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Reisemoment

Ein besonders stimmungsvoller Reisemoment in Pollença entsteht oft gegen Ende des Tages. Für Familien mit Kindern lohnt sich eine gezielte Familien Reiseplanung: Schwimmwesten für kleinere Kinder, ein Sonnenschutzzelt für den Strand von Port de Pollença und ausreichend Insektenschutzmittel für die Abendstunden in der Nähe der Feuchtgebiete des Naturschutzgebiets Albufereta. Wenn der Tagesbetrieb langsam ruhiger wird, verändert sich die Wirkung vieler Plätze, Straßen und Aussichtspunkte spürbar. Ein kleiner Zeitpuffer am Abend lohnt sich deshalb mehr als ein zusätzlicher hastiger Programmpunkt.

Pollença

Vorwort

Pollença liegt am Fuß des Tramuntana-Gebirges im Norden Mallorcas, etwa 6 Kilometer von der Bucht von Pollença entfernt, und gehört zu den Orten der Insel, die ihren ursprünglichen Charakter bewahrt haben. Wer nach einer Pollença ReiseführerWerbung Empfehlung sucht, die über oberflächliche Listen hinausgeht, findet hier eine ausführliche Darstellung von Geschichte, Alltag, Küche und Landschaft dieser Kleinstadt mit rund 16.500 Einwohnern. Dieser bester Reiseführer Pollença richtet sich an Reisende, die Wert auf konkrete, überprüfbare Informationen legen: Distanzen in Kilometern, Öffnungszeiten, Preise in Euro und historische Jahreszahlen statt vager Beschreibungen. Pollença unterscheidet sich bewusst von den touristischen Zentren an der Südküste Mallorcas. Die Stadt selbst liegt nicht am Meer, sondern in einem fruchtbaren Tal zwischen den Hügeln Puig de Maria und Calvari, während der zugehörige Hafenort Port de Pollença 6 Kilometer entfernt an der gleichnamigen Bucht liegt. Diese Zweiteilung prägt jede Reiseplanung für die Region und wird in den folgenden Kapiteln ausführlich erklärt.

Geschichte Pollenças

Die römische Gründung und die Zeit der Templer

Die Geschichte des Ortes reicht bis in die römische Zeit zurück. Im Jahr 123 vor Christus eroberte der römische Feldherr Quintus Caecilius Metellus die Balearen und gründete zwei Städte auf Mallorca: Palmaria, das heutige Palma, und Pollentia im Südosten der Insel bei Alcúdia. Für diesen Feldzug gegen die als geschickte Steinschleuderer bekannten balearischen Krieger erhielt Metellus den Beinamen Balearicus, unter dem er in römischen Quellen bis heute geführt wird. Der Name Pollença geht auf dieses römische Pollentia zurück, auch wenn das heutige Stadtzentrum nicht exakt auf den Ruinen der antiken Siedlung steht, sondern nach deren Zerstörung durch Vandalen im 5. Jahrhundert und späteren arabischen Überfällen an seiner heutigen Stelle neu entstand. Nach der christlichen Eroberung Mallorcas durch Jaume I. im Jahr 1229 wurde das Gebiet um das heutige Pollença dem Templerorden übergeben, der 1236 mit dem Wiederaufbau begann und der Siedlung ihren heutigen Namen gab. Die Templer prägten den Grundriss der Altstadt mit ihren engen Gassen aus goldfarbenem Sandstein, die bis heute erhalten sind. Nach der Auflösung des Templerordens im Jahr 1312 ging der Besitz an den Johanniterorden über.

Der Piratenangriff von Dragut im Jahr 1550

Ein zentrales Ereignis der Stadtgeschichte fand am 31. Mai 1550 statt: Der berüchtigte osmanische Korsar Dragut, auch Turgut Reis genannt, landete mit seinen Truppen in der Bucht von Pollença, um die Stadt zu plündern. Die Einwohner, angeführt von dem Bauern Joan Mas, leisteten erbitterten Widerstand und schlugen die Angreifer zurück. Dieser Sieg wird bis heute jährlich am 2. August beim Fest der Patrona, der Mare de Déu dels Àngels, mit dem berühmten Schauspiel der Moros i Cristians nachgestellt, einer choreografierten Straßenschlacht zwischen verkleideten Christen und Mauren, die durch die gesamte Altstadt zieht und in einer symbolischen Rückeroberung des Rathausplatzes endet.

Landwirtschaft und der Beginn des Tourismus

Im 18. und 19. Jahrhundert entwickelte sich Pollença zu einem Zentrum des Anbaus von Oliven, Mandeln und Wein, während Port de Pollença lange Zeit nur aus wenigen Fischerhütten bestand. Erst ab den 1920er Jahren, als Künstler wie der argentinisch-katalanische Maler Hermen Anglada-Camarasa sich in der Region niederließen, begann die touristische Erschließung der Küste, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg beschleunigte. Bereits in dieser frühen Phase richteten mehrere ausländische Maler ihre Ateliers in den Gassen der Altstadt ein, wodurch Pollença schon in den 1920er Jahren einen ersten kulturellen Ruf über die Grenzen Mallorcas hinaus erlangte.

Geografie und Lage

Pollença liegt im äußersten Norden Mallorcas, eingebettet zwischen dem Massiv des Tramuntana-Gebirges im Westen und der Halbinsel Formentor im Osten. Die Stadt selbst befindet sich auf einer Höhe von etwa 55 Metern über dem Meeresspiegel, umgeben von zwei markanten Hügeln: dem Puig de Maria mit 333 Metern Höhe im Süden und dem Calvari-Hügel mit seiner berühmten Treppe direkt im Ortskern. Die Entfernung nach Palma de Mallorca beträgt etwa 52 Kilometer, was mit dem Auto über die Autobahn Ma-13 rund 45 Minuten Fahrzeit bedeutet. Nach Alcúdia sind es nur 10 Kilometer, nach Port de Pollença 6 Kilometer über die Ma-2200, und zum Flughafen Palma de Mallorca (PMI) etwa 54 Kilometer. Die Gemeinde Pollença umfasst neben dem historischen Stadtkern auch Port de Pollença, das Fischerdorf Cala Sant Vicenç mit seinen drei Buchten sowie die gesamte Halbinsel Formentor mit ihrem markanten Leuchtturm an der Nordspitze der Insel. Die Bucht von Pollença, eine der größten natürlichen Buchten Mallorcas, wird im Osten von der Halbinsel Formentor und im Westen vom Kap Cap des Pinar begrenzt und liegt der Nachbarbucht von Alcúdia gegenüber, getrennt durch die schmale Landzunge bei Port de Pollença.

Pollença Reisevorbereitung und Packliste

Eine sorgfältige Reiseplanung beginnt mit der richtigen Packliste, die je nach Reisezeit stark variiert. Für die Sommermonate von Juni bis September empfehlen sich leichte, atmungsaktive Kleidung, festes SchuhwerkWerbung für Wanderungen im Tramuntana-Gebirge, eine Kopfbedeckung sowie SonnencremeWerbung mit hohem Schutzfaktor gegen UV-Strahlung, da die Sonneneinstrahlung im Juli und August erheblich ist. Für Wanderungen entlang der Ruta de Pedra en Sec sind feste Wanderschuhe mit gutem Profil unverzichtbar, da die Trockensteinwege oft uneben sind. Wer den Puig de Maria besteigen möchte, sollte mindestens 1,5 Liter Wasser mitführen, da es entlang des etwa 45-minütigen Aufstiegs keine Verkaufsstellen gibt. Für die Wintermonate von November bis Februar ist wärmere Kleidung sinnvoll, da die Temperaturen nachts auf 5 bis 8 Grad Celsius fallen können und gelegentlicher Regen einzuplanen ist. Zur Reisevorbereitung gehört auch die Mitnahme eines internationalen Führerscheins, falls ein Mietwagen gebucht wird, sowie einer Reiseversicherung, die in Spanien übliche Selbstbehalte bei Mietwagenschäden abdeckt. Bargeld in kleineren Scheinen ist auf dem Sonntagsmarkt und in kleineren Bars der Altstadt praktisch, auch wenn Kartenzahlung in den meisten Restaurants inzwischen Standard ist. Für Familien mit Kindern lohnt sich eine gezielte Familien-Reiseplanung: Schwimmwesten für kleinere Kinder, ein Sonnenschutzzelt für den Strand von Port de Pollença und ausreichend Insektenschutzmittel für die Abendstunden in der Nähe der Feuchtgebiete des Naturschutzgebiets Albufereta.

Anreise nach Pollença

Mit dem Flugzeug

Die Anreise nach Pollença erfolgt in aller Regel über den Flughafen Palma de Mallorca, den einzigen internationalen Flughafen der Insel, der von zahlreichen europäischen Städten aus direkt angeflogen wird. Von Frankfurt, München, Berlin, Wien und Zürich bestehen im Sommerhalbjahr tägliche Direktverbindungen mit einer Flugzeit von rund 2 bis 2,5 Stunden.

Mit dem Mietwagen und dem Bus

Vom Flughafen aus führt die Anreise entweder mit dem Mietwagen über die Autobahn Ma-13 in Richtung Inca und weiter über die Ma-13a nach Pollença, was etwa 50 Minuten in Anspruch nimmt, oder mit dem öffentlichen Busnetz TIB, das die Linie 340 von Palma nach Pollença und Port de Pollença betreibt, mit einer Fahrzeit von etwa 55 Minuten und einem Fahrpreis von rund 6,15 Euro pro Strecke. Innerhalb Mallorcas ist die Anreise von Alcúdia, Can Picafort oder Sa Pobla aus über die Landstraßen Ma-12 und Ma-2200 in wenigen Minuten bis maximal einer halben Stunde möglich. Ein eigener Mietwagen wird für die Region dringend empfohlen, da viele der beschriebenen Ausflugsziele, insbesondere die Halbinsel Formentor und die abgelegeneren Buchten, mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur eingeschränkt erreichbar sind.

Mit der Fähre

Alternativ besteht die Möglichkeit einer Anreise per Fähre: Von Barcelona und Valencia aus verkehren Fährgesellschaften wie Trasmediterránea und Balearia nach Palma oder Alcúdia, wobei die Route Barcelona nach Alcúdia besonders praktisch ist, da Alcúdia nur 10 Kilometer von Pollença entfernt liegt und die Überfahrt je nach Schiffstyp zwischen 4 und 8 Stunden dauert. Wer mit dem eigenen Auto von Barcelona anreist, kann somit die lange Fahrt durch Palma umgehen.

Ankunft und Orientierung

Wer in Pollença ankommt, sollte sich zunächst am zentralen Rathausplatz, der Plaça Major, orientieren, an dem sich das Rathaus, mehrere Cafés und die Pfarrkirche Nostra Senyora dels Àngels befinden. Von hier aus sind sowohl der Fuß des Calvari mit seinen 365 Treppenstufen als auch die Gassen der Altstadt in wenigen Gehminuten erreichbar. Parkmöglichkeiten für Besucher finden sich am Rand der Altstadt, etwa am Parkplatz an der Carrer del Convent oder in den öffentlichen Parkzonen entlang der Ma-2200 Richtung Port de Pollença, da das historische Zentrum weitgehend autofrei oder mit Einbahnstraßenregelung ausgestattet ist. Die Touristeninformation befindet sich in der Carrer de Guillem Cifre de Colonya nahe der Plaça Major und bietet kostenlose Stadtpläne sowie aktuelle Informationen zu Wanderwegen und Busfahrplänen. Für die erste Orientierung empfiehlt sich ein Spaziergang vom Rathausplatz über die Carrer Major zur Klosterkirche Convent de Santo Domingo, die heute als Kulturzentrum mit wechselnden Ausstellungen dient und im Sommer Schauplatz des international bekannten Festival de Pollença für klassische Musik ist, das bereits 1962 gegründet wurde und jedes Jahr im Kreuzgang des ehemaligen Klosters stattfindet.

Pollença Budgetplanung für die Reise

Eine realistische Budgetplanung für Pollença hängt stark von Reisezeit und Unterkunftsart ab. Für eine einwöchige Reise mit zwei Personen sollte man für eine einfache Reise mit Mittelklassehotel und Selbstverpflegung mit etwa 700 bis 900 Euro für UnterkunftWerbung, 300 bis 400 Euro für Verpflegung und 150 bis 200 Euro für einen Mietwagen inklusive Tankkosten rechnen. Ein Kaffee in einer Bar an der Plaça Major kostet zwischen 1,60 und 2,20 Euro, ein Menü des Tages, das sogenannte Menú del Día, das mittags in vielen Restaurants angeboten wird, liegt meist zwischen 13 und 18 Euro inklusive Getränk und Nachspeise. Für Familien mit Kindern erhöht sich das Budget entsprechend, wobei viele Restaurants Kinderportionen zu reduzierten Preisen anbieten. Die Kosten für einen Ausflug nach Formentor mit dem eigenen Mietwagen beschränken sich im Wesentlichen auf Benzin und eine mögliche Parkgebühr von etwa 5 Euro am Mirador Es Colomer in der Hauptsaison. Wer eine budget Reise plant, sollte die Nebensaison von Oktober bis Mai bevorzugen, in der Unterkunftspreise um bis zu 40 Prozent niedriger liegen als im Hochsommer. Eine sorgfältige Budgetplanung berücksichtigt zudem, dass viele Museen und Sehenswürdigkeiten in Pollença, etwa der Aufstieg zum Calvari oder der Zugang zur Altstadt, keinen Eintritt kosten, was die Gesamtkosten im Vergleich zu größeren Städten wie Palma spürbar reduziert.

Pollença Spartipps für die Reiseplanung

Wer günstig Reisen möchte, findet in Pollença zahlreiche Möglichkeiten, die Kosten deutlich zu senken. Der Sonntagsmarkt auf der Plaça Major und den umliegenden Gassen, der seit Jahrhunderten jeden Sonntagvormittag stattfindet, bietet lokale Produkte wie Mandeln, Oliven, Käse und Sobrassada zu Preisen, die deutlich unter jenen in Touristenläden liegen. Wer günstige HotelsWerbung sucht, wird eher in Pollença selbst als im direkt an der Bucht gelegenen Port de Pollença fündig, da die Zimmerpreise im Ortskern im Schnitt 20 bis 30 Prozent niedriger liegen als in den HotelsWerbung direkt an der Strandpromenade. Selbstversorgung über die Supermärkte Eroski oder Spar in der Ortsmitte spart gegenüber täglichem Restaurantbesuch erheblich. Für Wanderungen im Tramuntana-Gebirge fallen keine Eintrittsgebühren an, lediglich der Zugang zu bestimmten Abschnitten der Ruta de Pedra en Sec erfordert eine kostenlose Voranmeldung über die Beherbergungen des Consell de Mallorca entlang der Strecke. Ein weiterer Spartipp betrifft die Anreise: Wer die Busverbindungen der TIB nutzt, zahlt für eine Fahrkarte zwischen Pollença und Alcúdia nur rund 1,75 Euro, während ein Taxi für dieselbe Strecke leicht 15 bis 20 Euro kostet. Auch beim Essen lohnt sich der Blick auf das Mittagsmenü, das in fast allen einheimischen Restaurants deutlich günstiger ist als eine Bestellung à la carte am Abend.

Pollença Unterkünfte

Boutique-Hotels in der Altstadt

Bei der Wahl der UnterkunftWerbung in und um Pollença stehen mehrere Kategorien zur Auswahl, die sich in Lage und Preisniveau deutlich unterscheiden. Wer die beste UnterkunftWerbung für einen ruhigen, authentischen Aufenthalt sucht, findet im historischen Zentrum von Pollença mehrere kleine Boutique-HotelsWerbung in restaurierten Stadthäusern, etwa das Hotel Sant Domingo mit Zimmerpreisen ab etwa 140 Euro pro Nacht in der Hauptsaison, das in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Dominikanerklosters liegt.

Hotels in Port de Pollença

Für Familien empfiehlt sich häufig ein Aufenthalt in Port de Pollença, wo größere Hotelanlagen wie das Hotel Illa d'Or an der Strandpromenade direkten Meerzugang bieten und Preise ab etwa 110 Euro pro Nacht für ein Doppelzimmer verlangen.

Günstige Pensionen und Ferienwohnungen

Wer günstige Hotels bevorzugt, sollte sich in den kleineren Pensionen und Ferienwohnungen im Ortskern von Pollença umsehen, die je nach Saison bereits ab 60 bis 80 Euro pro Nacht buchbar sind. Wer eine günstige Unterkunft für die Nebensaison sucht, profitiert von Rabatten, die in den Monaten November bis März häufig 30 bis 50 Prozent unter den Sommerpreisen liegen, da viele Betriebe außerhalb der Hauptsaison um Gäste werben.

Agroturismo-Anwesen im Umland

Für einen ländlichen Aufenthalt mit Blick auf die Olivenhaine bieten sich die zahlreichen Agroturismo-Anwesen in der Umgebung an, umgebaute Landgüter, die traditionelle mallorquinische Architektur mit modernem Komfort verbinden und Preise zwischen 130 und 250 Euro pro Nacht aufrufen. Insgesamt lässt sich Pollença auch als günstiger Urlaub planen, wenn Unterkunft, Anreise und Verpflegung bewusst außerhalb der Spitzenmonate Juli und August gebucht werden.

Sicherheit vor Ort

Pollença gilt als eine der sichersten Regionen Mallorcas, mit einer sehr niedrigen Kriminalitätsrate im Vergleich zu den touristischen Zentren der Südküste wie Magaluf oder S'Arenal. Dennoch sollten grundlegende Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden: In der Hochsaison kommt es gelegentlich zu Taschendiebstählen auf dem gut besuchten Sonntagsmarkt, weshalb Wertsachen nicht offen sichtbar getragen werden sollten. Beim Baden in den Buchten von Cala Sant Vicenç und Port de Pollença ist auf die Flaggenkennzeichnung zu achten, die an den bewachten Abschnitten Auskunft über Strömungsverhältnisse gibt. Bei Wanderungen im Tramuntana-Gebirge, etwa auf dem Weg zum Puig de Maria oder entlang der Ruta de Pedra en Sec, empfiehlt sich festes Schuhwerk, da die Trockensteinwege stellenweise steil und uneben sind, und es ist ratsam, jemandem die geplante Route mitzuteilen, da der Mobilfunkempfang in einigen Bergabschnitten eingeschränkt ist. Die medizinische Versorgung ist über das Gesundheitszentrum Centre de Salut in der Ortsmitte von Pollença sowie das Krankenhaus Hospital Comarcal de Inca in etwa 30 Minuten Fahrzeit gewährleistet. Die Notrufnummer in ganz Spanien lautet 112 und funktioniert auch mit ausländischen Mobiltelefonen ohne Vorwahl.

Pollença Klima und die für Pollença beste Reisezeit

Das Klima in Pollença ist typisch mediterran, mit milden Wintern und heißen, trockenen Sommern. Die Durchschnittstemperaturen liegen im Januar bei etwa 11 Grad Celsius, im Juli und August bei durchschnittlich 27 bis 29 Grad Celsius, wobei Spitzenwerte von über 33 Grad keine Seltenheit sind. Die Wassertemperatur in der Bucht von Pollença erreicht im August ihren Höchststand von etwa 26 Grad Celsius und bleibt bis in den Oktober hinein angenehm warm. Die beste Reisezeit für Wanderungen im Tramuntana-Gebirge liegt in den Monaten April, Mai, sowie September und Oktober, wenn die Temperaturen für längere Touren angenehmer sind als im Hochsommer. Wer vor allem Baden und Strandurlaub sucht, wählt die Monate Juni bis September, während die Monate November bis März durch häufigeren Regen geprägt sind, mit einer durchschnittlichen Niederschlagsmenge von etwa 60 bis 90 Millimetern im November, dem regenreichsten Monat des Jahres. Für Kulturinteressierte, die das Festival de Pollença besuchen möchten, bietet sich Ende Juli und im August an, wenn die Konzertreihe im Kreuzgang von Santo Domingo stattfindet. Wer ein ruhigeres Klima mit weniger Touristenandrang bevorzugt, sollte die Monate Mai und Oktober wählen, in denen die beste Reisezeit für eine Kombination aus mildem Klima und überschaubaren Besucherzahlen zusammenfällt.

Pollença Sehenswürdigkeiten im Überblick

Pollença bietet auf kleinem Raum eine dichte Ansammlung an Sehenswürdigkeiten. Im Zentrum steht die Calvari-Treppe mit ihren 365 von Zypressen gesäumten Stufen, die von der Carrer de Jesús direkt am Fuß des Hügels bis zur kleinen Kapelle El Calvari auf der Kuppe führt. Die Pfarrkirche Nostra Senyora dels Àngels an der Plaça Major, deren heutiger Bau im 18. Jahrhundert auf den Fundamenten einer älteren Kirche aus dem 13. Jahrhundert errichtet wurde, prägt mit ihrer barocken Fassade das Ortsbild. Der Konvent Santo Domingo mit seinem Kreuzgang aus dem 17. Jahrhundert dient heute als Kulturzentrum. Der Puig de Maria, ein 333 Meter hoher Kegelberg südlich der Stadt, trägt auf seinem Gipfel die Einsiedelei Ermita de la Mare de Déu del Puig aus dem 14. Jahrhundert, die bis heute von einer Ordensschwester bewohnt wird und einfache Übernachtungsmöglichkeiten für Pilger und Wanderer bietet. Der sogenannte Pont Romà, die Römerbrücke am nordöstlichen Ortsrand über den Torrent de Sant Jordi, wird in ihrer heutigen Form von vielen Historikern eher der maurischen oder mittelalterlichen Zeit zugeschrieben, wird aber lokal traditionell als römisch bezeichnet und ist ein beliebtes Fotomotiv. Ergänzt wird das Bild durch das Museu de Pollença im ehemaligen Kloster, das archäologische Funde aus der Region sowie Gemälde unter anderem von Anglada-Camarasa zeigt.

Sehenswürdigkeiten im Detail

Die Calvari-Treppe

Die Calvari-Treppe verdient eine ausführlichere Betrachtung: Sie wurde im frühen 18. Jahrhundert angelegt, um den Gläubigen einen Bußweg zur Kapelle auf dem Hügel zu ermöglichen, und die exakte Zahl von 365 Stufen wird von den Bewohnern gerne mit den Tagen des Jahres in Verbindung gebracht. Am Karfreitag findet hier traditionell eine Prozession statt, bei der eine Christusfigur unter Glockengeläut die Treppe hinabgetragen wird, ein Brauch, der bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht. Von der Kapelle oben bietet sich ein weiter Blick über die Dächer der Altstadt bis zur Bucht von Pollença und an klaren Tagen bis zur Halbinsel Formentor.

Die Kirche Nostra Senyora dels Àngels

Die Kirche Nostra Senyora dels Àngels wurde nach einem Brand im Jahr 1731 im heutigen barocken Stil wiederaufgebaut und beherbergt im Inneren ein Retabel mit der Darstellung der Schutzpatronin. Der Vorgängerbau aus dem 13. Jahrhundert, auf dessen Fundamenten die heutige Kirche errichtet wurde, hatte damals bereits mehrere Jahrhunderte überdauert, bevor das Feuer weite Teile davon zerstörte.

Der Puig de Maria

Der Aufstieg auf den Puig de Maria dauert vom Parkplatz an der Ma-2200 aus zu Fuß über einen gepflasterten Pilgerweg mit zahlreichen Serpentinen etwa 45 bis 60 Minuten und überwindet dabei rund 300 Höhenmeter. Die Einsiedelei selbst stammt in ihren ältesten Teilen aus dem Jahr 1348 und wurde mehrfach erweitert.

Der Konvent Santo Domingo

Der Konvent Santo Domingo mit seiner schlichten Fassade aus dem Jahr 1616 beherbergt neben dem Kulturzentrum auch einen kleinen botanischen Garten im Innenhof, der während des Sommerfestivals als Konzertsaal dient. Der im Jahr 1962 gegründete Festival de Pollença nutzt seit Jahrzehnten den gotischen Kreuzgang des ehemaligen Klosters als akustisch geschätzte Konzertkulisse für sein sommerliches Programm klassischer Musik.

Sightseeing-Rundgang durch die Altstadt

Ein geführter Rundgang durch Pollença beginnt sinnvollerweise an der Plaça Major und führt zunächst über die Carrer del Temple, benannt nach dem einstigen Templerbesitz, in Richtung Konvent Santo Domingo. Von dort führt der Weg über die Carrer de la Font zu einem der alten Brunnen der Stadt, die einst die Wasserversorgung sicherten, weiter zur Carrer de Jesús, an deren Ende sich der Fuß der Calvari-Treppe befindet. Nach dem Aufstieg zur Kapelle und dem Abstieg auf der Rückseite des Hügels über den sogenannten Camí de les Creus, einen von Steinkreuzen gesäumten Pfad durch einen kleinen Pinienhain, gelangt man zurück in die Gassen der Altstadt. Von hier aus lohnt sich ein Abstecher zur Pfarrkirche und weiter zur Carrer de Guillem Cifre de Colonya mit der Touristeninformation. Der gesamte Rundgang durch die Altstadt lässt sich in etwa 2 bis 3 Stunden bewältigen, inklusive einer Pause auf der Plaça Major, wo mehrere Cafés Tische im Freien anbieten. Wer den Rundgang erweitern möchte, kann anschließend mit dem Auto oder Fahrrad die 6 Kilometer nach Port de Pollença zurücklegen, um den Rundgang mit einem Spaziergang entlang der Strandpromenade abzuschließen.

Versteckte Orte abseits der Route

Abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten gibt es in und um Pollença mehrere weniger besuchte Orte. Der kleine Weiler Ternelles nordwestlich der Stadt liegt in einem privaten Tal, das nur zu bestimmten Zeiten und mit vorheriger Anmeldung beim Grundbesitzer zugänglich ist, führt aber zu einem der schönsten Wanderwege der Region bis zur Talla de Ternelles, einer schmalen Felsschlucht. Die kleine Kapelle Ermita de Ternelles auf halbem Weg wird kaum von Touristen besucht. Auch das Gebiet um den Torrent de Sant Jordi nördlich der Römerbrücke, ein ruhiges Flussbett mit altem Baumbestand, bleibt meist den Einheimischen vorbehalten. In Port de Pollença lohnt sich ein Abstecher zum alten Fischerviertel rund um die Carrer de Ramón Berenguer III, wo traditionelle Fischerhäuser mit grünen Fensterläden erhalten geblieben sind, weit entfernt von den größeren Hotelanlagen an der Hauptpromenade. Wer die Halbinsel Formentor besucht, sollte nicht nur den bekannten Aussichtspunkt Mirador Es Colomer ansteuern, sondern auch den kleinen, wenig frequentierten Strand Cala Murta am Ende einer schmalen Zufahrtsstraße, der nur über einen kurzen Fußweg von einem kleinen Parkplatz aus erreichbar ist.

Pollença Geheimtipps vertieft

Vertieft betrachtet lohnt sich in Ternelles besonders die Route zur Font de Ternelles, einer historischen Quelle, die früher Teile der Stadt mit Wasser versorgte und heute nur noch von wenigen Wanderern besucht wird. Der Zugang erfolgt über ein Tor an der Carrer de Roca, das an bestimmten Wochentagen für Fußgänger geöffnet ist, meist Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag, wobei sich die genauen Zeiten am Tor selbst und über die Touristeninformation erfragen lassen. Ein weiterer Geheimtipp ist der kleine Aussichtspunkt oberhalb von Cala Sant Vicenç, von dem aus man die drei Buchten Cala Barques, Cala Molins und Cala Clara gleichzeitig überblicken kann, ohne die belebten Strandabschnitte selbst aufsuchen zu müssen. In der Bucht von Pollença befindet sich zudem das Naturschutzgebiet Albufereta, ein kleineres Feuchtgebiet im Vergleich zur bekannteren Albufera bei Alcúdia, das aber deutlich weniger Besucher anzieht und ideal für Vogelbeobachtung in den frühen Morgenstunden ist. Auch die Rückseite des Puig de Maria, die vom Hauptweg abzweigt und zu einem kleinen, kaum markierten Aussichtsfelsen führt, bietet einen Blick auf die gesamte Ebene zwischen Pollença und Alcúdia, der von den meisten Tagesbesuchern übersehen wird.

Insidertipps für Ortskundige

Einheimische empfehlen, den Sonntagsmarkt bereits gegen 8 Uhr morgens zu besuchen, bevor die Busse mit Tagesgästen aus den südlichen Ferienorten eintreffen und die Gassen überfüllen. Wer echte mallorquinische Produkte kaufen möchte, sollte sich an den Stand des Käseherstellers aus Ternelles halten, der jeden Sonntag am hinteren Teil des Marktes an der Carrer de la Missió Käse aus Schafsmilch anbietet. Für einen Aperitif mit Blick auf die Altstadt eignet sich die Terrasse des Café Espanya an der Plaça Major, das seit Jahrzehnten von derselben Familie geführt wird. Wer nicht in der Menschenmenge auf der Calvari-Treppe stehen möchte, sollte den Aufstieg gegen 8 Uhr morgens unternehmen, wenn die Temperaturen noch angenehm sind und kaum andere Besucher unterwegs sind. Ein weiterer Insidertipp betrifft das Parken: Statt in der Hauptsaison in der überfüllten Altstadt zu suchen, parken Ortskundige am kostenlosen Parkplatz an der Carrer de Cecili Metel am Ortsrand und gehen die letzten 5 Minuten zu Fuß.

Touristenfallen erkennen und vermeiden

Wie in vielen mallorquinischen Urlaubsorten gibt es auch in Pollença einige Fallen, die Reisende meiden sollten. Restaurants direkt an der Plaça Major mit mehrsprachigen Speisekarten und Fotos der Gerichte verlangen häufig 30 bis 40 Prozent mehr für vergleichbare Gerichte als Lokale in den Seitengassen, etwa entlang der Carrer del Vall oder der Carrer de l'Almoina. Am Sonntagsmarkt werden gelegentlich Souvenirs als handgefertigte mallorquinische Ware angeboten, die tatsächlich importiert sind, weshalb sich ein Blick auf die Herkunftsangabe lohnt, besonders bei Keramik und Textilien. In Port de Pollença werben manche Wassersportanbieter an der Strandpromenade mit auffallend günstigen Preisen für Bootsausflüge nach Formentor, verlangen jedoch vor Ort zusätzliche Gebühren für Treibstoff oder Ausrüstung, die im ursprünglichen Angebot nicht erwähnt wurden. Auch beim Mietwagenverleih am Flughafen sollte auf versteckte Zusatzkosten für Versicherungen geachtet werden, die bei Buchung über bekannte Vergleichsportale oft günstiger inkludiert sind als bei spontaner Anmietung vor Ort.

Pollença Spartipps für Restaurants und Mobilität

Für günstiges Essen empfiehlt sich der Besuch der Bar Restaurant Ca'n Moixet in einer Seitengasse der Altstadt, wo das Mittagsmenü bereits ab 12 Euro erhältlich ist, deutlich günstiger als vergleichbare Angebote direkt am Rathausplatz. Auch die Bäckereien der Stadt, etwa an der Carrer Major, bieten mit der traditionellen Ensaïmada, einem spiralförmigen Hefegebäck, ein günstiges und typisches Frühstück für unter 2 Euro pro Stück. Für die Mobilität innerhalb der Gemeinde lohnt sich in der Hauptsaison die Nutzung der Buslinie 340 zwischen Pollença und Port de Pollença, die mehrmals täglich verkehrt und für rund 1,50 Euro pro Fahrt deutlich günstiger ist als ein Taxi. Wer mehrere Tage bleibt, kann durch die Anmietung eines Fahrrads bei einem der Verleihstationen in Port de Pollença, ab etwa 12 Euro pro Tag, zusätzlich Fahrtkosten sparen und gleichzeitig die flache Küstenstraße bis zur Halbinsel Formentor erkunden. Ein weiterer Spartipp: Museum und Kulturzentrum Convent de Santo Domingo verlangen für den Zugang zu Wechselausstellungen oft keinen oder nur einen symbolischen Eintritt von 2 bis 3 Euro.

Pollença kulinarische Spezialitäten der Region

Die Küche Pollenças spiegelt die traditionelle mallorquinische Landküche wider. Zu den bekanntesten Gerichten zählt der Tumbet, ein geschichtetes Gemüsegericht aus Kartoffeln, Auberginen und Paprika in Tomatensauce, das in fast jedem Restaurant der Region auf der Karte steht. Die Sobrassada, eine streichfähige, mit Paprika gewürzte Rohwurst aus Schweinefleisch, wird traditionell mit Honig oder auf geröstetem Brot serviert und ist ein fester Bestandteil des mallorquinischen Frühstücks. Der Pa amb Oli, ein einfaches Gericht aus geröstetem Brot mit zerdrückten Tomaten, Olivenöl und Meersalz, wird oft mit Schinken oder Käse ergänzt. Besonders in der Region um Pollença werden Mandeln in großem Umfang angebaut, weshalb Mandelgebäck wie die Gató de Ametlla, ein Mandelkuchen ohne Mehl, serviert meist mit Mandeleis, in fast jedem Restaurant zu finden ist. Zur Fastenzeit werden zudem die typischen Panades, gefüllte Teigtaschen mit Erbsen und Fleisch, gebacken. Der lokale Wein aus der Region Serra de Tramuntana, die seit 2011 offiziell eine eigene Herkunftsbezeichnung besitzt, wird zunehmend auch außerhalb Mallorcas geschätzt.

Kulinarik für Genießer

Für Genießer, die gehobene Küche suchen, bietet Pollença mehrere Restaurants, die traditionelle Rezepte mit moderner Interpretation verbinden. Das Restaurant Ca'n Costa in der Altstadt setzt auf saisonale Produkte aus der Region und bietet ein Degustationsmenü, das mallorquinische Klassiker wie das Frit Mallorquí, ein Pfannengericht aus Innereien, Kartoffeln und Paprika, in überarbeiteter Form präsentiert. In Port de Pollença hat sich das Restaurant Stay am Hafen einen Namen für Fischgerichte gemacht, die auf dem täglichen Fang der lokalen Fischer basieren, darunter der Llampuga, die Goldmakrele, die vor allem im Herbst in der Bucht gefangen wird. Wer ein besonderes Ambiente sucht, findet dies im Restaurant 365 direkt am Fuß der Calvari-Treppe, benannt nach der Anzahl der Stufen, das mediterrane Küche mit Blick auf die beleuchtete Fassade der Kirche verbindet. Für ein klassisches, aber hochwertiges Essen empfiehlt sich zudem das Clivia in der Nähe der Plaça Major, das seit Jahrzehnten für seine Lammgerichte bekannt ist, zubereitet nach traditionellen Rezepten aus der Region.

Geheimrestaurants abseits der Touristenpfade

Abseits der bekannten Adressen gibt es in Pollença mehrere Restaurants, die vor allem von Einheimischen besucht werden. Die Bar Bosch in einer ruhigen Seitengasse nahe der Carrer de l'Almoina bietet ein einfaches, aber authentisches Mittagsmenü zu Preisen, die deutlich unter jenen der touristischen Zentren liegen, und ist besonders für ihre hausgemachten Tapas bekannt. In Ternelles, am Rand des gleichnamigen Tals, betreibt eine Familie einen kleinen Hofladen mit angeschlossenem Verkaufsstand, an dem samstags frisch zubereitete Gerichte aus eigenem Anbau verkauft werden. In Cala Sant Vicenç lohnt sich abseits der Strandrestaurants ein Besuch der Bar Can Ferrà etwas oberhalb der Bucht, wo lokale Fischgerichte zu moderaten Preisen serviert werden, fernab der höheren Preise der Restaurants direkt am Wasser. Auch das kleine Café am Fuß des Puig de Maria, das nur in den Sommermonaten geöffnet hat, bietet Wanderern nach dem Abstieg eine einfache, aber willkommene Erfrischung mit selbstgemachter Limonade aus regionalen Zitrusfrüchten.

Essen gehen: praktische Hinweise

Wer in Pollença essen gehen möchte, sollte die üblichen spanischen Essenszeiten berücksichtigen: Mittagessen wird meist zwischen 13 und 15.30 Uhr eingenommen, Abendessen selten vor 20 Uhr, wobei viele Restaurants erst ab 19.30 Uhr öffnen. Reservierungen empfehlen sich in der Hauptsaison besonders für die bekannteren Adressen an der Plaça Major und in Port de Pollença, da diese an Wochenenden schnell ausgebucht sind. Trinkgeld ist in Spanien weniger üblich als in Mitteleuropa, ein Aufrunden der Rechnung um 5 bis 10 Prozent wird jedoch bei gutem Service geschätzt. Vegetarische Optionen sind mittlerweile in den meisten Restaurants vorhanden, auch wenn die traditionelle mallorquinische Küche stark fleisch- und fischlastig ist. Für Familien mit Kindern bieten viele Lokale entlang der Strandpromenade von Port de Pollença spezielle Kindermenüs an, die zwischen 6 und 9 Euro kosten.

Pollença Ausflugsziele in der Umgebung

Die Halbinsel Formentor

Von Pollença aus lassen sich zahlreiche lohnende Ausflugsziele erreichen. Die Halbinsel Formentor, etwa 20 Autominuten entfernt, gilt mit ihrem Leuchtturm an der Nordspitze und dem berühmten Aussichtspunkt Mirador Es Colomer als eines der meistfotografierten Ziele der gesamten Insel. Der Mirador Es Colomer liegt auf halbem Weg zur Spitze der Halbinsel und bietet einen Blick auf die steil abfallenden Klippen und die vorgelagerte Felsinsel Illa d'es Colomer. Der Leuchtturm Far de Formentor selbst, errichtet im Jahr 1863, markiert den nordöstlichsten Punkt Mallorcas.

Alcúdia mit Stadtmauer und römischen Ruinen

Ein weiteres beliebtes Ausflugsziel ist die 10 Kilometer entfernte Stadt Alcúdia mit ihrer gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtmauer und den Ruinen der römischen Stadt Pollentia am Ortsrand.

Cala Sant Vicenç

Auch Cala Sant Vicenç mit seinen drei Buchten Cala Barques, Cala Molins und Cala Clara, etwa 15 Autominuten von Pollença entfernt, eignet sich für einen Tagesausflug mit Badeaufenthalt.

Die Bergdörfer Lluc und Sóller

Wer die Serra de Tramuntana näher erkunden möchte, sollte den Ausflug zu den Bergdörfern Lluc mit seinem berühmten Kloster Santuari de Lluc, etwa 30 Autominuten entfernt, sowie nach Sóller, das über die kurvenreiche Ma-10 in gut einer Stunde erreichbar ist, einplanen.

Pollença Tagesausflüge mit konkreten Routen

Ein klassischer Tagesausflug beginnt mit der Fahrt von Pollença über die Ma-2200 zur Halbinsel Formentor, wobei sich ein Zwischenstopp am Aussichtspunkt Mirador de Mal Pas kurz nach Port de Pollença lohnt, bevor die Straße in engen Serpentinen zum Mirador Es Colomer ansteigt. Von dort führt die Straße weiter über 13,5 Kilometer bis zum Leuchtturm an der Spitze der Halbinsel, wobei die gesamte Strecke von Pollença bis zum Leuchtturm etwa 45 Minuten in Anspruch nimmt. Ein zweiter Tagesausflug führt von Pollença über die Ma-10 durch die Serpentinen der Tramuntana nach Lluc, wo das gleichnamige Marienheiligtum seit dem 13. Jahrhundert ein wichtiger Wallfahrtsort ist, und weiter nach Sóller, das über die historische Straßenbahn mit dem 5 Kilometer entfernten Hafenort Port de Sóller verbunden ist. Für einen dritten Ausflugstag bietet sich eine Kombination aus Alcúdia und der Steilküste bei Cap de Formentor an: Zunächst 10 Kilometer nach Alcúdia zur Besichtigung der Stadtmauer und der römischen Ausgrabungsstätte, anschließend zurück über Port de Pollença zur Bucht von Cala Sant Vicenç für einen Nachmittag am Strand. Wer mehr Zeit einplant, kann diese drei Routen zu einer siebentägigen Erkundung der gesamten Nordküste Mallorcas kombinieren.

Regionale Erweiterung: Mallorcas Norden im Überblick

Der Norden Mallorcas, zu dem neben Pollença auch Alcúdia, Can Picafort, Sa Pobla und die Halbinsel Formentor gehören, bildet eine zusammenhängende touristische Region, die sich deutlich vom Massentourismus der Südküste unterscheidet. Sa Pobla, etwa 20 Kilometer südwestlich von Pollença gelegen, ist bekannt für den Kartoffelanbau und die jährliche Kartoffelmesse im Frühjahr. Muro, ein weiterer Ort in der Ebene zwischen Pollença und Alcúdia, beherbergt das Museu Etnològic de Muro mit Exponaten zur traditionellen Landwirtschaft der Insel. Die Albufera bei Alcúdia, das größte Feuchtgebiet der Balearen mit einer Fläche von rund 1.700 Hektar, ist ein bedeutendes Vogelschutzgebiet und beherbergt über 300 dokumentierte Vogelarten. Diese regionale Vielfalt macht den Norden Mallorcas zu einem der interessantesten Reiseziele der Insel für alle, die neben Strandurlaub auch Landschaft, Geschichte und Landwirtschaft der Region kennenlernen möchten. Eine Kombination mehrerer dieser Reiseziele in einer Rundreise ist über das gut ausgebaute Straßennetz der Ma-12 und Ma-13 problemlos möglich.

Landschaften und Vegetation

Die Landschaft um Pollença ist geprägt vom Kontrast zwischen der fruchtbaren Ebene und dem schroffen Tramuntana-Gebirge. In den Tälern rund um die Stadt dominieren ausgedehnte Olivenhaine, von denen einige Bäume nachweislich mehrere Jahrhunderte alt sind, sowie Mandelplantagen, die im Februar mit ihrer Blüte ein charakteristisches Bild der Region prägen. Die Vegetation im Bergland besteht überwiegend aus mediterraner Macchia mit Steineichen, wildem Rosmarin, Thymian und der für die Insel typischen Zwergpalme Chamaerops humilis. In höheren Lagen der Serra de Tramuntana, die seit dem Jahr 2011 von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet ist, finden sich zudem Aleppokiefern und vereinzelte Bestände der endemischen Balearen-Eibe. Entlang der Küste bei Cala Sant Vicenç und Formentor wächst die salzresistente Vegetation der Felsküste, darunter der wilde Fenchel und verschiedene Distelarten. Das Feuchtgebiet Albufereta in der Bucht von Pollença zeichnet sich durch Schilfbestände und Tamarisken aus und bietet Lebensraum für zahlreiche Wasservögel, insbesondere während der Zugvogelsaison im Frühjahr und Herbst.

Wanderwege rund um Pollença

Die Region um Pollença zählt zu den wichtigsten Wandergebieten Mallorcas.

Die Ruta de Pedra en Sec

Der bekannteste Weitwanderweg ist die Ruta de Pedra en Sec, offiziell als GR221 bezeichnet, ein rund 140 Kilometer langer Fernwanderweg entlang alter Trockensteinwege, der die gesamte Serra de Tramuntana von Andratx im Südwesten bis nach Pollença im Nordosten durchquert und in mehreren Tagesetappen mit Übernachtung in einfachen Berghütten, den sogenannten Refugis, bewältigt werden kann.

Der Aufstieg zum Puig de Maria

Eine der beliebtesten Einzelwanderungen ist der bereits beschriebene Aufstieg zum Puig de Maria, der mit rund 300 Höhenmetern auf einer Strecke von etwa 1,5 Kilometern auch für weniger geübte Wanderer in etwa einer Stunde zu bewältigen ist.

Die Wanderung durch das Tal von Ternelles

Anspruchsvoller ist die Wanderung durch das Tal von Ternelles zur Talla de Ternelles, einer engen Schlucht, die sich über etwa 8 Kilometer Hin- und Rückweg erstreckt und rund 3 bis 4 Stunden in Anspruch nimmt.

Wege auf der Halbinsel Formentor

Wer die Küstenlandschaft erwandern möchte, findet auf der Halbinsel Formentor mehrere markierte Pfade, unter anderem zum Aussichtspunkt Mirador Es Colomer, der auch ohne Auto über einen etwa 30-minütigen Fußweg vom nächstgelegenen Parkplatz erreichbar ist.

Der Aufstieg auf den Puig Tomir

Für erfahrene Bergwanderer bietet sich zudem der Aufstieg auf den Puig Tomir mit 1.103 Metern Höhe an, der zu den höheren Gipfeln im Umkreis von Pollença zählt und einen weiten Blick über die gesamte Nordküste bis zur Bucht von Alcúdia ermöglicht.

Pollença Reiserouten für unterschiedliche Aufenthaltsdauern

Reiseroute für 5 Tage

Für eine Reiseroute von 5 Tagen empfiehlt sich folgende Aufteilung: Am ersten Tag Ankunft und Erkundung der Altstadt von Pollença mit Aufstieg zur Calvari-Treppe, am zweiten Tag ein Ausflug zur Halbinsel Formentor mit Besuch des Mirador Es Colomer und des Leuchtturms, am dritten Tag eine Wanderung auf den Puig de Maria am Vormittag und ein entspannter Nachmittag am Strand von Port de Pollença, am vierten Tag ein Ausflug nach Alcúdia mit Besichtigung der Stadtmauer und der römischen Ausgrabungen, und am fünften Tag ein Badetag in Cala Sant Vicenç vor der Abreise.

Pollença Reiseroute für 7 Tage

Eine Reiseroute für 7 Tage ergänzt diese Route um einen Ausflug in die Bergdörfer Lluc und Sóller sowie einen Ruhetag mit Zeit für den Sonntagsmarkt.

Pollença Reiseroute für 10 Tage

Für eine Route über 10 Tage bietet sich zusätzlich eine mehrtägige Wanderetappe entlang der Ruta de Pedra en Sec sowie ein Tagesausflug nach Palma mit Besichtigung der Kathedrale La Seu an, die mit dem Auto in etwa 50 Minuten erreichbar ist.

Pollença Reiseroute für 14 Tage

Wer 14 Tage Zeit hat, kann die Route um eine Erkundung der östlichen Inselregion um Artà und der Höhlen von Drach ergänzen, die etwa 90 Autominuten von Pollença entfernt liegen.

Pollença Reiseroute für 21 Tage

Eine ausführliche Route über 21 Tage schließlich erlaubt eine vollständige Umrundung der Insel mit mehrtägigen Aufenthalten in Sóller, Deià, Valldemossa im Westen sowie in Santanyí und Colonia de Sant Jordi im Südosten, wobei Pollença als ruhiger Ausgangspunkt für die ersten und letzten Tage der Reise dient.

Praktische Pollença Tipps für den Aufenthalt

Für den praktischen Alltag in Pollença sind einige Hinweise hilfreich: Geschäfte in der Altstadt schließen häufig zwischen 13.30 und 17 Uhr für die traditionelle Mittagspause, öffnen dafür aber bis 20 oder 21 Uhr am Abend. Die medizinische Grundversorgung ist über das Centre de Salut gewährleistet, für ausländische Besucher empfiehlt sich dennoch eine Reiseversicherung, da die Behandlungskosten ohne europäische Krankenversicherungskarte in Rechnung gestellt werden. Bankautomaten finden sich an der Plaça Major und entlang der Carrer del Vall, wobei bei Abhebungen auf mögliche Zusatzgebühren geachtet werden sollte. Die Mülltrennung ist in Spanien mittlerweile Standard, entsprechende Container für Glas, Papier und Verpackungen finden sich an mehreren Stellen im Ortskern. WLAN ist in den meisten Unterkünften sowie in Cafés an der Plaça Major kostenlos verfügbar. Für Autofahrer gilt zu beachten, dass die Altstadt von Pollença teilweise als Fußgängerzone ausgewiesen ist und die Zufahrt nur Anwohnern gestattet ist, weshalb sich das Parken am Ortsrand empfiehlt.

Insiderwissen zur Region

Wer tiefer in die Kultur der Region eintauchen möchte, sollte wissen, dass Pollença traditionell in zwei symbolische Lager geteilt war, die sogenannten Pageses, die Landbevölkerung, und die Sabaters, die Schuhmacher und Handwerker der Stadt, eine historische Unterscheidung, die sich bis heute in manchen Familiennamen und lokalen Anekdoten widerspiegelt. Die Sprache der Region ist das Mallorquinische, ein Dialekt des Katalanischen, der sich in Aussprache und Wortschatz deutlich vom Hochkatalanischen unterscheidet und in vielen Restaurants und Geschäften noch als Alltagssprache verwendet wird. Wer sich für die Kunstgeschichte der Region interessiert, sollte wissen, dass mehrere internationale Maler des frühen 20. Jahrhunderts, darunter der bereits erwähnte Anglada-Camarasa sowie der britische Maler William Cook, in Pollença lebten und arbeiteten, was der Stadt bis heute eine lebendige Kunstszene mit mehreren Galerien in der Altstadt beschert. Auch die traditionelle Herstellung von Espardenyes, den mallorquinischen Leinenschuhen, hat in Pollença eine lange Tradition, die auf kleine Werkstätten in der Altstadt zurückgeht.

Familienurlaub in Pollença

Für eine gelungene Familien-Reiseplanung bietet die Region um Pollença zahlreiche kindgerechte Aktivitäten.

Baden am Strand von Port de Pollença

Der Strand von Port de Pollença fällt flach ins Wasser ab und eignet sich damit besonders gut für kleinere Kinder, zudem ist die Bucht durch ihre geschützte Lage kaum Wellengang ausgesetzt.

Der Aufstieg zur Calvari-Treppe mit Kindern

Der Aufstieg zur Calvari-Treppe lässt sich mit Kindern in gemächlichem Tempo bewältigen, wobei zahlreiche Zypressen entlang des Weges für angenehme Kühle sorgen.

Radfahren an der Küste in Richtung Formentor

Fahrradverleihe in Port de Pollença bieten auch Kindersitze und kleinere Räder an, sodass die flache Küstenstraße in Richtung Formentor gemeinsam erkundet werden kann.

Schlechtwetterprogramm und praktische Hinweise

Für regnerische Tage bietet sich ein Besuch des Museu de Pollença an, das mit überschaubarer Größe auch für jüngere Kinder gut geeignet ist. Viele Restaurants entlang der Strandpromenade bieten spezielle Kindermenüs sowie Spielbereiche im Freien an. Bei einer Familien-Reiseplanung für den Sommer sollte zudem an ausreichend Sonnenschutz gedacht werden, da die Mittagssonne zwischen 12 und 16 Uhr besonders intensiv ist, weshalb sich Ausflüge in die kühleren Morgen- und späten Nachmittagsstunden verlegen lassen.

Abschlusskapitel: Warum Pollença einen Besuch wert ist

Pollença vereint auf überschaubarem Raum eine über 2000 Jahre zurückreichende Geschichte, eine vielfältige Landschaft zwischen Bergen und Meer sowie eine Küche, die bis heute von traditionellen Rezepten geprägt ist. Wer sich für diesen bester Pollença Reiseführer entschieden hat, findet in der Stadt und ihrer Umgebung ein Reiseziel, das sich bewusst vom Massentourismus der Südküste Mallorcas abhebt und dennoch alle Voraussetzungen für einen abwechslungsreichen Urlaub bietet, von Wanderungen im Tramuntana-Gebirge über Badeausflüge an die Buchten von Cala Sant Vicenç bis hin zu kulturellen Höhepunkten wie dem Sommerfestival im Konvent Santo Domingo. Die gute Erreichbarkeit über den Flughafen Palma, die überschaubaren Distanzen zu den umliegenden Ausflugszielen wie Alcúdia und Formentor sowie die Vielzahl an Unterkünften für jedes Budget machen die Region sowohl für Kurzurlauber als auch für längere Reiserouten von zwei oder drei Wochen attraktiv. Wer eine günstige und zugleich authentische Alternative zu den bekannteren Ferienorten der Insel sucht, findet in Pollença ein Reiseziel, das mit seiner Geschichte, seiner Landschaft und seiner Küche auch bei wiederholten Besuchen nicht an Reiz verliert.


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