentrale Punkte vor der Buchung bei den Betreibern.

Zur Schreibweise: Die Stadt heißt auf Italienisch Firenze, im Deutschen Florenz, die Provinz Città Metropolitana di Firenze, die Region Toskana (Toscana). Straßennamen erscheinen in der Landessprache, Museen und Kirchen mit ihrem italienischen Namen und, wo es hilft, einer deutschen Erklärung.

Florenz Geschichte: Von der römischen Kolonie zur Wiege der Renaissance

Florentia: Gründung und römische Zeit

Die Stadt geht auf eine römische Kolonie zurück, die Florentia hieß und nach der Überlieferung im Jahr 59 vor Christus für Veteranen Caesars an einer Furt des Arno angelegt wurde. Der Name bedeutet die Blühende, wobei die Deutung umstritten ist, weil an dieser Stelle auch der Fluss Mugnone in den Arno mündet und die Ebene sumpfig war. Der Grundriss ist bis heute lesbar: Das rechtwinklige Straßennetz mit Cardo und Decumanus lag um das heutige Forum, das der Piazza della Repubblica entspricht. Im Keller vieler Häuser stecken römische Mauern, und Reste des Amphitheaters mit rund 10000 Plätzen finden sich im Verlauf der Straßen rund um die Piazza Peruzzi, deren Rundung dem antiken Oval folgt. Ein Beispiel dafür, dass Florenz seine Geschichte nicht ausstellt, sondern überbaut.

Mittelalter: Guelfen, Ghibellinen und der Aufstieg der Zünfte

Nach dem Zerfall des Römischen Reiches fiel die Stadt zeitweise an Goten, Byzantiner und Langobarden und erlangte erst im 11. Jahrhundert unter der Markgräfin Mathilde von Tuszien wieder Bedeutung. Ab 1115 regierten Bürger als freie Kommune. Zentraler Konflikt war der Kampf zwischen Guelfen, die den Papst unterstützten, und Ghibellinen, den Anhängern des Kaisers. Der Dichter Dante Alighieri, 1265 in Florenz geboren, wurde 1302 als Guelfe der weißen Fraktion verbannt und kehrte nie zurück. Sein Grab liegt in Ravenna, ein leeres Kenotaph steht in der Basilika Santa Croce.

Wirtschaftliche Macht kam aus der Wolle und dem Geld. Die Zünfte, unterteilt in 7 große Arti Maggiori (unter anderem Richter und Notare, Tuchhändler, Bankiers, Seidenhändler, Ärzte und Apotheker) und 14 kleinere, bestimmten die Politik. Ab 1252 prägte die Stadt den Fiorino d'oro, eine Goldmünze mit der Lilie und Johannes dem Täufer, die zur Leitwährung Europas wurde und für Jahrhunderte ihren Goldgehalt von rund 3,5 Gramm behielt. Bankhäuser wie Bardi und Peruzzi finanzierten Könige, gingen aber um 1340 pleite, als Eduard III. von England seine Schulden nicht zahlte.

1348 tötete die Pest schätzungsweise die Hälfte der rund 90000 Einwohner. Giovanni Boccaccio nutzte diese Katastrophe als Rahmen für sein Decamerone: 10 junge Florentiner fliehen auf ein Landgut und erzählen sich 100 Geschichten. Das Werk gilt als Grundstein der italienischen Prosa.

Medici: Bankiers, Mäzene und Herzöge

Giovanni di Bicci de' Medici gründete 1397 die Medici Bank, sein Sohn Cosimo der Ältere (1389 bis 1464) machte sie zur mächtigsten Bank Europas und lenkte die Republik, ohne ein Amt zu bekleiden. Er förderte Brunelleschi, Donatello und Fra Angelico und ließ mit dem Palazzo Medici den Prototyp eines Renaissancepalastes bauen. Sein Enkel Lorenzo il Magnifico (1449 bis 1492) regierte ab 1469 und war Dichter, Diplomat und Mäzen von Botticelli, Leonardo und Michelangelo. 1478 überlebte er die Pazzi Verschwörung, bei der sein Bruder Giuliano während der Messe im Dom erstochen wurde. Die Attentäter wurden aufgehängt, einige an den Fenstern des Palazzo Vecchio.

Nach der Vertreibung der Medici 1494 predigte der Dominikaner Girolamo Savonarola eine strenge Republik, ließ Bücher und Kunstwerke auf dem Scheiterhaufen der Eitelkeiten verbrennen und wurde am 23. Mai 1498 auf der Piazza della Signoria gehängt und verbrannt. Eine Bronzeplatte im Pflaster markiert die Stelle. 1512 kehrten die Medici zurück. Nach 1530 wurde Alessandro de' Medici Herzog, ab 1569 Cosimo I. Großherzog der Toskana. Unter ihm entstanden die Uffizien als Verwaltungsgebäude, der Vasari Korridor und der Umbau des Palazzo Pitti. Die Dynastie endete 1737 mit dem Tod von Gian Gastone. Anna Maria Luisa de' Medici, die letzte Angehörige, vermachte 1743 die gesamte Kunstsammlung der Stadt mit der Bedingung, dass nichts aus Florenz entfernt werden darf: Der Grund, warum die Uffizien bis heute so voll sind.

Lothringer, Napoleon und die Einigung Italiens

Auf die Medici folgten die Habsburg Lothringer, deren Großherzog Peter Leopold 1786 als erster Herrscher Europas die Todesstrafe abschaffte. Napoleon besetzte Florenz 1799, danach kehrten die Lothringer bis 1859 zurück. Nach dem Plebiszit von 1860 kam die Toskana zum Königreich Italien, und Florenz war von 1865 bis 1871 Hauptstadt des jungen Staates. Der Architekt Giuseppe Poggi riss die mittelalterlichen Stadtmauern ab, legte Ringstraßen an und baute den Piazzale Michelangelo. Auf dem Weg entstanden die breiten Viali, die noch heute die Altstadt einrahmen. 1871 zog die Regierung nach Rom.

20. Jahrhundert: Krieg und Flut

Im August 1944 sprengten deutsche Truppen auf dem Rückzug alle Brücken über den Arno außer dem Ponte Vecchio, und auch dort wurden die Häuser an den Zugängen zerstört. Die Stadt baute die Brücken originalgetreu wieder auf, den Ponte Santa Trinita Stein für Stein, nachdem die Teile aus dem Fluss geborgen worden waren. Die 2. Katastrophe folgte am 4. November 1966: Nach tagelangem Regen trat der Arno über die Ufer, das Wasser stand in der Altstadt bis zu 5 Meter hoch, mindestens 35 Menschen starben, und Zehntausende Bücher und Kunstwerke wurden beschädigt. Freiwillige aus aller Welt, die Angeli del Fango, die Schlammengel, halfen bei der Rettung. Am Kruzifix von Cimabue in der Basilika Santa Croce, das 1966 stark beschädigt wurde, lässt sich die Restaurierung bis heute ablesen. Seit 1982 gehört das historische Zentrum zum UNESCO Welterbe.

Florenz Geografie: Lage im Arnotal, Hügel und Stadtviertel

Lage und Ausdehnung

Florenz liegt in Mittelitalien im Arnotal auf etwa 50 Metern über dem Meer, eingerahmt von Hügeln: im Norden Fiesole (295 Meter) und der Monte Morello (934 Meter), im Süden die Hügel von Bellosguardo, San Miniato und Arcetri, im Osten der Apennin. Die Stadtfläche beträgt gut 100 Quadratkilometer mit rund 360000 Einwohnern, mit der Umgebung leben rund 1 Million Menschen im Ballungsraum. Die Stadt ist Hauptstadt der Region Toskana und der gleichnamigen Metropolitanstadt. Entfernung nach Rom: gut 270 Kilometer, nach Mailand 300 Kilometer, nach Pisa 85 Kilometer, nach Siena 75 Kilometer, nach Bologna 105 Kilometer.

Der Arno und seine Brücken

Der Arno ist 241 Kilometer lang, entspringt am Monte Falterona im Apennin und mündet bei Pisa ins Ligurische Meer. In der Stadt führt er im Sommer wenig Wasser, im Herbst und Winter kann er anschwellen. Die Uferstraßen heißen Lungarni. Von Ost nach West überqueren ihn die Ponte alle Grazie, Ponte Vecchio (1345 wieder aufgebaut, nachdem eine Flut 1333 die Vorgängerbrücke zerstört hatte), Ponte Santa Trinita von 1569 mit den eleganten Kurven des Architekten Bartolomeo Ammannati, Ponte alla Carraia und Ponte Amerigo Vespucci. Am Ponte Vecchio gab es ursprünglich Metzger und Gerber, bis Großherzog Ferdinando I. 1593 anordnete, dass dort nur noch Goldschmiede und Juweliere arbeiten dürfen: Den Geruch wollte er dem Vasari Korridor darüber ersparen.

Stadtviertel und Orientierung

Die Altstadt gliedert sich in 4 historische Quartieri, benannt nach den zentralen Kirchen: San Giovanni (Dom, Baptisterium, San Lorenzo, San Marco), Santa Maria Novella (Bahnhof, Piazza della Repubblica, Via Tornabuoni), Santa Croce (Osten mit Bargello, Sant'Ambrogio, Santa Croce) und Santo Spirito im Oltrarno, dem Süden des Flusses. Als Orientierungspunkt dient die Domkuppel, die aus fast allen Straßen zu sehen ist. Dahinter liegen Viertel, die Reisende oft übersehen: San Niccolò am Südufer mit alten Handwerksbetrieben, Sant'Ambrogio mit dem lokalen Markt, San Frediano im Oltrarno mit Trattorien und Werkstätten.

Gestein, Baumaterial und Farben der Stadt

Florenz ist grau, gelb und rot: Die Fassaden der Paläste bestehen aus Pietra Forte, einem harten braungelben Sandstein, der im Boboli Hügel gebrochen wurde, die Säulen und Gesimse aus dem grauen Pietra Serena von Fiesole und Settignano. Die Dächer sind mit Terrakotta gedeckt, der Dom ist mit weißem Marmor aus Carrara, grünem Serpentin aus Prato und rosa Marmor aus Siena verkleidet. Diese Kombination aus Weiß, Grün und Rosa erzeugt das Bild, das im Kopf haften bleibt.

Florenz Reisevorbereitung und Reiseplanung im Überblick

Wie lange bleiben: 2, 3 oder 5 Tage

Für die Highlights (Dom, Uffizien, Accademia, Palazzo Vecchio, Ponte Vecchio, Santa Croce, Piazzale Michelangelo) genügen 3 volle Tage. 2 Tage funktionieren nur mit strenger Reihenfolge und Reservierung. Wer die Ausflüge nach Fiesole, Pisa, Siena und in das Chianti einbauen möchte, braucht 5 bis 7 Tage. Ein Tag im Museum verlangt Pausen: Nach 3 Stunden Kunst lässt die Aufmerksamkeit nach.

Eintrittskarten vorab buchen

Die Reservierung entscheidet über die Reise. Die Uffizien und die Galleria dell'Accademia verkaufen Tickets online mit Zeitfenstern über die offiziellen Seiten der Museen, jeweils mit einer Reservierungsgebühr von rund 4 Euro. In der Hauptsaison von April bis Oktober sind die Termine der nächsten 7 bis 14 Tage oft ausverkauft. Der Dom Komplex (Kuppel, Campanile, Baptisterium, Museo dell'Opera del Duomo, Krypta von Santa Reparata) wird über den Brunelleschi Pass verkauft, der 3 Tage gültig ist und rund 30 Euro kostet. Für die Kuppel ist ein fester Zeitpunkt zu wählen, für den Campanile ebenfalls. Der Palazzo Vecchio, das Museo Nazionale del Bargello, der Palazzo Pitti und die Medici Kapellen brauchen weniger Vorlauf, aber im August und an Feiertagen empfiehlt sich die Buchung.

Firenze Card, Museumspässe und Kombitickets

Die Firenze Card gilt 72 Stunden ab dem ersten Museumsbesuch und kostet rund 85 Euro. Sie enthält den Eintritt in mehr als 70 Museen, Kirchen und Villen und erlaubt in vielen Häusern den Zugang ohne Warteschlange, verlangt aber für Uffizien, Accademia und Dom Komplex weiterhin Reservierungen. Sie lohnt sich nur, wenn Sie in 72 Stunden mindestens 5 bis 6 große Museen besuchen: Uffizien, Palazzo Pitti mit Boboli, Bargello, Palazzo Vecchio, Accademia, Medici Kapellen. Wer weniger sehen will, kauft Einzeltickets. Der Nahverkehr ist nicht enthalten.

Dokumente, Versicherung und Geld

Deutsche, Österreicher und Schweizer reisen mit Personalausweis oder Reisepass ein. Die europäische Krankenversicherungskarte deckt die Behandlung in staatlichen Einrichtungen, eine Auslandskrankenversicherung deckt Rücktransport und private Ärzte. Bezahlt wird mit Euro, Kartenzahlung funktioniert fast überall, doch einige kleine Trattorien und Märkte nehmen nur Bargeld. Die Citytax, die Tassa di Soggiorno, wird pro Person und ÜbernachtungWerbung in der UnterkunftWerbung kassiert und liegt je nach Kategorie bei rund 3 bis 8 Euro, meist für maximal 7 ÜbernachtungenWerbung.

Sprache, Apps und Orientierung

Englisch ist im Zentrum weit verbreitet, bei Bäckern und Handwerkern lohnt Italienisch. Nützlich sind die Bahn App Trenitalia, die Bus App AT Bus für Tickets und Fahrpläne, die Museumsseiten der Uffizien für Zeitfenster und Google Maps für Fußwege. Die Straßennummern sind in Florenz doppelt vergeben: Schwarze oder blaue Zahlen bezeichnen Wohnungen, rote Zahlen mit dem Zusatz r Geschäfte und Lokale. Wer Via dei Neri 74r sucht, findet ein Lokal, nicht eine Wohnung. Das spart bei der Suche viele Minuten.

Florenz Anreise mit Flugzeug, Bahn und Auto sowie vollständiger Routenbeschreibung

Florenz Anreise per Flugzeug: Peretola und Pisa

Der Flughafen Amerigo Vespucci (FLR) in Peretola liegt 5 Kilometer nordwestlich der Altstadt. Die Landebahn ist kurz, deshalb fliegen hier Kurzstreckenmaschinen, mit Direktverbindungen ab Frankfurt, München, Wien, Zürich und mehreren deutschen Städten. Die Tramlinie T2 verbindet den Flughafen seit 2019 mit der Piazza dell'Unità Italiana neben dem Bahnhof Santa Maria Novella in rund 20 Minuten für 1,70 Euro. Der Volainbus, ein Direktbus zum Bahnhof, braucht 20 Minuten und kostet rund 8 Euro. Das Taxi hat einen Festpreis von etwa 25 Euro für die Fahrt in die Altstadt.

Der größere Flughafen Pisa Galileo Galilei (PSA) liegt 85 Kilometer westlich und wird von Billigfliegern aus vielen deutschen Städten angeflogen. Vom Terminal fährt der PisaMover in 5 Minuten zum Bahnhof Pisa Centrale, von dort verkehren Regionalzüge nach Florenz Santa Maria Novella in 60 bis 75 Minuten für rund 9 Euro, ungefähr alle 30 Minuten. Die Bahnhöfe Pisa Centrale und Santa Maria Novella liegen direkt an der Linie, planen Sie 2 Stunden ab Landung bis zum HotelWerbung. Der Flughafen Bologna liegt 105 Kilometer entfernt, von dort fährt der Marconi Express zum Hauptbahnhof (7 Minuten), und Hochgeschwindigkeitszüge erreichen Florenz in 35 Minuten für 20 bis 30 Euro.

Florenz Anreise mit dem Zug

Die Stadt liegt an der Hauptstrecke zwischen Mailand und Rom. Mit dem Frecciarossa oder Italo dauert Mailand Florenz 1 Stunde 40 Minuten, Rom Florenz 1 Stunde 30 Minuten, Venedig Florenz 2 Stunden, Bologna Florenz 35 Minuten. Der Bahnhof Santa Maria Novella (SMN) liegt am Rand der Altstadt, zu Fuß erreichen Sie den Dom in 10 Minuten. Die Regionalzüge nach Pisa, Lucca, Siena, Arezzo und Prato fahren ebenfalls von SMN, die Bahnhöfe Campo di Marte und Rifredi bedienen zusätzlich Hochgeschwindigkeitszüge. Aus Deutschland gibt es meist keinen durchgehenden Zug, sondern Verbindungen über München, Innsbruck und Bologna oder über Zürich und Mailand, mit 1 bis 3 Umstiegen und 8 bis 12 Stunden Fahrtzeit ab München. Tickets für die Hochgeschwindigkeitszüge sind bei frühzeitiger Buchung 3 bis 4 Monate vorher ab 10 Euro erhältlich, kurzfristig bis zu 50 Euro.

Florenz Anreise mit dem Auto und Routenbeschreibung

Die Anreise aus Deutschland führt über die A22 Brennerautobahn nach Modena und weiter über die A1 Autostrada del Sole Richtung Süden. Von München sind es rund 780 Kilometer, gut 8 Stunden ohne Stau. Zwischen Bologna und Florenz führt die A1 durch den Apennin, die Abschnitte Variante di Valico (2015) sind neu, mit langen Tunneln, die Fahrzeit Bologna Florenz beträgt 1 Stunde. Nehmen Sie die Ausfahrt Firenze Nord bei Anreise aus Norden, Firenze Sud bei Anreise aus dem Süden, und Firenze Certosa für die Anfahrt aus dem Südwesten. Die Mautgebühren für München bis Florenz betragen rund 40 bis 50 Euro, die Vignette in Österreich kostet für 10 Tage rund 12 Euro, in der Schweiz 40 Franken jährlich.

Ein Auto brauchen Sie in Florenz nicht. Das Zentrum ist eine ZTL, eine Zone mit Zufahrtsbeschränkung, deren Kameras Verstöße erfassen: Bußgelder ab 80 Euro plus Bearbeitungskosten folgen meist Monate später. Nehmen Sie das Auto nur, wenn Sie in der Umgebung wohnen. Stellen Sie es dann in der Garage Parterre (Piazza della Libertà), am Parkplatz Fortezza da Basso oder am Park and Ride Villa Costanza (Tram T1, 20 Minuten zum Bahnhof) ab. Vermieter am Flughafen Peretola und am Bahnhof liefern die Fahrzeuge für den Ausflug ins Chianti.

Florenz Anreise mit Fernbus und Fähre

FlixBus fährt ab München, Stuttgart und Zürich nach Florenz, die Fahrt dauert 10 bis 14 Stunden und kostet ab 30 Euro. Die Busstation liegt an der Via Santa Caterina da Siena neben dem Bahnhof. Für Reisende mit Fähre bietet sich Livorno an, ab Livorno fährt der Zug in 1 Stunde 20 Minuten nach Florenz.

Florenz Ankunft: Vom Flughafen und Bahnhof ins Zentrum und erste Orientierung

Ankunft am Bahnhof Santa Maria Novella

Der Bahnhof, 1934 im Stil des Rationalismus von Giovanni Michelucci erbaut, liegt an der Nordwestseite der Altstadt. Die Hauptausgänge führen auf die Piazza della Stazione, dahinter erhebt sich die Kirche Santa Maria Novella. Zum Dom gehen Sie die Via dei Panzani geradeaus, 800 Meter oder 10 Minuten. Am Bahnhof gibt es Schließfächer im Untergeschoss und eine 24 Stunden Apotheke. Die Taxis warten am Ausgang, zum HotelWerbung in der Altstadt zahlen Sie rund 10 Euro. Vorsicht bei fliegenden Händlern und Personen, die Ihnen mit dem GepäckWerbung oder beim Fahrkartenkauf helfen wollen: Sie kassieren meist ein Trinkgeld oder rechnen an den Automaten falsch ab.

Erste Schritte in der Stadt: Nahverkehr und Fußwege

Die Altstadt ist zu Fuß erschlossen. Die Bus und Tramlinien betreibt AT, das Ticket für 90 Minuten kostet 1,70 Euro, der Kauf im Bus 3 Euro. Kaufen Sie Fahrkarten am Kiosk, im Tabakladen oder per App, und entwerten Sie sie beim Einsteigen an den gelben Geräten. Die Minibusse C1 und C3 verkehren durch das Zentrum. Wer im Oltrarno oder im Umland wohnt, nutzt Tram T1 (Bahnhof bis Scandicci) und T2 (Flughafen bis Piazza dell'Unità Italiana).

Den Tag planen: Vormittag im Zentrum, Nachmittag im Oltrarno

Nach der Ankunft gilt: Gepäck ins Hotel, ein Spaziergang zum Domplatz zur Orientierung, dann ein spätes Mittagessen. Dom und Baptisterium füllen sich vormittags, am späten Nachmittag flauen die Schlangen ab. Beginnen Sie die erste Stunde am Fluss: Von der Ponte Santa Trinita sehen Sie den Ponte Vecchio, danach überqueren Sie ihn Richtung Oltrarno und lassen den Abend in einer der Weinbars an der Piazza Santo Spirito ausklingen.

Florenz Budgetplanung, Spartipps und Kostenstruktur für verschiedene Reisestile

Florenz Kosten im Überblick

Die Stadt gehört zu den teureren Zielen Italiens, aber mit Planung lassen sich die Ausgaben steuern. Ein einfaches Doppelzimmer in einem 2 Sterne Haus oder einer Pension kostet im Durchschnitt 80 bis 130 Euro, ein Doppelzimmer der Mittelklasse (3 bis 4 Sterne) 140 bis 250 Euro, ein Haus der Luxusklasse ab 350 Euro. In den Monaten April, Mai, September und Oktober steigen die Preise um 30 bis 50 Prozent. Ein Espresso am Tresen kostet 1,20 bis 1,50 Euro, am Tisch 3 bis 6 Euro auf den zentralen Plätzen. Ein Cappuccino kostet 1,50 bis 2 Euro am Tresen, ein Sandwich vom Schiacciata Stand 6 bis 10 Euro, eine Pizza Margherita 7 bis 10 Euro, Pasta im Restaurant 10 bis 16 Euro, eine Bistecca alla Fiorentina rund 5 bis 7 Euro pro 100 Gramm (also 50 bis 70 Euro für 1 Kilogramm).

Florenz budget Reise: Beispielrechnungen pro Tag

Die sparsame Variante liegt bei 90 bis 120 Euro pro Person und Tag: ein Bett im Mehrbettzimmer (30 bis 50 Euro) oder ein Zimmer in der Pension (40 Euro pro Person), Frühstück an der Bar (3 Euro), Mittagessen vom Markt (10 Euro), Abendessen in der Trattoria (25 Euro), ein Museum (15 Euro), Tickets für den Bus (2 Euro). Die mittlere Kategorie liegt bei 200 bis 260 Euro: 3 Sterne Hotel (70 bis 110 Euro pro Person bei Belegung mit 2), 2 Museen (45 Euro), Mittagessen (20 Euro), Abendessen mit Wein (45 Euro), kleine Extras. Die gehobene Variante beginnt bei 450 Euro pro Person und Tag.

Florenz günstiger Urlaub und günstig Reisen: Der Preis hängt am Kalender

Der wichtigste Sparhebel ist der Reisemonat. Zwischen Mitte November und Mitte März fallen die Zimmerpreise um 30 bis 40 Prozent, ausgenommen sind die Wochen um den Jahreswechsel und der Karneval. Auch die Uffizien kosten zwischen November und Februar nur 12 statt 25 Euro. Wer Florenz günstig Reisen möchte und dennoch angenehme Temperaturen sucht, reist Mitte bis Ende Oktober oder Anfang April. Im August sind die Preise für die Stadt oft überraschend niedriger, weil viele Florentiner in den Urlaub fahren, dafür ist es heiß und viele Restaurants haben geschlossen. Ein Wochenende von Freitag bis Sonntag kostet stets mehr als eine Woche von Sonntag bis Donnerstag.

Florenz Spartipps in der Praxis

Kaufen Sie Espresso und Cornetto im Stehen an der Bar, denn am Tisch fällt an den Hauptplätzen ein Aufschlag von 2 bis 4 Euro an. Das Mittagessen mit Menü zum Festpreis (Pranzo di Lavoro) kostet im Viertel Sant'Ambrogio und rund um den Mercato Centrale 12 bis 15 Euro mit 2 Gängen. Wasser gibt es kostenlos an den Trinkbrunnen der Stadt, die Fontanelle, an denen Sie Ihre Flasche füllen können. Als Museumssparer nutzen Sie den ersten Sonntag im Monat: An diesem Tag sind staatliche Museen wie die Uffizien, Accademia, Bargello und Medici Kapellen kostenlos, dafür gibt es sehr lange Schlangen und teils Reservierungspflicht. Pendeln Sie aus Prato, Pistoia oder Empoli: Die Züge brauchen 15 bis 30 Minuten, und die Zimmer kosten 30 bis 40 Prozent weniger.

Florenz Reiseplanung für Familien mit Kindern

Florenz mit Kindern: Was funktioniert

Kinder folgen Kunst am besten, wenn sie sich bewegen. Der Aufstieg auf die Domkuppel mit 463 Stufen ist ab einem Alter von 6 Jahren machbar, der Campanile von Giotto mit 414 Stufen und ohne Gedränge ist die bessere Wahl für jüngere Kinder. Der Palazzo Vecchio bietet Führungen für Familien, bei denen Kinder Geheimgänge entdecken und Kostüme anprobieren, die Buchung erfolgt über das Museum. Das Museo Galileo am Arno besitzt Fernrohre, Globen und mechanische Modelle. Der Giardino di Boboli hinter dem Palazzo Pitti bietet Brunnen, Grotten und freie Flächen zum Laufen. Am Ponte Vecchio lohnt der Blick auf den Fluss, und der Bronzeeber Il Porcellino am Mercato Nuovo lässt sich streicheln: Wer der Schnauze die Nase reibt und eine Münze in den Brunnen wirft, kehrt der Legende nach zurück.

Praktische Hinweise für Familien

Kinderwagen sind wegen des Kopfsteinpflasters und schmaler Bürgersteige mühsam, ein Tragetuch ist einfacher. Die Uffizien und viele Museen erlauben Kinder unter 18 aus EU Ländern freien Eintritt, den Ausweis müssen Sie mitführen. Restaurants haben selten Kinderkarten, aber Pasta al pomodoro oder Tagliatelle al burro sind überall zu bekommen, und Gelaterien sind Pflicht. Planen Sie feste Pausen im Park: Die Giardini della Fortezza, die Cascine mit Spielplätzen und der Giardino dei Semplici sind ruhig. Als Familienunterkunft eignen sich Ferienwohnungen mit 2 Schlafzimmern in Oltrarno oder in San Frediano ab 120 Euro pro Tag.

Florenz Packliste: Was wirklich in den Koffer gehört

Kleidung und Schuhe

Für Kirchen gilt eine Kleiderordnung: Schultern und Knie müssen bedeckt sein, im Dom, in Santa Croce und in Santa Maria Novella werden Besucher mit Tanktops oder kurzen Hosen abgewiesen. Legen Sie daher immer ein leichtes Tuch oder ein Hemd in die Tasche. Das Pflaster der Altstadt besteht aus großen Steinplatten, die bei Regen glatt werden: Tragen Sie feste, bequeme SchuheWerbung mit Profilsohle statt Flip Flops oder Absätzen. Im Sommer sind Leinen und Baumwolle ratsam, im Winter braucht es Mantel und Schirm, denn im Januar liegen die Tageswerte bei 8 bis 10 Grad und die Luft ist feucht.

Ausrüstung und Technik

Nützlich sind eine kleine Tagestasche mit Reißverschluss, die vorne getragen wird, eine wiederverwendbare TrinkflascheWerbung, SonnenschutzWerbung mit hohem Schutzfaktor, ein Adapter ist für Deutsche, Österreicher und Schweizer meist nicht nötig, da die Stecker zu den italienischen Steckdosen passen. Eine Powerbank hilft, da Sie Tickets auf dem Handy zeigen. Ein Fernglas oder Objektiv mit Zoom lohnt für die Deckenfresken im Dom, die aus 90 Metern Höhe kaum zu erkennen sind.

Florenz Unterkunft: Von einfach bis exklusiv mit Lageeinordnung

Florenz günstige Hotels und einfache Unterkünfte in Florenz

Wer günstige Hotels sucht, findet sie im Bahnhofsviertel rund um die Via Nazionale und Via Faenza, in San Lorenzo, in der Nähe von Sant'Ambrogio und in der Via dei Servi. Pensionen mit gemeinsamen Bädern kosten 60 bis 90 Euro für ein Doppelzimmer. Hostels und Jugendherbergen, die sich rund um Bahnhof und San Lorenzo konzentrieren, verlangen 25 bis 45 Euro für ein Bett. Prüfen Sie bei günstigen Häusern die Klimaanlage, die Lage im Ruhebereich und die Bewertungen zum Zustand.

Florenz Unterkunft in Palazzi, Residenzen und Ferienwohnungen

Viele Häuser der Mittelklasse befinden sich in Palazzi aus dem 15. bis 18. Jahrhundert, mit hohen Decken, Holzbalken und kleinen Zimmern. Ein Zimmer mit Blick auf den Dom ist selten und kostet 30 bis 60 Prozent mehr. Ferienwohnungen bieten Platz für Familien, aber achten Sie auf offizielle Registrierung, eine Kaution und Regeln zum Schlüsselabruf. Die Preise liegen für 2 Personen bei 100 bis 180 Euro pro Tag.

Florenz beste Unterkunft für Mittelklassereisende

Als Florenz beste Unterkunft für die Mittelklasse gelten Häuser in den ruhigen Gassen zwischen Piazza della Signoria und Santa Croce, in der Via dei Servi und am Rand von Sant'Ambrogio, weil sie Wege zu Fuß zu allen Sehenswürdigkeiten bieten und weniger Lärm haben als die Umgebung des Bahnhofs. Wer den Oltrarno wählt, wohnt zwischen Piazza Santo Spirito und Piazza del Carmine ruhiger, zahlt weniger und gelangt in 10 Minuten zum Ponte Vecchio. Prüfen Sie, ob ein Aufzug vorhanden ist, denn viele Palazzi haben schmale Treppen.

Exklusive Häuser: Grandhotels und Villen

Zu den Grandhotels zählen Häuser am Arno und an der Piazza della Repubblica sowie Villen auf den Hügeln von Bellosguardo, Fiesole und Settignano. Die Preise beginnen bei rund 350 Euro pro Zimmer und reichen bis 1000 Euro. Eine Villa im Chianti mit Pool, Olivenhain und Frühstück im Garten kostet je nach Saison 200 bis 500 Euro. Für einen Besuch der Stadt brauchen Sie dort ein Auto oder den Bus.

Wo wohnen: Lage nach Reisetyp

Erstbesucher wohnen zwischen Dom und Piazza della Signoria oder in Santa Croce, weil dort alle Highlights nahe liegen. Ruhesuchende wählen den Oltrarno oder Sant'Ambrogio. Wer viel abends ausgeht, findet in San Frediano Bars und Trattorien, in Santo Spirito lebendige Plätze. Preisbewusste Reisende wohnen in Bahnhofsnähe oder in Rifredi, mit Tram in die Altstadt, und Autofahrer außerhalb im Süden nahe Firenze Certosa.

Florenz Sicherheit und praktische Hinweise für einen reibungslosen Aufenthalt

Notruf, Gesundheit und Apotheken

Der europäische Notruf lautet 112. Für Krankenwagen gilt 118, für Polizei (Carabinieri) 112, für die Feuerwehr 115. Das größte Krankenhaus im Zentrum ist das Ospedale Santa Maria Nuova an der Piazza Santa Maria Nuova, dort finden Sie eine Notaufnahme. Für leichte Beschwerden gibt es in Florenz die Guardia Medica Turistica. Apotheken erkennen Sie an einem grünen Kreuz, der Notdienst wechselt reihum, und die Farmacia Comunale im Bahnhof Santa Maria Novella ist durchgehend geöffnet.

Taschendiebstahl und Trickbetrug

Die häufigste Gefahr sind Taschendiebe. Sie arbeiten am Bahnhof, auf dem Ponte Vecchio, vor dem Dom, an der Piazza della Repubblica, im Bus C1 und im Gedränge vor den Uffizien. Tragen Sie Wertsachen vorn und nicht in den Gesäßtaschen, halten Sie das Handy im Café fest und nicht auf dem Tisch. Trickdiebe fragen nach dem Weg oder halten Ihnen eine Karte hin, während ein Partner Ihre Tasche leert. Das Vorspiel dauert nur Sekunden. Falsche Tickethändler vor Uffizien und Dom verkaufen überteuerte Führungen: Kaufen Sie Tickets nur online oder am offiziellen Schalter.

Straßenverkehr und Fahrräder

Fußgänger sollten in den engen Gassen auf Motorroller und Fahrräder achten, die ohne Vorwarnung um die Ecke kommen. Lassen Sie Fahrräder nie unabgeschlossen stehen. Auf der Straße gilt Rechtsverkehr, Zebrastreifen bieten keinen Schutz vor schnell fahrenden Rollern.

Hitze, Wasser und Alkohol

Im Sommer liegt die Temperatur auf den Plätzen oft über 35 Grad, Marmor speichert die Wärme. Trinken Sie viel Wasser, tragen Sie Hut und Sonnencreme und wechseln Sie mittags in klimatisierte Museen. Der Verkauf von Alkohol ist in einigen Zonen der Altstadt zeitlich eingeschränkt, und auf den Stufen von Kirchen und an Denkmälern dürfen Sie weder essen noch trinken: Die Polizia Municipale verhängt Strafen von 100 Euro.

Florenz Klima und die für Florenz beste Reisezeit

Florenz Klima im Jahresverlauf

Florenz liegt im Becken des Arno, deshalb ist das Klima kontinentaler als an der Küste: heiß und schwül im Sommer, feucht und kühl im Winter. Im Januar liegen die Tageswerte bei rund 10 Grad, am frühen Morgen bei 2 bis 3 Grad, gelegentlich gibt es Frost. Im April erreichen Sie 19 Grad, im Mai 24 Grad und im Juni 28 Grad. Der Juli bringt im Mittel 32 Grad, der August 31 Grad, mit Spitzen über 38 Grad. Im September sind es 27 Grad, im Oktober 21 Grad, im November 14 Grad. Regen fällt vor allem im Oktober bis Dezember und im März bis April, der trockenste Monat ist der Juli mit rund 30 Millimetern, der nasseste der November mit rund 110 Millimetern.

Winde, Nebel und Hochwasser

Die Luft im Arnotal steht im Sommer still, eine Brise gibt es selten, dafür heiße Abende, die sich bis 22 Uhr auf 28 Grad halten. Im Winter bildet sich Nebel über dem Fluss, der Tage dauern kann. Starkregen im Herbst kann den Arno ansteigen lassen, die Behörden warnen über Sirenen und Apps und sperren Uferwege. Ein Regenschirm gehört im Herbst und Frühling in die Tasche.

Die für Florenz beste Reisezeit

Die für Florenz beste Reisezeit liegt im April, Mai, September und Oktober: milde Temperaturen zwischen 19 und 27 Grad, blühende Gärten im Frühjahr, Weinlese im Herbst. Der Preis dafür sind Menschenmengen, vor allem von Ostern bis Ende Juni. Wer Ruhe sucht, plant November bis Februar ein, zahlt weniger und kann Museen fast allein besuchen, muss aber mit Regen leben. Juli und August sind wegen der Hitze schwierig: Sightseeing beginnt vor 9 Uhr, ab 13 Uhr helfen Pausen im Hotel, und der Abend gehört den Plätzen.

Florenz Sehenswürdigkeiten im Überblick und im Detail

Florenz Sehenswürdigkeiten: Die Übersicht nach Vierteln

Die wichtigsten Florenz Sehenswürdigkeiten lassen sich in 5 Räume gliedern. Das Domviertel um die Piazza del Duomo vereint Dom, Baptisterium, Campanile und Museo dell'Opera. Die Piazza della Signoria mit Palazzo Vecchio, Uffizien und Ponte Vecchio bildet das politische Zentrum. Nördlich davon liegen San Lorenzo mit Medici Kapellen und Mercato Centrale, dazu San Marco und die Accademia. Im Osten dominieren Santa Croce und das Bargello. Südlich des Arno erstreckt sich der Oltrarno mit Palazzo Pitti, Boboli Garten, Santo Spirito, der Brancacci Kapelle und dem Piazzale Michelangelo. Alle Viertel sind zu Fuß verbunden, die längste Strecke zwischen Bahnhof und Piazzale Michelangelo dauert 45 Minuten.

Dom Santa Maria del Fiore: Marmorfassade und Kuppel

Der Dom wurde 1296 von Arnolfo di Cambio begonnen und 1436 geweiht. Er misst 153 Meter in der Länge und fasste bei der Fertigstellung 30000 Menschen, mehr als die Stadt Einwohner besaß. Die Fassade aus weißem, grünem und rosa Marmor ist ein Werk des 19. Jahrhunderts: Emilio De Fabris vollendete sie 1887, nachdem die mittelalterliche Fassade 1587 abgetragen worden war. Das Innere wirkt karg: Wichtig sind das Fresko von Paolo Uccello mit dem Reiterdenkmal für Giovanni Acuto (1436), das Fresko von Andrea del Castagno für Niccolò da Tolentino und die Uhr mit 24 Stunden von Uccello an der Innenseite der Fassade. Der Eintritt in die Kirche ist kostenlos, die Schlange dauert im Sommer 30 bis 60 Minuten.

Die Kuppel von Filippo Brunelleschi ist mit einem inneren Durchmesser von rund 45,5 Metern die größte gemauerte Kuppel der Welt. Sie entstand 1420 bis 1436 ohne Holzgerüst, mit einem Fischgrätmuster aus etwa 4 Millionen Ziegeln und 2 Schalen. Die Laterne setzte er ab 1446 auf, die Kugel mit Kreuz von Verrocchio kam 1471 hinzu. Der Aufstieg über 463 Stufen führt zwischen den beiden Schalen hindurch, oben liegt eine Terrasse mit Blick über die Stadt. Unterwegs betrachten Sie aus 30 Metern Höhe das Fresko des Jüngsten Gerichts von Giorgio Vasari und Federico Zuccari (1572 bis 1579), das eine Fläche von rund 3600 Quadratmetern bedeckt. Wer unter Platzangst oder Kreislaufproblemen leidet, sollte verzichten: Die Treppen sind eng und einspurig, ein Umkehren ist nicht möglich. Rechnen Sie 45 bis 60 Minuten.

Campanile, Baptisterium und Museo dell'Opera del Duomo

Der Campanile von Giotto ist 84,7 Meter hoch. Giotto begann ihn 1334 und starb 1337, Andrea Pisano und Francesco Talenti vollendeten den Turm 1359. Die 414 Stufen sind breiter als die der Kuppel und bieten den besten Blick auf die Kuppel selbst: Von der Kuppel aus fehlt die Kuppel im Bild. Der Aufstieg dauert 30 bis 45 Minuten.

Das Baptisterium San Giovanni ist ein achteckiger romanischer Bau aus dem 11. und 12. Jahrhundert, in dem Dante getauft wurde. Berühmt sind die 3 Bronzetüren. Die Südtür schuf Andrea Pisano (1330 bis 1336), die Nordtür und die Ostpforte Lorenzo Ghiberti. Die Ostpforte, von Michelangelo Paradiestür genannt, entstand 1425 bis 1452 und zeigt in 10 Feldern Szenen des Alten Testaments in Perspektive. Die Türen vor Ort sind Kopien, die Originale stehen im Museo dell'Opera del Duomo. Die Deckenmosaike in der Kuppel aus dem 13. Jahrhundert zeigen einen Christus von 8 Metern Höhe, umgeben vom Jüngsten Gericht.

Das Museo dell'Opera del Duomo an der Rückseite des Doms wurde 2015 neu eröffnet und zählt zu den besten Museen der Stadt. Es zeigt die Originale der Paradiestür, die Cantorie von Luca della Robbia und Donatello, Donatellos hölzerne Maria Magdalena und die Pietà von Michelangelo, an der er 1547 bis 1555 arbeitete und die er, unzufrieden, zerschlug. Auch die Totenmaske von Brunelleschi ist zu sehen. Planen Sie 1 bis 1,5 Stunden ein.

Palazzo Vecchio und Piazza della Signoria

Die Piazza della Signoria ist seit dem 13. Jahrhundert der politische Mittelpunkt. Auf der Platzmitte steht der Neptunbrunnen von Bartolomeo Ammannati (1565), von den Florentinern spöttisch Il Biancone genannt, der Weiße Riese. Vor dem Palazzo Vecchio steht die Kopie des David von Michelangelo an der Stelle, wo das Original von 1504 bis 1873 stand. In der Loggia dei Lanzi zeigen Skulpturen aus 3 Jahrhunderten Gewalt in Marmor und Bronze: Perseus von Benvenuto Cellini (1554) und der Raub der Sabinerinnen von Giambologna.

Der Palazzo Vecchio wurde ab 1299 nach Plänen von Arnolfo di Cambio gebaut, mit dem 94 Meter hohen Turm. Das Museum umfasst den Salon der Fünfhundert (Salone dei Cinquecento) mit Fresken von Vasari, den Studiolo von Francesco I. mit Verstecken für seine Sammlung und den Innenhof von Michelozzo mit einem Brunnen. Führungen über Geheimgänge, die Passaggi Segreti, müssen im Voraus gebucht werden. Der Aufstieg auf den Turm Torre di Arnolfo mit 418 Stufen bietet den besten Blick auf den Dom und die Piazza, ohne Menschenmassen. Das Museum kostet rund 12,50 Euro, der Turm ebenso.

Uffizien: Galerie der Renaissance

Giorgio Vasari baute die Uffizien ab 1560 für Cosimo I. als Verwaltungsgebäude, das Wort bedeutet Büros. Bereits ab 1581 zeigte Francesco I. hier die Sammlung der Familie, und 1769 wurde die Galerie für Besucher geöffnet. Sie gehört mit rund 4 Millionen Besuchern im Jahr zu den meistbesuchten Museen der Welt. Der Rundgang folgt der Chronologie: Im ersten Stock beginnen Cimabue, Duccio und Giotto mit den 3 Maestà Altären aus dem 13. und 14. Jahrhundert, gefolgt von Simone Martini, Piero della Francesca (Doppelbild des Herzogs von Urbino), Paolo Uccello (Schlacht von San Romano), Filippo Lippi und dem Saal von Botticelli mit der Geburt der Venus (um 1485) und dem Frühling (Primavera, um 1480). Weiter finden Sie Leonardo da Vinci (Verkündigung, Anbetung der Könige), Michelangelo (Tondo Doni), Raffael, Tizian (Venus von Urbino) und Caravaggio (Medusa, Bacchus).

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 8:15 bis 18:30 Uhr, montags geschlossen. Der Eintritt kostet zwischen März und Oktober rund 25 Euro, von November bis Februar rund 12 Euro, dazu 4 Euro Reservierungsgebühr. Buchen Sie einen Slot am frühen Morgen oder ab 16 Uhr, planen Sie 3 bis 4 Stunden ein, und legen Sie nach dem Botticelli Saal eine Pause auf der Terrasse des Museumscafés ein, die auf die Piazza della Signoria blickt. Die Schlangen für Tageskarten ohne Reservierung dauern in der Hauptsaison 2 bis 3 Stunden.

Ponte Vecchio und Vasari Korridor

Der Ponte Vecchio ist die älteste Brücke der Stadt. Seit dem Neubau von 1345 stehen darauf Werkstätten, die heute überwiegend Juweliere und Uhrenhändler nutzen. Über den Läden verläuft der Vasari Korridor, ein rund 1 Kilometer langer Gang, den Vasari 1565 in nur 5 Monaten für Cosimo I. baute, damit der Herzog vom Palazzo Vecchio durch die Uffizien und über die Brücke trocken und geschützt zum Palazzo Pitti gelangen konnte. Der Korridor war mehrere Jahre für Restaurierungen gesperrt, prüfen Sie vor der Reise, ob eine Führung möglich ist. In der Mitte der Brücke steht die Büste von Benvenuto Cellini. An den Geländern hängen Schlösser von Liebespaaren, die die Stadt verbietet: Es drohen Bußgelder.

Galleria dell'Accademia: Michelangelos David

Der David von Michelangelo entstand 1501 bis 1504 aus einem Marmorblock, an dem zuvor 2 andere Bildhauer gescheitert waren. Die Statue misst 4,09 Meter, mit Sockel 5,17 Meter, und wiegt rund 5,5 Tonnen. Sie stand bis 1873 vor dem Palazzo Vecchio, bis Witterung und ein Steinwurf sie beschädigt hatten, und wurde in die Accademia gebracht. Die Galerie liegt an der Via Ricasoli 58, öffnet Dienstag bis Sonntag ab 8:15 Uhr und kostet rund 16 Euro plus 4 Euro Reservierung. Der David steht am Ende der Tribuna, davor stehen die unvollendeten Sklaven (Prigioni), Skulpturen, die aus dem Marmor auszubrechen scheinen. Ein Besuch braucht 1 Stunde, der Rest der Sammlung, darunter florentinische Malerei des 14. und 15. Jahrhunderts und das Museo degli Strumenti Musicali mit einem Cello von Stradivari, wird oft übersehen.

San Lorenzo, Medici Kapellen und Biblioteca Laurenziana

Die Basilika San Lorenzo war die Gemeindekirche der Medici. Brunelleschi begann sie 1419, Cosimo der Ältere ist in der Krypta beigesetzt. Die Medici Kapellen (Cappelle Medicee) hinter der Kirche gliedern sich in die Fürstenkapelle (Cappella dei Principi) mit Marmor und Halbedelsteinen, und die Neue Sakristei, die Michelangelo 1520 bis 1534 gestaltete. Dort liegen die Grabmäler von Lorenzo und Giuliano de' Medici mit den Allegorien der Tages und Abendzeiten. Der Eintritt beträgt rund 9 Euro. Über den Kreuzgang gelangen Sie in die Biblioteca Medicea Laurenziana, deren Treppenhaus Michelangelo entwarf: Es gilt als erstes Beispiel des Manierismus.

Palazzo Medici Riccardi und die Kapelle der Heiligen Drei Könige

Der Palazzo Medici Riccardi in der Via Cavour wurde von Michelozzo 1444 bis 1460 für Cosimo den Älteren gebaut und diente als Modell für Palazzi der Stadt. In der kleinen Hauskapelle malte Benozzo Gozzoli 1459 bis 1461 einen Zug der Heiligen Drei Könige, in dem die Medici und ihre Freunde als Figuren erscheinen. Die Fresken sind gut erhalten, der Zutritt ist auf kleine Gruppen begrenzt, die 10 Minuten bleiben dürfen. Der Eintritt liegt bei rund 10 Euro. Im Obergeschoss liegt die Galleria von Luca Giordano mit einem Deckenfresko von 1685.

San Marco und die Fresken von Fra Angelico

Im Dominikanerkloster San Marco malte Fra Angelico um 1440 bis 1445 Fresken in fast allen Zellen der Mönche und im Kapitelsaal. Am oberen Treppenaufgang steht seine Verkündigung, ein Bild in ruhigem Rosa und Blau. Die Zellen 33 bis 35 nutzte Cosimo der Ältere für Gebet und Rückzug. Der letzte Prior war Girolamo Savonarola, seine Zelle enthält Erinnerungsstücke. Das Museo di San Marco kostet rund 8 Euro, ist montags geschlossen und braucht 1 Stunde. Ein Besuch verbindet sich gut mit der Accademia, sie liegt 400 Meter entfernt.

Santissima Annunziata und Spedale degli Innocenti

Die Piazza della Santissima Annunziata gilt als eine der harmonischsten Renaissance Plätze der Stadt. Auf der Westseite öffnet sich der Portikus des Ospedale degli Innocenti, Brunelleschis erstes Bauwerk in reiner Renaissanceform (ab 1419), mit glasierten Terrakotta Medaillons von Andrea della Robbia, die Wickelkinder zeigen. Das Haus war das erste europäische Waisenhaus, und die Ruota, die Drehlade, in der Mütter ihre Kinder anonym abgaben, ist zu sehen. Das Museum im Obergeschoss enthält Gemälde von Botticelli und Ghirlandaio, ein Café mit Loggia bietet Blick auf den Dom.

Santa Croce: Grabstätte großer Florentiner

Die Franziskanerkirche wurde 1294 begonnen, vermutlich nach Plänen von Arnolfo di Cambio, und 1442 geweiht. Die Fassade entstand 1863 im neogotischen Stil. Im Inneren liegen Michelangelo (gestorben 1564), Galileo Galilei (1642, er durfte erst 1737 in einem Grabmal beigesetzt werden), Niccolò Machiavelli, Gioachino Rossini und Ugo Foscolo, dazu ein Kenotaph für Dante. Die Bardi und die Peruzzi Kapelle zeigen Fresken von Giotto, die Cappella dei Pazzi im Klosterhof gehört zu den reinsten Werken Brunelleschis. Im Refektorium hängt das Kruzifix von Cimabue, das die Flut von 1966 zu 60 Prozent zerstörte. Der Eintritt beträgt rund 8 Euro, es gilt Kleiderordnung, Dauer 1 bis 1,5 Stunden. Auf der Piazza Santa Croce trägt die Stadt im Juni das Calcio Storico aus, eine raue Ballsportart in Kostümen des 16. Jahrhunderts.

Bargello: Skulpturen von Donatello und Michelangelo

Das Museo Nazionale del Bargello im ehemaligen Palast des Podestà und Gefängnis beherbergt die wichtigste Sammlung italienischer Skulpturen. Sie sehen Michelangelos Bacchus (1497), den Brutus Kopf, den David von Donatello aus Bronze (um 1440), die erste freistehende nackte Bronzestatue seit der Antike, dazu Werke von Verrocchio, Cellini, Giambologna und die beiden Wettbewerbsreliefs von 1401, in denen Brunelleschi und Ghiberti um den Auftrag für die Baptisteriumstür konkurrierten. Das Museum kostet rund 10 Euro, ist überschaubar und braucht 1 bis 1,5 Stunden. Es ist ein guter Ausgleich zu den Uffizien, weil es fast leer ist.

Santa Maria Novella und die älteste Apotheke der Stadt

Die Dominikanerkirche Santa Maria Novella am Bahnhof zeigt eine Fassade des Leon Battista Alberti von 1470 mit grünen und weißen Marmorfeldern und Voluten, die das Vorbild für viele Kirchenfassaden der Renaissance wurden. Im Inneren hängt das Fresko der Dreifaltigkeit von Masaccio (um 1427), das als erstes Werk mit mathematisch konstruierter Zentralperspektive gilt. Der Kapitelsaal, die Spanische Kapelle, ist mit Fresken von Andrea di Bonaiuto ausgemalt. Die Officina Profumo Farmaceutica di Santa Maria Novella in der Via della Scala 16 wurde 1612 von Dominikanern als Apotheke gegründet und verkauft Parfums, Kräuterwasser und Kosmetik in historischen Räumen. Der Eintritt zur Kirche beträgt rund 7,50 Euro.

Orsanmichele, Piazza della Repubblica und Mercato Nuovo

Orsanmichele war ein Getreidespeicher, den die Zünfte im 14. Jahrhundert zur Kirche umbauten. Die Nischen an der Außenwand zeigen Statuen der Schutzheiligen, darunter der Heilige Georg von Donatello und Werke von Ghiberti und Verrocchio, die Originale stehen im Obergeschoss. Der Eintritt ist frei. Auf der Piazza della Repubblica stand das römische Forum, heute rahmen Cafés wie Gilli (seit 1733) und Paszkowski (seit 1846) den Platz ein, ein Karussell dreht sich in der Mitte. Am Mercato Nuovo steht der Bronzeeber Il Porcellino (Kopie eines Werks von Pietro Tacca von 1634), dessen Schnauze abgegriffen ist.

Palazzo Pitti und Giardino di Boboli

Luca Pitti ließ den Palazzo 1458 nach Entwürfen Brunelleschis beginnen, um die Medici zu übertrumpfen, ging aber pleite. 1549 kaufte Eleonora von Toledo, die Frau von Cosimo I., den Bau. Er beherbergt heute mehrere Museen: die Galleria Palatina mit Gemälden von Raffael (Madonna della Seggiola), Tizian und Rubens, die Galleria d'Arte Moderna, das Museo della Moda e del Costume und die Silberkammer. Der Giardino di Boboli dahinter ist einer der ältesten Gärten Europas im italienischen Stil, mit Amphitheater, Neptunbrunnen, der Insel Isolotto mit Zitronentöpfen, Grotta Grande von Buontalenti und Zypressenallee. Das Ticket kostet für Palast und Garten rund 16 Euro, der Garten allein rund 10 Euro. Der Besuch beider Teile braucht 4 Stunden.

Santo Spirito und Brancacci Kapelle

Die Basilika Santo Spirito, 1428 von Brunelleschi entworfen und nach seinem Tod gebaut, gilt als sein harmonischster Kirchenraum. In der Sakristei steht ein hölzernes Kruzifix, das Michelangelo als 17 Jähriger schnitzte. Der Platz davor, die Piazza Santo Spirito, ist tagsüber ruhig, abends voller Bars. Am 2. Sonntag im Monat findet ein Flohmarkt statt. In der Kirche Santa Maria del Carmine liegt die Cappella Brancacci mit Fresken von Masaccio (Vertreibung aus dem Paradies, Zinsgroschen, 1424 bis 1428), Masolino und Filippino Lippi. Die Besucherzahl ist auf 30 Personen für 30 Minuten begrenzt, buchen Sie im Voraus.

Piazzale Michelangelo und San Miniato al Monte

Giuseppe Poggi legte den Piazzale Michelangelo 1869 als Terrasse über der Stadt an, in der Mitte steht eine Bronzekopie des David. Der Blick über die Dächer bis zur Domkuppel ist der bekannteste der Stadt, aber am Nachmittag überfüllt. Zu Fuß führen die Rampe und Treppen ab Porta San Niccolò in 15 Minuten hinauf, den Bus 12 oder 13 nehmen Sie ab Bahnhof. Nur 5 Minuten oberhalb liegt San Miniato al Monte, eine romanische Kirche aus dem 11. Jahrhundert mit Fassade aus grünem und weißem Marmor und einem Mosaik des Christus. Am Nachmittag singen Benediktinermönche gregorianische Gesänge zur Vesper. Der Eintritt ist frei, der Friedhof Porte Sante nebenan ist ein Freiluftmuseum der Familiengräber.

Museo Galileo, Museo Novecento und Palazzo Davanzati

Das Museo Galileo in der Piazza dei Giudici zeigt wissenschaftliche Instrumente der Medici, darunter 2 Fernrohre Galileis und den Mittelfinger des Forschers in einer Glasvitrine. Der Eintritt kostet rund 13 Euro. Das Museo Novecento an der Piazza Santa Maria Novella führt die Kunst des 20. Jahrhunderts vor. Im Palazzo Davanzati sehen Sie, wie ein Kaufmann im 14. Jahrhundert wohnte: mit Innenhof, Brunnenschacht und Küche in der obersten Etage.

Giardino Bardini, Giardino delle Rose und Giardino dell'Iris

Der Giardino Bardini am Costa San Giorgio bietet einen Panoramablick und im April und Mai einen Wisteria Gang mit lila Blüten, der Eintritt ist mit dem Boboli Garten kombiniert. Der Giardino delle Rose unter dem Piazzale Michelangelo ist frei und blüht im Mai mit rund 400 Rosensorten. Der Giardino dell'Iris ist nur von Ende April bis Mitte Mai geöffnet, wenn rund 1500 Irissorten blühen: Die Schwertlilie (Iris florentina) gilt als Ursprung der Lilie im Wappen der Stadt.

Renaissance verstehen: Perspektive, Proportion und Bildhauerei in 5 Werken

Wer in Florenz in 3 Tagen 15 Museen abhakt, versteht am Ende weniger als jemand, der 5 Werke genau betrachtet. Das erste ist die Dreifaltigkeit von Masaccio in Santa Maria Novella (um 1427): Sie ist das früheste Fresko mit mathematisch berechneter Zentralperspektive, der Betrachter blickt in eine Nische, die in die Wand hinein zu führen scheint. Das zweite ist die Kuppel des Doms, die Brunelleschi mit 2 Schalen und einem selbsttragenden Ziegelmuster baute, ohne Lehrgerüst. Das dritte ist der Bronze David von Donatello im Bargello, die erste freistehende Aktfigur seit der Antike. Das vierte ist die Geburt der Venus von Botticelli in den Uffizien, ein Bild, das auf Leinwand statt auf Holz gemalt wurde und Mythos statt Religion zeigt. Das fünfte ist der David von Michelangelo in der Accademia, der nicht den Sieger nach dem Kampf, sondern den Augenblick davor darstellt, mit gespannten Adern und konzentriertem Blick. Wer diese 5 Werke in der Reihenfolge ihrer Entstehung betrachtet, sieht, wie sich in weniger als 80 Jahren die Kunst vom Mittelalter löst.

Handwerk in Florenz: Papier, Gold, Leder und Pietre Dure

In den Werkstätten des Oltrarno und rund um Santa Croce leben Techniken fort, die auf die Zünfte des Mittelalters zurückgehen. Marmoriertes Papier (carta marmorizzata) entsteht, indem Farben auf Wasser schwimmen und ein Blatt abgezogen wird, jede Seite ist ein Unikat, Preis ab 5 Euro pro Bogen. Vergolder bringen Blattgold auf Rahmen und Möbel auf. Die Scuola del Cuoio im Kloster von Santa Croce, 1950 von Franziskanern gegründet, bildet Lederhandwerker aus, Taschen und Geldbeutel kosten 40 bis 300 Euro. Die Pietre Dure, Mosaike aus Halbedelsteinen, wurden am Hof der Medici zur Kunstform erhoben, das Opificio delle Pietre Dure erhält diese Technik seit 1588. Wer Werkstätten besuchen möchte, fragt höflich nach und kauft dort, wo der Handwerker selbst am Tisch sitzt.

Florenz Sightseeing Routen und klassische Besucherwege durch die Stadt

Florenz Route 1: Vom Domplatz zum Ponte Vecchio in 4 Stunden

Beginnen Sie um 8:15 Uhr an der Piazza del Duomo, wenn die Kuppel öffnet. Nach dem Aufstieg (1 Stunde) gehen Sie durch die Via dei Calzaiuoli, die Hauptfußgängerstraße, die den Dom mit der Piazza della Signoria verbindet. Nach 350 Metern liegt links Orsanmichele. An der Piazza della Signoria sehen Sie Neptunbrunnen, Loggia dei Lanzi und Palazzo Vecchio, danach führt der Weg durch den Innenhof der Uffizien mit den Statuen berühmter Florentiner in Nischen an den Arno. Am Ufer wenden Sie sich nach rechts zum Ponte Vecchio, die Strecke beträgt 300 Meter. Gehen Sie über die Brücke in den Oltrarno und trinken Sie am Ende einen Kaffee an der Piazza Pitti.

Florenz Route 2: Oltrarno in 3 Stunden

Vom Ponte Vecchio führt die Via Guicciardini nach 250 Metern zum Palazzo Pitti. Der Weg links durch die Via Maggio, die Antiquitätenstraße, endet an der Piazza Santo Spirito. Von dort erreichen Sie über die Via Sant'Agostino und die Piazza del Carmine die Brancacci Kapelle in 5 Minuten. Anschließend gehen Sie durch San Frediano bis zur Porta San Frediano, einem Stadttor von 1332, das noch seine originalen Torflügel aus Holz besitzt. Zurück zum Arno geht es über die Ponte alla Carraia. Der Bezirk gilt als der authentischste der Stadt: Werkstätten für Restaurierung, Schuhmacher, Papiermarmorierer und Vergolder arbeiten in Erdgeschossen, viele Türen stehen offen.

Florenz Route 3: Santa Croce, Sant'Ambrogio und Bargello in 3 Stunden

Ab dem Bargello (Via del Proconsolo) führt die Via Ghibellina nach Osten. Nach 200 Metern liegt links die Casa Buonarroti, das Museum im Familienhaus Michelangelos mit 2 frühen Reliefs, der Madonna an der Treppe und der Schlacht der Kentauren. Die Via Ghibellina führt zur Piazza Santa Croce, danach folgen Sie der Borgo Allegri zur Piazza Sant'Ambrogio mit dem Markt. Dort essen Sie zu Mittag zwischen Marktständen. Der Rückweg führt durch die Via dei Macci und Via Pietrapiana zum Domplatz.

Florenz Route 4: San Lorenzo, San Marco und Annunziata in 3 Stunden

Nördlich vom Dom liegt das Quartier der Medici. Ab der Piazza San Lorenzo folgen Sie der Via dei Ginori zum Palazzo Medici Riccardi, gehen über die Via Cavour bis zur Piazza San Marco und weiter über die Via degli Alfani zur Piazza della Santissima Annunziata. Unterwegs kommen Sie am Opificio delle Pietre Dure vorbei, einem Museum zur florentinischen Steinintarsienkunst. Die Route eignet sich für Besucher, die Museen bevorzugen, weil in diesem Bereich 6 Kunsthäuser innerhalb von 1 Kilometer liegen.

Florenz Route 5: Am Arno entlang von den Cascine bis zur Ponte alle Grazie

Die Uferstraßen Lungarno sind der schönste Weg für einen Abendspaziergang. Von der Ponte Vespucci gehen Sie auf dem Nordufer bis zur Ponte Santa Trinita, wo Sie an den Palazzi der Bankiers vorbeikommen, dann weiter am Uffizienufer und über die Ponte alle Grazie. Auf dieser Brücke sehen Sie bei Sonnenuntergang den Ponte Vecchio von Osten. Die Strecke misst 3 Kilometer und dauert 45 Minuten, ohne Halt.

Florenz versteckte Orte und echte Geheimtipps abseits der Hauptwege

Casa Buonarroti und Museo Bardini

Casa Buonarroti liegt in der Via Ghibellina 70 und gilt als kleines Museum mit großen Werken: Die Madonna della Scala (um 1491) und die Schlacht der Kentauren (um 1492) sind die frühesten erhaltenen Reliefs des jungen Michelangelo. Das Haus ist selten überfüllt. Das Museo Bardini an der Piazza de' Mozzi im Oltrarno zeigt die Sammlung des Antiquars Stefano Bardini in einem Palast, der von seinem Besitzer im 19. Jahrhundert gestaltet wurde, mit Skulpturen, Waffen und Teppichen. Der Eintritt beträgt rund 10 Euro.

La Specola und Orto Botanico

Das Naturkundemuseum La Specola in der Via Romana 17 wurde 1775 gegründet und ist berühmt für seine anatomischen Wachsmodelle von Clemente Susini, die menschliche Körper bis zu den Nerven und Organen zeigen. Die Modelle sind detailreich und teilweise verstörend, das Museum ist nichts für Kinder. Der Giardino dei Semplici (Botanischer Garten) in der Via Micheli 3 wurde 1545 für Cosimo I. angelegt und ist einer der ältesten in Europa, mit Gewächshäusern, einem Teich und einer Zeder aus dem 18. Jahrhundert. Der Eintritt ist gering.

Chiostro dello Scalzo und Cenacolo di Sant'Apollonia

Im Chiostro dello Scalzo in der Via Cavour 69 malte Andrea del Sarto zwischen 1509 und 1526 einen Zyklus mit 16 Szenen aus dem Leben Johannes des Täufers in Grau. Der Eintritt ist frei. Im Cenacolo di Sant'Apollonia in der Via XXVII Aprile hängt das Abendmahl von Andrea del Castagno (um 1450), auch hier ist der Eintritt frei, und Sie sind oft allein im Raum.

Ognissanti: Botticelli und Vespucci

Die Kirche Ognissanti am Arno beherbergt das Grab von Sandro Botticelli, das nach der Überlieferung nahe der Grabstätte der Vespucci liegt, deren Familie hier Pfarrgemeinde war. Amerigo Vespucci, nach dem Amerika benannt ist, stammte aus dieser Familie, ein Fresko von Ghirlandaio zeigt die Vespucci unter dem Mantel der Madonna. Der Refektorium Saal daneben enthält ein Abendmahl von Domenico Ghirlandaio (1480), das ebenfalls kostenlos zu besichtigen ist.

Englischer Friedhof und Cimitero delle Porte Sante

Der Cimitero degli Inglesi an der Piazzale Donatello ist ein Friedhof für nichtkatholische Ausländer aus dem 19. Jahrhundert. Hier ruht die Dichterin Elizabeth Barrett Browning (gestorben 1861), die mit ihrem Mann Robert nach Florenz gezogen war. Der Friedhof ist heute ein ruhiger Garten mit Zypressen. Der Friedhof der Porte Sante neben San Miniato ist ein Freiluftmuseum von Familiengräbern: Der Pinocchio Autor Carlo Collodi (gestorben 1890) ist hier bestattet.

Buchette del vino: Weinfenster in Palastmauern

An vielen Palästen der Altstadt sehen Sie kleine Türen in der Fassade, die etwa 30 mal 40 Zentimeter groß sind: Die Buchette del vino, die Weinfenster. Adelige, die Weinberge in der Umgebung besaßen, verkauften darüber ihren Wein direkt an Passanten, steuerfrei, ohne dass Käufer das Haus betreten mussten. Während der Pest 1630 nutzten die Händler die Fenster zum Verkauf ohne Kontakt. Mehr als 150 sind in der Altstadt bekannt, einige dienen wieder als Ausschank für Wein oder Kaffee, etwa in der Via dell'Ariento, in der Via Santo Spirito und der Via delle Belle Donne.

Opificio delle Pietre Dure und Museo Stibbert

Das Opificio delle Pietre Dure in der Via degli Alfani 78 zeigt die florentinische Mosaikkunst aus Halbedelsteinen, mit Werkstätten, die noch in Betrieb sind. Das Museo Stibbert am Rand der Stadt in einer Villa aus dem 19. Jahrhundert besitzt rund 36000 Objekte, vor allem Rüstungen und Waffen aus Europa, Japan und dem Osmanischen Reich, darunter eine Reitergruppe mit Pferden in Originalrüstung.

Echte Florenz Geheimtipps mit konkreten Ortsbeschreibungen

Ein bester Florenz Reiseführer erklärt, wie Sie Schlangen vermeiden

Die Schlangen in Florenz entstehen aus wenigen Gründen: gleichzeitige Öffnung, Kreuzfahrtgruppen zwischen 10 und 14 Uhr und fehlende Reservierungen. Wer den Sturm umgeht, gewinnt Stunden. Buchen Sie für Uffizien und Accademia jeweils den ersten Slot um 8:15 Uhr oder einen Slot ab 16:30 Uhr. Besuchen Sie den Dom gleich zur Öffnung, und lassen Sie in den Mittagsstunden das Bargello, die Medici Kapellen oder die Museen im Oltrarno folgen. Meiden Sie den Montag, denn dann sind die staatlichen Museen wie Uffizien, Accademia und Bargello geschlossen und die Menge verteilt sich auf wenige Häuser: Der Palazzo Vecchio, das Museo dell'Opera und der Dom bleiben geöffnet und sind überfüllt.

Aussichtspunkte ohne Massen: Forte di Belvedere, Bellosguardo und Rinascente

Das Forte di Belvedere wurde 1590 für Ferdinando I. gebaut und bietet einen Blick über die ganze Stadt, den Sie nur mit wenigen Besuchern teilen. Der Zugang ist frei oder bei Ausstellungen mit kleinem Eintritt möglich, der Aufstieg beginnt an der Via de' Bardi oder der Costa San Giorgio. Der Hügel von Bellosguardo, 5 Minuten zu Fuß von der Piazza Tasso, bietet einen ruhigen Blick auf die Kuppel und die Toskanahügel. Auf der Dachterrasse des Kaufhauses Rinascente an der Piazza della Repubblica trinken Sie einen Kaffee mit Dom Blick, ohne dass ein Eintritt anfällt. Die Bibliothek Biblioteca delle Oblate an der Via dell'Oriuolo 24 hat eine Terrasse, die zum Dom hinausschaut und bis in den späten Nachmittag öffnet.

San Niccolò, Via de' Bardi und der Sonnenuntergang

Das Viertel San Niccolò am Südufer, ab dem Ponte alle Grazie, hat wenig Touristen und viele Werkstätten. Die Via de' Bardi führt an mittelalterlichen Türmen vorbei, in der Via San Niccolò liegt die Kirche San Niccolò Oltrarno mit einer Sakristei. Zum Sonnenuntergang wählen Sie die Uferstraße Lungarno Torrigiani oder die Stufen an der Ponte alle Grazie. Wer sich zum Abschluss den Anstieg zum Piazzale Michelangelo spart, sieht den Sonnenuntergang von unten und ohne Menschenmassen.

Fiesole: Ausblick und Römer in 30 Minuten

Die Stadt Fiesole liegt 8 Kilometer nördlich auf 295 Metern Höhe. Der Bus 7 fährt ab der Piazza San Marco alle 15 bis 20 Minuten in 25 Minuten zur Piazza Mino. Sie sehen dort das römische Theater aus dem 1. Jahrhundert vor Christus mit 3000 Plätzen, das archäologische Museum und das Kloster San Francesco. Die Aussicht über das Arnotal zählt zu den besten der Region. Mehr dazu im Kapitel zu den Ausflügen.

Florenz Insidertipps aus lokaler Perspektive und weniger bekannte Bereiche

Wie Florentiner frühstücken und Kaffee trinken

Florentiner beginnen den Tag mit einem Cappuccino und einem Cornetto (Croissant) im Stehen an der Bar, meist bis 11 Uhr. Wer nach 11 Uhr einen Cappuccino bestellt, fällt auf, aber niemand verweigert ihn. In manchen Bars zahlen Sie zuerst an der Kasse und erhalten einen Bon, den Sie am Tresen abgeben. Am Tisch wird meist ein Aufschlag berechnet. Ein Caffè heißt Espresso, ein Macchiato ist mit Milchschaum, ein Caffè lungo ist verlängert. Der Kaffee ist stark und klein.

Aperitivo, Mahlzeiten und Zeiten

Das Mittagessen beginnt um 12:30 Uhr und dauert bis 14:30 Uhr, das Abendessen beginnt um 19:30 Uhr, Einheimische kommen aber ab 20:30 Uhr. Der Aperitivo zwischen 18 und 21 Uhr ist die Zeit, zu der Bars ein Getränk mit einem kleinen Buffet oder Snacks anbieten. Der Negroni wurde der Legende nach um 1919 in einer Bar an der Via de' Tornabuoni erfunden: Graf Camillo Negroni bat den Barkeeper, seinen Americano mit Gin statt Soda zu verstärken. Im Sommer gehen Florentiner nach dem Abendessen zur Passeggiata und zum Eis auf die Plätze.

Toskanisches Brot ohne Salz

Das toskanische Brot Pane sciocco wird ohne Salz gebacken. Die Erklärung ist strittig: Die einen sagen, im Mittelalter hätten Pisa und Florenz Krieg geführt, und Pisa habe Salz gesperrt, die anderen nennen die Steuer auf Salz. Das Brot passt zu salzigen Speisen wie Bistecca, Käse und Wurst und ist die Grundlage für Ribollita und Pappa al pomodoro. Wenn Sie pur essen, wirkt es fad, zu Olivenöl aber ausgezeichnet.

Florenz Feste im Jahr

Die Feste prägen den Kalender. Am Ostersonntag findet an der Piazza del Duomo der Scoppio del Carro statt: Ein Wagen mit Feuerwerk wird vor dem Dom von einer Rakete in Gestalt einer Taube angezündet, und wenn sie zurückfliegt, gilt das als gutes Zeichen für die Ernte. Im Juni tragen Mannschaften der 4 Stadtteile das Calcio Storico Fiorentino in Kostümen aus, die Halbfinals sind Mitte Juni, das Finale am 24. Juni, dem Tag des Stadtpatrons Johannes des Täufers, der mit einem Feuerwerk am Abend endet. Am 7. September folgt die Festa della Rificolona, ein Umzug mit Papierlaternen. Von April bis Juli läuft das Musikfestival Maggio Musicale Fiorentino.

Florenz Fußball: ACF Fiorentina

Die violetten Farben der Fiorentina sieht man in der ganzen Stadt. Das Stadion Artemio Franchi im Viertel Campo di Marte, 1931 von Pier Luigi Nervi entworfen, gilt als architektonisches Denkmal. Karten für Heimspiele kaufen Sie über den offiziellen Vorverkauf der Klubs, bei Spielen gegen Juventus oder Neapel sind sie schwer zu bekommen.

Florenz Wochenplan: Was an welchem Tag geöffnet ist und was bei Regen bleibt

Montag, Sonntag und Feiertage: Welche Häuser geschlossen sind

Der Wochentag entscheidet in Florenz über die Reihenfolge. Montags sind die staatlichen Museen Uffizien, Accademia und Bargello geschlossen, ebenso der Palazzo Pitti, während Dom, Kuppel, Campanile, Baptisterium, Santa Croce, Santa Maria Novella und der Palazzo Vecchio geöffnet bleiben. Kirchen haben am Sonntagvormittag während der Messe eingeschränkte Zeiten, und der Zugang für Besucher beginnt oft erst um 13 Uhr. Einzelne Häuser wie das Museo dell'Opera del Duomo oder die Medici Kapellen haben wechselnde Schließtage im Monat: Prüfen Sie diese vor der Planung, denn ein geschlossenes Tor nach 30 Minuten Anfahrt kostet mehr Zeit als jede Schlange. Am ersten Sonntag im Monat sind staatliche Museen kostenlos und daher voll. Bester Weg: Verlegen Sie den Oltrarno auf den Montag, denn dort bleiben Werkstätten, Boboli mit Ausnahmen und Kirchen offen.

Regentage: 6 Häuser mit Dach und Programm

Im Herbst und Frühjahr regnet es an rund 10 Tagen im Monat. Für Regen eignen sich die Uffizien mit 4 Stunden Programm, das Bargello mit Skulpturen, der Palazzo Pitti mit der Galleria Palatina, das Museo dell'Opera del Duomo, das Museo Galileo und das Museo Stibbert, das außerhalb liegt und meist leer ist. Zwischen den Häusern bieten die Loggia dei Lanzi, die Arkaden der Piazza della Santissima Annunziata und der Mercato Centrale Schutz. Kochkurse, Weinproben in Enoteche und Lederkurse dauern 2 bis 3 Stunden und beginnen am Nachmittag. Regenschirme verkaufen Straßenhändler für rund 5 Euro, sie halten aber selten länger als 1 Tag.

Bester Reiseführer Florenz: Warum die Wochenplanung zählt

Ein bester Reiseführer Florenz erklärt nicht nur, was sehenswert ist, sondern auch, wann welche Tür offen steht. Wer Uffizien, Accademia, Dom und Oltrarno auf 4 verschiedene Tage legt und jeden Termin mit einem Zeitfenster verbindet, spart pro Reise zwischen 3 und 6 Stunden Wartezeit.

Florenz Touristenfallen vermeiden und typische Fehlerquellen in der Stadt

Restaurants an Dom, Ponte Vecchio und Piazza della Signoria

Restaurants mit Fotomenüs, Kellnern, die vor der Tür Gäste anwerben, und Speisekarten in 6 Sprachen befinden sich fast immer rund um den Dom, an der Piazza della Signoria und am Ponte Vecchio. Die Preise sind dort 30 bis 50 Prozent höher, die Qualität schwankt. Weichen Sie um 2 bis 3 Straßenblöcke aus: Ab der Via dei Neri in Richtung Sant'Ambrogio und in den Oltrarno finden Sie Trattorien mit Einheimischen. Ein Zeichen für Qualität ist eine kurze Speisekarte auf Italienisch mit saisonalen Gerichten.

Bistecca alla Fiorentina: Preis nach Gewicht

Die Bistecca wird nach Gewicht abgerechnet, üblich sind 5 bis 7 Euro pro 100 Gramm, ein Steak wiegt meist 1 bis 1,5 Kilogramm und reicht für 2 Personen. Nennen Sie den Preis pro Kilogramm vorab, denn manche Lokale bereiten Fleisch mit hohem Knochenanteil zu und wiegen es mit dem Knochen. Die Bistecca kommt blutig auf den Tisch, Durchgebraten ist unüblich. Fragen Sie nach dem Fleisch aus Chianina Rindern.

Lederwaren: San Lorenzo und Ponte Vecchio

Am Mercato di San Lorenzo, im Straßenbereich um die Basilika, verkaufen Händler Jacken, Taschen und Gürtel. Prüfen Sie das Material, das Innenfutter und die Nähte. Viele Angebote sind Kunstleder oder Import aus Asien, die Gütezeichen Made in Italy und Vera Pelle sind nicht immer verlässlich. Wer echtes Leder sucht, wählt die Scuola del Cuoio im Kloster von Santa Croce, wo Schüler und Meister vor Ort arbeiten. Handeln ist am Markt üblich, ein Nachlass von 10 bis 20 Prozent ist realistisch.

Kutschen, Tuk Tuks und Bustouren

Kutschenfahrten rund um den Domplatz sind teuer, meist über 50 Euro für 20 bis 30 Minuten. Elektrische Rikschas fahren durch die Fußgängerzone, sind aber selten günstiger als ein Spaziergang. Hop on Hop off Busse fahren in der Altstadt kaum sinnvoll, weil die meisten Ziele zu Fuß erreichbar sind. Nutzen Sie sie nur für den Piazzale Michelangelo.

Tickets, Führungen und Skip the Line Angebote

Straßenverkäufer, die Tickets ohne Warteschlange versprechen, verkaufen oft überteuerte Führungen. Buchen Sie Tickets direkt auf den Seiten der Museen. Bei Anbietern im Internet zahlen Sie einen Aufschlag von 10 bis 30 Euro, oft für dieselben Karten. Führungen können sinnvoll sein, wenn sie Ihnen Kontext geben, aber nicht, um Warteschlangen zu umgehen, die durch Zeitfenster ohnehin nicht bestehen.

Eis und Souvenirs

Eis, das in kunstvollen Bergen aus der Vitrine ragt und in leuchtenden Farben glänzt, wird meist mit Zusatzstoffen und Aromen hergestellt. Gutes Eis liegt flach in Metallbehältern mit Deckeln, hat gedämpfte Farben (Pistazie ist bräunlich grün) und stammt aus kleinen Werkstätten. Bei Souvenirs sind Davidfiguren aus Kunststoff, Tomaten Schürzen und Massenware häufig, die anderswo hergestellt wird. Regionale Produkte wie Olivenöl, Balsamico, Pecorino und Wein aus dem Chianti kaufen Sie besser im Feinkostladen als im Souvenirshop.

Florenz Spartipps für Restaurants, Strände, Mobilität und Aktivitäten

In Florenz essen gehen zu vernünftigen Preisen

Das Mittagsmenü ist der wichtigste Sparhebel: Viele Trattorien im Viertel Sant'Ambrogio und rund um den Mercato Centrale bieten zwischen 12 und 14:30 Uhr 2 Gänge mit Wasser und Wein für 12 bis 16 Euro. Am Abend kostet dasselbe 25 bis 35 Euro. Der Aperitivo zwischen 18 und 21 Uhr ersetzt mit einem Getränk für 8 bis 12 Euro und einem Buffet aus Pasta, Käse und Gemüse eine Mahlzeit. Auf der oberen Etage des Mercato Centrale finden Sie Stände für Pizza, Pasta, Burger und Eis, mit gemeinsamer Bezahlung, die Preise liegen zwischen 8 und 15 Euro pro Gericht. Lampredotto vom Straßenstand, Schiacciata mit Salami und Pecorino sowie ein Stück Pizza al taglio sind mit 4 bis 8 Euro die günstigsten Mahlzeiten der Stadt.

Getränke, Coperto und Bedienung

In Restaurants steht ein Coperto von 2 bis 4 Euro pro Person auf der Rechnung, ein Aufschlag für Brot und Gedeck, den Italien erlaubt, wenn er auf der Speisekarte steht. Ein Servizio von 10 bis 15 Prozent kommt in touristischen Lokalen hinzu. Trinkgeld ist danach nicht nötig, sonst runden Sie auf. Hauswein im Viertelliter (quartino) kostet 3 bis 5 Euro, im halben Liter (mezzo litro) 6 bis 9 Euro, das ist meist besser und günstiger als die Flasche. Wasser aus der Flasche kostet 2 bis 3 Euro. Fragen Sie nach acqua del rubinetto, wenn Sie Leitungswasser möchten, die Qualität ist gut.

Florenz Mobilität und Unterkunft

Die Altstadt ist klein: Sie sparen den Nahverkehr fast völlig. Tickets für Bus und Tram kosten 1,70 Euro für 90 Minuten, ein Tagesticket gibt es in der Stadt nicht immer, also berechnen Sie die Zahl der Fahrten. Zum Flughafen fahren Sie mit der Tram T2 für 1,70 Euro statt mit dem Taxi für 25 Euro. Wer mit dem Zug in die Toskana fährt, spart mit dem Regionalzug (Regionale): Fahrten nach Pisa, Lucca, Siena und Arezzo kosten 8 bis 12 Euro, während der Schnellzug das Doppelte verlangt. Mieten Sie ein Auto nur für die Tage, die Sie es im Chianti brauchen, und geben Sie es vor der Rückkehr in die Stadt am Stadtrand ab.

Florenz Eintritte, Museen und Aktivitäten

Kostenlos sind der Dom, das Innere von Orsanmichele, Santissima Annunziata, San Miniato al Monte, Chiostro dello Scalzo und der Giardino delle Rose. Viele Kirchen verlangen keinen Eintritt für den Gottesdienstraum, wohl aber für Kapellen und Kreuzgänge. Der erste Sonntag im Monat ist in staatlichen Museen frei, auch die Uffizien und die Accademia gehören dazu, dafür sind die Schlangen kilometerlang. Wer in 3 Tagen viele Häuser besucht, prüft die Firenze Card. Wer nur wenige besucht, kombiniert Uffizien und Palazzo Pitti mit dem Boboli Garten, da Tickets kombiniert werden. Für den Strand fahren Sie mit dem Regionalzug nach Viareggio (1 Stunde 15 Minuten, rund 10 Euro) statt in ein teures Ausflugspaket.

Florenz kulinarische Geheimtipps und regionale Spezialitäten

Bistecca alla Fiorentina und das Fleisch der Chianina

Die Bistecca alla Fiorentina ist ein T Bone Steak von mindestens 1 Kilogramm, in der Regel von Rindern der Rasse Chianina aus dem Val di Chiana. Das Fleisch reift 2 bis 3 Wochen, wird über Holzkohle 4 bis 5 Minuten pro Seite gegrillt, mit Salz und Olivenöl gewürzt und blutig serviert, der Kern bleibt rot. Der Preis wird pro 100 Gramm ausgewiesen und liegt bei 5 bis 7 Euro. Ein Steak reicht für 2 Personen, dazu passen Bohnen (fagioli all'olio) und Ofenkartoffeln. Bestellen Sie sie nur in Lokalen, die das Fleisch mit Herkunft ausweisen, und verlangen Sie kein Durchbraten, das wäre ein Verstoß gegen die lokale Regel.

Lampredotto, Trippa und die Küche des einfachen Volkes

Florentiner Streetfood heißt Lampredotto, der 4. Magen des Rindes, langsam in Brühe mit Tomate, Zwiebel, Sellerie und Petersilie gekocht und im Brötchen mit grüner Sauce (salsa verde) oder scharfer Sauce serviert. Die Stände, Trippai genannt, finden Sie am Mercato Centrale (Da Nerbone seit 1872), am Mercato Nuovo, an der Piazza dei Cimatori und an der Piazza dei Nerli in San Frediano. Ein Brötchen kostet 4 bis 6 Euro. Trippa alla fiorentina, Kutteln in Tomatensauce mit Parmesan, gibt es in Trattorien. Wer das Gericht probiert, wird zum Insider, wer es ablehnt, hat dennoch keinen Fehler gemacht.

Ribollita, Pappa al pomodoro und Panzanella

Die toskanische Brotküche entstand aus Sparsamkeit. Ribollita, wörtlich wieder aufgekocht, ist eine dicke Suppe aus Schwarzkohl (cavolo nero), weißen Bohnen, Karotten, Sellerie und altem Brot, die einen Tag später erneut erhitzt wird. Pappa al pomodoro besteht aus Brot, reifen Tomaten, Knoblauch, Basilikum und Olivenöl. Panzanella ist ein Sommersalat aus eingeweichtem Brot, Tomaten, Zwiebeln, Gurke und Basilikum. Diese Gerichte sind preiswert, satt machend und erscheinen auf fast jeder Karte, in guter Version schmecken sie besser als jede Pasta für 16 Euro.

Pasta, Wild und Fleisch: Pappardelle, Peposo und Tagliata

Pappardelle al cinghiale, breite Bandnudeln mit Wildschweinragout, sind ein Klassiker. Peposo, ein Rindergulasch, das stundenlang mit Chianti und viel schwarzem Pfeffer gart, soll aus Impruneta stammen, wo Arbeiter der Brunelleschi Kuppel es in den Öfen der Ziegelbrenner zubereiteten. Tagliata ist in Scheiben geschnittenes Rumpsteak auf Rucola mit Parmesan. Crostini neri sind geröstete Brotscheiben mit Hühnerleberpastete und Kapern. Fagioli all'uccelletto sind weiße Bohnen in Tomate mit Salbei.

Süßes: Schiacciata alla fiorentina, Cantucci und Zuccotto

Die Schiacciata alla fiorentina ist ein flacher Kuchen mit Orangenaroma, den die Florentiner zum Karneval backen, gefüllt mit Sahne oder Vanillecreme. Cantucci, harte Mandelkekse, taucht man in Vin Santo, einen Dessertwein aus getrockneten Trauben. Zuccotto ist ein kuppelförmiges Halbgefrorenes aus Biskuit, Sahne, Schokolade und Nüssen, deren Form an die Domkuppel erinnert. Die Torta della nonna hat einen Mürbeteig mit Vanillecreme und Pinienkernen. Für den kleinen Hunger gibt es Schiacciata, ein flaches Fladenbrot, das mit Olivenöl gebacken und als Sandwich mit Salami oder Schinken belegt wird.

Florenz Geheimtipps für Genießer mit Fokus auf hochwertige Kulinarik

Chianti Classico: Wein im Zeichen des Schwarzen Hahns

Der Chianti Classico wird zwischen Florenz und Siena erzeugt und trägt das Zeichen des Gallo Nero, des Schwarzen Hahns. Er muss zu mindestens 80 Prozent aus Sangiovese bestehen, die Kategorien sind Annata, Riserva (mindestens 24 Monate Reife) und Gran Selezione (30 Monate), mit Lagenweinen. Ein Glas in der Enoteca kostet 5 bis 10 Euro, eine Flasche guter Qualität im Laden 15 bis 30 Euro. Zu den bekannten Gütern gehören Antinori, Frescobaldi, Castello di Ama und Fontodi. Auch der Brunello di Montalcino, der Vino Nobile di Montepulciano und die Super Tuscans wie Sassicaia oder Tignanello gehören zur Region.

Enoteche und Weinbars mit Auswahl

Die Cantinetta Antinori im Palazzo Antinori an der Piazza Antinori serviert Weine der Familie mit toskanischer Küche in einem Palast des 15. Jahrhunderts. Le Volpi e l'Uva an der Piazza dei Rossi im Oltrarno ist eine kleine Enoteca mit Schwerpunkt auf Winzern, die kaum bekannt sind, und Käseplatten. Ein Besuch mit einer Weinprobe von 3 Gläsern und Häppchen kostet 15 bis 25 Euro. Wer ein Glas an einer Buchetta kaufen möchte, findet Bars mit Weinfenstern in der Via dei Neri und der Via Santo Spirito.

Olivenöl, Salami und Käse

Das toskanische Olivenöl extra vergine stammt von den Sorten Frantoio, Leccino, Moraiolo und Pendolino und schmeckt kräftig, grasig und pfeffrig, mit einer Schärfe im Hals, die als Qualitätszeichen gilt. Die Ernte findet im Oktober und November statt, das Öl heißt frisch gepresst olio nuovo und schmeckt in dieser Zeit am besten. Finocchiona ist eine Salami mit Fenchelsamen, die weich und aromatisch ist. Das Prosciutto Toscano DOP hat weniger Salz als Schinken aus Parma. Den Pecorino Toscano DOP aus Schafsmilch gibt es frisch (fresco), halb gereift (semistagionato) und gereift (stagionato), mit Honig oder Birnenmarmelade. Kaufen Sie diese Produkte am Mercato Centrale im Erdgeschoss oder im Feinkostgeschäft Procacci an der Via Tornabuoni, wo seit 1885 kleine Trüffelbrötchen zum Aperitif gereicht werden.

Trüffel, Zafferano und Kastanien

Zwischen Oktober und Dezember beginnt bei San Miniato die Saison des weißen Trüffels. Die Trüffel wird auf Nudeln, Rührei und Tagliolini gehobelt, ein Teller kostet 25 bis 40 Euro. Der Zafferano aus San Gimignano ist geschützt, der Preis liegt bei 10 bis 20 Euro pro Gramm. Die Kastanie aus dem Mugello, im Norden von Florenz, wird zu Mehl für Castagnaccio verarbeitet, einem Kuchen mit Pinienkernen und Rosmarin, den Sie von Oktober bis Februar finden.

Gelato, Schokolade und Cafés mit Tradition

Vivoli in der Via dell'Isola delle Stinche bietet seit 1929 Eis in handwerklicher Qualität. Perché No! in der Via dei Tavolini gibt es seit 1939, Gelateria dei Neri in der Via dei Neri und Gelateria della Passera im Oltrarno sind Werkstätten mit kleinen Mengen. Rivoire an der Piazza della Signoria verkauft seit 1872 Trinkschokolade und Pralinen, ein Kaffee am Tisch kostet dort über 8 Euro, am Tresen deutlich weniger. Caffè Gilli und Caffè Paszkowski an der Piazza della Repubblica sind historische Cafés mit Interieur aus dem 19. Jahrhundert.

Florenz Geheimrestaurants und lokale Essen gehen Empfehlungen nach Kategorien

Trattorien mit Tradition

Trattorien sind familiär geführt, die Karte ist kurz und wechselt mit der Saison. Trattoria Mario in der Via Rosina 2, direkt am Mercato Centrale, gibt es seit 1953, sie ist nur zum Mittagessen geöffnet, mit Gemeinschaftstischen und Barzahlung. Trattoria Sostanza in der Via del Porcellino 25r besteht seit 1869 und ist berühmt für Hähnchenbrust in Butter (petti di pollo al burro) und Steak, das Lokal ist klein und nur mit Reservierung zugänglich. Trattoria da Burde in der Via Pistoiese, etwas außerhalb des Zentrums, gibt es seit 1901 mit Lebensmittelladen, Pasta und Kalbfleisch. Osteria del Cinghiale Bianco in Borgo San Jacopo 43r bietet Wildschweinspezialitäten im Oltrarno.

Osterie, Enoteche und Fiaschetterie

Osterie schenken Wein aus und bieten einfache Kost. Fiaschetterie sind alte Weinstuben, die Wein aus dem Fass verkaufen. In der Via dei Neri und in der Via Sant'Onofrio reihen sich Lokale mit langen Tischen und Weinlisten. Für ein Abendessen für 2 Personen mit Antipasto, 2 Primi, Wein und Wasser sollten Sie 60 bis 80 Euro einplanen.

Pizza und Schiacciata

Die Pizza in Florenz ist nicht das Hauptgericht der Toskana, aber gut. Pizzerien im Oltrarno wie an der Via Maggio und der Piazza Santo Spirito backen im Holzofen, die Pizza Margherita kostet 7 bis 10 Euro. Für Schiacciata mit Belag steht All'Antico Vinaio in der Via dei Neri 74r seit 1991 für riesige Sandwiches, die Schlange ist lang. Kleinere Läden wie Da Vinattieri in der Via Santa Margherita 4r oder die Bäckerei Pugi an der Piazza della Santissima Annunziata bieten dasselbe ohne Wartezeit.

Markthallen und Streetfood

Der Mercato Centrale im Erdgeschoss ist ein Lebensmittelmarkt (Fleisch, Fisch, Gemüse, Käse), im ersten Stock eine Halle für Essen mit 20 Ständen. Nerbone im Erdgeschoss bietet seit 1872 Lampredotto und Bollito. Der Mercato di Sant'Ambrogio hat ein Restaurant, das Trattoria da Rocco, das einfache Mahlzeiten für Marktleute kocht. Die Stände sind vormittags geöffnet, am Sonntag geschlossen.

Essen gehen in Florenz: Strukturierter Überblick der Gastronomie

Lokaltypen und ihre Bedeutung

Ein Ristorante ist meist gehoben mit Bedienung und größerer Karte. Eine Trattoria bietet Hausmannskost, die Osteria Wein und Gerichte, die Pizzeria Pizza im Holzofen. Eine Enoteca konzentriert sich auf Wein mit Snacks, eine Rosticceria verkauft gebratenes Fleisch und Beilagen zum Mitnehmen, eine Tavola calda warme Gerichte an der Theke. Eine Paninoteca verkauft belegte Brote, eine Gelateria Eis, eine Pasticceria Gebäck.

Ablauf einer Mahlzeit

Ein vollständiges Menü besteht aus Antipasto (Wurst, Käse, Crostini), Primo (Pasta, Suppe), Secondo (Fleisch oder Fisch), Contorno (Beilage, wird separat bestellt) und Dolce mit Kaffee und Digestivo. Niemand erwartet 5 Gänge: Ein Primo und ein Secondo genügen, oder ein Antipasto mit einem Primo. Der Kaffee kommt nach dem Dessert, nicht dazu. Ein Cappuccino zum Essen fällt auf. Die Rechnung müssen Sie ausdrücklich anfordern: Il conto, per favore.

Zeiten, Preise und Reservierung

Restaurants öffnen mittags von 12:30 bis 14:30 Uhr und abends ab 19:30 Uhr, viele haben einen Ruhetag, häufig Sonntag oder Montag. Reservieren Sie für Freitag und Samstag sowie für bekannte Trattorien 2 bis 3 Tage vorher, per Telefon oder Nachricht, oft nur in Italienisch. Menüpreise: Antipasto 8 bis 14 Euro, Primo 10 bis 16 Euro, Secondo 14 bis 25 Euro, Dolce 5 bis 8 Euro. Kartenzahlung ist meist möglich, in kleinen Trattorien nur Bargeld.

Florenz Ausflugsziele in der Umgebung: Hügel, Villen und Klöster

Fiesole, Settignano und Certosa del Galluzzo

Fiesole, 8 Kilometer nördlich, war ein etruskisches Zentrum, lange bevor es Florenz gab. Es besitzt ein römisches Theater mit 3000 Plätzen, die Reste von Thermen, ein archäologisches Museum und einen Dom aus dem 11. Jahrhundert. Der Bus 7 fährt ab der Piazza San Marco und braucht 25 Minuten. Settignano im Nordosten ist das Dorf der Steinmetze, aus dem Desiderio da Settignano und die Familie von Michelangelo stammen, der als Kind hier bei einer Amme lebte. In der Umgebung liegen Steinbrüche für die graue Pietra Serena.

Die Certosa del Galluzzo im Süden, 6 Kilometer vom Zentrum, ist ein Kartäuserkloster von 1342, das auf einem Hügel wie eine Festung steht. Im Inneren sehen Sie Kreuzgänge, Zellen der Mönche und Fresken von Pontormo. Die Führung ist kostenlos, die Mönche verkaufen Kräuterliköre. Die Buslinie 37 fährt ab dem Bahnhof in 25 Minuten.

Medici Villen: Petraia, Castello, Poggio a Caiano und Cerreto Guidi

Die Medici besaßen im Umland Villen, die die UNESCO 2013 als Gruppe in die Welterbeliste aufnahm. Die Villa La Petraia im Norden ist eine Burg mit Garten und Panoramablick, der Eintritt ist frei. Die Villa di Castello daneben besitzt einen Garten mit Grotte und Statuen. Die Villa di Poggio a Caiano, 17 Kilometer westlich, ließ Lorenzo il Magnifico von Giuliano da Sangallo ab 1485 bauen, mit einem Fries aus glasierter Terrakotta. Die Villa di Cerreto Guidi liegt 40 Kilometer westlich und zeigt eine Sammlung von Jagdgemälden. Der Eintritt für die meisten Villen ist frei oder kostet wenige Euro, Zufahrt mit Bus oder Auto.

Impruneta, Vallombrosa und der Mugello

Impruneta, 14 Kilometer südlich, ist berühmt für Terrakotta: Ziegel für die Kuppel des Doms und die typischen Zitronentöpfe stammen von dort. Die Basilika Santa Maria dell'Impruneta zeigt ein Marienbild, und im Oktober findet die Festa dell'Uva mit Umzug statt. Vallombrosa, 40 Kilometer südöstlich auf 950 Metern, ist ein Benediktinerkloster aus dem 11. Jahrhundert im Wald aus Tannen und Buchen mit Wegen und einem See. Im Mugello, dem Tal im Norden, liegen die Rennstrecke, der Ort Scarperia mit Messerschmieden und die Sieveseen.

Outlets in der Region

Zwei Outlets liegen zwischen Florenz und den Autobahnen: The Mall in Leccio (Reggello), 35 Kilometer südöstlich, mit Mode und Lederwaren, und der Barberino Designer Outlet 30 Kilometer nördlich an der A1. Shuttlebusse fahren ab Bahnhof für 15 bis 20 Euro hin und zurück, das Auto braucht 35 Minuten. Rabatte von 30 bis 70 Prozent gelten für Vorjahreskollektionen.

Florenz Tagesausflüge mit realen Strecken und Routenbeschreibungen

Pisa: Schiefer Turm und Campo dei Miracoli in 1 Tag

Regionalzüge fahren ab Santa Maria Novella etwa alle 30 Minuten nach Pisa Centrale, Fahrzeit 1 Stunde bis 1 Stunde 15 Minuten, Preis rund 9 Euro. Vom Bahnhof laufen Sie 30 Minuten oder nehmen den Bus LAM Rossa bis zur Piazza dei Miracoli. Auf dem Platz stehen Dom (1064 begonnen), Baptisterium, Camposanto und der Schiefe Turm. Der Turm ist 56 Meter hoch, 251 Stufen führen hinauf, er neigt sich um rund 4 Grad. Ein Ticket kostet rund 20 Euro mit festem Zeitfenster und ist vorab zu buchen, Kinder unter 8 Jahren dürfen nicht hinauf. Der Dom und das Baptisterium bilden ein Kombiticket. Rechnen Sie 4 bis 5 Stunden, und gehen Sie am Nachmittag über die Borgo Stretto zum Arno und zur Kirche Santa Maria della Spina.

Siena: Piazza del Campo und Palio in 1 Tag

Siena erreichen Sie mit dem Direktbus (Autolinee, Fahrzeit 1 Stunde 15 Minuten, rund 9 Euro) ab Busbahnhof neben dem Bahnhof Santa Maria Novella. Der Zug fährt über Empoli in 1 Stunde 30 Minuten, der Bahnhof liegt aber 2 Kilometer unterhalb der Altstadt. Der Bus hält an der Piazza Gramsci. Die Piazza del Campo hat die Form einer Muschel, gepflastert in 9 Sektoren, die an die 9 Regierenden der Republik erinnern. Der Turm Torre del Mangia des Palazzo Pubblico ist 102 Meter hoch, 400 Stufen führen hinauf. Der Dom mit gestreiftem Marmor besitzt einen Fußboden mit Marmoreinlegearbeiten, der in Teilen nur im Herbst zu sehen ist, und die Libreria Piccolomini mit Fresken von Pinturicchio. Der Palio, ein Pferderennen ohne Sattel zwischen 10 der 17 Stadtbezirke, findet am 2. Juli und am 16. August statt: Der Tag ist überfüllt.

Lucca: Stadtmauer und Türme in 1 Tag

Regionalzüge nach Lucca brauchen 1 Stunde 20 Minuten und kosten rund 8 Euro. Die 4,2 Kilometer lange Stadtmauer aus dem 16. und 17. Jahrhundert ist begehbar und mit dem Fahrrad befahrbar, oben stehen Bäume. Fahrräder leihen Sie für 4 Euro pro Stunde an den Toren. Sehenswert sind die Piazza dell'Anfiteatro, die oval nach dem römischen Amphitheater geformt ist, der Torre Guinigi mit Eichen auf dem Dach (230 Stufen) und die Kirche San Michele in Foro. Der Komponist Giacomo Puccini wurde hier geboren, sein Geburtshaus ist ein Museum.

San Gimignano und Volterra: Türme und Alabaster

San Gimignano hat 14 erhaltene Geschlechtertürme, von ursprünglich rund 70. Die Anreise erfolgt mit dem Bus ab Florenz nach Poggibonsi (1 Stunde) und weiter mit Anschlussbus (20 Minuten), insgesamt 1 Stunde 40 Minuten, oder mit dem Auto in 1 Stunde 15 Minuten. Ein Eis von der Gelateria Dondoli auf der Piazza della Cisterna, dessen Inhaber mehrfach Weltmeister wurde, ergänzt den Besuch. Der lokale Weißwein Vernaccia di San Gimignano gehört zu den ältesten geschützten Weinen Italiens (1966). Volterra, 1 Stunde 30 Minuten mit dem Auto, hat etruskische Mauern, ein römisches Theater und Werkstätten für Alabaster.

Chianti: Von Greve nach Castellina auf der Chiantigiana

Die Staatsstraße SR222 Chiantigiana führt 70 Kilometer von Florenz nach Siena. Sie beginnt in Grassina, führt nach Greve in Chianti (Piazza Matteotti mit Arkaden, 30 Kilometer, 45 Minuten), nach Panzano, Castellina, Radda oder Gaiole. In Greve lohnt der Spaziergang nach Montefioralle (20 Minuten), einem mittelalterlichen Dorf. In Panzano betreibt der Metzger Dario Cecchini seine Antica Macelleria. Das Castello di Brolio in Gaiole gehört der Familie Ricasoli, deren Baron Bettino Ricasoli im 19. Jahrhundert die Rezeptur des Chianti festlegte. Ohne Auto fahren Busse bis Greve und Panzano, alle 60 Minuten, Fahrzeit 1 Stunde. Weinproben in einem Gut dauern 1 bis 2 Stunden und kosten 15 bis 40 Euro.

Vinci, Prato und Pistoia

Vinci, der Geburtsort von Leonardo, liegt 40 Kilometer westlich. Im Museo Leonardiano sehen Sie Modelle seiner Maschinen, im Ortsteil Anchiano liegt sein Geburtshaus. Die Anreise erfolgt mit dem Zug nach Empoli und weiter per Bus in 40 Minuten. Prato, 17 Kilometer nordwestlich, besitzt einen Dom mit Fresken von Filippo Lippi, das Textilmuseum und das Centro Pecci. Pistoia, 35 Kilometer, hat eine schöne Piazza del Duomo, ein Baptisterium und Bauten mit romanischer Bänderfassade. Beide erreichen Sie mit dem Regionalzug in 20 bis 35 Minuten.

Arezzo und Cortona

Arezzo, 1 Stunde per Zug (rund 9 Euro), besitzt in der Basilika San Francesco den Freskenzyklus Die Legende vom wahren Kreuz von Piero della Francesca, entstanden zwischen 1452 und 1466. Die Zutritte sind auf Gruppen von 25 Personen beschränkt, reservieren Sie vorher. Die Piazza Grande hat am ersten Wochenende des Monats einen Antiquitätenmarkt. Cortona, 40 Minuten mit dem Zug bis Camucia und weiter mit dem Bus, liegt an einem Hang und bietet Ausblicke auf das Valdichiana.

Florenz Reiseziele rund um das Urlaubsgebiet mit regionaler Erweiterung

Val d'Orcia: Pienza, Montalcino und Montepulciano

Das Val d'Orcia, 100 bis 120 Kilometer südlich, ist UNESCO Welterbe. Pienza wurde im 15. Jahrhundert von Papst Pius II. als Idealstadt der Renaissance neu gebaut und ist berühmt für Pecorino. Montalcino, 40 Kilometer südlich von Siena, ist die Heimat des Brunello, einem Rotwein aus 100 Prozent Sangiovese, der mindestens 5 Jahre reift. Montepulciano bietet den Vino Nobile und eine Straße mit Palästen bis zum Domplatz. Ein Tagesausflug mit dem Auto braucht 2 Stunden pro Strecke, besser sind 2 Tage.

Cinque Terre und Ligurische Küste

Die Cinque Terre, 5 Fischerdörfer an der ligurischen Küste, sind mit Zug bis La Spezia und weiter mit der Regionalbahn erreichbar: Fahrzeit 2 Stunden 30 Minuten bis 3 Stunden. Ein Tagesausflug ist möglich, aber lang. Ab 2 Übernachtungen lohnen die Küstenwege, für die Sie die Cinque Terre Card benötigen.

Bologna, Ravenna und die Emilia Romagna

Hochgeschwindigkeitszüge erreichen Bologna in 35 Minuten. Die Stadt der Arkaden bietet einen Marktplatz mit Neptunbrunnen, 2 schiefe Türme und Tortellini in Brodo. Ravenna, 1 Stunde 20 Minuten hinter Bologna, besitzt UNESCO Mosaike aus dem 5. und 6. Jahrhundert und das Grab von Dante.

Rom, Venedig und Mailand mit dem Schnellzug

Rom erreichen Sie mit dem Frecciarossa in 1 Stunde 30 Minuten, Venedig in 2 Stunden, Mailand in 1 Stunde 40 Minuten. Ein Tagesausflug lohnt sich für Rom nur bedingt: Wer nur wenige Tage hat, sollte ein Ziel in der Toskana wählen.

Carrara und Colonnata: Marmor der Apuanischen Alpen

Der Marmor für David und die Domfassade stammt aus den Steinbrüchen von Carrara, 130 Kilometer nordwestlich. Touren mit Geländewagen führen in die Brüche, einige liegen auf 1000 Metern Höhe, und bieten den Blick auf weiße Wände. In Colonnata reift der Lardo di Colonnata, Speck, der in Marmorwannen mit Salz und Kräutern lagert.

Florenz Parks, Gärten, Aussichtspunkte und Strände in Reichweite

Cascine, Boboli und Parkanlagen

Der Parco delle Cascine liegt 3 Kilometer westlich des Zentrums am Arno und misst rund 160 Hektar. Er war Jagdrevier der Medici und Milchgut (cascina bedeutet Bauernhof). Heute finden Sie Joggingstrecken, Spielplätze, eine Pferderennbahn und am Dienstagvormittag einen großen Markt. Der Giardino di Boboli ist der bekannteste, der Giardino Bardini bietet Terrassen und Glyzinien, der Botanische Garten Giardino dei Semplici bietet Ruhe. Der Parco di Villa Demidoff in Pratolino, 12 Kilometer nördlich, zeigt den Koloss des Apennin von Giambologna, eine Statue von 10 Metern Höhe, die im Inneren Räume enthält.

Aussichtspunkte: Von Kuppel bis Turm

Der Blick vom Piazzale Michelangelo ist der klassische, aber bessere Ausblicke bieten San Miniato (höher, ruhiger), Forte Belvedere und der Torre di Arnolfo. Von der Kuppel des Doms sehen Sie die Stadt von oben in ihrer Form, vom Campanile die Kuppel. Von Fiesole aus überblicken Sie das ganze Arnotal. Auf dem Turm Torre di San Niccolò, der im Sommer zugänglich ist, sehen Sie den Fluss.

Strände in Reichweite: Viareggio, Forte dei Marmi und die Küste

Florenz liegt 80 Kilometer vom Meer entfernt. Der nächste große Strand ist Viareggio in der Versilia, erreichbar mit dem Regionalzug in 1 Stunde 20 Minuten bis 1 Stunde 40 Minuten (rund 10 Euro). Die Promenade mit Bauten im Jugendstil ist 3 Kilometer lang, die Strände sind größtenteils Bäder mit Liegen (Bagni), ein Tag kostet für 2 Liegen und einen Schirm 20 bis 35 Euro. Freie Abschnitte, Spiagge libere, gibt es an den Enden. Forte dei Marmi bietet feinen Sand und Boutiquen, Marina di Pisa eine breite Küste, Castiglioncello Felsbuchten. In der südlichen Küste um Baratti liegen ein Golf mit klarem Wasser und ein etruskischer Friedhof.

Florenz Pflanzenwelt, Vegetation und Landschaftsstruktur der Hügelregion

Florenz Vegetation: Zypresse, Pinie und Olive

Die Hügel rund um die Stadt prägen 5 Baumarten. Die Zypresse (Cupressus sempervirens) steht als schmale dunkle Säule an Alleen und Friedhöfen, ihr Holz ist hart und wurde für Truhen und Möbel genutzt. Die Schirmpinie (Pinus pinea) wächst an Küsten und in Parks. Die Steineiche (Quercus ilex) bildet immergrüne Wälder. Die Olive ist im Gelände zwischen 50 und 500 Metern typisch, silbergrün. Der Weinstock, der Sangiovese, füllt die Hänge im Chianti. In der Stadt gehören Platanen an den Ufern, Linden und Zedern in den Parks zum Bild.

Wälder der Berge: Kastanie, Buche und Tanne

In den Bergen im Norden und Osten ändert sich das Bild. Auf 600 bis 1000 Metern wachsen Kastanienwälder, die bis ins 20. Jahrhundert Nahrung lieferten. Oberhalb 900 Metern folgen Buchen und Tannen im Wald von Vallombrosa, dessen Weißtannen die Mönche seit dem 11. Jahrhundert pflegen. Die Pilzsuche nach Steinpilzen im Herbst ist ein Volkssport.

Blütenkalender: Wann was blüht

Im Februar und März blühen Mandelbäume und Mimosen, im März und April Kamelien, Magnolien und Glyzinien. Im Mai zeigen sich Iris, Rosen und Klatschmohn zwischen Weizen. Im Juni blüht der gelbe Ginster an Waldrändern, im Juli leuchten Sonnenblumen und Lavendel. Im September beginnt die Weinlese (Vendemmia), im Oktober und November die Olivenernte. Ende Oktober färbt sich das Weinlaub rot und gelb, die Kastanien fallen. Der Winter ist grün von Zypressen, Steineichen und Oliven.

Tiere: Wildschwein, Reh und Nutria

Wildschweine (cinghiali) leben in den Wäldern rund um die Stadt und tauchen gelegentlich an Ortsrändern auf: Halten Sie Abstand. Rehe, Füchse, Stachelschweine und Fasane sind verbreitet. Am Arno leben Graureiher, Kormorane und Nutrias, Nagetiere von der Größe eines Bibers. Im Sommer prägen Zikaden den Klang der Hügel, in den Wäldern hört man den Pirol und den Wiedehopf.

Landschaftsstruktur: Terrassen, Gutshöfe und Zypressenalleen

Die Kulturlandschaft ist über Jahrhunderte durch Halbpacht (mezzadria) entstanden: Bauern bewirtschafteten den Boden für Grundherren und teilten die Ernte. Es entstanden Höfe (poderi) mit Zypressenalleen als Zufahrt, Terrassen mit Trockenmauern für Oliven und Weinstöcke sowie Pfade zwischen Feldern. Die Mezzadria endete 1964 per Gesetz. Der Boden besteht aus Lehm und Kalkgestein, Galestro und Alberese im Chianti, mit dünner Humusdecke, die niedrige Erträge und intensive Aromen bewirkt.

Florenz Wanderwege: Schönste Wanderungen mit echten Streckenverläufen

Florenz Wanderung in der Stadt: Oltrarno und Hügelrunde

Eine Runde von 4 Kilometern und 2 Stunden führt vom Ponte Vecchio über die Costa San Giorgio zum Forte Belvedere, durch den Giardino Bardini hinunter, dann über die Via di San Salvatore al Monte zum Piazzale Michelangelo und San Miniato, zurück über die Rampe zur Porta San Niccolò. Der Höhenunterschied beträgt 100 Meter, der Weg ist gepflastert und fast eben.

Fiesole und Monte Ceceri

Ab Fiesole führt ein Rundweg von 5 Kilometern durch den Wald des Monte Ceceri, wo alte Steinbrüche für Pietra Serena liegen. Der Legende nach ließ Leonardo hier einen Gleiter fliegen. Die Route ist markiert, dauert 1,5 Stunden und ist auch für Kinder machbar. Von Florenz zu Fuß nach Fiesole sind es 8 Kilometer, gut 2 Stunden bergauf über die Via Vecchia Fiesolana.

Via degli Dei: Von Bologna nach Florenz

Die Via degli Dei ist ein Fernwanderweg von rund 130 Kilometern zwischen Bologna und Florenz, den Wanderer in 4 bis 6 Tagen gehen. Er führt über die Piazza Maggiore in Bologna nach Sasso Marconi, Monzuno, Madonna dei Fornelli und Passo della Futa, später über den Monte Gazzaro und Fiesole zur Piazza della Signoria. Der Weg ist mit rot weißen Zeichen des CAI markiert, in der Hochsaison sind Unterkünfte im Voraus zu reservieren. Für Tageswanderer eignet sich die Etappe von Fiesole nach Florenz.

Monte Morello und Vallombrosa

Der Monte Morello (934 Meter) im Norden ist der Hausberg der Florentiner: Eine Wanderung von Sesto Fiorentino bis zum Gipfel mit einem Kreuz dauert 3 Stunden und bietet Blicke auf Florenz und Prato. Bei Vallombrosa führen Wege durch den Wald am Kloster, es gibt Rundwege von 5 bis 10 Kilometern und den Aufstieg zum Monte Secchieta.

Chianti: Von Greve nach Montefioralle und Panzano

Zwischen Weinbergen führen Wege von Greve nach Montefioralle (2 Kilometer, 30 Minuten) und über die Weinberge nach Panzano (6 Kilometer, 2 Stunden). Kombinieren Sie den Weg mit einer Weinprobe. Die Beschilderung folgt der Nummer 00 des CAI, auf den Feldwegen sind Bänke und Schilder vorhanden.

Regeln und Sicherheit auf Wanderwegen

Von Oktober bis Januar gilt Jagdsaison, tragen Sie in Wäldern auffällige Kleidung und meiden Sie Wege am frühen Morgen. Im Sommer beginnen Sie vor 9 Uhr und tragen Wasser für 2 Liter pro Person. Zecken sind zwischen April und September aktiv, kontrollieren Sie die Haut nach jeder Tour. Der Notruf lautet 112, für Bergrettung 118. In Wäldern und Tälern ist das Netz schwach: Laden Sie Karten vorab.

Florenz Reiserouten für verschiedene Aufenthaltsdauern

Eine Florenz Reiseroute lebt von Reihenfolge und Zeitfenstern: Wer die Uffizien um 8:15 Uhr betritt statt um 11 Uhr, spart 1 Stunde Wartezeit und sieht die Säle fast leer. Jede Florenz Route in diesem Kapitel setzt auf feste Startzeiten, vorab gebuchte Tickets und Pausen zur Mittagszeit. Die Ausflüge in die Toskana lassen sich mit Bahn und Bus erreichen, nur im Chianti und im Val d'Orcia ist ein Mietwagen sinnvoll. Museen, die montags geschlossen sind (Uffizien, Accademia, Bargello, Palazzo Pitti mit Einschränkungen), verschieben die Tage: Legen Sie den Ausflug oder den Oltrarno auf den Montag.

Florenz 3 Tage Reiseroute kompakt: Dom, Uffizien und Oltrarno

Tag 1: Dom und Signoria. Um 8:15 Uhr steigen Sie auf die Kuppel des Doms (463 Stufen, 45 bis 60 Minuten), danach besuchen Sie das Baptisterium mit den Mosaiken, den Campanile oder das Museo dell'Opera del Duomo. Mittagessen gibt es in der Via dei Neri: eine Schiacciata im Stehen für 8 Euro. Am Nachmittag gehen Sie über die Via dei Calzaiuoli zu Orsanmichele und zur Piazza della Signoria, besuchen den Palazzo Vecchio und steigen um 17 Uhr auf den Turm. Ein Abendspaziergang führt über den Ponte Vecchio zur Piazza Santo Spirito, wo Sie zu Abend essen.

Tag 2: Uffizien und Medici. Der Termin um 8:15 Uhr in den Uffizien dauert bis 12:15 Uhr. Danach essen Sie im Mercato Centrale, Lampredotto oder Pasta im ersten Stock. Um 14:30 Uhr folgt die Galleria dell'Accademia mit dem David (1 Stunde), anschließend San Marco mit den Fresken von Fra Angelico. Auf dem Rückweg passieren Sie die Piazza della Santissima Annunziata mit dem Portikus von Brunelleschi. Der Abend gehört einem Aperitivo an der Piazza della Repubblica oder in einer Weinbar im Viertel Sant'Ambrogio.

Tag 3: Santa Croce, Oltrarno und Sonnenuntergang. Um 9:30 Uhr öffnet Santa Croce (1 Stunde 15 Minuten), danach folgt das Bargello (1 Stunde). Zur Mittagszeit essen Sie am Mercato di Sant'Ambrogio. Am Nachmittag überqueren Sie den Arno zum Palazzo Pitti und Giardino di Boboli (3 Stunden). Gegen 18 Uhr gehen Sie zu Fuß über die Costa San Giorgio und Forte Belvedere nach San Miniato al Monte und zum Piazzale Michelangelo. Beim Sonnenuntergang um 20 Uhr sitzen Sie auf den Stufen des Piazzale, das Abendessen folgt in San Niccolò.

Florenz 5 Tage Reiseroute intensiv: Kunst, Viertel und Fiesole

Tag 1: Dom, Baptisterium und Museo dell'Opera. Kuppel um 8:15 Uhr, dann Campanile und Baptisterium. Nach dem Mittagessen folgt das Museo dell'Opera del Duomo mit den Originalen der Paradiestür und der Pietà von Michelangelo. Abends Piazza della Repubblica und Via Tornabuoni mit Palazzo Strozzi.

Tag 2: Uffizien, Signoria und Ponte Vecchio. Uffizien von 8:15 bis 12:30 Uhr, Mittagessen am Mercato Nuovo, Nachmittag Palazzo Vecchio mit Salone dei Cinquecento und Studiolo, danach Orsanmichele. Der Abend beginnt an der Piazza della Signoria mit Blick auf den Neptunbrunnen und endet mit einem Essen in San Niccolò.

Tag 3: Accademia, San Marco und San Lorenzo. Accademia um 8:15 Uhr, San Marco um 10 Uhr, Palazzo Medici Riccardi um 11:30 Uhr. Mittagessen im Mercato Centrale, Nachmittag Basilika San Lorenzo, Medici Kapellen und Biblioteca Laurenziana. Den Tag beschließen Sie im Café an der Piazza San Lorenzo.

Tag 4: Santa Croce, Bargello und Oltrarno. Santa Croce um 9:30 Uhr, Casa Buonarroti um 11 Uhr, Mittagessen am Mercato di Sant'Ambrogio. Um 14:30 Uhr folgt der Palazzo Pitti mit Boboli. Sonnenuntergang auf San Miniato, Abendessen in San Frediano.

Tag 5: Fiesole und Ausblicke. Der Bus 7 fährt um 9 Uhr ab San Marco nach Fiesole. Sie besuchen das römische Theater, das Museum, das Kloster und den Rundweg auf dem Monte Ceceri (1,5 Stunden). Mittagessen in Fiesole, am Nachmittag zurück nach Florenz, dann Abschied am Arno bei einem Aperitivo an der Ponte alle Grazie.

Florenz 7 Tage Reiseroute klassisch: Stadt, Siena und Chianti

Tag 1: Dom und Museo dell'Opera. Kuppel, Baptisterium, Campanile, Museum. Mittagessen an der Via dei Neri, Abend an der Piazza Santo Spirito.

Tag 2: Uffizien und Signoria. Uffizien um 8:15 Uhr, Palazzo Vecchio am Nachmittag, Turm um 17 Uhr, Abendessen im Viertel Santa Croce.

Tag 3: Accademia, San Marco und Annunziata. David um 8:15 Uhr, dann Fra Angelico, Spedale degli Innocenti und Mittagessen an der Piazza della Santissima Annunziata. Nachmittag Palazzo Medici Riccardi und Medici Kapellen.

Tag 4: Santa Croce, Bargello und Sant'Ambrogio. Santa Croce um 9:30 Uhr, Bargello um 11:30 Uhr, Mittagessen am Markt Sant'Ambrogio, Nachmittag Casa Buonarroti und Museo Galileo.

Tag 5: Oltrarno. Palazzo Pitti um 8:15 Uhr, Boboli bis 12 Uhr, Brancacci Kapelle um 14 Uhr (mit Reservierung), Santo Spirito um 15:30 Uhr, Aperitivo in San Frediano. Sonnenuntergang von San Miniato.

Tag 6: Siena. Der Bus fährt um 8:30 Uhr ab Florenz und erreicht Siena um 9:45 Uhr. Sie besuchen die Piazza del Campo, den Palazzo Pubblico mit dem Turm (400 Stufen) und den Dom mit der Libreria Piccolomini. Mittagessen mit Pici, einer dicken handgerollten Pasta. Rückfahrt um 18 Uhr.

Tag 7: Chianti mit dem Mietwagen. Sie holen das Fahrzeug um 8 Uhr ab, fahren auf der SR222 über Grassina nach Greve, besuchen den Markt an der Piazza Matteotti, gehen nach Montefioralle, essen mittags in Panzano bei Cecchini oder einer Trattoria und fahren am Nachmittag zum Castello di Brolio in Gaiole. Weinprobe um 16 Uhr, Rückfahrt über Radda und Castellina bis 19 Uhr. Wer trinkt, sollte mit Bus oder Fahrer reisen, denn die Promillegrenze liegt in Italien bei 0,5.

Florenz 10 Tage Reiseroute mit erweiterten Ausflügen: Stadt und Toskana

Tag 1: Dom und Baptisterium. Kuppel um 8:15 Uhr, Museo dell'Opera, Spaziergang zur Piazza della Repubblica.

Tag 2: Uffizien und Piazza della Signoria. Uffizien 8:15 bis 12:30 Uhr, danach Palazzo Vecchio, Abend am Arno.

Tag 3: Accademia, San Marco und Medici. David, Fra Angelico, Palazzo Medici Riccardi, San Lorenzo.

Tag 4: Santa Croce, Bargello und Sant'Ambrogio. Wie im Zeitplan der 7 Tage Route, mit zusätzlichem Besuch der Cappella dei Pazzi und Casa Buonarroti.

Tag 5: Oltrarno. Pitti, Boboli, Santo Spirito, Brancacci, San Miniato bei Sonnenuntergang.

Tag 6: Fiesole und Monte Ceceri. Bus 7 um 9 Uhr, römisches Theater, Wanderung auf dem Monte Ceceri (5 Kilometer, 1,5 Stunden), Mittagessen in Fiesole, Rückweg nach Florenz zu Fuß über die Via Vecchia Fiesolana (8 Kilometer, 2 Stunden bergab).

Tag 7: Pisa. Zug um 8:30 Uhr ab Santa Maria Novella. Ankunft um 9:45 Uhr, Schiefer Turm mit Zeitfenster um 10:30 Uhr, Dom, Baptisterium, Camposanto. Mittagessen in der Altstadt, Spaziergang am Arno, Rückfahrt um 17:30 Uhr.

Tag 8: Siena. Bus um 8:30 Uhr, Piazza del Campo, Turm, Dom, Mittagessen mit Pici, Rückfahrt um 18 Uhr.

Tag 9: Chianti. Mietwagen um 8 Uhr, Greve, Montefioralle, Panzano, Castello di Brolio, Weinprobe, Rückgabe am Abend.

Tag 10: Lucca oder Vinci. Zug um 9 Uhr nach Lucca, Stadtmauer mit dem Rad (4,2 Kilometer, 1 Stunde), Torre Guinigi, Piazza dell'Anfiteatro. Rückfahrt am Nachmittag oder Weiterreise zum Flughafen Pisa (30 Minuten).

Florenz 14 Tage Reiseroute mit vollständiger Regionserkundung: Florenz und Toskana

Tag 1: Ankunft und Orientierung. Hotel, Spaziergang zum Dom, Ponte Vecchio, Abendessen im Oltrarno.

Tag 2: Dom, Baptisterium, Campanile und Museo dell'Opera. Zeitfenster für die Kuppel um 8:15 Uhr, Museum am Nachmittag, Abend an der Piazza della Repubblica.

Tag 3: Uffizien und Palazzo Vecchio. Uffizien um 8:15 Uhr, Turm des Palazzo Vecchio um 17 Uhr.

Tag 4: Accademia, San Marco, Annunziata und Medici. David um 8:15 Uhr, Fra Angelico, Palazzo Medici Riccardi, San Lorenzo.

Tag 5: Santa Croce, Bargello und Sant'Ambrogio. Mittagessen am Markt, Casa Buonarroti, Museo Galileo.

Tag 6: Oltrarno. Pitti, Boboli, Brancacci Kapelle, Santo Spirito, Aperitivo in San Frediano.

Tag 7: Fiesole und Settignano. Bus 7 nach Fiesole, Monte Ceceri, Rückweg über Settignano mit dem Bus 10, Abendessen in San Niccolò.

Tag 8: Pisa. Zug um 8:30 Uhr, Piazza dei Miracoli, Altstadt, Rückfahrt am Abend.

Tag 9: Lucca. Zug um 9 Uhr, Stadtmauer, Türme, Puccini Geburtshaus, Rückfahrt um 18 Uhr.

Tag 10: Siena. Bus um 8:30 Uhr, Piazza del Campo, Dom, Torre del Mangia, Rückfahrt am Abend.

Tag 11: San Gimignano und Volterra. Mit dem Mietwagen um 8 Uhr über die Superstrada nach Poggibonsi (1 Stunde), San Gimignano bis 12 Uhr, Volterra am Nachmittag, Rückfahrt um 18 Uhr.

Tag 12: Chianti. Greve, Montefioralle, Panzano, Castello di Brolio, Weinprobe, Rückgabe des Wagens am Abend.

Tag 13: Arezzo. Zug um 8:45 Uhr, Basilika San Francesco mit Piero della Francesca (Reservierung), Piazza Grande, Rückfahrt am Nachmittag.

Tag 14: Abschied in Florenz. Museo Galileo, Palazzo Davanzati, letzter Kaffee bei Gilli, Einkauf von Olivenöl und Wein am Mercato Centrale, Abendessen mit Bistecca in einer Trattoria im Oltrarno.

Praktische Florenz Reisetipps: Parken, Verkehr, Preise, Verhalten und lokale Regeln

Parken, ZTL und Autofahren

Die ZTL umfasst fast die ganze Altstadt. Kameras erfassen Fahrzeuge ohne Genehmigung, das Bußgeld beginnt bei etwa 80 Euro. Wenn Sie ein Hotel in der ZTL haben, fragen Sie dort, ob die Zufahrt für das Ein und Ausladen gemeldet werden kann, und zwar vor der Anreise. Parkplätze außerhalb sind blau (gebührenpflichtig), weiß (frei, selten) und gelb (Anwohner). Parkhäuser wie Parterre oder Fortezza da Basso kosten 20 bis 30 Euro pro Tag, Park and Ride Villa Costanza etwa 1 Euro pro Stunde mit Tram zum Bahnhof. Fahren Sie nicht mit dem Navi in die Stadt.

Verkehr, Taxi und Fahrrad

Die Altstadt ist zu Fuß, mit dem Bus oder der Tram erreichbar. Taxis fahren nur mit Taxameter, bestellen Sie sie per Telefon oder an Standplätzen wie am Bahnhof und am Domplatz, Preis innerhalb der Stadt 10 bis 15 Euro. Fahrradverleiher gibt es in der ganzen Stadt, Fahrräder kosten 15 bis 25 Euro pro Tag. Achten Sie auf Straßenbahnschienen, die für Räder gefährlich sind.

Preise und Bezahlung

Die Preise für Grundbedürfnisse sind: Espresso 1,20 bis 1,50 Euro, Wasser im Laden 0,50 Euro, Sandwich 6 bis 10 Euro, Pizza 8 bis 12 Euro, Bier 4 bis 6 Euro, Glas Wein 4 bis 8 Euro, Eis 3 bis 5 Euro. Geldautomaten der Banken sind sicherer als freistehende Automaten. Lassen Sie Kartenzahlungen in Euro abrechnen, nicht in Ihrer Heimatwährung.

Verhalten in Kirchen und Museen

In Kirchen sind Schultern und Knie bedeckt, Hüte werden abgenommen, während Gottesdiensten ist Fotografieren verboten. In Museen sind Blitz und Stative untersagt, große Rucksäcke müssen an der Garderobe abgegeben werden. Eintrittskarten sind meist personalisiert, nehmen Sie den Ausweis mit.

Lokale Regeln und Bußgelder

Essen und Trinken auf Kirchenstufen und an Denkmälern ist verboten, ebenso Sitzen auf Brunnenrändern in der Altstadt. Das Anbringen von Liebesschlössern an Brücken wird bestraft. Wildes Zelten und Baden im Arno sind ebenfalls untersagt. Bußgelder betragen 50 bis 500 Euro. Trinkgeld ist nicht Pflicht, runden Sie auf.

Öffnungszeiten und Feiertage

Kleine Geschäfte schließen zwischen 13 und 15:30 Uhr, große Läden bleiben geöffnet. Sonntags haben viele Läden geschlossen. Landesweite Feiertage sind der 1. Januar, 6. Januar, Ostermontag, 25. April, 1. Mai, 2. Juni, 15. August, 1. November, 8. Dezember, 25. und 26. Dezember. Der 24. Juni ist als Tag des Stadtpatrons Johannes des Täufers Feiertag in Florenz: Die Museen sind offen, aber die Innenstadt gesperrt, wenn das Finale des Calcio Storico und das Feuerwerk stattfinden.

Florenz Insiderwissen und lokale Besonderheiten aus Alltagsperspektive

Toskanisch sprechen: Die Gorgia

Florentiner sprechen das C zwischen Vokalen wie ein gehauchtes H: Aus Coca Cola wird Hoha Hola. Dieses Phänomen heißt Gorgia Toscana. Das Toskanische gilt als Grundlage des Hochitalienischen, denn Dantes Göttliche Komödie, im Florentiner Dialekt verfasst, wurde im 19. Jahrhundert zum Standard erklärt. Der Satz stimmt für Schulbücher, in den Gassen hört sich die Sprache aber deutlich rauer an.

Campanilismo: Der Streit der Städte

Florentiner definieren sich in Abgrenzung zu Nachbarstädten: Pisa gilt als Rivale seit der Zeit der Seerepubliken, Siena als Gegner seit der Schlacht von Montaperti (1260), Lucca als Nachbar mit Stadtmauer. Das Wort Campanilismo kommt von Campanile, dem Kirchturm: Man liebt den eigenen Turm. Sprüche wie Meglio un morto in casa che un pisano all'uscio, lieber ein Toter im Haus als ein Pisaner vor der Tür, sind nicht ernst gemeint, werden aber gern erzählt.

Wo Florentiner einkaufen und leben

Der Alltag spielt sich an Märkten wie Sant'Ambrogio und Santo Spirito ab, in Bäckereien (forno), Metzgereien (macelleria) und Tabakläden (tabacchi), die auch Busfahrkarten verkaufen. Die Innenstadt verliert Einwohner an die Umgebung, weil Mieten steigen und Ferienwohnungen zunehmen. Wer in San Frediano oder Sant'Ambrogio isst, sitzt mit Anwohnern am Tisch.

Das Wappen und die Lilie

Das Wappen der Stadt zeigt eine rote Lilie auf weißem Grund. Früher war die Lilie weiß auf rotem Grund, bis die Guelfen 1251 die Farben umkehrten. Die Blume ist die Iris florentina, die in der Region angebaut wurde, weil ihre Wurzel für Parfums und Medizin verwendet wurde.

Florenz Reiseführer Empfehlung: Welche Reiseart zu welchem Viertel passt

Die Stadt bietet mehr, als in 1 Reise passt, und wer seine Prioritäten kennt, spart Zeit und Geld. Ein bester Florenz Reiseführer trennt deshalb nach Reisetypen. Diese Florenz Reiseführer Empfehlung ordnet Viertel, Museen und Ausflüge nach dem, was Reisende suchen. Die Reiseführer Florenz Empfehlung für Erstbesucher lautet: 3 Tage, Unterkunft zwischen Dom und Santa Croce, alle großen Tickets vorab.

Für Kunstliebhaber: Uffizien, Bargello, Accademia und Kapellen

Kunstliebhaber planen 5 bis 7 Tage. Sie beginnen mit den Uffizien um 8:15 Uhr, gehen am Nachmittag in das Bargello und verbinden den David mit den Fresken von San Marco. Die Brancacci Kapelle und Santa Maria Novella zeigen Masaccio, San Lorenzo die Medici Kapellen. Wer 6 große Museen in 72 Stunden besucht, lohnt sich mit der Firenze Card.

Florenz für Familien: Kuppel, Boboli und Gelato

Familien wählen Ferienwohnungen im Oltrarno, den Boboli Garten als Auslauf, den Campanile statt der Kuppel für jüngere Kinder und Führungen für Familien im Palazzo Vecchio. Ein Tag pro Woche gehört dem Park oder einem Ausflug, etwa nach Fiesole oder zum Strand nach Viareggio.

Florenz für Wanderer und Naturfreunde: Fiesole, Monte Morello und Via degli Dei

Wer Bewegung sucht, nutzt Florenz als Basis für Touren: Monte Ceceri und Monte Morello sind Tageswanderungen, die Via degli Dei ist ein Mehrtagesweg, und im Chianti führen markierte Wege durch Weinberge. Planen Sie Anfahrten mit Bus und Zug und Rückfahrten vor 19 Uhr.

Für Genießer: Märkte, Trattorien und Chianti

Genießer verbinden den Mercato Centrale und den Mercato di Sant'Ambrogio mit Trattorien, einer Enoteca pro Tag, einem Kochkurs (60 bis 100 Euro) und 2 Tagen im Chianti. Im Oktober und November beginnen Olivenernte und Trüffelsaison, im September die Weinlese.

Abschlusskapitel: Florenz Reiseführer als vollständiges Reiseerlebnis

Florenz belohnt Planung. Eine Stadt, die auf 5 Quadratkilometern die Werke von Giotto, Donatello, Botticelli, Leonardo und Michelangelo versammelt, verlangt Zeitfenster, Reservierungen und Pausen. Wer früh startet, zu Fuß geht und mittags einfach isst, erlebt die Stadt ohne Schlangen und ohne Überteuerung.

Als bester Florenz Reiseführer versteht sich dieser Text, wenn er Entscheidungen erleichtert: wann Sie die Kuppel besteigen, welche Museen Sie im Voraus buchen, wo Sie essen und wie Sie Ausflüge nach Siena, Pisa und ins Chianti organisieren. Wer den besten Florenz Reiseführer sucht, sollte prüfen, ob Angaben zu Stufen, Preisen und Fahrzeiten so konkret sind wie hier. Diese Florenz Reiseführer Empfehlung gilt für alle, die in 3 bis 14 Tagen das Wesentliche sehen möchten. Ein bester Reiseführer Florenz nennt zudem Grenzen: Preise, Öffnungszeiten und Zugänge ändern sich, prüfen Sie zentrale Angaben vor der Reise bei den Betreibern. Die Reiseführer Florenz Empfehlung lautet daher: Buchen Sie Uffizien, Accademia und Dom früh, lassen Sie am Tag Raum für Umwege, und essen Sie mindestens 1 Mal dort, wo die Speisekarte kurz ist und die Gäste Italienisch sprechen.


Unsere Empfehlung, für die nahezu gänzliche Vorbereitung Ihrer Florenz Reise

Eine unvergessliche Florenz Reise beginnt lange vor dem eigentlichen Abflug. Mit sorgfältig ➜ ausgewählten Reiseutensilien, hochwertiger Ausrüstung und ➜ stilvoller Urlaubskleidung sind Sie optimal vorbereitet. Ob funktionale Essentials wie ➜ sichere Badeschuhe(Tipp👍), praktische Packlisten oder ➜ inspirierende Reiseführer, jedes Detail ist darauf ausgelegt, Ihnen Sicherheit, Komfort und Vorfreude zu schenken. So startet Ihre Reise nicht hektisch, sondern organisiert, entspannt und voller Erwartung.

Für einen reibungslosen Aufenthalt

Sobald Sie ankommen, zählt nur noch eines: Ihre Erlebnisse. Dank ➜ bevorzugtem Eintritt und Tickets ohne Anstehen(Tipp👍) verbringen Sie Ihre Zeit nicht in Warteschlangen, sondern mitten im Geschehen. Alles ist darauf ausgerichtet, Ihnen einen entspannten und hochwertigen Reise-Aufenthalt zu ermöglichen, bei dem Sie sich voll und ganz auf die Eindrücke Ihrer Umgebung konzentrieren können.

Für unvergessliche Erlebnisse vor Ort

Erleben Sie Städte und Regionen nicht nur als Besucher, sondern als Entdecker. Sorgfältig ➜ zusammengestellte Ausflüge, ➜ abwechslungsreiche Tagestouren und authentische ➜ kulinarische Erlebnisse bringen Sie näher an Kultur, Menschen und Geschichten. Von ➜ weltbekannten Sehenswürdigkeiten bis zu ➜ versteckten City Highlights entsteht eine Reise, die nicht nur gesehen, sondern gefühlt wird, intensiv, echt und unvergesslich.

Für Reisekomfort und Sicherheit unterwegs

Ihr Wohlbefinden steht im Mittelpunkt jeder Reiseentscheidung. ➜ Ausgewählte Unterkünfte und hochwertige Hotels(Tipp👍) bieten Ihnen Komfort, Ruhe und Verlässlichkeit nach erlebnisreichen Tagen. Ergänzt durch ➜ sichere, professionell organisierte Pauschalreisen(Tipp👍) können Sie sich entspannt zurücklehnen, während alle organisatorischen Details im Hintergrund perfekt abgestimmt sind.

Für ein ganzheitliches Reiseerlebnis

Am Ende entsteht mehr als nur ein Urlaub, es entsteht ein Gefühl von Freiheit, Leichtigkeit und Inspiration. Jede Komponente, von der Planung über den Aufenthalt bis hin zu den Erlebnissen vor Ort, ist darauf ausgerichtet, Ihnen echte Momente zu schenken, die bleiben. Reisen wird so zu einer hochwertigen Erfahrung, die nicht nur Orte verbindet, sondern Erinnerungen schafft.

 

Transparenz: "➜" Werbung Affiliate Links: Reisemoment kann Provisionen erhalten. Etwaige Deals und Preise bleiben gleich! Angebote bleiben Angebote!


Florenz Reiseführer: Die besten Buchungsquellen

  • Booking Die beste Allround-Buchungsplattform mit einer riesigen Auswahl an Unterkünften und häufig den günstigsten Preisen. Besonders bei Hotels, Apartments und Budget-Unterkünften überzeugt Booking.com mit attraktiven Angeboten und flexiblen Buchungsoptionen.
  • GetYourGuide Eine der führenden Plattformen für Touren, Aktivitäten und Erlebnisse weltweit. Von Stadtführungen über Tickets für Sehenswürdigkeiten bis hin zu einzigartigen Ausflügen bietet GetYourGuide eine große Auswahl mit einfachen Buchungs- und Stornierungsmöglichkeiten.
  • Amazon Der weltweit größte Online-Marktplatz mit einer enormen Auswahl an Produkten aus nahezu jeder Kategorie. Dank schneller Lieferung, wettbewerbsfähiger Preise und zahlreicher Kundenbewertungen ist Amazon für viele die erste Anlaufstelle beim Online-Shopping.
  • Expedia Erlebnisse bequem in einer Buchung kombinieren. Eine umfassende Reiseplattform für Hotels, Flüge, Mietwagen und Pauschalreisen. Expedia bietet häufig attraktive Kombinationsangebote und Rabatte, wodurch sich insbesondere bei der Buchung kompletter Reisen Geld sparen lässt.



Unser Team liefert kostenlos, sachliche sowie fundierte Aufklärungsarbeit rund um literarische Themen. Die Inhalte stellen ein reines Bildungs- und Informationsangebot dar. Die Artikel und Seiten können Partner-Links enthalten. Diese dienen sowohl der weiterführenden Information, als auch der Finanzierung unserer Webseite. Ich bin Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon, das Webseiten die Möglichkeit bietet, durch das Platzieren von Anzeigen und Links zu Amazon Werbeeinnahmen zu erzielen. Als Amazon Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Copyright © 2026 Reisemoment. Alle Rechte vorbehalten. Unsere Reiseführer Rubrik umfasst recherchierte Texte. Texte, Widgets/Apps sind geschützt!

 

DIESER FLORENZ REISEFÜHRER WURDE KURATIERT, SORGFÄLTIG AUSGEWÄHLT, GEFILTERT UND VON UNS SINNVOLL ZUSAMMENGESTELLT! DIESER FLORENZ REISEFÜHRER WURDE TEILS MIT UNTERSTÜTZUNG VON KI, VON UNS SELBST UND TEXTBROKER AUTOREN ERSTELLT. FÜR DIE RICHTIGKEIT, VOLLSTÄNDIGKEIT UND AKTUALITÄT DER INHALTE KÖNNEN WIR JEDOCH KEINE GEWÄHR ÜBERNHEMEN!